1. EINLEITUNG 1
2. DEFINIT ION 2
2.1 Selbst und Selbstkonzept 2
2.2 Steuerung 3
2.3 Definitionsvorschlag 3
2.3.1 Konrad und Traub 3
2.4 Zentrale Merkmale selbstgesteuerten Lernens 4
3. BEDEUTSAMKEIT SELBSTGESTEUERTEN LERNENS 6
3.1 Die vier wichtigsten Gründe 6
3.2 Begründungen für selbstgesteuertes Lernen in Schule 8
3.2.1 Bildungsplan Baden-Württemberg 9
4. UMSETZUNGSMÖGLICHKEITEN AN SCHULEN 10
4.1 Unterrichtsmethoden für die Schule 10
4.2 Die vier Dimensionen des handlungsorientierten Unterrichts 12
4.3 Offener Unterricht nach Wallrabenstein 12
5. ALLGEMEINE GRUNDSÄTZE ZUR FÖRDERUNG VON
SELBSTGESTEUERTEN LERNEN 14
6. SELBSTGESTEUERTES LERNEN AM COMPUTER 15
6.1 Besonderheiten beim Lernen mit dem Computer 15
6.2 Typen von Lernprogrammen 16
6.3 Einsatzformen in multimedialen Lernarrangements 16
6.4 Die Grenzen des Einsatzes von Lernprogrammen 17
6.5 Ausblick 18
6. LITERATURVERZEICHNIS 19
1. Einleitung
Die folgende Arbeit ist eine Ausarbeitung und basiert auf dem Referat zum Thema „Selbstgesteuertes Lernen“, aus dem Seminar „Wandel der Lernkul- tur“.
Die Basisliteratur für die Seminargestaltung und die Ausarbeitung besteht aus dem Buch Selbstgesteuertes Lernen in Theorie und Praxis von Klaus Konrad und Silke Traub. 2
Die Ausarbeitung beginnt mit einer Definitionsmöglichkeit, anschließend wer- den die zentralen Merkmale von selbstgesteuerten Lernen aufgelistet. Nach- dem nun eine Basisvorstellung geschaffen wurde, folgt eine Begründung für die Bedeutsamkeit dieser Lernform, unter anderem an Schulen. Die Umset- zungsmöglichkeiten an Schulen werden dann im weiteren Verlauf dar- und vorgestellt. Zum Abschluss werden nochmals allgemeine Grundsätze zur Förderung vom selbstgesteuerten Lernen präsentiert und als Zusatz für die praktische Anwendung, im Hinblick auf die neuen Medien, stelle ich noch das selbstgesteuerte Lernen am Computer vor.
2 Klaus Konrad, Silke Traub: Selbstgesteuertes Lernen in Theorie und Praxis, S. 9-29, 46- 51.
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2. Definition
Als Erstes ist festzuhalten, dass es keine einheitliche Definition von „selbst- gesteuerten“ Lernen gibt. 3 Deswegen werde ich mit der Begriffsklärung von Selbst beziehungsweise 4 Selbstkonzept und Steuerung beginnen, um im An- schluss daran einen Definitionsversuch geben zu können.
2.1 Selbst und Selbstkonzept
Alle Facetten eines Menschen bilden sein Selbst. Dieses teils unbewusste Selbst präsentiert er dann seiner Umwelt. 5 Das zum Selbst dazugehörige Selbstkonzept besteht aus kognitiven Repräsentationen der eigenen Person. Mit dem Begriff Kognition, bzw. dem hier angewendeten Adjektiv kognitiv, werden solche Prozesse und Produkte bezeichnet, die auf der Grundlage der Leistungsfähigkeit des Gehirns auf überwiegend intellektuelle, verstandes- mäßige Wahrnehmungen und Erkenntnisse bezogen sind 6 , wie zum Beispiel selbstbezogene Wissensbestände, Überzeugungen, Vorstellungen, Gefühle, Befindlichkeiten und Bewertungen. 7
Diese kognitiven Repräsentationen liefern die Kriterien für die Auswahl und die Festlegung von Verhaltenszielen und für die Beurteilung von Situationen.
Alle Menschen haben ein aktives Selbstkonzept, welches sich in der Ausei- nandersetzung mit sozialen Erfahrungen konstituiert. Daraus folgt die Vor- stellung von einem, sowohl stabilen als auch veränderlichen, eigenen Selbst. 8 3 vgl. ebd. S.
4 Das Wort wird im Folgenden nur noch mit bzw. abgekürzt verwendet. 5 vgl. ebd. S.9.
6 http://de.wikipedia.org/wiki/Kognitiv Stand 29.01.2006 7 vgl. Klaus Konrad, Silke Traub: Selbstgesteuertes Lernen in Theorie und Praxis, S.9. 8 vgl. Klaus Konrad, Silke Traub: Selbstgesteuertes Lernen in Theorie und Praxis, S.10.
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Selbstkonzepte sind dynamisch, weil Menschen stets die Gelegenheit haben Neues über die eigene Person zu lernen. 9
Es besteht eine enge Verbindung zwischen dem Konzept der „Selbststeue- rung“ und dem Konzept des „Selbstkonzeptes“, denn um sich selbst zu steu- ern, muss man zunächst wissen, was man selbst möchte, um schließlich auswählen und zuletzt handeln zu können. 10
Internalisiert 11 ablaufende Prozesse der Informationsverarbeitung, die in der Verantwortung und im Rahmen der Möglichkeiten des Lernenden liegen, ver- langen stets eine Beteiligung des Selbst. 12
2.2 Steuerung
Der Begriff der Steuerung wird in dem Buch von Konrad und Traub unter an- derem folgendermaßen beschrieben.
Steuerung ist die Einstellung, Erhaltung oder Veränderung der Zustände ei- nes Systems durch externe Festlegung der Eingangsgrößen ohne Rückkopp- lung. Diese Definition stammt jedoch eher aus dem technischen Bereich. 13 Der Duden 1989 versteht unter dem Begriff des Steuerns Folgendes, „sich zielstrebig in eine bestimmte Richtung bewegen“, „eine bestimmte Richtung einschlagen“ oder „für einen bestimmten Ablauf sorgen“. 14
2.3 Definitionsvorschlag
2.3.1 Konrad und Traub
Einer der Definitionsversuche für selbstgesteuertes Lernen stammt von Klaus Konrad und Silke Traub:
9 vgl. ebd. S.10.
10 vgl. ebd. S.10.
11 Definition: Sich zu eigen machen 12 vgl. Klaus Konrad, Silke Traub: Selbstgesteuertes Lernen in Theorie und Praxis, S.10. 13 vgl. ebd. S.10.
14 vgl. ebd. S.10-11.
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Sebstgesteuertes Lernen ist eine Form des Lernens, bei der die Person in Abhängigkeit von der Art ihrer Lernmotivation selbstbestimmt eine oder mehrere Selbststeuerungsmaß- nahmen (kognitiver, volitionaler oder verhaltensmäßiger Art) ergreifen und den Fortgang des Lernprozesses selbst (meta- kognitiv) überwacht, reguliert und bewertet. 15
Dies ist eine sehr komprimierte Definition, welche ich nochmals versuche mit eigenen Worten wiederzugeben.
Das selbstgesteuerte Lernen wird unter die Kategorie Lernform untergeord- net. Diese Lernform ist Abhängigkeit von ihrem Benutzer und seiner Lernmo- tivation.
Der Benutzer bzw. der Lernende ergreift hierbei selbstbestimmend, eine oder mehrere Steuerungsmaßnahmen. Diese Steuerungsmaßnahmen können sowohl die Erkenntnis betreffend 16 , als auch willensgesteuert oder verhal- tensmäßiger Art sein. Der Lernende überwacht, reguliert und bewertet den Fortgang seines eigenen Lernprozesses.
2.4 Zentrale Merkmale selbstgesteuerten Lernens
Die zentralen Merkmale des selbstgesteuerten Lernens liefern Zimmermann (1989; Schunk/Zimmermann 1994) und Corno (1989). 17
Selbststeuerung des Lernens bedeutet, dass…
- die Lernenden in kognitiver bzw. metakognitiver, motivierter und ver- haltensbezogener Hinsicht den Lernprozess selbst aktiv beeinflussen.
- eine selbstbezogene Feedbackschleife während des Lernprozesses wirksam ist. Die Lernenden überwachen im Lernprozess ständig ihre Lernaktivität und reagieren auf verschiedene Weise auf dieses Feed- back.
15 Klaus Konrad, Silke Traub: Selbstgesteuertes Lernen in Theorie und Praxis, S.13. 16 Duden- Die deutsche Rechtschreibung, 23. Auflage. Mannheim 2004 [CD-ROM]. Begriff: kognitiv 17 vgl. Klaus Konrad, Silke Traub: Selbstgesteuertes Lernen in Theorie und Praxis, S.13.
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Arbeit zitieren:
Stefanie Bratke, 2006, Selbstgesteuertes Lernen, München, GRIN Verlag GmbH
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