Inhaltverzeichnis
1. Einleitung 3
2. Mancur Olsens Theorie der Gruppe
2.1. Eine allgemeine Definition 4
2.2. Die traditionelle Theorie der Gruppe 4-5
2.3. Olsons Kritik an der traditionellen Theorie
und die Aufstellung einer eigenen Theorie 5-7
3. Kollektivgüter
3.1. Eine allgemeine Definition 7
3.2. Die Kollektivgutproblematik 7-9
3.3.Kritik und Erweiterungen zu Olsons
Kollektivgutproblematik 10-11
4. Fazit/Schlussbetrachtung 12
5. Literaturverzeichnis 13
2
1. Einleitung
1965 veröffentlichte der Professor für Ökonomik Mancur Olson sein Werk „Die Logik kollektiven Handelns“, welches auch heute noch als eines der einflussreichsten aber auch umstrittensten Werke in den Sozialwissenschaften gilt. 1 Olson befasst sich in seiner Studie u.a. mit dem zentralen Problem der Erstellung von Kollektivgütern. Die gängige (Klassische Theorie von Gruppen/Organisationen) Meinung der Wissenschaft war bis zu Olsons Ausführungen, dass einzelne Mitglieder einer Gruppe mit einem gemeinsamen Ziel so handeln werden, wenn sie sich rational im Eigeninteresse verhalten, dass dieses gemeinsame Ziel verwirklicht wird. Olson hingegen zeigt in seiner empirischen Arbeit auf, dass Mitglieder einer Organisation/Gruppe keine oder einen zu kleinen Anteil der Kosten übernehmen wollen, welche für die Erreichung des Ziels notwendig sind. 2 Olsons Arbeit begründete somit einen Paradigmenwechsel in der empirischen Forschung zu Kollektivgütern bzw. zur Kollektivgutproblematik. 3 Auf Grund der Tatsache, dass Olson die Gegebenheiten untersucht, unter welchen Umständen und Bedingungen Individuen gemeinsame Interessen und Ziele verfolgen ohne dabei den Marktmechanismus anzuwenden, bot „Die Logik kollektiven Handelns“ eine Option zum interdisziplinären Dialog zwischen Ökonomen, Soziologen und Politologen. 4
1 Vgl. Ullrich Druwe, Restriktion und Chancen kollektiven Handelns, in: Volker Kunz/Ulrich Druwe (Hrsg.), Handlungs- und Entscheidungstheorie in der Politikwissenschaft, Opladen 1996, Seite 127-153, hier: Seite 128.
2 Vgl. Ullrich Druwe, Politische Theorie Seite, Neuried 1995, Seite 313.
3 Vgl. Berndt Keller, Olsons „Logik des kollektiven Handelns“. Entwicklung, Kritik - und einer Alternative, in: Politische Vierteljahresschrift 3/1988, Seite 388-406, hier Seite 388.
4 Vgl. Karl Homann/Andreas Suchanek, Grenzen der Anwendbarkeit einer >Logik des kollektiven Handelns<, in Klaus Schubert (Hrsg.), Leistungen und Grenzen politisch-ökonomischer Theorie: eine kritische Bestandsaufnahme zu Mancur Olson, Darmstadt 1992, Seite 13-27, hier Seite 13.
3
In dieser Arbeit werde ich die Frage behandeln, warum es für große Gruppen und Organisationen schwer ist ein Kollektivgut herzustellen und welche Maßnahmen es erleichtern können die Gruppeninteressen zu erreichen? Ich werde in Kapitel 2 zunächst den Begriff der Gruppe vorstellen und die traditionelle Gruppentheorie Olsons Gruppentheorie gegenüberstellen, da Olsons Unterscheidung zwischen großen und kleinen Gruppen zentral für die Diskussion der Kollektivgutproblematik ist. Im darauf folgenden Kapitel (Kapitel 3) wird die Kollektivgutproblematik nach Olson behandelt und aufgezeigt warum es problematisch für große Gruppen ist Kollektivgüter zu produzieren. Darauf folgt in Kapitel 4 Kritik und Erweiterungen bezüglich Olsons Ansetzen zu Kollektivgutproblematik. Kapitel 5 bildet den Schluss dieser Arbeit, es fasst die gewonnenen Erkenntnisse abschließend zusammen.
2. Mancur Olsons Theorie der Gruppen
2.1. Eine allgemeine Definition
Mancur Olsen folgt in seiner Verwendung des Begriffs der Gruppe folgender Definition:“[Eine] Gruppe [ist] eine Anzahl von Personen mit einem gemeinsamen Interesse“ 5 Des Weiteren wird vorausgesetzt, dass neben dem gemeinsamen Interesse der Mitglieder einer Gruppe jedes Mitglied individuelle Interessen/Ziele vorfolgt. 6
2.2. Die traditionelle Theorie der Gruppen
Zunächst einmal muss angemerkt werden, dass es nicht die eine traditionelle Theorie der Gruppe gibt, da die traditionelle Theorie der Gruppen von einer Reihe von Wissenschaftlern entwickelt wurde und somit eine allgemeine traditionelle Theorie nur
5 Vgl. Mancur Olson, Die Logik kollektiven Handelns. Kollektivgüter und die Theorie der Gruppen, Tübingen 1998, Seite 7.
6 Vgl. Olson, a.a.O., Seite 7.
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Arbeit zitieren:
Sven Rohde, 2006, Die Kollektivgutproblematik in großen Gruppen, München, GRIN Verlag GmbH
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