Inhaltsverzeichnis
1 Einführung. 5
2 Der Begriff der Beratung 6
3 Beratung in der Weiterbildung 9
3.1 Formen der Beratung 10
3.1.1 Trägergebundene Beratung 10
3.1.2 Trägerübergreifende Beratung. 11
3.2 Ziele der Weiterbildungsberatung. 11
3.3 Funktionen 12
3.4 Realität und Probleme der Weiterbildungsberatung. 13
4 Darstellung der verschiedenen Beratungsansätze 14
4.1 Der Beratungsansatz nach Rogers. 14
4.1.1 Kennzeichen 14
4.1.2 Grundhaltungen des Therapeuten. 15
4.1.2.1 Empathie 15
4.1.2.2 Akzeptanz 16
4.1.2.3 Kongruenz. 16
4.1.3 Inadäquate Verhaltensweisen 17
4.1.4 Abschluss einer erfolglosen Beratung 17
4.1.5 Fähigkeiten eines Beraters. 17
4.2 Der Beratungsansatz nach Mutzeck: Die kooperative Beratung 17
4.2.1 Grundlagen und Ziel der kooperativen Beratung 17
4.2.2 Menschenbildkonzeption. 19
4.2.3 Bestandteile und Ablauf des Beratungsprozesses. 19
4.3 Der Beratungsansatz nach Hermann Gieseck: Beraten als Grundform
p ädagogischen Handelns. 21
4.4 Der Beratungsansatz nach Schlee: Beratung und Supervision in kollegialen
Unterst ützungsgruppen 23
3
4.5 Der Beratungsansatz nach Schley: Das Konzept der Systemberatung und
Organisationsentwicklung. 26
5 Vergleich der dargestellten Beratungsformen. 27
5.1 Vergleich der Ziele. 27
5.2 Vergleich der theoretischen Hintergründe 28
5.3 Vergleich der Beratungsmerkmale. 28
6 Fazit: Beratungsansätze in der Weiterbildungsberatung. 30
7 Resümee 32
8 Literaturverzeichnis 34
4
1 Einführung
Beratung gilt zwar als „pädagogische Handlungsform“ (Hornstein, 1976) doch stellt sich die Frage, welchen Platz sie innerhalb der Weiterbildung einnimmt. Aussagen wie
„Beratung wird als Strukturelement des Gesamtbildungssystems gesehen. Beratung und WB stehen in einem funktionalen Zusammenhang im Gesamtbildungssystem“ (ebd., 104) betonen die Notwendigkeit einer Beratung innerhalb der Weiterbildung. Tippelt (1997) erwähnt, dass
„Bildungsberatung und auch Weiterbildungsberatung (...) seit dem Strukturplan für das Bildungswesen des Deutschen Bildungsrates als flankierender Bereich der Bildungsreform [gelten]. Weiterbildungsberatung soll insbesondere helfen, pädagogische und bildungspolitische Ziele der Weiterbildung zur erriechen“ (ebd., 1). Doch worin besteht die Notwendigkeit der Beratung für ein Bildungswerk?
Wie sieht die Umsetzung in der Praxis aus? Worin unterscheiden sich die vielen verschiedenen Beratungsansätze und welcher entspricht am optimalsten der speziellen Weiterbildungssituation? Vorliegende Hausarbeit soll helfen, diese Fragen zu klären und die Bedeutung der Beratung im Rahmen der Weiterbildung aufzuzeigen. Dabei wird zunächst eine begriffliche Bestimmung von Beratung versucht. Anschließend wird die Beratung im Kontext der Weiterbildung skizziert. Bei der Darstellung der verschiedenen
Beratungsansätze, wurde eine besondere Gewichtung auf den Rogerschen Ansatz als klassischer Ansatz der Beratung gelegt, da er auch in die Weiterbildungsberatung Einzug gehalten hat.
Die weiteren Ansätze von Mutzeck, Giesecke, Schlee und Schley werden nur grob skizziert und anschließend miteinander verglichen. In einem Fazit wird die Umsetzungsmöglichkeit der dargestellten Beratungsansätze untersucht.
5
2 Der Begriff der Beratung
Nach Schaub & Zenke (1995) ist der Bedarf an Beratung durch zunehmende Handlungs- und Entscheidungsspielräume in Erziehung, Ausbildung, Beruf und allgemeine Lebenspraxis sowie der wachsenden Komplexität in vielen gesellschaftlichen Bereichen stark angewachsen. Ziel ist es, durch Information, klärende Gespräche, Ermutigung und die gemeinsame Erarbeitung von Entscheidungshilfen den Ratsuchenden zur Selbsthilfe zu befähigen. Nach Mutzeck (1996) bewegt sich Beratung als Form erzieherischen Handelns zwischen den Polen gezielter Beeinflussung (dann Manipulation) und direkter Lenkung einerseits sowie Selbststeuerung und Hilfe zur Selbsthilfe andererseits. Mutzeck definiert damit Beratung als „besondere
zwischenmenschliche Interaktion, die im Gegensatz zum Alltagsgespräch planvoll, fachkundig und methodisch geschult durchgeführt wird und die auf einem arbeitsfördernden Vertrauensverhältnis beruht“ (ebd., 1996). Ganz anders definiert dahingegen Thiersch (1991) den Beratungskontext: „Soziale Beratung ist ein methodisch ausgewiesenes, zielorientiertes Arbeits-Arrangement. Als Konzept zielt sie auf Hilfe zur Selbsthilfe im Lebensfeld. In ihrer methodischen Struktur zielt sie auf den prozeßhaften Zusammenhang der Erkenntnis (Wahrnehmung / Diagnose) der Schwierigkeiten, der Klärung und dem Entwurf der Hilfsmöglichkeiten und der Unterstützung und Hilfe in der Erschließung der Ressourcen“ (Thiersch, 1991, 24, zit. n.: Rauschenbach et al., 19969, 138)
Der Beratungsprozess gliedert sich in Anlehnung an Schaub und Zenke (1995) in folgende Schritte:
Beratungsprozess, Strukturelemente und Kernthesen unterscheiden sich gemäß ihrer Definition von Beratung und ihrer Funktion im jeweiligen Berufsfeld.
Köllner (1996) stellt als herausragend die Strukturelemente der Beratungssituation gegenüber:
B (Berater)
Die „ soziale Einzelfallhilfe“ als Vertreter Perlman (1969), Maas (1974) u.a. stellen vor allem ihr Sieben Grundsätze der helfenden Beziehung, d.h. der Beratung, heraus:
1. „Individualisierung (...)
2. Sensitiv um Verständnis bemüht sein und zum bewußten
Ausdruck von Gefühlen anregen.
3. Kontrollierte gefühlsmäßige Anteilnahme, d.h. Selbstdisziplin beim
Berater bezüglich seiner eigenen Bedürfnisse und Gefühle.
4. Die Annahme des Klienten als Person von eigenem Wert.
5. Die nichtrichtende Haltung.
6. Die Selbstbestimmung des Klienten.
7. Die Verschwiegenheit gegenüber Dritten“ (Köllner, 1996, 9).
Auch die Aufgabenfelder der Beratung sind unterschiedlich. Nach Schaub und Zenke (1995) sind Formen der Beratung sind:
• Erziehungsberatung
• Berufsberatung
• Eheberatung
• Schullaufbahnberatung
Mutzeck nimmt dahingehende folgende Einteilung vor:
1. Aufgabenfelder und Ziele von Beratung im Bereich Schule
7
Arbeit zitieren:
Dipl. Päd., Andragogin Cornelia Leistner, 2002, Beratung in der Weiterbildung - Beratungsansätze im Vergleich, München, GRIN Verlag GmbH
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