Inhalt
Einleitung 3
Die Gründung des Rosgartenmuseums 5
Zur Geschichte des Sammelns 6
Die Ausstellungspraxis im 19 Jahrhundert am Beispiel des Leinersaales des
Rosgarten-Museums 7
Das Rosgarten-Museum der neue Teil 10
Zusammenfassung und Fazit 12
Literaturliste 12
Einleitung
„Ein Museum ist eine gemeinnützige, ständige, der Öffentlichkeit zugängliche Einrichtung im Dienste der Gesellschaft und ihrer Entwicklung, die zu Studien-, Bildungs- und Unterhaltungszwecken materielle Zeugnisse von Menschen und ihrer Umwelt beschafft, bewahrt, erforscht, bekannt macht und ausstellt“ (ICOM 1995)
Diese Definition des Museums ist weltweit die am meisten anerkannte. Sie enthält alle Aufgaben, die wir heute der Institution Museum zuschreiben und ihre Existenzberechtigung in der heutigen Zeit. Ihr Gegenstand sind „materielle Zeugnisse von Menschen und ihrer Umwelt“, woraus sich ihre Funktion als kollektives Gedächtnis der Menschheit ableiten lässt. Doch nicht umsonst ist die ICOM-Definition „nur“ die am meisten anerkannte, und nicht etwa die einzig wahre. Erfasst sie wirklich alle Aufgaben und Funktionen einer Sammlung? Kann man diese überhaupt einfach festlegen, verfolgt nicht jedes Museum als gesellschaftliche Institution ihre ganz eigenen Ziele? Funktioniert es wirklich als kollektives Gedächtnis, oder ist er eher ein „Ort des Vergessens“, wie es Michael FEHR in seine vier Thesen beschreibt? 1 Und lässt sich sein Gegenstandsbereich wirklich nur auf materielle Zeugnisse beschränken? Finden beispielsweise nicht immer öfter Tonaufnahmen ihren Weg ins Museum?
Diese und ähnliche Fragen sind Teil einer großen Diskussion wie sie im Moment und eigentlich schon immer in der Fachliteratur geführt wird. Konkrete Antworten darauf wird es wohl nie geben, denn so wie die Gesellschaft stetigen Veränderungen untersteht, so auch das Museum. Doch man kann beschreiben und analysieren, und so vielleicht auf die Stellung des Museums in der Vergangenheit schließen, wenn es schon für die Gegenwart nicht absolut möglich ist.
Der größte Sprung war hier wohl um die Wende des 19. zum 20. Jahrhundert zu beobachten, als die gesamte Museumsindustrie gravierenden Reformen unterworfen war. Das Rosgartenmuseum in Konstanz wurde 1870 gegründet, noch immer ist in dem mittlerweile modernisierten Museum ein Raum zu finden, der noch nach den Ansprüchen des späten 19. Jahrhunderts eingerichtet ist – der Leinersaal.
1 FEHR, Michael; „Das Museum-Ort des Vergessens. Vier Thesen“. In ZACHARIAS (Hg.); „Zeitphänomen Musealisierung. Das Verschwinden der Gegenwart und die Konstruktion der Erinnerung“. Essen: Klartext 1990: 220-223
3
In dieser Arbeit werde ich zuerst kurz die Geschichte des Sammelns beschreiben,
anschließend anhand des Leinersaals die Ausstellungspraxis des 19. Jahrhunderts darstellen
und diese in einem Fazit mit der des 21. Jahrhunderts vergleichen.
4
Arbeit zitieren:
Janina Liedermann, 2005, Wandel der Präsentationsformen im Museum vom 19. Jahrhundert bis heute am Beispiel des Rosgarten-Museums in Konstanz, München, GRIN Verlag GmbH
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