Inhaltsverzeichnis
1. Sequenzplanung. 2
2. Bedingungsanalyse: Schule, SchülerInnen und LehrerInnen 3
3. Sachanalyse zum Thema „Berufe und Arbeiten zur Zeit Jesu“ 8
4. Didaktische Analyse 12
5. Begründung der Methoden und sozialen Interaktionen 14
6. Lernziele 17
7. Literaturverzeichnis 18
8. Unterrichtsverlaufsplan 19
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1. Sequenzplanung zur Unterrichtseinheit „Jesus ist gut zu den Menschen“
(jeweils eine Doppelstunde)
Datum Thema 21. April: „Jesus wer bist du?“ (Einführung in das Thema) 28. April: „Wo Jesus und seine Freunde gelebt haben.“ (Erstellung einer Landkarte) 05.Mai: „Wo Jesus und seine Freunde gelebt haben.“: Wohnen und Essen 12. Mai: Berufe und Arbeiten zur Zeit Jesu 19. Mai: „Jesus und Bartimäus“ 26. Mai: „Jesus und Levi“ Pfingstferien 16. Juni: „Der gute Hirte“
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2. Bedingungsanalyse
Bedingungen an der Volksschule
Der Religionsunterricht an der Volksschule findet im Regelfall gleichrangig zu den anderen Fächern statt, Unterrichtsausfälle stellen die Ausnahme dar. Die Schüler und Schülerinnen werden nach Konfession getrennt, es gibt keine Klassen in denen evangelische und katholische Kinder zusammen unterrichtet werden.
Auch die Jahrgänge bleiben im Fach katholische Religion getrennt, da es in jeder Jahrgangsstufe genügend katholische Schüler gibt, denn im Normalfall melden sich auch keine Schüler vom Religionsunterricht ab. Die evangelischen Schüler wechseln für Religion den Raum, während die katholischen im Klassenzimmer bleiben.
Für die Unterrichtsplanung steht den LehrerInnen eine gut ausgestattete Bibliothek im Schulhaus zur Verfügung, in der sich verschiedene Materialien wie Dias, Lehrerhandbücher und Zeitschriften (Abonnement: „Grundschule Religion“) etc. befinden.
Die Schule richtet sich nach den Lehrplanvorgaben für den katholischen Religionsunterricht, es werden weiterhin keine Religionsstunden gekürzt, da gemäß Art. 7 im Grundgesetz Religion als ordentliches Lehrfach gilt.
Lehrerinnen und Lehrer an der Volksschule
Die Praktikumslehrerin ist sowohl Klassenlehrerin in der Klasse als auch Fachlehrerin für Katholische Religion. Die Lehrerin bewertete diese Situation überaus positiv. Zur zeitlichen Belastung für dieses spezielle Fach ist zu sagen, dass Religion ein sehr vorbereitungsintensives Fach für den Lehrer darstellt. Nach Meinung der Praktikumslehrerin sei Religion ein Fach nur unter vielen und kein Hauptfach. Deswegen hätte sie manchmal zu wenig Zeit für das Unterrichtsfach Religion. Als letzten Punkt ist noch durchaus positiv anzuführen, dass alle Lehrerinnen und Lehrer nach Aussagen der Praktikumslehrerin Interesse am Religionsunterricht zeigen.
Schüler und Schülerinnen der Klasse
Die Klasse besuchen derzeit 22 Schüler, davon neun Mädchen und 13 Jungen. Zur sozialen Herkunft konnte uns die Klassenlehrerin Frau H. keine Angaben machen, da
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die Berufe der Eltern aus Datenschutzgründen nicht mehr in den Schülerakten aufgeführt werden.
Über drei Kinder der Klasse konnte die Klassenlehrerin berichten, dass deren Eltern getrennt leben bzw. geschieden sind.
Alle Kinder sind deutscher Herkunft, somit gibt es keine Ausländerkinder in der Klasse.
Nach Trautmann/Thoma (2004) erfordert der Religionsunterricht der Grundschule nach Erkenntnissen der Entwicklungspsychologie, die Schüler und ihre Ansichten und Meinungen ernst zu nehmen, damit sie diesen selbsttätig und eigenaktiv mit genügend Wahl- und Raumfreiheit gestalten können. Besonders ist hier der soziale, der leistungsorientierte, der kognitive, der emotionale, der moralische und der religiöse Entwicklungsstand der Grundschulkinder zu beachten. In sozialer Hinsicht muss man berücksichtigen, dass sich die Kinder in ein neues soziales Umfeld eingewöhnen und einfügen müssen, wobei sie mit Kindern unterschiedlicher Herkunft interagieren und kommunizieren müssen, die Strukturen der sozialen Situationen kennen lernen und verstehen müssen, Konflikte bewältigen und neue Rollen übernehmen müssen. „Die soziale Entwicklung des Kindes in diesem Geflecht unterschiedlicher sozialer Situationen betrifft dabei sowohl das aktive Handeln und Gestalten von Umwelt seitens des Kindes als auch die Fähigkeit zur Anpassung an die sozialen Gegebenheiten.“(Trautmann, Thoma 2004, S. 12.). Das bereits in der frühen Kindheit entwickelte Streben nach Leistung wird in der Schule verstärkt durch die Hoffnung auf Erfolg, die Furcht vor Misserfolg, die Selbst-und Fremdzuschreibung bezüglich der eigenen Leistungsfähigkeit, durch den Anregungsgehalt und das Anspruchsniveau des Unterrichts, die Möglichkeiten zur Selbsttätigkeit und durch das Leistungsniveau der Klasse. Weiterhin ist auch der kognitive Entwicklungsstand, d.h. die Entwicklung der Intelligenz und des Denkvermögens, ausschlaggebend für die Schullaufbahn der Grundschüler. Dieser ist abhängig von genetischen Faktoren, von der aktiven Auseinandersetzung mit der Umwelt und von vielfältigen Lernprozessen. Des Weiteren darf man auch die emotionale Entwicklung eines Kindes nicht außer Acht lassen, weil es sonst zu einer Verkümmerung und Vereinseitigung der Persönlichkeit des Kindes kommen könnte. Man darf nicht vergessen, dass Denk-und Lernprozesse der Kinder auch von Gefühlen und Stimmungslagen abhängen, die das Verhalten steuern können. Der emotionale Entwicklungsstand bei
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Grundschulkindern zeigt sich z.B. darin, dass bei den Kindern die jeweiligen Gefühle auffallend schnell wechseln oder dass die kindlichen Emotionen sehr intensiv sind. Auch die Entwicklung von moralischem Wissen, Urteilen, Handeln und Fühlen ist für Grundschulkinder notwendig. Diese kann durch Beobachtung und Nachahmung von Vorbildern, durch Zwang durch Übernahme von Werteinstellungen und Verhaltensweisen aus Furcht vor Strafe oder durch Lernen auf Grund von Lob und Belohnung oder durch Argumente und moralischen Diskurs. In der Entwicklungspsychologie wird zwischen der außenbestimmten heteronomen Moral und der selbstbestimmten autonomen Moral unterschieden, wobei es ein Ziel der Schule sein sollte, die Kinder zur Autonomie moralischen Urteilens und Handelns zu führen.
Religionspsychologisch gesehen kommen die Kinder nicht in die Schule, ohne vorher bereits von Religion gehört zu haben, selbst wenn sie nicht religiös von den Eltern erzogen wurden. So werden Lebensereignisse oft religiös interpretiert, wobei jedoch kaum noch christlich-kirchlich geprägte Begriffe, Vorstellungen und Bilder in Erscheinung treten. Sie scheinen also „unkonventionell-religiös“ oder religiös in zunehmend nichtkirchlichem Verständnis zu sein.
Die Gottesvorstellung im Grundschulalter zeigt sich in der Vorstellung von einem mythisch-wörtlichen Gottesbild, d.h. die Kinder stellen sich einen Gott vor, der direkt in die Welt eingreifen kann und sie bestraft oder belohnt. Außerdem hat die Gottesvorstellung der Kinder stark anthropomorphe Züge, was sich darin zeigt, dass er mit menschlichen Zügen beschrieben wird. Um die Kinder aus ihrem ursprünglichnaiven Gottes- und Religionsverständnis heraus in ein weiteres Stadium der Gottesvorstellung zu führen, das eine eher rationale Aufarbeitung auf Erwachsenen-Niveau vornimmt, muss der Religionslehrer den Kindern viel Zeit geben und sehr sensibel mit den Vorstellungen der Kinder umgehen. „Der Horizont möglicher Welt-und Sinndeutung ist im Vergleich zu früheren Epochen sehr vielfältig geworden (Pluralisierung), was den Einzelnen/die Einzelne wiederum zu einer eigenen Entscheidung darüber herausfordert, wie er sein bzw. ihr Leben deuten will (Individualisierung). Trotz abnehmender kirchlicher Bildung und Prägung zeigen sich Grundschüler/-innen religiösen Fragestellungen jedoch erstaunlich aufgeschlossen.“ (Trautmann, Thoma 2004, S. 16.).
Kindliches Interesse an religiösen Fragestellungen drückt sich in sechs religiösen Bedürfnissen aus: Das Bedürfnis nach wahrer Erkenntnis, das Bedürfnis nach
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Arbeit zitieren:
Andrea Schlafke, 2004, Unterrichtsstunde: Berufe und Arbeiten zur Zeit Jesu (1. Klasse), München, GRIN Verlag GmbH
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