1 Inhaltsverzeichnis
1.Inhaltsverzeichnis 2
2. Einleitung 4
3. Problemstellung 4
4. Darstellung der Frau im Fernsehen 5
4.1 Wer formt das Frauenbild 6
4.2 Sexualisierung der Frau 7
4.3 Behandlung von Frauenfragen im Fernsehen 8
4.3.1 Frauenmagazine 9
4.4 Frauenbilder 10
4.4.1 Traditionelle Frau 10
4.4.2 Moderne Frau 11
4.4.3 Das Opfer 12
4.4.4 Die Täterin 12
4.4.5 Die Heldin 13
5. Die Serie Buffy The Vampire Slayer 14
5.1 Weibliche Charaktere 16
5.1.1 Buffy Anne Summers 16
5.1.2 Willow Rosenberg 17
5.2 Feminisierte männliche Charaktere 17
5.2.1 Rupert Giles 17
5.2.2 Alexander Xander Harris 18
5.2.3 Oz 19
5.3 Patriarchalische Einflüsse 20
5.3.1 Vampire 20
5.3.2 Der Rat der Wächter 22
5.3.3 Die Initiative 23
5.4 Shifting Gender 23
5.4.1 Buffy Eine männliche Heldin 23
5.4.2 Buffy Eine Open-Image-Heldin 24
6. Inhaltsanalyse 25
6.1 Welcome to the Hellmouth 25
6.2 Enemies 27
6.3 Life Serial 28
6.4 Chosen 29
7. Ergebnisse 31
7. 1 Sind Frauen in Buffy unterrepräsentiert 31
7.2 Werden Frauen in Buffy trivialisiert 31
7.3 Werden Frauen in Buffy sexualisiert 31
7.4 Sind die Opfer in Buffy trotz der weiblichen Titelheldin überwiegend
Frauen 32
7.5 Entspricht das Frauenbild in Buffy dem typischen Frauenbild im
Fernsehen 33
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7.6 Werden in Buffy Frauenfragen behandelt?..............................................................33
8. Quellenverzeichnis ............................................................................................. 35
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2. Einleitung
„It was pretty much the blond girl in the alley in the horror movie who keeps getting killed (..) I felt bad for her, but she was always more interesting to me than other woman. She was fun, she had sex, she was vivacious. But then she would get pun- ished for it. Literally, I just had that image, that scene, in my mind, like a trailer for a movie – what if the girl goes into the dark alley. And the monster follows her. And she destroys him. “ (Joss Whedon, Season 1 DVD Box)
Das Ziel dieser Seminararbeit ist es festzustellen welche Frauenbilder im Fernsehen propagiert werden. Studien der Geschlechterforschung beschäftigen sich nun seit knapp 30 Jahren mit dem Frauenbild im Fernsehen. Ich möchte den aktuellen For- schungsstand erfassen und mit Hilfe einer Inhaltsanalyse feststellen, ob das Frauen- bild in der Serie „Buffy – The Vampire Slayer“ mit meinen Ergebnissen aus der Lite- ratur einhergeht.
3. Problemstellung
Im Fernsehen und in Serien sind die Männer größtenteils die Helden oder zumindest jene die alles zusammenhalten und eine Familie oder Gruppe anführen. Frauen hin- gegen bekleiden hauptsächlich Nebenrollen. Anhand dieser Seminararbeit möchte ich herausfinden ob die Serie „Buffy - The Vampire Slayer“ es schafft von den ver- breiteten Frauenbildern abzuweichen und eine neuen Typ Frau als Zentrum einer Serie zu etablieren. Es st nicht leicht meine Arbeit einem Ansatz zuzuordnen. Der Teil in dem die allgemeine Literatur behandelt wird ist dem Differenzansatz zu zuord- nen, betrachtet man jedoch den Teil über die Serie „Buffy“ findet man hier den De- konstruktivismus wieder. Ich werde eine Inhaltsanalyse von vier Episoden der Serie durchführen. Dabei lauten meine Forschungsfragen folgendermaßen:
• Sind Frauen in „Buffy“ unterrepräsent?
• Werden Frauen in „Buffy“ trivialisiert?
• Werden Frauen in „Buffy“ sexualisiert?
• Sind die Opfer in „Buffy“ trotz der weiblichen Titelheldin überwiegend Frauen?
• Entspricht das Frauenbild in „Buffy“ dem typischen Frauenbild im Fernsehen?
• Werden in „Buffy“ Frauenfragen behandelt?
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4. Darstellung der Frau im Fernsehen
Die erste Studie über Frauen im Fernsehen von Erich Küchenhoff, die im Jahr 1975 durchgeführt wurde, ergab, dass Frauen in allen Bereichen eine Benachteiligung er- fahren. Neben der Unterrepräsentation von Frauen wurde durch diese Studie auch die Reduzierung auf einige wenige Stereotype offensichtlich. Jedoch gab es schon damals im Fernsehen neben der traditionellen Mutterrolle auch schon das Bild der jungen, attraktiven und modernen Frau. Trotz Berufstätigkeit und Unabhängigkeit war auch das oberste Ziel dieser Frauen häusliches Glück zu erlangen. (Vgl. Klaus 2005: 218)
30 Jahre später hat sich für die Frauen einiges verändert. Vor allem durch die stei-
gende Erwerbstätigkeit der Frau hat sich ein neues Frauenleitbild entwickelt. Trotz- dem hinkt die Darstellung der Frau im Fernsehen der Realität weiterhin hinterher. (Vgl. Klaus 2005: 218) Oberflächlich betrachtet könnte man meinen, dass selbstbewusste und emanzipierte Frauen im Fernsehen immer mehr werden. Analysiert man jedoch ihre Rollen genau- er wird klar, dass sie weiterhin den weiblichen Stereotypen entsprechen. (Rodde 2002: 10) Nach dem derzeitigen Forschungsstand sind Frauen im Fernsehen unterrepräsen- tiert. Wie vor 30 Jahren gibt es neben dem Bild der traditionellen Frau gibt es noch das der jungen, schönen und unabhängigen Frau. Auffallend ist jedoch, dass eine kritische Auseinandersetzung mit der Lebenssituation der Frau weitgehend vernach- lässigt wird. So ist beispielsweise die Doppelbelastung der Frau in Familie und Beruf kaum ein Thema. Besonders auffallend ist dies bei fiktionalen Fernsehsendungen. Frauen werden auf bestimmte Stereotype festgelegt, die in der Realität längst über- holt sind. (Raschke 1997: 77f) Schon beim Kinderfernsehen beginnt dieser Trend. Auch wenn die Repräsentanz von Mädchen immer mehr zunimmt, übernehmen doch männliche Figuren die wichti- gen Rollen, Heldinnen gibt es kaum. So bekommen schon die Kinder diese Stereoty- pe vorgesetzt die ihre eigene Identität mitprägen. In Kinderprogrammen sind 63,9 % der Hauptpersonen männlich. Ungefähr ein Viertel davon, teilt sich die Hauptrolle mit einer weiblichen Figur. Nur cirka 10 % der Hauptfiguren sind weiblich. Daraus kann man schließen, dass eigenständige weibliche Heldinnen im Kinderprogramm kaum gezeigt werden. Schon der Titel der meisten Serien verrät den männlichen Fokus. Beispiele hierfür sind:
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• Michel aus Lönneberga
• Grisu, der kleine Drache
• Alvin und die Chipmunks Auffällig ist, dass auch nicht sexualisierte Figuren männliche Namen tragen. Es ist eine Selbstverständlichkeit, dass die Mainzelmännchen männliche Vornamen tragen. Auch die allgemeine Unterrepräsentanz von weiblichen Figuren wird im Kinderfern- sehen sehr deutlich. In vielen Kinder Serien, wie zum Beispiel Winni Puh, gibt es gar keine weiblichen Figuren. Bei den Schlümpfen, gibt es zwei weibliche Figuren, was aber noch lange nicht den 51 % entspricht den der Frauenanteil in der Bevölkerung ausmacht. Weibliche Figuren sind nur eine Abweichung der Normalität. Das wird durch weibliches Auftreten und weibliche Kleidung symbolisiert und endet somit in einer Sexualisierung. (Vgl. Götz 1999, online) Nicht zu übersehen ist jedoch die Darstellung der weiblichen Protagonisten in ge- mischt geschlechtlichen Gruppen. Hier ist die Rollenvielfalt weiblicher Figuren ein- deutig höher, sie sind eigenständige Individuen, auch wenn sie immer in der Minder- heit sind. (Vgl. Götz 1999, online)
4.1 Wer formt das Frauenbild?
Bei der Diskussion um die Darstellung der Frau im Fernsehen spielt es eine äußerst wichtige Rolle wie diese Bilder konstruiert werden. Es ist nicht nur von den Frauen selbst abhängig wie sie im Fernsehen wegkommen, sondern auch von vielen „männ- lichen“ Aspekten.
Denn die Verantwortlichen und Entscheidungsträger beim Fernsehen sind zu einem großen Teil Männer. An der Produktion eines Films oder einer Fernsehserie ist im- mer ein ganzer Stab von Leuten beschäftigt. Regie, Kamera, Drehbuch, Schnitt und die Maske um nur einige Bereiche der Produktion zu nennen. Auffällig dabei ist, dass Frauen meist nur die Assistenz Posten innehaben. Andere beliebte Bereiche von Frauen sind das Kostüm- und Maskenbild. Doch bei der wichtigsten Position an ei- nem Set, nämlich bei der Regie, haben die Frauen nichts mitzureden. Dieser Beruf ist und bleibt eine Männerdomäne. Im Jahr 2003 betrug der Anteil der Regisseurin- nen beim ZDF nur 18 Prozent. Obwohl es in Deutschland mit Doris Dörrie und Mar- garethe von Trotta sehr bekannte Regisseurinnen gibt, ist die Gesamtzahl trotzdem sehr gering. Auch bei der Regie finden sich viele Frauen in der Assistenz, jedoch steigen diese nur selten zur Regisseurin auf. Anders ist es bei den AutorInnen. Im
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Jahr 2003 waren bei den Fernsehfilmen der ARD rund 40 Prozent der AutroInnen und Co AutorInnen weiblich. Der höchste Frauenanteil ließ sich bei den TV Serien feststellen. Bei den Kinofilmen hingegen wurde der geringste Frauenanteil festge- stellt.
Dasselbe wie bei der Regie lässt sich beim Beruf des Kameramanns erkennen. Schon die Berufsbezeichnung sagt aus, dass es eine Männerdomäne ist (vgl. Sich- termann/Kaiser 2005: 16ff). Das „bedeutet in der Praxis, dass das meiste, was wir im Fernsehen sehen, zuvor durch eine männliche Linse ging.“ (Sichtermann/Kaiser 2005: 18) Daraus ergibt sich, dass die Frauen zwar an dem Bild, das über sie konstruiert wird mitwirken, aber es trotzdem maßgeblich von Männern gezeichnet wird. (Vgl. Sich- termann/Kaiser 2005: 19) Auch in den Spitzenpositionen bei den Fernsehsendern zeigt sich ein ähnliches Bild. In den Spitzenpositionen gibt es bei weitem weniger Frauen als Männer. Bei den öf- fentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten des deutschen Fernsehens gibt es keine In- tendantin, eine Verwaltungsdirektorin, eine Justitiarin, drei Hörfunkdirektorinnen, eine Programmdirektorin beim Fernsehen und vier Chefredakteurinnen beim Fernsehen. Damit sind die Frauen in der Minderheit in den oberen Rängen der Fernseh- Verantwortlichen (vgl. Leutheusser 2000: 122). Die Medien werden also immer noch von den Männern beherrscht. Die Männer entscheiden dem nach, wie die Frauenbil- der gezeichnet werden, die den Rezipienten vorgesetzt werden. Männer neigen dazu Frauen für den Bildschirm auszuwählen, nach denen sie sich selbst sehnen (vgl. Leutheusser 2000: 127). „Er sucht die Fernseh-Traumfrau im Alltag.“ (Leutheusser 2000: 127) Diese Frauen müssen natürlich dem gängigen Schönheitsideal entspre- chen und dienen vorwiegend als Dekoration und Helferinnen für männliche Modera- toren, womit wir wieder bei den klischeehaften und traditionellen Frauenrollen ange- kommen wären. (Vgl. Leutheusser 2000: 127f)
4.2 Sexualisierung der Frau
Im Fernsehen werden Frauen immer wieder als „Sexualobjekte“ gesehen. Auch wenn es nichts zur Handlung beiträgt wird eine Frau fast immer sexualisiert. Der Frau im Fernsehen wird also eine sexuelle Bedeutung zugeschrieben, während das bei den Männern nicht der Fall ist. Bei der Sexualisierung kann es sich um einen Bezug auf sexuelle Eigenschaften oder Qualitäten, oder auf die Reduzierung der Frau auf
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Arbeit zitieren:
Michaela Beham, 2006, Weibliche Heldinnen im Fernsehen - Dargestellt am Beispiel von "Buffy the Vampire Slayer", München, GRIN Verlag GmbH
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Jessica Peters
Leider viel zu umgangssprachlich geschrieben, mit Sätzen wie "neben der normalen Vampir-Stärke besitzt er Verstand und die Macht der Halluzination"... Zusätzlich merkt ein im Sujet fortgeschrittener Leser schnell, dass keinerlei Vorwissen (oder vertieftes Wissen) angeeignet oder wiedergegeben wurde. Vampire werden in ihrer Historie als asexuelle wesen beschrieben, bestimmte Sachverhalte innerhalb der Serie stimmen einfach nicht. Inhalte aus feministischen Diskussionen werden stark vereinfacht und somit missverständlich wiedergegeben.
Insgesamt ist der Ansatz gut und interessant, aber durch die vielen auch inhaltlichen Schnitzer ist diese Arbeit als Grundlage zur detaillierteren Auseinandersetzung mit dem themenkomplex Feminismus-TV-Buffy leider nicht zu empfehlen.
Der Verfasserin natürlich trotzdem vielen Dank :-)
am Thursday, September 02, 2010-