Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung 1
2. Formen und Determinanten von MNE 2
2.1. Differenzierung von MNE nach ihrem Standort 2
2.3. Arten des Auslandsmarkteintritts 3
3. Die Analyse von vertikalen MNE 4
3.1. Das Modell von Ekholm Hakkala 5
3.1.1. Technologie 6
3.1.2. Präferenzen der Hauhalte 6
3.1.3. Gewinnmaximierung der Firmen 6
3.2. Determinanten der Standortentscheidung 6
3.3. Zusammenhang der Effekte 7
3.4. Gleichgewichte 7
3.5. Wohlfahrt 8
4. Zusammenfassung und Ausblick 9
Literaturverzeichnis: 10
ii
1. Einleitung
In den letzten beiden Jahrzehnten wurde weltweit die Produktion verstärkt international. Diese Globalisierung von Unternehmen ist sehr gut an einem Anstieg von Direktinvestitionen ins Ausland und einem verstärkten internationalen Handel zu erkennen. In dieser Hausarbeit wird analysiert, welche Determinanten die Standortentscheidung von multinationalen Unternehmen ("MNE") allgemein beeinflussen. Dabei wird insbesondere gezeigt, welche Vor- und Nachteile einer ausländischen Niederlassung bei der Entscheidung über einen Auslandmarkteintritt abgewogen werden müssen. Sollte es zu einem Auslandsmarkteintritt kommen, so kann zwischen verschiedenen Arten gewählt werden. Eine der bedeutendsten Eintrittsarten ist die der ausländischen Direktinvestition. Sie tritt besonders in Bereichen mit hoher firmenspezifischer Sachkenntnis auf, da diese Sachkenntnis ohne hohe Kosten an ausländische Niederlassungen transferiert werden kann. Welches räumliche Gleichgewicht der Standorte sich bei vertikalen MNE ergibt, wird einem allgemeinen Gleichgewichtmodell analysiert. Als Rahmen wird ein 2-Länder, 2-Güter und 2-Produktionsfaktoren-Modell verwendet. Durch die Annahme verschieden großer Länder wird gezeigt, dass die Standortwahl maßgeblich von zwei Effekten abhängt: zum einen von externen Effekten der Forschung und Entwicklung, die dazu führen dass sich die Forschungs- und Entwicklungs-Abteilungen der verschiedenen MNE in einem Land konzentrieren. Zum anderen vom Homemarket-Effekt, der durch Skaleneffekte und Transportkosten entsteht und Anreize dazu gibt, die Produktion in einem großen Land anzuordnen. Durch die Verlagerung der Produktion ins große Land, kommt es zu einem Preisanstieg der benötigten Produktionsfaktoren für Forschung und Entwicklung. Diese wird dann aufgrund des Kostenvorteils ins kleinere Land verlagert.
Die Hausarbeit ist folgendermaßen gegliedert: Die Formen und allgemeinen Determinanten eines Auslandsmarkteintritts werden in Kapitel 2 dargestellt. In Kapitel 3 wird näher auf die Analyse von vertikalen MNE, insbesondere deren Standortentscheidung, eingegangen. Eine Zusammenfassung mit Ausblick auf die aktuelle Situation in Europa folgt abschließend in Kapitel 4.
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2. Formen und Determinanten von MNE
2.1. Differenzierung von MNE nach ihrem Standort
Unternehmen können generell je nach Standort ihrer Niederlassungen in die Kategorien nationale und multinationale Unternehmen differenziert werden. Bei nationalen Unternehmen findet die Produktion nur in einem Land statt. Im Gegensatz dazu sind bei MNE die Standorte der Niederlassungen auf verschiedene Länder verteilt. Die MNE können in zwei Organisationsformen unterschieden werden: horizontale MNE und vertikale MNE. In der bisherigen Literatur wurden diese beiden Formen oft getrennt voneinander analysiert. Erst in der letzten Zeit gibt es Bestrebungen dazu, beide Ansätze in einem Model (dem sog. "knowledge-capital model") zu vereinigen (vgl. Markusen, 1997). Horizontale MNE sind Unternehmen, die ein gleiches Produkt in verschiedenen Ländern produzieren. Dabei werden lokale Märkte von einer jeweils inländischen Produktionsstätte bedient, anstatt durch Exporte. Zur Analyse von horizontalen MNE gibt es eine große Anzahl von Literatur – dies liegt wohl vor allem daran, dass ausländische Direktinvestitionen überwiegend horizontaler Art sind.
Bei vertikalen MNE wird ein bestimmtest Produkt nur in einem Land hergestellt. Die verschiedenen Teile des Produktionsprozesses werden dabei international so angesiedelt, dass die Unterschiede der Faktorpreise in unterschiedlichen Ländern entsprechend der Faktorintensität der Teilprozesse ausgenutzt werden. Obwohl die Analyse vertikaler MNE einen großen Teil der Existenz von MNE erklären kann, ist sie in der Literatur relativ schwach vertreten.
2.2. Vor- und Nachteile eines Auslandsmarkteintritts
Wenn Unternehmen vor der Entscheidung stehen, ob sie sich im Ausland niederlassen, müssen sie verschiedenste Determinanten beachten und zwischen den daraus resultierenden Vor- und Nachteilen abwägen. Dunning (1977) hat ein Methode eingeführt ("OLI" = ownership, location and internalization), mit der die Vor- und Nachteile eines Auslandseintritts analysiert werden können. Nach Dunning sind unter anderem Kosten nachteilig, die bei ausländischer Produktion zusätzlich auftreten (zum Beispiel Kosten die aus Kommunikation, Transport, kulturellen Unterschieden oder mangelnder örtlicher Kenntnis entstehen). Um sich trotz der Nachteile für einen Auslandsmarkteintritt zu entscheiden, müssten die Vorteile überwiegen. Die Vorteile können unter anderem in drei Bereichen bestehen: Eigentum, Standort und Internalisierung. Der Eigentumsvorteil kann in einem Produkt oder einem Produktionsprozess liegen, der dem ausländischen überlegen ist. Der Standortvorteil
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Arbeit zitieren:
Matthias Riekeles, 2005, Die Standortentscheidung von multinationalen Unternehmen, München, GRIN Verlag GmbH
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DOI
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