Gl li ie ed de er ru un ng g G
1. Einleitung. 3
2. Sozialisation 4
2.1. Mediensozialisation. 5
3. Sozialbeziehung. 6
3.1. Emotionale Beziehungen und Selbstwertentwicklung. 7
3.2. Moralische Anerkennung 8
3.3. Entwicklung individueller Persönlichkeit 9
4. Integration. 10
4.1. Bildung 11
4.2. Schulische Integration 12
4.3. Verhinderung von Integration 14
5. Fazit: Bedeutung für Integration 15
Literaturverzeichnis 16
2
1. . E Ei in nl le ei it tu un ng g 1
In den 90er Jahren begann eine Diskussion über Beziehungsarbeit und damit wurden Modernisierungen. Dialog, Entwicklung, Atmosphäre, Respekt und Anerkennung zum Gegenstand dieser Diskussion. Orte für diese gesellschaftlichen und biographischen Entwicklungsprozesse sind die Kinder- und Jugendhilfe und Schulen. Die Hauptrolle spielen dabei die Kinder, Jugendlichen und Pädagogen. Nun ist hier, nach Hafeneger, eine Pädagogik gefordert, die mit Anerkennung von Autonomie auf zukunftsoffene und selbstbestimmungsfähige Menschen setzt (vgl. Hafeneger 2001). Die Thematisierung ab Mitte der 90er Jahre bezeichnet unterschiedliche Betrachtungsweisen und Problemstellungen und diese geraten in die Diskussion, weil das Gleichgewicht von Gesellschaft und Pädagogik aufgrund struktureller Veränderungen sich umformt und gefährdet ist.
In dieser Arbeit möchte ich mich nun, darauf aufbauend, mit der Thematik beschäftigen, wo die Schwierigkeiten der Integration liegen (könnten) und inwieweit die Anerkennung dabei wichtig ist. Über verschiedene Ansatzpunkte möchte ich versuchen den wichtigkeitsgrad der Anerkennung und die Integrationsmöglichkeiten in Verbindung zu bringen, um zu einer Lösung zu gelangen. Im Schwerpunkt werde ich mich bei einigen Ausführungen jedoch auf die schulische Integration von behinderten Menschen beschränken.
Außerdem bitte ich zu berücksichtigen, dass ich zum leichteren Verständnis, beim Lesen, lediglich maskuline Formulierungen verwand habe.
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2. . S So oz zi ia al li is sa at ti io on n 2
Um sich „normal“ verhalten zu können, müssen die Wert- und Normvorstellungen der Gesellschaft oder Gruppe, in der man sich befindet, erlernt werden. In unserer Gesellschaft befindet sich eine Vielzahl von Gruppen unterschiedlicher Menschen - seinen es behinderte Menschen, alkoholabhängige Menschen, Analphabeten, sozial schwächere Familien oder andere Gruppen - und keines der einzelnen Mitglieder dieser Gesellschaft steht dieser Vielzahl von Gruppen neutral gegenüber. Im Rahmen der jeweiligen sozialen Einstellung wird mit, positiv oder negativ, bewertet. Solche Einstellungen prägen sich im Verlauf der Sozialisation aus. Jeder Mensch lernt allmählich, welche Verhaltensweisen erwünscht sind und welche vermieden werden sollten. Kinder halten sich zunächst erstmal nur an Gebote und Verbote und später werden diese Vorschriften so verinnerlicht, dass sich ein Gewissen bildet. In diesem Sinne bedeutet Sozialisation letztlich die Formierung des Gewissens, wobei die äußeren Verhaltensweisen verinnerlicht werden. Jedoch ist der Einzelne nicht nur ein soziales Wesen, das sich den anderen zu unterwerfen hat, sondern stellt ein Individuum mit einer einmaligen, unverwechselbaren Persönlichkeit dar. (vgl. Weber 1987). „Dieses Personsein bewirkt, dass der Mensch niemals als bloßes Mittel gebraucht werden darf, sondern eine eigene Würde besitzt“ (Weber 1987, 90). Der Prozess der Subjektbildung und Subjektwerdung, in dessen Verlauf der Mensch lernt, sich als Individuum zu begreifen und sich selbst zu akzeptieren, ist die Entwicklung einer individuellen Persönlichkeit.
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2. .1 1. . M Me ed di ie en ns so oz zi ia al li is sa at ti io on n 2
Pädagogik befindet sich durch strukturelle Veränderungen und besonders durch die Dominanz von Technologie und Ökonomie im Wandel, und ist in Gefahr seine Bedeutung und seinen Wert zu verlieren. Aufgrund dieser vielen Veränderungen, sind in der Persönlichkeitsentwicklung der jungen Generation, die Bedeutung und das Ausmaß der Mediensozialisation zu beachten, denn ein Gesichtspunkt unter vielen ist hier, dass in privaten Haushalten die Konfrontation mit Medien bereits sehr früh beginnt. „Bevor Kinder sprechen können und in die Schule kommen sind sie medien- bzw. fernsehsozialisiert“ (Hafeneger 2002, 57), weil sie mit Bildern, beispielsweise durch das Fernsehen, überfüttert werden. Kinder und Eltern unternehmen weniger gemeinsam. Sie sitzen vor dem Fernsehgerät, isolieren sich mehr und mehr, und die Familienmitglieder vereinsamen so innerlich. Bei mind. 10% der Familien lief selbst vor Jahrzehnten bereits beim Essen das Fernsehgerät. (Furian, Maurer 1984). Wenn Kinder also das Bedürfnis nach Nähe haben, ist dieses eben nur vor dem Fernseher möglich. Kindern bleibt förmlich gar nichts anderes übrig, als mit ihren Eltern gemeinsam fernzusehen. Es stehen nicht mehr die üblichen Kommunikationsformen und Erzählungen, Weitergaben, Eigenarten, Kenntnisse und soziale Beziehungen für die mentalen Bilder und für die Aneignungen von Realität im Vordergrund. Denn mit dem steigenden Medienkonsum entfernen sich die Kinder immer mehr von einer eigenständigen Beherrschung ihrer inneren bildlichen Vorstellungskraft (ihres psychischen Apparates). So werden die Kinder, in ihrer Entwicklung, in eine Art Abhängigkeit mit den Medien gebracht.
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Arbeit zitieren:
Anke Hartwig, 2005, Mögliche Schwierigkeiten zwischen Integration und Anerkennung, München, GRIN Verlag GmbH
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