Inhalt
Inhalt 2
1. Einleitung 3
2. Die „Deutschen Christen“ 4
2.1. Geschichtliche Entwicklung 4
2.2. Ideologische und theologische Ansichten 7
3. Die Bekennende Kirche 9
3.1. Geschichtliche Entwicklung 9
3.2. Ideologische und theologische Ansichten 10
4. Gegenüberstellung und Schlussfolgerungen 12
5. Literaturverzeichnis 14
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1. Einleitung
Bereits während der Mitte der Zwanziger Jahre, noch lange Zeit vor der Machtergreifung der Nationalsozialisten im Januar 1933, begannen sich innerhalb der deutschen Evangelischen Kirche verschiedene theologische Strömungen zu bilden. Diese beginnende, inhaltliche wie organisatorische Zersplitterung, der nur locker im Deutschen Evangelischen Kirchenbund zusammengeschlossenen Protestantischen Kirche, sollte sich bis zur Machtübernahme weiter verschärfen und mit der Einführung des so genannten Arierparagraphen für protestantische Geistliche erstmals besonders deutlich zum Vorschein kommen.
Bevor diese Spaltung jedoch derart offenkundig wurde, herrschte zum Eintritt der NSDAP in die Regierungsverantwortung eine fast durchgehend positive Stimmung unter den evangelischen Kirchenführern und in den Landeskirchen. „Eine starke nationalsozialistische Führung ließ die Wiedereinkehr von Ruhe und Ordnung im Land erhoffen und schien Garant dafür zu sein, dass Marxismus, Liberalismus und Atheismus in die Schranken verwiesen wurden“ 1
Verschiedene Haltungen zu den fortwährenden Gleichschaltungs- und Instrumentalisierungsversuchen und nicht zuletzt zur Einbindung der nationalsozialistischen Rassenideologie in das kirchliche Leben, führten während der weiteren Entwicklung zur Trennung, wobei zwei Hauptgruppierungen hervorzuheben sind. Hierbei handelte es sich um die “Deutschen Christen“ auf der einen und die “Bekennende Kirche“ auf der anderen Seite.
Ziel dieser Arbeit soll sein, die unterschiedlichen Entwicklungen beider Organisationen in einem kurzen Überblick zu betrachten, ihre gegensätzlichen Auffassungen und daraus resultierenden Handlungsweisen darzulegen und anhand dessen ein Fazit im Bezug auf “Anpassung oder Widerstand“ zu ziehen.
1 in: G. Denzler /V. Fabricius, „Christen und Nationalsozialisten“, W.H. Pehle (Hrsg.), Frankfurt a. M. 1993. (S. 37)
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2. Die „Deutschen Christen“
2.1. Geschichtliche Entwicklung
Die Wurzeln der Deutschen Christen lassen sich bereits im ausgehenden Kaiserreich und der Weimarer Republik ansiedeln. Völkisches und nationalkonservatives Gedankengut waren im Protestantismus der damaligen Zeit bereits weit verbreitet. Erstmals trat der ’Bund für Deutsche Kirche’ mit Reden von der Germanisierung der Kirche und der Religion zu Beginn der zwanziger Jahre in Erscheinung und veröffentlichte seine Ansichten in einem eigenen Mitteilungsorgan mit dem Namen „Die Deutschkirche“. Diese Vereinigung suchte die politische Nähe zur NSDAP, was im Jahre 1925 die Bildung einer ’deutschchristlichen Arbeitsgemeinschaft’ zur Folge hatte.
Thüringen stellte in jenen Tagen ein wahres Sammelbecken für nationalistische und rechtskonservative Kirchenmitglieder und Pfarrer dar, welche sich 1928 in der ’Thüringer Kirchenbewegung Deutsche Christen’ formierten und ebenfalls engen Kontakt zur NSDAP pflegten. Auch die Thüringer Kirchenbewegung unterhielt ihr eigenes Mitteilungs-. und Propagandablatt mit dem Namen „Briefe an Deutsche Christen“.
Im gesamten Reichsgebiet gab es weitere ähnliche Zusammenschlüsse und 1932 kam es durch den Berliner Pfarrer Joachim Hossenfelder, unter Mithilfe der Partei, zur Gründung der ’Glaubensbewegung Deutsche Christen’. Im Zuge der Kirchenwahlen in der Altpreußischen Union (APU) im November 1932, repräsentierten sie den kirchenpolitischen Arm der Nationalsozialisten und legten auf Initiative des Fraktionsführers der NSDAP im preußischen Landtag, Wilhelm Kube, eigene Kandidatenlisten vor. Die Namensgebung in ’Evangelische Nationalsozialisten’ hatte Hitler strengstens untersagt, worauf hin die Bezeichnung “Deutsche Christen“ gewählt wurde. Hossenfelder wurden die gesamte Reichsleitung sowie die Wahlkampfführung übertragen. Die DC sollten reichsübergreifend alle anderen deutsch-christlichen Vereinigungen unter sich bündeln und ihre Arbeit sollte sich auf das gesamte Reichsgebiet erstre-
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cken. Bei dieser Wahl zur größten deutschen Landeskirche erhielten die DC über ein Drittel aller Sitze. 2
Rund 6000 Pfarrer, was ungefähr einem Drittel der deutschen Pfarrerschaft entsprach, waren bereits im Oktober 1933 Mitglied der Deutschen Christen. Die Gesamtzahl der Mitglieder wurde auf ca. 1 Million geschätzt. 3
Die nun anzutreffenden Mitglieder der Führungsspitze der Deutschen Christen, z.B. Friedrich Wieneke, Joachim Hossenfelder, Julius Leuthäuser und Siegfried Leffler, waren alle bereits 1928 und 1929 der NSDAP beigetreten und unterhielten mit dieser eine geheim gehaltene Kooperation. Die Werbewirksamkeit der Pfarrer in den Gemeinden war der Partei natürlich in vollem Ausmaße bewusst. Allerdings sollte jegliche Initiative der politischen Bewegung von den Geistlichen geleugnet werden, um den Schein der Neutralität zu wahren. 4
Die DC hatten bereits am 26. Mai 1932 eine gemäßigte Form ihrer “Richtlinien“ zur Neuordnung der Kirche verfasst, welche kurz darauf den Oberkirchenrat in Berlin ohne Beanstandung passierten und am 06. Juni 1932 verabschiedet wurden. Diese Richtlinien, welche nach Ansicht der DC mehr einem “Lebensbekenntnis“ als einem Glaubensbekenntnis gleich kamen, verdeutlichen unmissverständlich die ideologische Nähe zum NS.
„Rein theologisch erreichte das nationalprotestantische Denken der DC 1932 seinen Höhepunkt. Nation und Altar, reformatorisches Christentum und völkisches Deutschtum sollten nie wieder so eng zusammengedacht und biblisch fundiert werden.“ 5
Um die geforderte Kirchenreform voran zu treiben und das Ziel einer vereinigten Reichskirche unter der Führung eines Reichsbischofs “von Hitlers Gnaden“ zu verwirklichen, trat am 25. April 1933 ein “Dreimännerkollegium zusam-
2 in:G. Denzler /V. Fabricius, „Christen und Nationalsozialisten“, W.H. Pehle (Hrsg.), Frankfurt a. M. 1993. (S.42)
3 Scholder, Klaus; Die Kirchen und das Dritte Reich. Bd. 1, Vorgeschichte und Illusionen,
1918-1934, Berlin 1977.
4 L.S.-Wenschkewitz, Nationalsozialismus und Kirchen, Religionspolitik von Partei und Staat bis 1935, Tübinger Schriften für Sozial und Zeitgeschichte, Düsseldorf 1974.
5 in G. Denzler/V. Fabricius, „Christen und Nationalsozialisten“, W.H. Pehle (Hrsg.), Frankfurt a. M. 1993. (S. 42)
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Arbeit zitieren:
Steffen Recknagel, 2005, Evangelische Kirche im Dritten Reich - Deutsche Christen und Bekennende Kirche im Zwiespalt zwischen Anpassung und Widerstand, München, GRIN Verlag GmbH
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Andreas Hofer
Evangelisches Kirchengesangbuch, Damals wie heute zeitlos.
Unbedingt lesen!!!: Evangelisches Feldgesangbuch, "Das wahre Gesicht der Kirche". Führer befiehl, wir folgen dir. Schlimmer als die NS-Hetezpropaganda!!!!!!Die verhalten sich heute genauso, wie damals. Staatstreu und verheizen wieder junge Menschen. Zu der Armut in Deutschland nimmt die Kirche keine Stellung, hauptsache die Steuern gehen aufs Konto.Wer dieses Buch gelesen hat, kann nicht mehr Kirchenmitglied sein.
am Wednesday, March 26, 2008-