I. Einleitung
„Eine Kurzgeschichte ist zwar im allgemeinen eine kurze Geschichte, aber nicht jede kurze Geschichte ist auch schon eine Kurzgeschichte“. 1 In dieser simplen, aber durchaus treffenden Feststellung Helmut Prangs (1971), wird bereits auf die Schwierigkeit der Begriffsbestimmung und der Abgrenzung gegenüber anderen Prosaformen hingewiesen. Die Fachwissenschaft bietet ein kaum überschaubares Spektrum von verwirrenden Theorien, um die Gattung der Kurzgeschichte mit ihren unzähligen Variationsmöglichkeiten greifbarer zu machen.
Ziel dieser Arbeit soll es nun sein, im Sinne einer Sachanalyse für den Unterricht, ausgehend vom Begriff der Kurzgeschichte, über die Theorie ihrer Entstehung und den fachwissenschaftlichen Definitionsansätzen, charakteristische Gattungsmerkmale aufzuzeigen und dadurch eine Grenzlinie zu anderen Kurzprosaformen zu ziehen. Schließlich soll nach einem kurzen Blick auf die historische Entwicklung, die Bedeutung der Kurzgeschichte für den Schulunterricht erläutert werden. Im Ganzen möchte diese Arbeit dem Lehrenden die fachliche Basis bieten, anhand der ein fundiertes Unterrichtskonzept erarbeitet werden kann.
II. Wort und Begriff
Das Wort Kurzgeschichte lässt sich auf den anglo-amerikanischen Begriff der short story zurückführen. Als typisches Übersetzungslehnwort gebildet, deckt es sich jedoch nur teilweise mit der englischen Bezeichnung. Short story bezog sich im Angelsächsischen ursprünglich auf die Novelle, dehnte sich daraufhin, besonders seit Edgar Allen Poe, auf die Vielfalt der Kurz- und Kleinformen aus und wird heute oftmals für alle epischen Werke, die kürzer als ein Roman sind, gebraucht. 1910 ist das Wort Kurzgeschichte erstmalig in einem deutschen Nachschlagewerk (Meyers Konversationslexikon) zu finden. Hier wird es lediglich als Übertragung für das Stichwort short story aufgenommen und „als Ausdruck, der seit 1890 in Deutschland verbreitet ist und eine Novellette mit starker Handlung bei knapper Diktion bezeichnet“, in seinem Konturen grob umrissen. In den folgenden Jahrzehnten bleiben unzählige Bedeutungsvarianten erhalten, die von „>kurze Geschichte< schlechthin, oberflächliche Zeitungs-oder Magazingeschichte, künstlerisch anspruchsvolle
Kurzprosagattung bis hin zur Gleichsetzung mit der Anekdote“ reichen. Im Zuge dieses undurchsichtigen Bedeutungspluralismus erfährt der Terminus Kurzgeschichte eine äußerst willkürliche Verwendung. Erst nach 1945, präzise gesprochen, seit Klaus Doderers ausschlaggebender Untersuchung „Die Kurzgeschichte in Deutschland. Ihre Form und ihre
1 Zit. nach Hammon, Wolfgang/Dittmann, Christiane: Kurz- und Kriminalgeschichten im Deutschunterricht der
Mittelstufe des Gymnasiums, Gymnasialpädagogische Reihe, München 1984, S.1.
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Entwicklung“ (1953), setzt sich das Wort Kurzgeschichte, verstanden als Lehnübersetzung aus dem anglo-amerikanischen short story, als Terminus technicus für eine eigenständige, neue Gattungsform durch. Als „Etikett der neuen Form“, gelingt es nach langwierigem Prozess, die pejorisierende Konnotation einer minderwertigen, feuilletonistischen „Bedarfskunst“ abzuschütteln und als repräsentativer Begriff für exquisite Prosastücke, mit Vertretern von Weltrang, wie Tschechow, O`Henry, Hemmingway, Faulkner oder Maupassant, zu gelten. So findet die Kurzgeschichte als Ausdruck einer eigenständigen, künstlerischen Erzählform ab 1958 auch Eingang in die wissenschaftlichen Nachschlagewerke. 2
III. Theorie der Kurzgeschichte
1.Entstehung
Bereits 1897 beschäftigte sich Adolf Bartels eingehend mit der neuen literarischen Erscheinung der „deutschen short story“. Seines Erachtens entwickelte sich die „kleine Geschichte“ aus der italienischen Novelle, „der Stammmutter aller modernen Kurzprosaformen“. Auch R.M. Meyer verweist bereits 1900 bei seinen Ausführungen auf den internationalen Charakter der short story und leitet die im Naturalismus neu entstandene Gattung aus der allgemeinen literarischen Tendenz zur Verkürzung ab, für die leserpsychologische Gründe den Ausschlag gegeben haben sollen. Der Wunsch nach Konzentration und Intensität von Stoff und Wirkung war durch den langatmigen Roman kaum mehr zu verwirklichen und führte im epischen Bereich zur Ausbildung der short story. Auch für Max Hoffmann und Karl Bienenstein gaben leserpsychologische Gründe den Ausschlag bei der Entstehung der Kurzgeschichte. Ausgangsbasis sind die Erfordernisse der Zeit und des Zeitungswesens. Als Folge der technischen Entwicklung, dem ansteigenden Lebenstempo, einer rapide anwachsenden Informationsfülle und der dadurch bedingten verknappten Lesezeit, fehle dem Leser die Ruhe sich einem langatmigen Roman zu widmen. Die Tageszeitung wird das wichtigste Medium, das dem in Zeitnot befindlichen Leser mit seinen kurzen Geschichten die Möglichkeit bietet, sein Literaturbedürfnis so schnell wie möglich zu befriedigen. Während Hoffmann den Einfluss der Tagespresse als durchaus positiv wertet, da ihre Forderung nach Kürze half, eine wirkungsvoll durchkomponierte Form zu entwickeln, bezieht Bienenstein einen weitaus pessimistischeren Blickwinkel. Er sieht die Kurzgeschichte als Erzeugnis einer neuen, materialistisch ausgerichteten Zeit: „Man will alles
2 Marx, Leonie: Die deutsche Kurzgeschichte, 2. überarb. Auflage, Stuttgart 1997, S. 1ff.
Doderer, Klaus: Die Kurzgeschichte als literarische Form, in: Wirkendes Wort 8 (1957/58), S. 91ff.
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in kürzester Zeit abthun, sich bei nichts lange aufhalten, denn Zeit ist Geld. Und so können wir nicht den langen Roman gebrauchen, dessen Gedankenfäden wir hundertmale abhacken und dann wieder mühsam zusammenknüpfen müssen; uns ist die Novellette, die Skizze, die Kurzgeschichte gerade recht.“ 3
Zur Zeit des Dritten Reichs bilden sich zwei Haupttheorien heraus, die die literaturwissenschaftliche Diskussion beherrschen. Hans-Adolf Ebing versucht aus nationalsozialistischer Perspektive eine innerdeutsche Tradition zu konstruieren, deren Beginn er bei Kleist und Hebbel ansetzt. Helga von Kraft hingegen berücksichtigt die von Ebing zurückgewiesenen ausländischen Einflüsse in ihrer Theorie und betont darin die Bedeutung Poes, Maupassants und Tschechows als leitende Vorbilder.
Auch nach 1945 bleiben die beiden konträren Auffassungen, die Kurzgeschichte sei eine deutsche bzw. übernommene Gattung, weiterhin bestehen. Während K. Doderer, J.Klein, H. Pongs, H.-M. Damrau und J. Kuipers ihren Fokus auf die deutsche Entwicklung legen und lediglich internationale Anregungen bzw. eine teilweise Übernahme der short story in den zwanziger Jahren anerkennen wollen, berücksichtigen K. Zierott, R. Lorbe, W. Höllerer und R. Kilchenmann auch das internationale Phänomen kurzgeschichtlichen Erzählens. H. Motekat, H. Piontek, W. Schnurre, H. Bender, A. Datta, L. Rohner und M. Durzak hingegen sehen die deutsche Kurzgeschichte als direkte Übernahme der amerikanischen short story nach 1945.
Klaus Doderer zieht als Erklärung für eine eigenständige Entwicklung der Kurzgeschichte geistesgeschichtliche und gesellschaftliche Veränderungen heran. Hervorgegangen aus Novelle und Skizze, habe sich diese neue epische Form als zeitbedingter, literarischer Ausdruck für das von Technik und Intellektualismus geprägte Dasein entwickelt. „Das Interesse am Schicksal des Einzelmenschen in seiner Vereinzelung“ bedingt eine Gattungsform, in der entscheidende Situationen zum alleinigen Stoff einer Erzählung gemacht werden können. Hierbei genüge der pointierte, überraschende Einblick in Lebenszusammenhänge, wie ihn die Kurzgeschichte bietet. 4
Heinz Piontek (1959) hingegen geht davon aus, dass zunächst das amerikanische Vorbild der short story nachgeahmt wurde und sich daraus „eine legitime deutsche Kurzgeschichte mit eigenen Spielarten herausgebildet“ hat. Auch Wolfdietrich Schnurre (1960) betont das amerikanische Vorbild und weist daraufhin, dass es sich bei der Kurzgeschichte „unmöglich um eine deutsche Kurzform handeln kann“, sondern diese als „Produkt ihres Ursprungslandes [...], als amerikanische short story nämlich“ zu betrachten sei. Hans Bender
3 Marx: Die deutsche Kurzgeschichte, S. 14ff.
4 Marx: Die deutsche Kurzgeschichte, S. 16ff.
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(1962) geht sogar noch weiter, indem er nicht nur amerikanische Vorbilder betrachtet, sondern auch Tschechow und Mansfield eine entscheidende Rolle zuweist und somit die Entwicklung der Kurzgeschichte als internationales Phänomen anerkennt. 5 Walter Höllerer (1962) zufolge ist die deutsche Kurzgeschichte aus erzähltechnischen Veränderungen innerhalb der traditionellen Prosagattungen hervorgegangen. Seiner Ansicht nach bildeten sich seit dem ausgehenden 19. Jahrhundert neue Erzählweisen heraus, die in den bisherigen Gattungskanon nur schwer integriert werden konnten. Dies führte notwendigerweise zur Kurzgeschichte, die als „Sammelplatz all der Eigenarten, die die traditionellen Prosagattungen nur am Rande aufnehmen konnten, die sich ihnen aber in der neuesten Zeit mehr und mehr aufdrängten“, fungieren sollte. Eben diese erzähltechnischen Besonderheiten fasst Höllerer in sieben Grundbedingungen für das Entstehen der deutschen Kurzgeschichte zusammen: 6 „ Die Autoren gehen darauf aus
Erstens: sich auf die Augenblicksfixierung, und dabei auf die Rolle der Einzelgegenstände, der einzelnen Worte und Gesten zu besinnen.
Zweitens: die Ansichten über Wichtigkeiten und Belanglosigkeiten zu revidieren; an scheinbar belanglosen Situationen entzünden sich die entscheidenden Stellen; sie werden zu Impulsen. Einmalige bedeutende Ereignisse im Stil der Haupt- und Staatsaktion werden dagegen zum Schattenspiel.
Drittens: Geschehnisse erscheinen mehrdeutig, labyrinthisch, und werden dementsprechend andeutend dargestellt.
Viertens: Subjekt und Objekt, Personen und Gegenstände nähern sich in den Momentsituationen aneinander an. Die Objekte bleiben nicht manipulierbar, sondern spielen mit; werden zuweilen grotesk vergrößert und erscheinen übermächtig. Fünftens: Die Handlung baut sich oft auf einzelne, unverwechselbar festgehaltene, atmosphärisch genau bezeichnete Abschnitte auf, auf Kabinen des Erzählens, die sich zusammenhalten, die sich gegenseitig stützen oder sich Widerpart geben. Sechstens: Der Erzähler sucht nicht zu vertuschen, daß er erzählt; er zeigt das ganz offen und desillusionierend. Das führt zuweilen zu stilistischen Arabesken des Erzählens. Es steht im Gegensatz zu Versuchen einiger Novellen, durch Erfinden eines Berichters, durch das Auffinden einer Chronik das Erzählen zu motivieren.
5 Marx: Die deutsche Kurzgeschichte, S. 19.
6 Marx: Die deutsche Kurzgeschichte, S. 20.
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Siebentens: Unabgeschlossenheit am Anfang und am Ende treten an die Stelle von Streckenberechnungen und Streckenvermessungen mit aufsteigender und abfallender Handlung.“ 7
Mit dieser grundlegenden Darstellung war Höllerer der erste, der einzelne Kriterien aus der modernen Entwicklung der Erzähltechnik isolierte und für die Entstehung der Kurzgeschichte anführte. Wie manch andere, so beansprucht auch Jan Kuipers (1970) Höllerers sieben Punkte, um seine eigene Entstehungstheorie zu untermauern. Seiner These zufolge, ist die Kurzgeschichte aus einer Einengung des Novellenbegriffs einerseits und der Literarisierung des Feuilletons andererseits, entstanden. Die Eigenschaften der Kürze, des Konversationsstils und der Aktualität veranlassen Kuipers dazu anzunehmen, dass Feuilleton und Essay bei der Entstehung der Kurzgeschichte mitgewirkt hätten. Einen wichtigen soziologischen Entstehungsfaktor sieht er in der auferlegten Umfangsbegrenzung durch Zeitungen und Zeitschriften. Den „Drang zur Kürze“ will er jedoch nicht nur in seinen äußeren Bedingungen begründet wissen, sondern verweist auch in Anlehnung an Zierott darauf, dass ein relativ kurzer Schaffensprozess dem Autor eine schnelle Reaktion auf äußere Umstände ermögliche. Hier liege wohl der Hauptgrund für das Entstehen und die Entwicklung der deutschen Kurzgeschichte.
In den siebziger Jahren mehren sich die Stimmen derer, die in der Übernahme der amerikanischen modern short story nach dem Zweiten Weltkrieg den eigentlichen Beginn der deutschen Kurzgeschichte sehen. Als Vertreter dieser Theorie seien hier nur Ludwig Rohner und Manfred Durzak genannt. 8
2. Vorbilder
Mit dem Stichwort der Kurzgeschichte assoziieren wohl die meisten sogleich einen Namen: Edgar Allen Poe (1809-1849). In seiner Absicht die Novelle zu kürzen und zu straffen, kann er wohl als einer der wichtigsten Vorbilder der Kurzgeschichte betrachtet werden. Berühmt wurde er durch seine grotesk-unheimliche und visionäre Motivik, die Grauen und Schauder erwecken sollte. Wohl nicht ganz unbeeinflusst von seiner Arbeit als Redakteur, entwickelte Poe eine Vorliebe für Kurzerzählungen, mit denen er sich gut in Zeitungen und Magazinen behaupten konnte.
Weniger bekannt, doch nicht minder wichtig war William Sidney Porter (1862-1910). Während seiner dreijährigen Gefängnisstrafe begann er unter dem Namen O`Henry einzelne Erlebnisse aufzuschreiben. Hans Bender erläutert in seiner Ortsbestimmung der
7 Höllerer, Walter: Die kurze Form der Prosa, in: Akzente 9 (1962), S. 233.
8 Marx: Die deutsche Kurzgeschichte, S. 21ff.
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Kurzgeschichte voller Begeisterung: „Eine O`Henry-Geschichte ist die Kurzgeschichte schlechthin. Sie gibt Lebensabschnitte und alltägliche Ereignisse unter kleinen Leuten plus ihrem Jargon und Milieutimbre. O`Henry-Geschichten sind kurz, knapp, spannend und sie enden in einem frappanten Knalleffekt, der die Figuren ebenso überrascht wie die Leser der story.“ 9
Stephen Crane (1871-1900), ein Zeitgenosse O´Henrys, machte es sich gezielt zur Aufgabe die journalistische Reportage so weiterzuentwickeln, dass eine Prosa entsteht, die durch eine exakte Vorgangsbeschreibung einen doppelbödigen Verlauf aufzeigen und einen nachhaltigen Eindruck von Wirklichkeit vermitteln kann. In seiner Meistererzählung Im Rettungsboot scheint ihm diese Konzeption gelungen zu sein. Durch die genaue Schilderung der äußeren Situation, vermittelt er implizit eine existentielle Situation und ein damit verbundenes oberflächlich nicht zu erkennendes Geschehen.
Die Hinwendung zur Kurzgeschichte vollzog sich jedoch nicht nur in Amerika. Der junge Schriftsteller Anton P. Tschechow (1860-1904) begann zunächst achtlos, mechanisch und ohne Rücksicht auf seine Leserschaft kurze Geschichten zu schreiben, um damit Geld für seine notleidende Familie zu verdienen. Erst nachdem er Zustimmung erfahren hatte, zeigten sich Selbstkritik und Ehrgeiz. Er wollte nun bewusst knapp und einfach schreiben, denn: „Kurz schreiben heißt mit Talent schreiben.“ Jedes Wort sollte von nun an geprüft werden, mehr weggestrichen als hinzugefügt werden. Die Wirkung seiner Geschichten sollte ein Schlag ins Gesicht des Lesers sein, der berechtigt sei, über die Figuren zu urteilen. Der Autor hingegen sollte nur als unparteiischer Zeuge fungieren, nicht als Richter über seine Figuren. Die stofflichen Vorlagen seiner Geschichten sind dem einfachen, wahren und wirklichen Leben entnommen. Grundthema seiner Kurzgeschichten sind zumeist Vereinsamung, Lebensangst und -müdigkeit.
Auch in Europa entwickelten sich große Vorbilder der Kurzgeschichte. In Frankreich wären da vor allem Flaubert (1821-1880) und Guy de Maupassant (1850-1893) zu nennen. Doch entscheidend für die weitere Entwicklung der Kurzgeschichte innerhalb Europas war eine junge, in England erzogene Neuseeländerin. Katherine Mansfield (1888-1923) wandte sich, nach der Rezeption Tschechows, bewusst von der ästhetischen Richtung der englischen Literatur ab und schrieb Kurzgeschichten nach seinem Vorbild. Damit importierte sie ein regelrechtes Story-Fieber, das rasch nach Irland übergriff, wo sich kurz darauf James Joyce mit seinen Dubliners als leuchtendes Vorbild der Kurzgeschichte etablierte.
9 Bender, Hans: Ortsbestimmung der Kurzgeschichte, in: Akzente 9 (1962),Heft 3, S. 207ff.
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Daniela Götzfried, 2004, Die Gattung Kurzgeschichte, München, GRIN Verlag GmbH
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