Gestaltungselement Minimalismus und Multimedia -
Interaktionen einer Stilrichtung mit den gegenwärtigen
Gestaltungstheorien digitaler Medien
Inhaltsverzeichnis
1. Begründung der Auswahl 5
2. Abgreifen der Terminologie Minimalismus und Ausschlusskriterien 7
2.1. Epocheneingliederung 7
2.2. Stilmerkmale 9
2.2.1. Visuelle Kennzeichen 10
2.2.1.1. Form 11
2.2.1.2. Farbe 11
2.2.1.3. Helligkeit/Beleuchtung 11
2.2.1.4. Grösse/Proportion 12
2.2.1.5. Textur/Material 12
2.2.1.6. Anordnung/Richtung 12
2.2.1.7. Einbettung in die Umgebung 13
2.2.2. Auditive Kennzeichen 13
2.2.3. Funktionalität und Zweck 14
3. Abgreifen der Terminologie Mulitmedia 15
3.1. Funktionaler Träger zu unseren Sinnesorgangen 15
3.2. Digitaler Charakter 17
4. Beziehung zwischen Minimalismus und Multimedia 19
4.1. Nahtlos übergreifende Gestaltungsebenen 19
4.1.1. Positionierung des Anwenders 20
4.1.2. Das Ende des notwendigen Übels 20
4.2. Die Form folgt der Funktion 22
4.2.1. Absorption in die Lehren von Mediengestaltung 23
4.2.2. Unberechenbarer Ansturm auf multimediale Funktionalitäten 24
4.2.3. Funktionalität als Zugkraft 24
4.2.4. Verdichtung und Konzentration 26
4.2.5. Visuelle Reduktion 26
4.3. Der Betrachter wird zum Autor 29
4.3.1. Massgeschneiderte Navigationsgestaltung 29
4.3.2. Nicht-Linearität als Ausdruck intuitiven Handelns 30
4.4. Herausgegriffene Anwendungsbeispiele 31
4.5. Herausforderungen an die Gestaltungsindustrie 37
4.5.1. Informierend vs. unterhaltend 38
4.5.2. Minimalisierte Basiselemente 39
4.5.3. Kenntnisse im Minimalismus als Hilfe beim intuitiven Medien-
schaffen 41
5. Schlussfolgerung 43
6. Quellenangaben 45
7. Anhang 51
7.1. Ausdrucke Websites 51
3
2.2.1.1. Form
Nach Ansicht der Minimalisten wecken die unaufdringlichen Grundformen Quadrat, Rechteck oder Kreis im Betrachter unweigerlich bestimmte Emotionen. Multiple Elemente in ihrer formalen Schlichtheit und Ganzheit kommen zur Anwendung. Hier wird oft auch der Fachausdruck "Primary Structures" 11 zitiert.
2.2.1.2. Farbe
Vor allem dezente Naturfarben wie Weiss, Braun, aber auch Schwarz und gebürstetes Metall fi nden oft Anwendung.
2.2.1.3. Helligkeit/Beleuchtung
Vergleicht man minimalistische Installationen und Arbeiten, so sind diese - der Helligkeit ungeachtet, wie stark diese ist - meistens regelmässig ausgeleuchtet, um der Deutlichkeit von Konturen gerecht zu werden.
11 Cheviakoff, Sofi a: Minimalismus. Erstaufl age. Königswinter: Tandem Verlag GmbH 2006. S. 36.
Abbildung 22 Abbildung 22
4.1.1. Positionierung des Anwenders
In Abbildung 22 wird mittels der Dreiecke auch der Grad der Ersichtlichkeit jener Ebenen aus der Aussen- und Innenperspektive eines Betrachters dargelegt. Steht der Betrachter ausserhalb des Gebäudes, so wird die Relevanz zur Multimedia fürs gesamte Design-Konzept geringer, da der Betrachter ausserhalb des Gebäudes kaum Multimedia-Anwendungen innerhalb des Gebäudes wahrnehmen kann. Verlagert sich die Perspektive jedoch auf die Bedienung von Multimedia, also Innenperspektive, so werden multimediale Anwendungen als primäre Gestaltungsaufgabe, dann das Multimedia-Gerät selber als sekundäre, der Einbau von Multimedia in seine Umgebung als weitere, zum Schluss die Innenarchitektur als letzte Gestaltungspriorität eingestuft. Je weiter sich die Ebene vom Standpunkt der Innenperspektive befi ndet, desto geringfügiger wird die visuelle Relevanz von der Wahrnehmung des Gesamtkonzepts für den User. Fokussieren wir uns also auf die relevantere Innenperspektive.
4.1.2. Das Ende des notwendigen Übels
Das vergangene Jahrzehnt verdeutlicht die zunehmend zentrale Rolle der Ästhetik in der bestehenden Innenarchitektur, die mit harmonisch korrespondierenden Medien-"Möbel" und multimedialen Anwendungen grenzenüberschreitend einhergehen. Multimedia-Geräte selber werden seit geraumer Zeit nicht mehr als notwendiges Übel möglichst unauffällig platziert, sondern werden bewusst als hochwertige Design-Objekte dezent und ästhetisch eingebaut. Sie erschlies-
Arbeit zitieren:
Roger Kaufmann, 2007, Gestaltungselement Minimalismus und Multimedia - Interaktionen einer Stilrichtung mit den gegenwärtigen , München, GRIN Verlag GmbH
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