I. INHALTSVERZEICHNIS I II. ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS II
1. Vorbemerkungen 1
2. Geschichtlicher Abriss 1
2.1. Erste Anfänge der Konjunkturtheorie 1
2.2. Konjunkturberechnungen im 19. & 20. Jahrhundert 2
2.3. Neueste konjunkturtheoretische Entwicklungen 3
3. Relevante, ausgewählte US-amerikanische Konjunkturindikatoren 4
3.1. Gesamtwirtschaftliche Indikatoren 4
3.1.1. CPI „Consumer Price Index“ 4
3.1.2. ISM „Institute of Supply Management“ 6
3.2. Mittelstandsbezogener Indikator NFIB “National Feredation of Independant Business” 7
4. Mittelständische Konjunkturindikatoren ausgewählter westeuropäischer Länder 9 4.1. Großbritannien FPB “The Forum of Private Business” 9 4.2. Frankreich
INSEE “Institut National de la Statistique et des Études Économiques” 11 4.3. Italien
ISAE “Instituto di Studi e Analisi Economica” 12
5. Wichtige gesamteuropäische Konjunkturindikatoren 13
5.1. 3i - 3i European Enterprise Barometer 14 5.2. Europäische Kommission 15
6. Abschließende Bemerkungen 17
III. LITERATURVERZEICHNIS III
II. Abkürzungsverzeichnis bzw. Beziehungsweise CFIB Canadian Federation of Independent Business CPI Consumer Price Index d.h. das heißt ESI Economic Sentiment Indicator EU European Union FPB the Forum of Private Business INSEE Institut National de la Statistique et des Études Économiques ISAE Instituto di Studi e Analisi Economica ISM Institute of Supply Management KMU Klein- und Mittelständische Unternehmen NBER National Bureau of Economic Research NCM Neue Klassische Makrotheorie NFIB National Federation of Indepenant Business NKM Neue Kenesianische Makrotheorie RBC-Modelle Real Business Cycle - Modelle u.a. unter anderem USA United States of America u.U. unter Umständen
1
1. Vorbemerkungen
Diese Seminararbeit wird im Rahmen einer Neuentwicklung und Neuetablierung eines Konjunkturindikators für mittelständische Unternehmen geschrieben. Der Indikator wird in Zusammenarbeit von mittelständischen Unternehmen mit dem Lehrstuhl für Marketing und Handelsbetriebslehre der Philipps-Universität Marburg erstellt und soll den Namen „Marburger Mittelstandsbarometer“ tragen. Die vorliegende Seminararbeit soll sich nicht nur auf die nationale Ebene beziehen, sondern ist international ausgerichtet. Ebenso werden keine Prognoseverfahren genauer beleuchtet und analysiert, vielmehr wird ein Marktüberblick über bereits etablierte Konjunkturindikatoren und deren Berechnungsverfahren sowie Aussagekraft und Bedeutung für die jeweilige Wirtschaft gegeben. Dies kann als Basis zur Entwicklung eines neuen Indikators dienen.
Nachdem knapp auf die geschichtliche Entwicklung der Konjunkturtheorie und der Konjunkturindikatoren eingegangen wird, werden ausgewählte Indikatoren aus den USA und europäischen Ländern, sowie gesamteuropäische Indikatoren vorgestellt. Abschließend wird eine Zusammenfassung der wichtigsten Erkenntnisse gegeben.
2. Geschichtlicher Abriss
Um die Relevanz der heutigen Konjunkturprognosen anhand von Konjunkturindikatoren besser verstehen zu können, ist es sinnvoll sich deren geschichtliche Entwicklung über die Zeit genauer zu betrachten.
2.1. Erste Anfänge der Konjunkturtheorie
Für Klassiker der Nationalökonomie wie Adam Smith (1723-1790), David Ricardo (1772-1822) oder John Stuart Mill (1806-1873) waren konjunkturelle Abschwünge keine Unbekanntheiten, doch galten diese bei ihnen als zufällige Phänomene und wurden meist noch als Krisen bezeichnet. Clément Juglar (1819-1905) ging in seinem Buch „Les crises“ (1862) erstmals von
2
Zyklusvorstellungen aus, indem er periodisch wiederkehrende „kommerzielle“ Krisen in Frankreich, England und den Vereinigten Staaten untersuchte. In den nachfolgenden Dekaden wurden seine Vorstellungen allgemein gültig. Später entwickelten sich jedoch sehr unterschiedliche Konjunkturtheorien, die sich teils ergänzten, aber auch widersprachen. 1
2.2. Konjunkturberechnungen im 19. & 20. Jahrhundert
Das National Bureau of Economic Research (NBER) entwickelt 1920 erstmals in den USA einen Diffusionsindex, welcher für das 19. und frühe 20. Jahrhundert als Referenzmaß gilt. Konjunkturen werden hierbei als Schwankungen einer allgemeinen ökonomischen Aktivität behandelt und deren Daten werden aus empirischen Beobachtungen gewonnen. Betrachtet wird dieses Referenzmaß als ein rechnerischer Durchschnitt partiell integrierter Branchen- und Regionalkonjunkturen. „Der Index wird in zwei Schritten berechnet. Zunächst bestimmt man den prozentualen Anteil der expandieren Reihen im Gesamtsample pro Jahr, in der Regel ohne eine Gewichtung der einzelnen Reihen. Anschließend werden die Prozentualanteile der schrumpfenden Reihen pro Jahr ermittelt und vom Anteil der
2 expandierenden Reihen subtrahiert.“
Der Diffusionsindex wird zur Charakterisierung der Konjunktur bis zum ersten Weltkrieg benutzt. Es ist ein sehr sensibler Indikator, welcher die durchschnittlichen Konjunkturbewegungen in einem Wirtschaftsraum sehr gut abbildet.
Während der Zeit zwischen den beiden Weltkriegen sind spezifische Referenzmaße oder Analysemethoden für Deutschland nicht notwendig, da politische und wirtschaftliche Großereignisse die Konjunkturindikatoren so eindeutig bestimmen, dass die Lage und Länge der Zyklen unumstritten ist. In der Nachkriegszeit weist das Sozialprodukt meist eine stetig positive Wachstumsrate auf. Deswegen hat sich für die konjunkturelle Beschreibung eine Orientierung daran eingebürgert. Hier lassen sich ebenfalls ab 1967 mehrjährige zyklische Schwankungen mit konjunkturellen Wendepunkten erkennen.
1 Vgl. Spree (2002), S. 11f
2 Spree (2002), S. 4
3
Von 1950 bis in die 1970er Jahre spricht man von politischen Zyklen, da man beobachtet, dass die Zyklenlänge eine Koinzidenz mit den Wahlterminen aufweist.
In den 1970ern, den Jahren in dem das „Wirtschaftswunder“ zu ende geht, werden die Zyklen länger und bilden eine M-Form; jeder zweite Abschwung ist relativ schwach. 3
2.3. Neueste Konjunkturtheoretische Entwicklungen 4
Seit beginn 1970 findet eine Neubegründung der Konjunkturtheorie mit einer Umdefinierung des Gegenstands der Konjunkturtheorie statt. Zum Einen bemüht sich die neue Konjunkturtheorie darum, Modelle zu konstruieren, die sich wie die stilisierten Fakten verhalten, zum Anderen basieren die konjunkturtheoretischen Aussagen nicht mehr ad-hoc Hypothesen, sondern auf Annahmen, welche systematisch von den Entscheidungsverhalten der wirtschaftlichen Akteure abgeleitet werden können. Zwei große, in Konkurrenz stehende Theorierichtungen haben sich herausgebildet, und fast alle weiteren Modelle lassen sich diesen beiden zuordnen. Einerseits ist dies die „Neue Keynesianische Makrotheorie“ (NKM) und andererseits die „Neue Klassische Makrotheorie“ (NCM).
1980 werden die Theorien des realen Konjunkturzykluses (RBC-Modelle) entwickelt, welche in den letzten Jahren besondere Aufmerksamkeit erfahren haben. Mit diesen Modellen sind zwei wichtige Ziele verbunden. Erstens die Dynamisierung des neoklassischen Ansatzes und zweitens die Bestimmung der Ursachen von Schwankungen. Grundannahmen der Theorien sind, dass Wirtschaftssubjekte immer sofort und effizient auf Grund von Preissignalen reagieren. Marktunzulänglichkeiten sind somit nicht vorhanden und Effekte staatlicher Eingriffe und der Geldpolitik werden ausgeschaltet. Nach den RBC-Modellen entstehen, durch technologische Veränderungen, welche über Akkumulationseffekte zu einem neuen Gleichgewicht führen, somit die zyklischen Muster. Die Dynamik, ausgelöst durch diese Technologieschocks, verursacht sowohl Konjunkturschwankungen als auch Wachstumsschübe.
3 Vgl. Spree (2002), S. 3-10
4 Spree (2002), S. 14
Arbeit zitieren:
Sandra Mönch, 2004, Herausforderungen für den Mittelstand - Marktüberblick und Gestaltungsmöglichkeiten von Instrumenten zur Erfassung der Lage und Perspektiven des Mittelstands - Eine internationale Betrachtung, München, GRIN Verlag GmbH
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