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Hausarbeit, 2002, 16 Seiten
Autor: M.A. Baghira Karlos
Fach: Germanistik - Literaturgeschichte, Epochen
Details
Institution/Hochschule: Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (Germanistisches Seminar)
Tags: Erich, Kästner, Literat, Zwischenkriegszeit, Literatur, Weltkriegen
Jahr: 2002
Seiten: 16
Note: 1,7
Literaturverzeichnis: ~ 9 Einträge
Sprache: Deutsch
ISBN (E-Book): 978-3-638-62635-4
Dateigröße: 137 KB
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Erich Kästner (1899 Dresden – 1974 München)
als Literat der Zwischenkriegszeit
von: Baghira Karlos
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung 3
2. Epochenüberblick - Erich Kästner als Autor der „Neuen Sachlichkeit“ 4
3. Erich Kästner vor dem ersten Weltkrieg 7
4. Erich Kästner als Literat der Zwischenkriegszeit 9
4.1 Erich Kästner als Kinderbuchautor 11
4.2 Gesellschaftskritik anhand von Themenkomplexen 13
5. Schlussbemerkung 15
Literaturverzeichnis 16
1. Einleitung
Ziel dieser Arbeit ist es Erich Kästners Leben in Bezug zu einem historischen Zeitraum relativ umfassend wiederzugeben. Dieser Zeitraum soll die sog. „Zwischenkriegszeit“ sein, bzw. nach Beendigung des ersten Weltkrieges bis zur Machtergreifung der Nationalsozialisten. Ein historischer Zeitraum kann nicht separat betrachtet werden, weil er aus vorhergegangener Zeit resultiert. Es liegt also der Zeitraum vor, der zwischen zwei Weltkriegen steht. Die Bevölkerung erlebt von 1918 bis 1933 viele Umbrüche auf verschiedenen Ebenen. Eben diesen Umbrüchen wird sich diese Arbeit, immer mit besonderem Augenmerk auf Erich Kästner, widmen.
Bevor die Menschen der Weimarer Republik einander gegenübergestellt werden, ist es nützlich einen ausgewählten literarischen Epochenüberblick voranzustellen, der diejenigen Aspekte, die Erich Kästner direkt betreffen, heraushebt. Der zweite Teil gibt einen kurzen Überblick über jene Einflüsse, die den jungen Erich Kästner prägen; im Zusammenhang dazu ist es interessant zu untersuchen, inwiefern und welche Moralvorstellungen ihm vorgelebt werden. Seine Mutter spielt in Kästners gesamten Leben eine dominante Rolle, auf diese Mutter/Sohn Beziehung muss also auch Rücksicht genommen werden. Einleitend wird also konstruiert, wie sich Erich Kästners Moralvorstellungen in der Zeit vor und während des ersten Weltkrieges formen. Welche Schwerpunkte er resultierend in seinem Leben setzt und wie er diese verwirklicht, soll anhand der Zeitspanne von 1918 bis 1933 erfasst werden. Der Schwerpunkt dieser Arbeit beruht also auf diesem dritten Teil.
Chronologisch werden Werke, die Kästner aus unterschiedlichen Motivationen heraus kreiert hat, zitiert und so Thesen belegt, die einen Mann beschreiben, der den ersten Weltkrieg miterlebt hat und sich nun in der Weimarer Republik zurechtfinden muss. Selbst gewählte und auferlegte Umstände zeichnen und charakterisieren Erich Kästner, der dem aufkommenden Faschismus von Anfang an kritisch gegenübersteht.
Die Ursache der negativen Strömungen sieht er in den Moralvorstellung der Menschen. Hier ist zugleich die ständige Blickrichtung seiner Appelle zu finden. Mit der Machtergreifung Hitlers 1933 hört Kästners Schaffen nicht auf. Der bald verbotene Autor schreibt unter Pseudonym weiter und verlässt zu keinem Zeitpunkt das Land. Das Ziel dieser Interpretation Erich Kästners als Literat der Zwischenkriegszeit ist es also einen relativ umfassenden Einblick in dessen Person zu der genannten Zeit zu präsentieren. Indem der historische Kontext Epochen übergreifend, einhergehend die Selbstauffassung des Autors, sowie dessen geistiges und politisches Umfeld, berücksichtigt wird, können Kästners Moralvorstellungen wiedergeben werden.
2. Epochenüberblick - Erich Kästner als Autor der „Neuen Sachlichkeit“
Erich Kästner hat vier entscheidende Epochen der deutschen Geschichte am „eigenen Leib“ erfahren. Die Rezeption seiner Werke sollte im Zusammenhang seiner eigenen Verfassung, die im Bezug zur jeweiligen Epoche und somit seinem eigenen Alter steht, interpretiert werden.
Er gehört zu den Menschen, die schon vor dem ersten Weltkrieg, in den letzten Jahren des Kaiserreiches Eindrücke seiner Umwelt erfahren haben, auf deren Grundlage er seine Einstellungen der Weimarer Republik gegenüber formt. Die zwanziger Jahre sind auch seine eigenen, als junger Mann erlebt er, wie 1918 die gewohnte Ordnung zusammenbricht und Deutschland unter der Machtergreifung der verschiedenen Parteien auf der einen Seite an Freiheit gewinnt, aber auch unter der Unsicherheit, die einer solchen Umwälzung implizit ist, verliert. Kästner wird Zeuge der Weltwirtschaftskrise und schließlich der Machtergreifung Hitlers, welche den Nationalsozialismus zur Folge hat.
Erich Kästner macht es sich zur Aufgabe hinzusehen! Er beobachtet und setzt sich mit den Geschehnissen seines Landes auseinander, um auf Missstände aufmerksam zu machen. „…, hat sich auch selbst zu der Aufgabe, als Augenzeuge und Zeitgenosse seine Beobachtungen festzuhalten, bekannt und auf die Verwobenheit seiner Biographie in das politische Geschehen öffentlich hingewiesen, …“1 Zunächst soll ein Epochenüberblick der Literatur der Weimarer Republik gegeben werden, um auf diesem bzw. teilweise schon währenddessen auf E. Kästners Leben näher einzugehen. Erich Kästner ist als Autor der neuen Sachlichkeit ein Vorläufer seiner Zeit. Deutschland erkennt unter Druck die Kriegsschuld an. Kolonien und verschiedene Regionen, wie Elsass-Lotringen, fallen an die Siegermächte.
[...]
1 Doderer, Klaus: Erich Kästner. Lebensphasen-politisches Engagement-literarisches Wirken. Weinheim und München 2002, S. 41 [künftig zitiert als: Doderer]
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