Gliederung
Thematischer Zusammenhang 3
Einordnung der Stunde in die Unterrichtseinheit 3
Lernziele 3
Geplanter Stundenverlauf 4
Sachanalyse 5
Begr ündung der didaktischen und methodischen Endscheidungen 7
Anhang: Mögliche Tafelbilder, Arbeitsblätter 8
Literatur 16
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1. Thematischer Zusammenhang
Thema der Unterrichtsreihe:
Fontanes Roman in seiner Funktion als historischer Roman; Seine exemplarische Bedeutung für den Eheroman und den bürgerlichen Realismus, sowie der typischen Merkmale der Gesellschaft, insbesondere dem Frauenbild.
Thema der Stunde: Die Figur Crampas als Verführer Effis
2. Einordnung der Stunde in die Unterrichtsreihe Die Ehe Briest-Innstetten, unter Berücksichtigung der Ehe der Eltern Die Manipulationstechniken Innstettens, vornehmlich der Chinesenspuk Die Figur Crampas als Verführer Effis Einstellungen zum Ehebruch Die gesellschaftliche Ehre: das Duell Die Schuldfrage
3. Lernziele Richtziel der Unterrichteinheit
Die Schüler und Schülerinnen sollen die Bedeutung des Romans in seinem Kontext erkennen und in diesem Bezug die Sichtweise auf einen Roman als historisches Element kennen lernen. Des weiteren sollen die Schüler und Schülerinnen durch das Gesellschaftsbild, welches sich in dem Roman darstellt, befähigt werden den Wertewandel zur heutigen Gesellschaft zu erkennen. Hierin insbesondere der Wandel der Frauenrolle und der Ehre
Grobziel der Unterrichtseinheit
Die Schüler und Schülerinnen sollen befähigt werden, einen komplexen Text, wie einen Roman, zu erfassen und zu behandeln
Grobziel der Stunde
Die Schüler und Schülerinnen sollen ausgehend von den bereits erstellten Charaktereigenschaften der Figuren, die Schritte der Verführung herausarbeiten können und Motivationen für die Affäre nachvollziehen können.
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Feinziele der Stunde Die Schüler und Schülerinnen sollen lernen arbeitteilig Aufgaben zu erledigen
lernen in Gruppen zu arbeiten, und hier zu brauchbaren Ergebnissen zu kommen lernen auf Basis vorangegangener Ergebnisse zu weiterführenden Erkenntnissen über die Verführung Effis und deren Gründe zu kommen
lernen die Ergebnisse anderer Gruppen an zu erkennen und für den eigenen Fortschritt zu nutzen
4. Geplanter Stundenverlauf
Vorausgehende Hausaufgabe:
Erfassen Sie die Charaktereigenschafen von Crampas, anhand des gesamten Romans und belegen Sie diese mit Textstellen
5. Sachanalyse
Crampas taucht im Roman erstmals im 13. Kapitel auf. Hier berichtet Effi in einem Brief an ihre Mutter von ihm und seiner Frau. Major von Crampas ist neuer Bezirkskommandant und diente mit Innstetten in derselben Brigade. In ihrem Brief beschreibt Effi Crampas wie folgt: „Crampas ist verheiratet, zwei Kinder von zehn und acht Jahren, die Frau ein Jahr älter als er, also sagen wir fünfundvierzig [...] Sie ist immer verstimmt, beinah melancholisch [...] und das alles aus Eifersucht. Er, Crampas soll nämlich ein Mann vieler Verhältnisse sein, ein Damenmann, etwas was immer lächerlich ist und mir auch lächerlich erscheint, wenn er nicht, um eben solcher Dinge willen, ein Duell mit einem Kameraden gehabt hätte [...].“ (Fontane, Reclam 2002, S.116f) Effi beschreibt ihn weiter als: „Vollkommener Kavalier, ungewöhnlich gewandt“ (ders. S. 117). Das Duell und sein spätherbstliches Bad im Meer (vgl. ders. S.138) charakterisieren ihn deutlich als einen abenteuerlustigen und wagemutigen Mann. Immer wieder finden sich in den Gesprächen zwischen Crampas und Effi Scherze und Andeutungen von Seiten Crampas, wie zum Beispiel in dem Gespräch zwischen Effi und Crampas im 15. Kapitel: „`[...] und es muss ein Prachtwinter werden, wenn wir und der Unterstützung der gnädigen Frau versichert halten dürfen. Die Tripelli kommt...´ `Die Tripelli? Dann bin ich ja überflüssig.` `Mitnichten, gnädigste Frau. [...] Abwechslung ist des Lebens Reiz, eine Wahrheit, die freilich jede glückliche Ehe widerlegen scheint.`“ (Ders. S. 140). Dieses zeigt, dass er durchaus wortgewandt ist und nicht mit Komplimenten geizt.
Bereits im ersten Jahr ihrer Ehe fühlt sich Effi von ihrem Mann vernachlässigt, er zieht seine Karriere seiner Frau vor. Sie langweilt sich immer mehr und leidet unter der emotionalen Armut ihres Mannes und seinen müden Zärtlichkeitsversuchen: „[...]was ihr in ihrer Ehe eigentlich fehlte: Huldigungen, Anregungen, kleine Aufmerksamkeiten. Innstetten war lieb und gut, aber ein Liebhaber war er nicht. [...] Um zehn war Innstetten dann abgespannt und erging sich in ein paar wohlgemeinten, aber etwas müden Zärtlichkeiten, die sich Effi gefallen ließ, ohne sie recht zu erwidern.“ (Ders. S. 115). Sie sehnt sich nach Abwechslung und Zuneigung. Die Abwechslung, jedenfalls in ihrem gesellschaftlichen Leben, findet Effi lediglich in den Gesprächen mit Gieshübler, welcher sie über alle maßen zu verehren scheint, (vgl. hierzu: ders. S.113f). Mit dem Auftauchen von Crampas bekommt Effi einen galanten Gesprächspartner mehr. Crampas macht ihr Komplimente und scherzt mit ihr. (Vgl.: ders. S. 130f) Spätestens als Effi ihn nach seinem Bad in der kalten See trifft (ders. S. 138), erkennt sie, dass Crampas gänzlich anders als Innstetten ist, auf seine Art männlicher. Effis eigenen Vorstellungen von der Einhaltung bestimmter Normen wird Crampas ebenfalls eher gerecht als Innstetten, dieses zeigt sich deutlich während des ersten Ausrittes, den Effi und Crampas gemeinsam mit Innstetten machen. Hier möchte Crampas auf Robbenjagd gehen, welches
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Arbeit zitieren:
Janne Struck, 2005, Effi Briest - Planung einer Unterrichtsstunde: Die Figur Crampas als Verführer Effis, München, GRIN Verlag GmbH
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