Ludwig-Maximilians-Universität München
Institut für Kommunikationswissenschaft (ZW)
Dozentin: Dr. Ute Nawratil
Nachrichtenmagazine Online
Ein Vergleich von SPIEGEL ONLINE
und FOCUS Online
Hausarbeit im Proseminar
,,Medienlehre Presse"
Abgabetermin: 30. September 2000
Florian Oel
Hauptfach: Kommunikationswissenschaft (Zweites Fachsemester)
1. Nebenfach: Politische Wissenschaft (Zweites Fachsemester)
2. Nebenfach: Soziologie (Zweites Fachsemester)
Inhaltsverzeichnis
0 Einleitung 1
1 Internet und World Wide Web 3
1.1 Die Eigenschaften des World Wide Webs 3
1.2 Die Online-Aktivitäten von Medien 3
2 Herausforderung Internet 5
2.1 Neue Möglichkeiten, neue Anforderungen allgemein 5
2.1.1 Ein neues Umfeld 5
2.1.2 Umgang mit den neuen Möglichkeiten 5
2.1.3 Die Navigationsstruktur 6
2.1.4 Die Frontpage 7
2.2 Anforderungen an Printmedien 7
2.2.1 Onlinemedien als Folgeprodukt von gedruckten Medien 7
2.2.2 Ergänzung des Stammmediums - Möglichkeiten und Grenzen 8
2.2.3 Länge von Texten in Online-Magazinen 8
2.3 Anforderungen an Nachrichtenmedien 9
2.4 Résumé: Kriterien zum Vergleich von FOCUS Online und SPIEGEL ONLINE 10
2.4.0 Vorgehenweise 10
2.4.1 Konzept/Aufbau 11
2.4.2 Die Navigation/Struktur 11
2.4.3 Die Frontpage 11
2.4.4 Die aktuelle Politik-Berichterstattung 11
2.4.5 Die Netz-Berichterstattung 12
3 Die Nachrichtenmagazine im Netz 13
3.1 Konzept/Aufbau 13
3.1.1 DER SPIEGEL 13
3.1.2 FOCUS 14
3.2 Die Navigation/Struktur 15
3.2.1 DER SPIEGEL 15
3.2.2 FOCUS 15
3.3 Die Frontpage 16
3.3.1 DER SPIEGEL 16
3.3.2 FOCUS 16
3.4 Die aktuelle Politik-Berichterstattung 17
3.4.1 DER SPIEGEL 17
3.4.2 FOCUS 17
3.5 Die Netz-Berichterstattung 18
3.5.1 DER SPIEGEL 18
3.5.2 FOCUS 18
4 Fazit 19
Literatur 21
Internet 22
0 Einleitung
Joshua Quittner verkündete 1995 in HotWired, die ,,Geburt eines völlig neuen Journalismus im Internet, der durch Video, Audio und Hypertext das Erzählen perfektionieren" werde (Internet: Neuberger 2000).
Kein Medium ist so schnell gewachsen wie das Internet. Brauchte das Fernsehen noch etwa 13 Jahre, um sich durchzusetzen (vgl. von Hammerstein 2000, S. 130), hat das Internet schon nach fünf Jahren allein in Deutschland zwischen zehn (vgl. Schieb 2000, S. 76) und 26 Millionen Nutzer (vgl. Internet: SPIEGEL ONLINE 2000), weltweit geht man von rund 400 Millionen Surfern aus (vgl. Internet: Süddeutsche Zeitung online 2000). Genauso wie die Zahl der Nutzer nimmt auch die Zahl der Angebote im Netz exponentiell zu. Das Internet hat eine Bedeutung erlangt, der - auf Grund seiner Vielfältigkeit - andere Medien kaum Konkurrenz machen können. Das Internet gilt als in - so ist es kaum verwunderlich, dass es auch die Medienwelt in das Netz der Netze zieht.
Die beiden deutschen Nachrichtenmagazine SPIEGEL und FOCUS gehörten zu den ersten klassischen Medien, die es in das Internet zog. FOCUS Online schaffte es schnell, eine der meistbesuchten deutschen Websites zu werden1 und war lange das führende deutsche Medienangebot (vgl. von Hammerstein 2000, S. 134). Im Juni 2000 konnte die Seite über 55 Millionen Visits verbuchen2. In den letzten Monaten brachen die Zahlen allerdings ein: Im Dezember 2000 surften gerade einmal 10 Millionen User auf die Website des Nachrichtenmagazins.
Der SPIEGEL - der in der Print-Auflage vor dem FOCUS liegt - konnte die monatlichen Visits seiner Online-Präsenz zwar steigern, liegt aber immer noch hinter dem FOCUS. Im Juni besuchten die Seite 5,5 Millionen Surfer, im Dezember waren es schon knapp acht Millionen (Internet: IVW 2000). Das Verhältnis von Visits und Page-Impressions ist bei SPIEGEL ONLINE nur wenig niedriger als beim FOCUS - die SPIEGEL-User besuchten im Dezember 3,1 Seiten je Visit, die FOCUS-Besucher 3,3.
Die vorliegende Hausarbeit untersucht die Web-Auftritte der beiden deutschen Nachrichtenmagazine und ihre Konzepte. Inwieweit unterscheiden sich SPIEGEL ONLINE und FOCUS Online, was ist ihnen gemein? Wie sind die Web-Sites aufgebaut, wie strukturiert? Um eine Grundlage zum Vergleich der beiden Online-Auftritte zu schaffen, werde ich mich zuerst mit dem Internet und Medien in der Online-Welt auseinandersetzen. Nach einem Überblick über Medien im Internet folgt ein Kapitel zu den Herausforderungen an Medien im weltweiten Netz und die Anforderungen, die an Nachrichtenmedien zu stellen sind.
Da Literatur zu dem Thema nur spärlich vorhanden ist, stammen verschiedene Informationen in diesen Kapiteln aus Gesprächen mit Journalisten und anderen, die für Online-Medien arbeiten oder Online-Auftritte entwerfen und diese betreuen.
Um den direkten Vergleich zu schaffen, werde ich drei Kategorien von SPIEGEL ONLINE und FOCUS Online untersuchen: Die Frontpage, die aktuelle Politik-Berichterstattung und die Berichterstattung über Themen aus dem und um das Internet. Alle drei sollen unter den zuvor erarbeiteten Kriterien miteinander verglichen werden.
Mit dieser partiellen Untersuchung ist es nicht möglich, allgemeingültige Aussagen über SPIEGEL ONLINE und FOCUS Online zu machen. Weitergehende Untersuchungen über das Gesamtkonzept der Magazine würden aber den Rahmen einer Seminararbeit sprengen.
1 Diese Zahlen - quasi die Auflage von Websites - werden in Visits angegeben. Unter Visits versteht man die Zahl zusammenhängender Seitenbesuche. Page Impressions hingegen zählen jede einzeln aufgerufene Website.
2 Diese Zahl bezieht sich allerdings auf FOCUS Online und den Kooperationspartner eBay. Die FOCUS-Website selber verbuchte etwa 38 Millionen Visits (vgl. Internet: täglich kress 2000).
Arbeit zitieren:
Florian Oel, 2000, Nachrichtenmagazine Online - Ein Vergleich von SPIEGEL ONLINE und FOCUS Online, München, GRIN Verlag GmbH
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