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Klicken statt Blättern - Tageszeitungen im Internet am speziellen Beispiel der NETZEITUNG

Hausarbeit, 2006, 33 Seiten
Autor: Katalin Vales
Fach: Medien / Kommunikation - Journalismus, Publizistik

Details

Kategorie: Hausarbeit
Jahr: 2006
Seiten: 33
Note: 1,7
Literaturverzeichnis: ~ 31  Einträge
Sprache: Deutsch

Archivnummer: V62464
ISBN (E-Book): 978-3-638-55699-6
ISBN (Buch): 978-3-638-71832-5
Dateigröße: 289 KB

Zusammenfassung / Abstract

Die Frage, ob Internetzeitungen in absehbarer Zeit die Printausgabe von Tageszeitungen ablösen können, ist zentraler Bestandteil dieser Arbeit. Inzwischen spielt das Internet als Informationsmedium eine immer wichtigere Rolle. Dies ist besonders vor dem Hintergrund zu betrachten, dass Tageszeitungen seit über zwanzig Jahren kontinuierlich an Bedeutung verlieren. Neben dem Fernsehen gilt das Internet als großer Konkurrent der Tageszeitung. Die vorliegende Arbeit möchte sich jedoch nicht mit dem gesamten Internet befassen. Vielmehr setzt sich die Autorin mit ausschließlich im Internet publizierten Tageszeitungen auseinander. Besonderes Augenmerk wird hier auf die „Netzeitung“ gelegt. „Kann sich eine Tageszeitung im Internet etablieren? Wie wird sie genutzt und welche Chancen und Risiken bergen sie für den klassischen Journalismus?“ - Sind Leitfragen dieser Arbeit. Im ersten Teil werden grundlegende Gemeinsamkeiten und Unterschiede einer „herkömmlichen“ Tageszeitung und einer im Internet erscheinenden „Zeitung“ nachgezeichnet, sowie die damit verbundenen Vor- und Nachteile herausgearbeitet. Im Zweiten Teil der Arbeit sollen diese Grundlagen am Beispiel der „Netzeitung“ verdeutlicht werden. Die „Netzeitung“ publizierte als erste Vollredaktion ein journalistisches Produkt ausschließlich im Internet. Hierbei wird auf die Struktur, sowie den Aufbau und das Konzept der Webseite „www.netzeitung.de“ eingegangen. Da sich dieses Arbeit zu einem Großteil mit der „Netzeitung“ beschäftigen wird, ist es unerlässlich, auch auf deren kurze, dennoch ereignisreiche Geschichte einzugehen, auf die Art und Weise, wie sich die „Netzeitung“ zu finanzieren versucht und mit welchen Projekten sie sich bisher ein eigenes Profil geschaffen hat. An dieser Stelle wird auch ein Überblick über die herrschende Kritik an der „Netzeitung“ und am Online-Journalismus gegeben. Bewusst verzichtet diese Arbeit auf einen Vergleich zwischen den verschiedenen Online-Medien und auf eine erschöpfende Betrachtung von sonstigen Informationsangeboten im Internet, wie Foren oder Blogs, da das Hauptaugenmerk auf das journalistische Angebot in Form einer Internet-Tageszeitung gelegt werden soll. Die Autorin Katalin Vales studiert Journalistik und Politikwissenschaft in Wien, Aarhus und Dortmund.


Textauszug (computergeneriert)

Institut für Journalistik Universität Dortmund
Große Hausarbeit im Grundstudium

Klicken statt Blättern1
Eine Hausarbeit über Tageszeitungen im Internet am speziellen Beispiel der NETZEITUNG

von Katalin Vale(?).
02.Oktober 2006 

 

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung ... 3- 4
1.1. Informationen aus dem Internet ...4-5

2. Tageszeitung im Internet ... 5- 7
2.1. Vorteile einer Internetzeitung gegenüber der Printausgabe ... 7- 9
2.2. Nachteile einer Internetzeitung gegenüber der Printausgabe ... 9-11

3. Die NETZEITUNG
3.1. Was ist die NETZEITUNG? ... 12
3.2. Geschichte ... 12-13
3.3 Selbstverständnis ... 13
3.3.1. Die NETZEITUNG als Dienstleister für andere Medien ... 14
3.3.2. Serviceangebote für den Leser ... 14-16
3.4. Seitenaufbau der NETZEITUNG ... 16 -17
3.5. Die Arbeit in der Redaktion ... 18-20
3.6. Projekte (Altpapier/Readers Edition) ... 20-21
3.7. Nutzerprofile ... 21-22

4. Finanzierung ... 22-23

5. Kritik an der NETZEITUNG ... 23-26

6. Ausblick ... 26-28

7. Anhang
7.1. Fragebogen an Philip Dönhoff - Geschäftsführer der NETZEITUNG ... 28-30

8. Quellenangaben ... 31-33

 

1. Einleitung

„Die gute alte Tageszeitung, tapfere Überlebende der Attacken von Radio und Fernsehen, für so unsterblich gehalten wie die Neugier der Menschen selbst, schwebt diesmal ernsthaft in Gefahr.“2

Die Frage, ob Internetzeitungen in absehbarer Zeit die Printausgabe von Tageszeitungen ablösen können, wird zentraler Bestandteil dieser Arbeit sein. Inzwischen spielt das Internet als Informationsmedium eine immer wichtigere Rolle. Dies ist besonders vor dem Hintergrund zu betrachten, dass Tageszeitungen seit über zwanzig Jahren kontinuierlich an Bedeutung verlieren. Hat die Tageszeitung im Jahr 1979 noch 83 Prozent der deutschen Bevölkerung erreicht, so sind es im Jahr 2003 nur noch 71 Prozent Reichweite.3 Darüber hinaus hat die Zeit, die ein Leser für die Tageszeitung aufbringt, abgenommen. Im Gegenzug dazu ist die gesamte Mediennutzungszeit allerdings angestiegen. Neben dem Fernsehen gilt das Internet als großer Konkurrent der Tageszeitung. „Von 1997 bis 2003 stieg die Zahl der Internetnutzer von 4,1 Millionen auf 34,4 Millionen.“4 Durchschnittlich sind die Nutzer täglich mehr als eine Stunde online.5
Die vorliegende Arbeit möchte sich jedoch nicht mit dem gesamten Internet befassen. Vielmehr setzt sich diese Arbeit mit ausschließlich im Internet publizierten Tageszeitungen auseinander. „Kann sich eine Tageszeitung im Internet etablieren? Wie wird sie genutzt und welche Chancen und Risiken bergen sie für den klassischen Journalismus?“ - Sind Leitfragen dieser Arbeit. Im ersten Teil möchte ich zunächst einige grundlegende Gemeinsamkeiten und Unterschiede einer „herkömmlichen“ Tageszeitung und einer im Internet erscheinenden „Zeitung“ nachzeichnen, sowie die damit verbundenen Vor- und Nachteile herausarbeiten. Im Zweiten Teil der Arbeit möchte ich diese Grundlagen am Beispiel der NETZEITUNG verdeutlichen, die als erste Vollredaktion ein journalistisches Produkt ausschließlich im Internet publizierte. Hierbei werde ich auf die Struktur, sowie den Aufbau und das Konzept der Webseite www.netzeitung.de eingehen. Da sich dieses Arbeit zu einem Großteil mit der NETZEITUNG beschäftigen wird, ist es unerlässlich, auch auf die kurze, dennoch ereignisreiche Geschichte einzugehen, auf die Art und Weise, wie sich die NETZEITUNG zu finanzieren versucht und mit welchen Projekten sie sich bisher ein eigenes Profil geschaffen hat. An dieser Stelle wird auch ein Überblick über die herrschende Kritik an der NETZEITUNG und am Online-Journalismus gegeben. Abschließend werde ich in einem Ausblick meine Thesen für die weitere Entwicklung der Tageszeitung im Internet zusammenfassen. Bewusst verzichtet diese Arbeit auf einen Vergleich zwischen den verschiedenen Online-Medien und auf eine erschöpfende Betrachtung von sonstigen Informationsangeboten im Internet, wie Foren oder Blogs, da das Hauptaugenmerk auf das journalistische Angebot in Form einer Internet-Tageszeitung gelegt werden soll.

1.1. Informationen aus dem Internet

Während in den neunziger Jahren die elektronisch publizierte Zeitung im Internet eher als Ergänzung zur herkömmlichen Printausgabe verstanden wurde, hat sich das Mediennutzungsverhalten in den letzten zehn Jahren, gerade auch durch die Weiterentwicklung des Internets stark verändert. Inzwischen gehört es für viele Menschen zum Alltag, Informationen schnell und gezielt am Bildschirm abzurufen und auch dort zu lesen. Auch wenn die Zeitung durch das Internet noch nicht verschwunden ist, so scheint doch dieses Medium ein ernst zu nehmender Konkurrent für die Zeitung geworden zu sein und daher einer genaueren Betrachtung würdig.

„Nach der anfänglichen Internet-Euphorie folgte wenige Jahre später mit der Krise der New Economy Ernüchterung in den Redaktionen der Onlinezeitungen: Die meisten Werbeeinnahmen blieben weit hinter den Erwartungen zurück. Rubrikanzeigen wanderten vielfach zu anderen Netzplattformen ab. Stellen wurden abgebaut. SkeptikerInnen sahen sich in ihrer Annahme bestätigt, dass das Internet doch nicht die versprochene Goldgrube war.“6

[...]


1 Der Titel „Klicken statt blättern“ ist von Katrin Braun entlehnt, die ihn für ihre Arbeit über Deutsche Zeitungen im Internet verwendet hat. Ich finde ihn ebenso passend für meine Hausarbeit, da der Titel sowohl als Frage, als auch als Ausruf, Aufforderung und Aussage betrachtet werden kann.
2 BREDOW, zitiert bei BRAUN, Katrin in RAGER/ GRAF-SZCZUKA/ HASSEMER/SÜPER, S. 68
3 vgl. GLOTZ und MEYER-LUCHT, S. 12. Die Zahlen berufen sich auf eine Erhebung des Instituts für Demoskopie, der Allensbacher Markt- und Werbeträgeranalyse.
4 vlg. EIMEREN et a. 2003 in GLOTZ und MEYER-LUCHT, S.13
5 vgl. GROEBEL/ GEHRKE in GLOTZ und MEYER-LUCHT, S.13
6 BRAUN, Katrin, S. 68.


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