Hochschule Vechta
Schriftliche Hausarbeit im Rahmen des Vordiploms der
Erziehungswissenschaft
Allgemeine Pädagogik
„Gewaltdarstellungen in Medien -
ein pädagogisches Problem?“
eingereicht von:
Fabian Plaschke
Semester: 4
Sommersemester 2006
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung ... 3
2. Gewaltdarstellungen seit der Antike ... 4
3. Gewaltbegriff ... 7
4. Aktueller Forschungsstand ... 8
4.1 Einige Thesen der Gewaltwirkungsforschung ... 9
4.1.1 Die Katharsisthese und Inhibitionsthese ... 9
4.1.2 Die Stimulationsthese und Habitualisierungsthese ... 10
4.1.3 Suggestionsthese/Imitationthese ... 10
4.2 Der lerntheoretische Ansatz der Gewaltwirkungsforschung ... 11
4.3 Problematik des Forschungsbereiches ... 12
5. Medienpädagogik ... 13
5.1 „Medienkompetenz“ ... 13
5.2 Grundlagen der Medienpädagogik ... 14
5.3 Medienpädagogische Maßnahmen ... 16
5.3.1 Die Aufgabe der Eltern ... 17
5.3.2 Ausgewählte medienpädagogische Projekte ... 18
6. Schlusswort ... 20
7. Literaturverzeichnis ... 22
1. Einleitung
Die Darstellung von Gewalt in Medien, vor allem in audiovisuellen und deren Wirkung auf den Rezipienten, speziell auf Kinder und Jugendliche wird in der Gesellschaft oft als pädagogisches Problem dargestellt.
In der folgenden Ausarbeitung möchte ich den Versuch unternehmen einen Überblick über die Gewaltwirkungsforschung in Medien aufzeigen. Dafür ist es sinnvoll Gewaltdarstellungen im historischen Kontext zu betrachten. Es werden Veränderungen und auch gesellschaftliche Handlungsweisen im Umgang mit Gewaltdarstellungen der Vergangenheit sichtbar. Mit einer Begriffsdefinition der Gewalt soll dann der subjektive Charakter des Gegenstandes aufgezeigt werden.
Ich gehe auf die Forschung, ihre Theorien und Ansätze zur Gewaltwirkung ein. Verschiedene Forscher und Wissenschaftler haben diesen Bereich der Medienforschung bereits beleuchtet. Ich werde versuchen einige aktuelle Ergebnisse, aber auch vermehrt existierende Theorien darzulegen und sie in ihrer Richtigkeit einzuordnen. Eine erste kritische Betrachtung beschreibt verschiedene Probleme im Forschungsfeld der Gewaltwirkung. Im Weiteren werde ich auf die Medienpädagogik mit ihrer Aufgaben der Vermittlung von Medienkompetenz eingehen.
Dazu werde ich ausgewählte Maßnahmen und Projekte vorstellen. Das Schlusswort wird meine Erkenntnisse und Ansichten bezüglich der Fragestellung beinhalten. Hierdurch kommt es dann zu einem kritischen Diskurs, welcher von subjektivem Charakter geprägt ist. Resümierend wird die aktuelle Situation in der Gewaltwirkungsforschung mit den Aufgaben der Medienpädagogik zusammengeführt.
2. Gewaltdarstellungen seit der Antike
Gewaltdarstellungen in Medien sind kein neuzeitliches Phänomen, es gibt sie seit den Anfängen der Menschheitsgeschichte. In der Vergangenheit wurde jedoch wesentlich ruhiger und gelassener mit dieser Thematik umgegangen. In den verschiedenen Kultur- und Gesellschaftsformen gab es immer eine spezifische Ästhetik der Gewalt, hierauf wird nicht explizit eingegangen. Die ersten fassbaren Gewaltdarstellungen sind Höhlenmalereien und Schriftzeichen, welche oft den Ablauf der Jagd zeigten mit der Intention, Nachfahren Hilfestellungen zum Überleben zu geben. Darüber hinaus dienten sie auch der Sicherung von Herrschafts- und Machtverhältnissen. Abbildungen von Gottheiten sprechen für diese Intention der Darstellungen1.
Im Folgenden soll nun ein zeitlicher Längsschnitt von der griechischen Antike bis in die Moderne das ewige Phänomen von Gewaltdarstellungen aufzeigen. In der griechischen Antike war die direkte Gewaltdarstellung verpönt, dennoch war Gewalt präsent. Der gewaltsame Tod wurde durch Beschreibungen, durch Gesten und Laute greifbar gemacht. Gewaltdarstellungen wurden in ihrem Sinn zur Sicherung der Ordnung gesehen, ihr wurde eine die Seele „reinigende Kraft“ zugesprochen. Hierin ist das kathartische Prinzip zu erkennen. Um 431 v. Chr. wurde der Gewalt eine gewisse Konflikt lösende Rolle zugewiesen.
[...]
1 vgl. Kunczik, Michael: „Gewalt und Medien“, Böhlau Verlag, Köln, 1987, S. 1ff.
Arbeit zitieren:
Fabian Plaschke, 2006, Gewaltdarstellungen in Medien - ein pädagogisches Problem?, München, GRIN Verlag GmbH
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