Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Sachanalyse
3. Entwurf einer hypothetischen Unterrichtseinheit
3.1. Bedingungsanalyse
3.2. Allgemeine didaktische Vorüberlegungen
3.3. Allgemeine methodische Vorüberlegungen
3.4. Darstellung der Unterrichtseinheit
4. Gesamtreflexion
5. Literatur- / Quellenangaben
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1. Einleitung
Die Demokratie ist Teil des aktiven Alltagslebens. Sie garantiert unsere Rechte und Pflichten. So zum Beispiel das Recht telefonieren zu können ohne abgehört zu werden, oder die Pflicht zur Schule zu gehen. Doch was solch eine Demokratie ausmacht sind die Wahlen. Diese stehen in diesem Jahr auch wieder auf dem Plan. Auf der Grundlage der Wahlen kann die zukünftige Richtung der Regierung bestimmt und die der Vergangenen bewertet werden. Das Volk hat die Möglichkeit, die Regierung abzulösen oder zu bestätigen. Deshalb ist es von großer Bedeutung, dass alle Wahlberechtigten ihre Stimme abgeben. Doch wie entscheidet sich eigentlich der Wähler für wen er stimmt? Unter diesem Aspekt spielen viele Faktoren eine Rolle auf die ich später noch eingehen werde. Entscheidend hierbei ist doch der Wahlkampf. Ist die Bundestagswahl erst auf den September 2002 datiert, beginnt jetzt schon im Februar/März der Wahlkampf. Er nimmt also einen enormen Zeitraum beim Thema Wahlen ein. Doch wie funktioniert eigentlich so ein Wahlkampf? Und welchen Einfluss hat er auf den Wähler und seine Stimme?
Und um diese Fragen auf den Grund zu gehen, wird sich meine hypothetische Unterrichtsstunde darauf beziehen. Wie schon erwähnt ist dieses Thema im Moment sehr aktuell und bietet so gut wie jeden Tag neuen Unterrichtsstoff. So habe ich auch in der Zeitschrift „Super Illu“ zwei Artikel (siehe 3.5.) gefunden, die sich für den Unterricht zum Thema Wahlkampf eignen. In diesen Artikeln werden die Kanzlerkandidaten vorgestellt und bieten jeweils unterschiedliche Bilder der zwei Männer. Die Schüler sollen hier anhand der Artikel die Kandidaten kennen lernen und dabei die Rolle der Medien im Wahlkampf erkennen. Durch Gruppenarbeit sollen sie den Einfluss des Wahlkampfes auf die Stimme des Wählers selber erfahren, um letztendlich die Bedeutung des Wahlkampfes erkennen zu können. Die meisten Schüler sind jedoch noch nicht wahlberechtigt und so wird das Thema Bundestagswahlen und Wahlkampf leider relativ schülerfern.
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Doch durch die Selbsterfahrung während der Unterrichtsstunde können die Schüler einen engeren Bezug zum Thema herstellen. Im weiteren Verlauf der Arbeit werde ich nun näher auf das Thema Wahlen und Wahlkampf in der Sachanalyse eingehen. Danach wird der Aufbau mit nötigen Bedingungen und Vorüberlegungen der hypothetischen Unterrichtsstunde aufgezeigt. Um dann zum Schluss, im Fazit, noch einmal auf wichtige Fragen zurückzukommen und auf die hypothetischen Überlegungen zu reflektieren.
2. Sachanalyse
Über Nacht verändern Städte und Dörfer in der Bundesrepublik ihr Aussehen. An den Straßenrändern sieht plötzlich alles anders aus. Gesichter blicken uns an, verschiedene, aber auch immer wieder die selben. Meist sind es Herren in fortgeschrittenem Alter, die uns entscheidungsfreudig von unzähligen Plakaten entgegenlächeln. Politiker umwerben ihre Wähler: Wahlkampfzeit. Wahlkampfzeit heißt auch, dass sich Bürger manchmal ärgern über hässlich verschmierte Plakate und weggeworfene Informationsmaterialien. Viele Menschen in der Bevölkerung stellen die Frage: Lohnt sich dieser Aufwand überhaupt? Der größte Teil der Wähler hat sich schon lange vor der Bundestagswahl für eine bestimmte Partei entschieden. Politisch fühlen sich diese Menschen einer bestimmten Partei verbunden, weil sie deren Ziele gut finden, weil sie die Vorschläge der Parteien unterstützen und weil sie die Persönlichkeit der Partei schätzen und überzeugend finden. Man nennt diese Wähler Stammwähler. In der Regel wird es im Wahlkampf nicht gelingen, einen Stammwähler dahin zu bewegen, eine andere Partei zu wählen. Es kann allerdings vorkommen, dass ein Stammwähler am Wahltag keine Lust hat, zum Wahllokal zu gehen, dass er den Termin vergisst oder denkt, die Entscheidung sei schon gefallen und auf seine Stimme käme es nicht mehr an. Man schätzt, dass die Zahl der Leute, die sich erst kurz vor der Wahl oder gar erst am Wahltag für eine bestimmte Partei entscheiden, bis zu zwanzig Prozent
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beträgt. Auch hat man feststellen können, dass die Zahl dieser sogenannten Wechselwähler zugenommen hat. Die Menschen sind nicht mehr so fest parteigebunden wie in früheren Zeiten und daher eher bereit, auch einmal einer anderen Partei ihre Stimme zu geben. Ein Teil der Wahlberechtigten nimmt für sich in Anspruch, dass man in der Bundesrepublik Deutschland nicht zur Teilnahme an einer Wahl gezwungen werden kann. Die Zahl der Nichtwähler hat bei den letzten Wahlen dramatisch zugenommen. Bei mehreren Wahlen gingen über ein Drittel der Wahlberechtigten nicht zur Urne. Die Parteien wären froh, wenn sie im Wahlkampf die Gruppe der Nichtwähler für sich mobilisieren könnten. Schülerinnen und Schüler gelten ebenfalls als eine wichtige Gruppe im Wahlkampf. Auch wenn sie jetzt noch nicht wählen dürfen, so werden sie doch in absehbarer Zeit Erstwähler sein. Im Wahlkampf werden die Parteien um die Stimmen der Erstwähler ganz besonders kämpfen, denn wer sich ein erstes Mal für eine Partei entschieden hat, ändert so schnell nicht wieder seine Meinung. Eine Wahlkampagne ist im Wesentlichen eine Serie von Kommunikations-Ereignissen. Sie sollen bei den für eine Botschaft empfänglichen und erreichbaren Menschen eine gewünschte Wahrnehmung schaffen oder ausbeuten, um eine Mehrheit zu einer politischen Entscheidung zu bringen: für einen Kandidaten oder eine Partei zu stimmen- oder gegen ihre Gegner. Gute Kampagnen als Kommunikations-Feldzüge müssen geplant
Aufmerksamkeit erregen, eine einheitliche Botschaft in Wort und Bild präsentieren, den Kandidaten oder die Partei klar von den Wettbewerbern unterscheiden und als wichtigstes Ziel die Kontakt-Wiederholung anstreben. Die Schlüssel zum Sieg sind die Intensität einer Botschaft und die Intensität des Kontaktes, sprich Wiederholung. Nach einer intensiven Aufbauphase beginnt jede Kampagne mit ihren ersten Versuchen, Interesse an ihrem Kandidaten zu wecken und ein Image zu formen. Sie muss die Menschen mit einem Ereignis auf den Beginn der Kampagne aufmerksam machen, ihre Gesichter einführen, eine Beziehung mit den Medien aufbauen, einen Kampagnen-Stil als eine Art Markenzeichen etablieren und ein dominantes Thema in den Mittelpunkt rücken. Wahlkämpfe und andere politische Kampagnen
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Arbeit zitieren:
Sabine Schneider, 2002, Wahlkampf im Politikunterricht, München, GRIN Verlag GmbH
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