Zusammenfassung
Ziel der Hausarbeit „E-Commerce und die Auswirkungen auf den Güterverkehr und die Logistik“ ist es, dem Leser einen Überblick über den Definitionsdschungel des Bereiches E-Business und seiner Komponenten, sowie seiner Entstehungsgeschichte zu ermöglichen. Ferner wird auf Beziehungen und Ausprägungen der einzelnen Teilgebiete eingegangen und somit die Grundlage für den Kern dieser Studie, die Auswirkungen auf den Güterverkehr und die Logistik gelegt. Ebenso sollen Zukunftsentwicklungen vorgestellt werden, um dadurch das gesamte Zeitenspektrum von der Vergangenheit über die Gegenwart bis hin zur Zukunft dieser Thematik abzudecken.
Nach einer allgemeinen Einleitung vermittelt das zweite Kapitel eine Einsicht über die Geschichte des Internets und zeigt auf, wie rasant sich das ehemalige Militärnetzwerk „ARPAnet“ zum öffentlichen World Wide Web entwickelt hat und dadurch die Basis für die Entstehung von E-Business geschaffen hat.
Im dritten Kapitel wird dann explizit auf E-Business eingegangen. Nach einer Definition wird dem Leser ein Gesamtüberblick über das E-Business und seine Ausprägungen geliefert. Hierbei soll verständlich gemacht werden, dass E-Business nur als Überbegriff fungiert, durch den vor allem die Komponenten E-Commerce, E-Logistik und E-Procurement bzw. E-Purchasing abgedeckt werden. Auch eine Beschreibung der Entwicklung des mit E-Business stark verknüpften Begriffes „EDI“ findet Berücksichtigung.
Das vierte Kapitel dieser Studie dient dazu, ausführlich die Facetten des E-Commerce zu charakterisieren. Es wird hier deutlich, dass der elektronische Handel sich in Consumer-, Business- und Administrationbeziehungen gliedert, die sich in ihren Ausprägungen und ihrem Einfluss auf die Wirtschaft teilweise erheblich unterscheiden.
Das letzte Kapitel bildet den Kern dieser Arbeit und beschreibt das Thema E-Logistik. Zunächst wird aufgezeigt, dass ohne E-Logistik E-Business nicht zu realisieren wäre. Anschließend wird sowohl der durch die elektronische Entwicklung verursachte Wandel des traditionellen Supply Chain Modells hin zu einem unternehmensübergreifenden Netzwerk (Supply Web) erklärt, als auch die beiden Hauptkomponenten B2B und B2C unter dem Aspekt der Logistik und des Güterverkehrs detailliert dargestellt. Zudem wird im Zuge dieses Kapitels hervorgehoben, dass es im gegenwärtigen Konkurrenzkampf der Unternehmen nicht mehr allein reicht, dass jedes Glied der Supply Chain seine spezifische Funktion erfüllt. Vielmehr wird mit einer Erklärung des Begriffes E-Fulfillment gezeigt, dass viele Unternehmen ihre Funktion im Bereich Kundenservicedienstleistungen ausbauen, um dies als strategische Waffe nutzen zu können. Abgerundet wird diese Arbeit durch einen Zukunftsausblick mit den Entwicklungen M-Commerce, 4PL und P2P.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung. 1
2. Geschichte des Internet. 2
3. E-Business allgemein. 3
3.1 Definition. 3
3.2 Geschichte und Herkunft. 4
3.2.1 EDI - Electronic Data Interchange. 4
3.3 Ausprägungen des E-Business. 5
4. E-Commerce. 6
4.1 Akteure und Rollen im Internet-Handel. 6
4.1.1 Business-to-Business-Commerce (B2B) 7
4.1.2 Business-to-Consumer-Commerce (B2)C 8
4.1.3 Business-to-Administration-Commerce (B2A) 9
4.1.4 Consumer-to-Consumer-Commerce (C2)C 9
4.1.5 Administration-to-Consumer-Commerce (A2)C 10
4.1.6 Administration-to-Administration-Commerce (A2A) 10
5. E-Logistik. 11
5.1 Zusammenhang E-Commerce und Logistik. 11
5.1.1 Anforderungen im B2B Segment. 13
5.1.2 Anforderungen im B2C Segment. 17
5.1.2.1 E-Fulfillment. 19
5.2 „E-Fazit“ und „E-Ausblick“ 20
5.3 Ausblick -MCommerce, 4PL und P2P. 21
6. Fachterminologie und Abkürzungen. 25
7. Literaturverzeichnis. 26
7.1 Literatur. 26
7.2 Internet. 27
8. Abbildungsverzeichnis. 28
-I-
Vorwort
Im Rahmen der Vorlesung „europese distributie en productie (edp_hv)“ war es unsere Aufgabe eine Hausarbeit über ein ausgewähltes Thema zu verfassen. Wir haben uns für das Thema „E-Commerce und die Auswirkungen auf den Güterverkehr und die Logistik“ entschieden, weil wir denken, dass dies ein sehr interessantes und vor allem auch sehr aktuelles Themengebiet ist, bei dem sich nicht nur in der Vergangenheit viel geändert hat, sondern auch für die Zukunft bedeutende Entwicklungen prognostiziert werden.
Bei unseren Recherchen haben wir sowohl von einer Vielzahl Bücher der Vervoersakademie Venlo und der Fachhochschule Niederrhein, als auch von aktuellen Internetquellen und Zeitschriften Gebrauch gemacht.
1. Einleitung
Electronic Business und sein Unteraspekt E-Commerce gehören zu den viel diskutierten Begriffen im Informationszeitalter. Die Möglichkeiten des Electronic Commerce verändern derzeit die Strukturen in vielen Branchen. Die verstärkte Verbreitung des Electronic Commerce hat bereits tief greifende Auswirkungen auf die Unternehmen und die Gestaltung der Marktbeziehungen zwischen Anbietern und Nachfragern gehabt. Aber auch zukünftig ist mit bedeutenden Veränderungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette zu rechnen. Das E-Business beeinflusst nahezu alle Abteilungen und Bereiche einer Unternehmung. Somit ist auch die Logistik nicht von den Einflüssen des E-Commerce verschont geblieben, so dass auch ihre Position im Zuge dieser Entwicklung neu überdacht werden musste.
Zu Beginn des neuen Jahrtausends stellt sich also mit der raschen Verbreitung des Internets für alle Unternehmen die Frage, wie neue Möglichkeiten der elektronischen Informations- und Kommunikationstechnologie unterstützend in die Geschäftsprozesse eingebunden werden können und welche Verbesserungen sich auf diesem Wege erzielen lassen.
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2. Geschichte des Internet
Die technische Grundlage für E-Business und E-commerce im heutigen Verständnis ist das Internet. Das bedeutet, möchte man E-Business und seine Formen kennen lernen, sollte man erst einmal die Plattform kennen lernen. Ende der 60er Jahren vom US-Militär ins Leben gerufen (damals ARPANET 1 genannt), wurde das Netzwerk in den 70er Jahren weiterentwickelt und in den 80er Jahren verstärkt von universitären Einrichtungen in den USA genutzt. Seit Beginn der 90er Jahre ist das Internet durch die Entwicklung des World Wide Web (WWW) auch der breiten Masse zugänglich. 2
Eine der Entwicklungen der 70er Jahre war der Email Dienst. 1972 entwickelt, wurde er schnell zu einer der beliebtesten Anwendungen. Wußten Sie, daß
· Das ARPAnet 15 Seiten bei 23 Hosts umfaßte? 1983 waren es schon 500 Hosts.
· Queen Elizabeth ihre erste Email 1976 verschickte?
· 1993 den ersten privaten Unternehmen und Menschen der Zugang zum Internet gestattet wurde? 3
Anfangs war das Internet nur ein Netz für Experten, um weltweit Informationen und Daten zu recherchieren und auszutauschen. Dies geschah über spezielle Protokolle und Suchhilfen (FTP, WAIS, Gopher, Telnet). Erst seit das am schweizerischen Institut für Teilchenphysik (CERN) entwickelte World Wide Web (WWW), das auf der Hypertext Markup Language (HTML) basiert, zum Standard wurde, kam der große Durchbruch des Internet. Rechnerunabhängige Browser-Programme erlauben die Darstellung von Text und Grafik auf allen gängigen Computern. Texte können über Links miteinander verknüpft werden, so daß man sich von Seite zu Seite "durchhangeln" kann. Ton und bewegte Bilder machen das Internet multimediafähig. Wer heute vom "Internet" spricht, meint meistens das World Wide Web (einer von vielen Diensten des Internet), das durch grafische Benutzeroberflächen der Browser-und Maus-Bedienung ohne spezielle Kenntnisse genutzt werden kann und die Plattform des E-Business darstellt.
1 vgl. Prof. Dr. Wolfgang Fritz (2001), S.32
2 vgl. Chesher, Micheal / Kaura, Rukesh (1998), S.89f.
3 vgl. Internetquelle: Pricewaterhouse Coopers
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3. E-Business allgemein
E-Business wird häufig verwechselt oder gleichgestellt mit dem Begriff E-Commerce. Dieser Begriff wird jedoch auch schon in der Literatur unterschiedlich verwendet. Umgangssprachlich wird er oft mit ,,Online-Shopping" oder einfach ,,Verkaufen über das Internet" gleichgesetzt. 4 E-Business ist aber weitaus mehr. Beim E-Business treten klassische Anbieter mit reinen Internet-Anbietern in Wettbewerb. 5 Nachfolgende Grafik soll grob die Zusammenhänge der geläufigsten E-Business Begriffe aufzeigen:
Wie in der Grafik zu sehen ist, gibt es drei Bereiche in denen E-Business anzutreffen ist:
· Intranet
· Extranet
· Internet
Aus technischer Sicht sind diese Begriffe gleich und unterscheiden sich nur in ihrer Reichweite. Das Extra- und das Intranet sind Teile des Internet, jedoch können sie nur von bestimmten Gruppen eingesehen werden.
3.1 Definition
Eine Definition von E-Business ist schwer. Wie schon angesprochen werden umgangssprachlich die Begriffe E-Business und E-Commerce gleich gesetzt. Dies ist bis zu einem bestimmten Level auch so zu tragen.
Als E-Business bezeichnet man den Geschäftsverkehr zwischen Unternehmen und ihren Lieferanten, Mitarbeitern und Kunden, der teilweise über das Internet abgewickelt wird. E-Business ist somit nicht nur der elektronische Handel mit Waren
4 vgl. Internetquelle: Webagency
5 vgl. IT-Journal 06/00: S.28
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und Dienstleistungen, wie dies bei E-Commerce der Fall ist, sondern der gesamte elektronische Geschäftsverkehr. Dies bedeutet, dass nicht nur Bereiche wie Verkauf, Marketing und Vertrieb ins Netz gestellt werden, sondern der gesamte Unternehmensablauf vom Netz abhängig ist. Das Ziel von E-Business ist ganz klar die Vereinfachung und Effizienzsteigerung von Prozessen. 6
3.2 Geschichte und Herkunft
IBM war eine der ersten Firmen, die den Begriff E-Business für ihre Produkte verwendet hat. 7 Dies war im Jahre 1997. Bis dahin war der Verkauf die einzige Erfahrung, welche die Menschen auf das Web übertragen konnten. Die Erweiterung des Ansatzes, um mehr Geschäftsarten im Web zur Verfügung zu stellen, erzeugte den neuen Begriff E-Business. Jedoch wurde das Konzept des elektronischen Geschäftes eingeführt, bevor das Internet bekannt wurde. Damals wie heute unter dem Begriff EDI (Electronic Data Interchange) bekannt, ist dies auch heute noch in einer anderen Form aktuell. Ohne das Internet würde E-Business nicht in einem so großen Umfang möglich sein. Die privaten Netzwerke waren für kleine Unternehmen zu teuer und für Privatanwender nicht zugänglich. 8
3.2.1 EDI - Electronic Data Interchange
Mit EDI (Electronic Data Interchange) bezeichnet man den papierlosen elektronischen Datenaustausch zwischen Unternehmen zur Abwicklung von Geschäftsvorgängen. 9 EDI wird schon seit den 70er Jahren eingesetzt, zunächst jedoch über private, nicht öffentliche Netzwerke, sogenannte VANs (Value Added Network). Damit können zwei Unternehmen über Leitungen verbunden werden und so geschäftsbezogene Daten wie Bestellungen, Aufträge oder Produktanforderungen schnell austauschen; auch Weiterleitungen über interne Netzwerke der Unternehmen werden möglich. Besonders in den USA ist die Nutzung von EDI-Systemen stark verbreitet, seit Regierungsstellen vermehrt Aufträge elektronisch vergeben. Probleme des EDI liegen in den hohen Kosten für die Netzwerkinfrastruktur sowie der uneinheitlichen Softwarearchitektur. Außerdem wird nur der direkte Datenaustausch zwischen zwei Unternehmen unterstützt. 10 Mit dem Aufkommen des Internets werden verstärkt EDI-Anwendungen über das öffentliche Netz betrieben, unterstützt z.B. durch den Versand von Unterlagen per Email (Web-EDI). Das Funktionsprinzip des EDI wird hierdurch kaum verändert, sondern lediglich optimiert in Bezug auf die nun verbreitete Erreichbarkeit und Systemeinheitlichkeit. Hinzu kommt eine Kostenreduktion 11 , da EDI-Anwendungen nicht mehr über kostspielige private VANs abgewickelt werden müssen, sondern so genannte VPNs (Virtual Private Network) innerhalb des Internets nutzen. 12
6 vgl. Internetquelle: Alva & Phoenix GmbH
7 vgl. IT-Journal 6/99, S.32
8 vgl. Amor, Daniel (2000), S.42f.
9 vgl. Hartmann, Rüdiger A. (1997), S.75
10 vgl. Emery, Vince (1996), S.367ff.
11 vgl. Alpar, P. (1998), S.280
12 vgl. Rockwell, Browning (1998)
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3.3. Ausprägungen des E-Business
Setzt man E-Business als Oberbegriff, lassen sich momentan verschiedene Ausprägungen festmachen:
? E-Commerce (siehe Kapitel 4)
? E-Logistik (siehe Kapitel 5)
? E-Procurement bzw. E-Purchasing (siehe Kapitel 4.1.1)
? Online-Auktion
? E-Banking
? Electronic Engineering
? E-Franchise
? Online Gewinnspiele
? E-Mails
? Online Marketing
Die ersten drei Begriffe bilden die wichtigsten Ausprägungen des E-Business und werden darum auch in den folgenden Kapiteln behandelt.
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Arbeit zitieren:
Heiko von der Gracht, Andreas Escher, 2002, E-Commerce und die Auswirkungen auf den Güterverkehr und die Logistik, München, GRIN Verlag GmbH
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