Inhaltsverzeichnis:
Inhaltsverzeichnis:................................................................................................... 3
Einleitung. 5
1 Die ursprüngliche Einheit von Wissenschaft und Poesie bei Goethe. 7
2 Goethes spezifische Sprache der Dichtung und die Naturwissenschaft des 20.
Jahrhunderts 9
3 Das Verhältnis von Naturwissenschaft und Dichtung in Goethes Leben 12
3.1 Der Junge Goethe. 12
3.2 Goethes Eintritt in die „Sphäre der Wissenschaft“ in Weimar. 15
3.3 Die Arbeit an der Farbenlehre. 16
3.4 Der historische Teil der Farbenlehre und seine prägende Wirkung auf die
Altersdichtung Goethes 17
4 Erste Hinweise auf identische Formen in Goethes Naturwissenschaft und Dichtung
19
4.1 Die Sprechhaltung der Lehre auch im Divan. 19
5 Grundlegende philosophiegeschichtlich-weltanschauliche Betrachtungen zum
besseren Verständnis von Goethes Auseinandersetzung mit Newton 21
5.1 Vorwissenschaftliche Welterklärung 21
5.2 Descartes 22
5.3 Galilei 22
5.4 Newton. 23
5.5 Newtons Farbforschungen. 23
5.6 Goethe - Gegenspieler der Newtonschen Philosophie 24
6 Analogien im Entstehungsprozeß von Goethes Naturwissenschaft und Dichtung 27
6.1 Die Phase der „stillen Wirkung“ und das „Aperçu-Erlebnis“ 27
6.2 Exkurs zur „stillen Wirkung“ der Werke Goethes 28
7 Das „Aperiçu-Erlebnis“, das die Farbenlehre initiierte. 30
8 Die Grundformel der Polarität am Beispiel des Gedichts Hochbild (VIII,32) 33
9 Das Auge als herausragendes Phänomen in Goethes Vorstellungswelt 36
10 Das Phänomen der „Steigerung am Trüben“ in der Farbenlehre. 38
3
11 Das Prinzip der Polarität und Steigerung zur Harmonie am Beispiel des Gedichts
Wiederfinden (VIII,35) 40
11.1 Naturmystisches Denken in Goethes Farbenlehre 43
12 Die sinnlich-sittliche Wirkung der Farben 44
12.1 Die Begriffe der Farbigkeit und Buntheit 44
12.2 Die neue Farbigkeit bei Goethe am Beispiel des Gedichts Liebliches (I,10) 45
12.3 Ein Gegenbild - Das Gedicht Der Winter und Timur (VII,1) 46
12.4 Der Begriff der Mischung 46
13 Der polemische Teil der Farbenlehre. 48
14 Die Unmöglichkeit der letzten Erkenntnis des „Lichts“ bei Goethe am Beispiel des
Gedichts Selige Sehnsucht (I,17) 50
15 Der Begriff des Reinen im Zusammenhang mit Goethes Farbenlehre. 53
16 Der Begriff des Reinen im Divan. 54
16.1 Das „Programmgedicht“ Hegire (I,1) 54
16.2 Das „Reine“ als Widerspiegelung im Irdischen in weiteren Gedichten des
Divans 55
16.3 Das Gegenbild zur „reinen Lehre“ - Das Vermächtnis alt persischen Glaubens
(XI,1) 56
Schlu ßwort 59
Verzeichnis der verwendeten Abkürzungen. 60
Bibliographie 61
4
Einleitung
.Über seine Studien zur Farbenlehre schreibt Goethe 1810:
„Es reut mich nicht, ihnen so viel Zeit aufgeopfert zu haben. Ich bin dadurch zu einer Kultur gelangt, die ich mir von einer andern Seite her schwerlich verschafft hätte. Auch wird noch manches andre hervorgerufen, das mir in der Folge erfreulich und andern wohl nützlich sein kann.“ 1 Wer erwartet von dem Dichter Goethe solch hohe Worte zum Ertrag seiner naturwissenschaftlichen Bemühungen: „Ich bin dadurch zu einer Kultur gelangt …“. Besonders verwundert diese Äußerung, wenn man bedenkt, wie „die Menge“ seine „Bemühungen in einer neuen Region“ aufgenommen hat. Es schien, „als wenn er die Rechte verletze, die er einmal der öffentlichen Meinung über sich eingeräumt“. 2 Er besteht jedoch darauf, daß „Tätigkeiten, in einem höheren Sinne, nicht vereinzelt anzusehen sind, sondern daß sie einander wechselweise zu Hülfe kommen und daß der Mensch, wie mit andern also auch mit sich selbst, öfters in ein Bündnis treten und daher sich in mehrere Tüchtigkeiten zu teilen und in mehreren Tugenden zu üben“ habe. 3 Über seine Forschungsarbeit im Tierreich und in der Farbenlehre schreibt er: „Diese Arbeiten haben mich genötigt meinen Geist zu prüfen und zu üben, und wenn auch für die Wissenschaften kein Resultat daraus entspränge, so würde der Vorteil, den ich selbst daraus ziehe, mir immer unschätzbar sein.“ 4
Welchen Vorteil zog er aus seinen Bemühungen in der Naturwissenschaft? Zu welcher „Kultur“ gelangte er durch sie? Läßt sich Goethes Weltbild, das sich uns so großartig durch seine Dichtung vermittelt, von dem geistigen Ertrag seiner naturwissenschaftlichen Erkenntnisse trennen? Das sind Fragen, denen wir in dieser Arbeit nachgehen wollen.
„Es hat sich … in dem wissenschaftlichen Menschen zu allen Zeiten ein Trieb hervorgetan, die lebendigen Bildungen als solche zu erkennen, ihre äußeren sichtbaren, greiflichen Teile im Zusammenhange zu erfassen, sie als Andeutungen des Inneren aufzunehmen und so das Ganze in der Anschauung gewissermaßen zu beherrschen. Wie nah dieses wissenschaftliche Verlangen mit dem Kunst- und Nachahmungstriebe zusammenhänge, braucht wohl nicht umständlich ausgeführt zu werden.“ 5
Wir wollen dennoch etwas ausführlicher zeigen, daß Goethe immer gegen eine Trennung von Poesie und Naturwissenschaft ankämpft, daß er in ständiger Betonung der Wechselwirkung fortfährt, sein, wie er sagt, „altes poetisch-wissenschaftliches Wesen“ auszubilden. 6 Fritz Strich spricht von der „Wesenseinheit“ der „dichterischen Gestaltungskraft und naturwissenschaftlichen Schaukraft“ Goethes. 7Eine prägnante Formulierung des Sprachwissenschaftlers Wilhelm von Humboldt faßt unser Anliegen ganz allgemein: „Goethes Dichtungstrieb, verschlungen in seinen Hang und seine Anlage zur bildenden Kunst, und sein Drang, von der Gestalt und dem äußeren Objekt aus dem inneren Wesen der Naturgegenstände und den Gesetzen ihrer Bildung nachzuforschen, sind in ihrem Prinzip eins und dasselbe und nur verschieden in ihrem Wirken.“ 8
1 HA (Briefe) 3, S.124. Brief an Frau von Stein vom 11. Mai 1810 2 HA 14, S.251. Farbenlehre. Konfession des Verfassers. 3 Ebenda S.251f.
4 HA (Briefe) 2, S.256. Brief an Amalia Fürstin Gallitzin vom 6. Feb. 1797. 5 HA 13, S.55. Zur Morphologie. 1817. Die Absicht eingeleitet. 6 HA (Briefe) 2, S.423. Brief an Jacobi vom 23. Nov. 1801. 7 Strich 1928, S.102.
8 HA 12, S.548. Zitiert in den Anmerkungen der Herausgeber. Aus: W. v. Humboldt: Rezension von Goethes 2. Römischen Aufenthalt. Gesammelte Schriften I, Werke VI, I. Hälfte.
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Die Farbenlehre soll uns als Paradigma für Goethes zahlreiche naturwissenschaftliche Schriften dienen, da sie alle seine naturwissenschaftlichen Bemühungen umfaßt, nicht nur dadurch, daß sie alle anderen Gebiete in irgendeiner Form berührt, sondern auch dadurch, daß gerade die Chromatik die „Gesetze allen Lebens“ sichtbar zu machen vermag, ja die Sichtbarkeit der Welt überhaupt repräsentiert. Den Divan haben wir als Beispiel ausgewählt, nicht nur weil er zeitlich unmittelbar nach der Farbenlehre entstanden ist, sondern a uch weil der Zyklus, im Gegensatz etwa zum Faust, speziell unter diesem Gesichtspunkt noch nicht betrachtet wurde. 9 Der Divan wurde ja bisher hauptsächlich biographisch interpretiert, was oftmals sicher nicht im Sinne des Schöpfers war. Goethe schrieb an Zelter: „Ich habe nun noch eine besondere Qual, daß gute, wohlwollende, verständige Menschen meine Gedichte auslegen wollen und dazu die Spezialissima, wobei und woran sie entstanden seien, zu eigentlichster Einsicht unentbehrlich halten, anstatt daß sie zufrieden sein sollten, daß ihnen irgend Einer das Speziale so ins Allgemeine emporgehoben, …“ 10
Es soll uns hier also um das Allgemeine in den Gedichten gehen, das uns auch in seinen naturwissenschaftlichen Anschauungen begegnet.
Wie früh schon auch der Wert der Wechselwirkung von Goethes Dichtung und Wissenschaft erkannt wurde, zeigt ein Zitat aus einem der Carus‘schen Faustbriefe von 1835, im Zusammenhang mit Goethes Farbenlehre. „Zeugnis endlich geben seine schönen Anschauungen der Entstehung und Bedeutung der Farbendaß aber das Auge des Dichters für diese Geheimnisse erschlossen wurde, konnte das ohne Wirkung bleiben auf seine Dichterwerke? - … Wahrlich, der hat Goethes Dichtungen nie in voller Innigkeit und Liebe begriffen, der da glauben kann, Goethe hätte ohne diesen Natursinn und dessen wissenschaftliche Bestätigung dichten können, wie er gedichtet hat!“ 11
Was die dieser Arbeit zugrundeliegende Literatur betrifft, so sind im Zusammenhang mit der Farbenlehre Speiser (1964), Matthaei (1968), Gögelein (1972), Martin (1979) und Schöne (1987) zu nennen. Grundlegende Anregungen zum Divan verdanken wir den umfangreichen Arbeiten von Hillmann (1965), Ihekweazu (1971), Eickhölter (1984), Lemmel (1987) und den Aufsätzen von Rang (1922/23), Mommsen (1962) und Luther (1973).
Anregung, was die Wechselwirkung von Naturwissenschaft und Dichtung allgemein betrifft, verdanken wir besonders den Arbeiten von Tietz (1963), Schmidt (1965), Jaszi (1973), Mehra (1982), Sachtleben (1988) und Aufsätzen von Böckmann (1954), Wachsmuth (1966), Hölscher-Lohmeyer (1982) und Böhler (1984). Besonderen Dank möchte ich Frau Dr. Hella Jäger-Mertin aussprechen, die mir sehr anregend zur Seite stand.
9 Monika Lemmel stuft zwar den Vergleich von positivistisch-empirischer Wissenschaft mit dem Divan als gewinnbringend ein, findet aber innerhalb ihrer Arbeit dazu noch wenig Platz. Siehe Lemmel 1987, S.10.
Auch Edith Ihekweazu meint bereits, „die Möglichkeit der Übertragung der naturwissenschaftlichen Theorien Goethes auf seine Dichtung bedürfte genauer Analyse“. Siehe Ihekweazu 1971, S.292. 10 HA (Briefe) 4, S.375. Brief an Zelter von 27. März 1830. 11 Carus 1948, S.222.
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1 Die ursprüngliche Einheit von Wissenschaft und Poesie bei Goethe
In den Heften Zur Naturwissenschaft von 1817 spricht Goethe sein Bedauern aus über die mangelnde Einsicht der Gelehrten in den Zusammenhang von Dichtung und Wissenschaft: „… nirgends wollte man zugeben, daß Wissenschaft und Poesie vereinbar seien. Man vergaß, daß Wissenschaft sich aus Poesie entwickelt habe, man bedachte nicht, daß, nach einem Umschwung von Zeiten, beide sich wieder freundlich, zu beiderseitigem Vorteil, auf höherer Stelle, gar wohl wieder begegnen könnten.“ 12
Offenbar ergibt sich für Goethe eine Verschiedenheit von Wissenschaft und Dichtung aus einem erkenntnis-und wissenschaftshistorischen Prozeß, der sich in einer Zwischenphase befindet. Am Ursprung stand die Poesie, von der sich die Wissenschaft abspaltete.
„Die Griechen, welche zu ihren Naturbetrachtungen aus den Regionen der Poesie herüberkamen, erhielten sich dabei noch dichterische Eigenschaften. Sie schauten die Gegenstände tüchtig und lebendig und fühlten sich gedrungen, die Gegenwart lebendig auszusprechen. … Wie rein, wie ruhig gegen spätere Zeiten, wo die Theorien keinen anderen Zweck zu haben schienen, als die Phänomene beiseitezubringen, die Aufmerksamkeit von ihnen abzulenken, ja sie womöglich aus der Natur zu vertilgen.“ 13
Doch in Zukunft könnten sich Wissenschaft und Poesie „auf höherer Stelle“ erneut wieder begegnen. Das wäre die Überwindung der bis heute unveränderten Situation, in der Dichtung und Wissenschaft als getrennte und anscheinend unvereinbare Bereiche gelten. Doch was könnte den „Umschwung der Zeiten“ bewirken? Die gern gestellte Forderung, die Wissenschaft müsse poetischer, die Poesie wissenschaftlicher werden, bleibt dabei zu vage und entspricht kaum Goethes Vorstellungen. Im Vorwort seiner Farbenlehre führt er eine seiner Reihen- und Stufenbildungen an, durch die sich andeutet, wie er sich den historischen Umschwung vorgestellt haben mag:
„Jedes Ansehen geht über in ein Betrachten, jedes Betrachten in ein Sinnen, jedes Sinnen in ein Verknüpfen, und so kann man sagen, daß wir schon bei jedem aufmerksamen Blick in die Welt theoretisieren. Dieses aber mit Bewußtsein, mit Selbstkenntnis, mit Freiheit und, um uns eines gewagten Wortes zu bedienen, mit Ironie zu tun und vorzunehmen, eine solche Gewandtheit ist nötig, wenn die Abstraktion, vor der wir uns fürchten, unschädlich und das Erfahrungsresultat, das wir hoffen, recht lebendig und nützlich werden soll.“ 14
Die Stufenfolge ist hier „Ansehen“ - „Betrachten“ - „Sinnen“ - „Verknüpfen“, eine Reihung, die den Prozeß der üblichen wissenschaftlichen Beobachtung bis zum Punkt der Theoriebildung umschreibt. Sie ist uns als Beschreibung wissenschaftlicher Verfahrensweisen vertraut. Diese Reihung verknüpft er mit einer weiteren Stufenfolge: „Bewußtsein“ - „Selbstkenntnis“ - „Freiheit“ - „Ironie“. Diese zweite Stufenfolge könnten wir als einen nach innen gerichteten Prozeß des reflektierenden Selbstbezugs, der Subjekterfassung, bezeichnen. Während uns die erste Reihe als Beschreibung des wissenschaftlichen Verfahrens vertraut ist, überrascht hingegen die zweite, insbesondere der Begriff der Ironie. Ironie würden wir wohl nicht von einem Naturforscher erwarten. Dieses „gewagte Wort“ muß als eine höhere Form von „Bewußtsein“, „Selbstkenntnis“, „Freiheit“, als ein Mittel gegen einen allzu starken Abstraktionsprozeß, verstanden werden. Wolfgang Wittkowski äußerte in diesem Zusammenhang:
„Ironie ist bei Goethe niemals zu verwechseln mit der romantischen Ironie, bei der der Denkende
12 HA 13, S.107. Morphologie. Schicksal der Druckschrift.
13 HA 14, S.33/39. Geschichte der Farbenlehre. Zweite Abteilung. Römer. 14 HA 13, S.317. Vorwort zur Farbenlehre. Siehe auch Neubauer 1976.
7
sich über alles stellt und vielleicht damit spielt. Bei Goethe ist Ironie die Warnung, der Mensch möge seine begrifflichen Bestimmungen nicht zu ernst nehmen. Es handelt sich immer um Annäherungsversuche. Ironie also im Unterschied zur Romantik als Demut.“ 15
Hermann Schmitz meint, die Ironie bei Goethe habe die Aufgabe, „den Sinn für die Schwebe zu bewahren, in der sich das Wahre hinter allen eindeutigen Erscheinungen noch hält“. 16 In den Noten und Abhandlungen zu besserem Verständnis des West-östlichen Divans schreibt Goethe: „Übersicht des Weltwesens, Ironie … finden wir in allen Dichtern des Orients.“ 17 Gelegentlich zeigt sich der Goethe offenbar sehr wichtige Sachverhalt nicht in einem Stufenschema, sondern als Polaritätsverhältnis, das zu einer Synthese geführt werden muß.
„Wer nicht überzeugt ist, daß er alle Manifestationen des menschlichen Wesens, Sinnlichkeit und Vernunft, Einbildungskraft und Verstand, zu einer entschiedenen Einheit ausbilden müsse, welche von diesen Eigenschaften auch bei ihm die verwaltende sei, der wird sich in einer unerfreulichen Beschränkung immerfort abquälen und niemals begreifen, warum er so viele hartnäckige Gegner hat und warum er sich selbst sogar manchmal als augenblicklicher Gegner aufstößt. So wird ein Mann, zu den sogenannten exakten Wissenschaften geboren und gebildet, auf der Höhe seiner Verstandesvernunft nicht leic ht begreifen, daß es auch eine exakte sinnliche Phantasie geben könne, ohne welche doch eigentlich keine Kunst denkbar ist.“ 18
Hier werden Sinnlichkeit und Einbildungskraft in der Formel der „exakten sinnlichen Phantasie“ als notwendige Bestandteile eines naturwissenschaftlichen Geistes ausgewiesen, der seine Sache bis zur Höhe einer Kunst gebracht hat. Der Grad der Kunst wird nur erreicht, wenn das „Ganze“ erfaßt wird. „Da im Wissen sowohl als in der Reflexion kein Ganzes zusammengebracht werden kann, weil jenem das Innre, dieser das Äußere fehlt, so müssen wir uns die Wissenschaft notwendig als Kunst denken, wenn wir von ihr irgendeine Art von Ganzheit erwarten.“ 19
Auch hier zeigt sich jener Gedanke an den „Umschwung von Zeiten“, mit dem Wissenschaft wieder in die Kunst (Poesie) eingeht. Wir können nun einschätzen, was Goethe von der wissenschaftlichen Entwicklung erwartet: das Geistesvermögen einer produktiven Einbildungskraft, der Imagination, der „exakten sinnlichen Phantasie“, der „Reflexion“ und der „Ironie“, alles Eigenschaften und Fähigkeiten, welche wir eher der dichterischen Begabung zuschreiben würden und in der Wissenschaft vielleicht sogar für verderblich halten. Um diesem Vorurteil im Sinne Goethes entgegenzuwirken, machen wir einen Sprung ins zwanzigste Jahrhundert.
15 Wittkowski 1984, S.337.
16 Schmitz 1959, S.114.
17 ZA 3, S.456. Noten und Abhandlungen. Kap. Allgemeinstes.
18 HA 13, S.42. Aus Goethes Rezension von Ernst Stiedenroths Psychologie zur Erklärung der Seelenerscheinungen. 8 19 HA 14, S.41. Materialien zur Geschichte der Farbenlehre.
2 Goethes spezifische Sprache der Dichtung und die
Naturwissenschaft des 20. Jahrhunderts
Der Atomphysiker und Wissenschaftsphilosoph Carl Friedrich von Weizsäcker berichtet 1985 in Zu einer neuen Goethe-Ausgabe, was ihm sein P hysiker-Kollege Werner Heisenberg von dessen produktiven Pfingstferien 1925 auf Helgoland erzählte. Geschlafen habe er sehr wenig. Ein Drittel der Zeit habe er die Quantenmechanik ausgerechnet, ein Drittel sei er in den Klippen herumgeklettert, ein Drittel habe er Gedichte aus dem West-östlichen Divan auswendig gelernt. Von Weizsäcker bemerkt dazu: „Die Grunddisziplin der heutigen Physik, die Quantenmechanik, entstand rechnend am Tisch eines winzigen Pensionszimmers, dazwischen in starker leiblicher Bewegung, in jenen kurzen Frühsommernächten zwischen Abendstern und Morgenrot, wenn ‚die Strohwitwe, die Aurora, ist in Hesperus entbrennet‘ (Sommernacht, Divan). Goethe redet eben die Natur an, in deren Formgesetze Heisenberg damals einen tiefen Einblick tat: ‚ In tausend Formen magst du dich verstecken, doch, Allerliebste, gleich erkenn‘ ich dich … Und wenn ich Allahs Namenhundert nenne, mit jedem klingt ein Name nach für dich.‘“ 20
Tatsächlich bleibt in dem letzten Gedicht des Buchs Suleika (VIII,42) wunderbar in der Schwebe, ob die Angeredete die Natur oder die Geliebte ist.
Es ist sicher kein Zufall, daß sich Heisenberg in dieser Situation auf Helgoland zum West-östlichen Divan hingezogen fühlte. Maren Partenheimer möchte in ihrem Buch Goethes Tragweite in der Naturwissenschaft denn auch keine Zweifel aufkommen lassen, daß die Quantenmechanik „in geistiger Anregung durch Goethe“ entstanden sei, und „also auch Goethes Divan“ dazu „notwendig war“. 21 Goethe hätte Heisenbergs Situation vermutlich anders gedeutet:
„Wem die Natur ihr offenbares Geheimnis zu enthüllen anfängt, der empfindet eine unwiderstehliche Sehnsucht nach ihrer würdigsten Auslegerin, der Kunst.“ 22
Auch Goethe hatte sein Leben lang „tiefen Einblick“ in die Natur genommen und war auch mit seinem Divan auf dem Weg zu des „Ursprungs Tiefe“, um die göttliche, sich in tausend Formen versteckende „Himmelslehr‘ in Erdesprachen“ (I,1) zu empfangen. Wobei für Goethe die Worte dieser „Sprachen“ immer unmittelbar Bestandteile der Sinnenwelt waren, was für die Quantentheorie nicht mehr zutrifft. Daraus ergibt sich ein aufschlußreicher Zusammenhang zu Heisenbergs Divan-Lektüre. Die Quantentheorie machte nämlich eine grundlegende Revision der Wissenschaftssprache notwendig, nicht nur weil sie, wie Goethes Dichtung, mit Unbestimmtheiten arbeitet.
Gezwungen durch die Grenze der Objektivierbarkeit, die sogenannte Unbestimmtheitsrelation in der Quantenphysik, habe man gesehen, so Heisenberg 1955, daß sich der Dialog zwischen Phänomen und Mensch, das Denken in subjektiv-objektiver Alternative auflöse, „daß sich die Methode … nicht mehr vom Gegenstand distanzieren kann“. 23 Die landläufige Einteilung der Welt in Subjekt und Objekt, Innenwelt und Außenwelt, Körper und Seele passe nicht mehr und führe zu Schwierigkeiten. Wir stünden „von Anfang an in der Mitte der Auseinandersetzung zwischen Natur und Mensch, von der die Naturwissenschaft ja nur ein Teil“ sei. 24 „Auch in der Naturwissenschaft ist also der Gegenstand der Forschung nicht mehr die Natur an sich, sondern die der menschlichen Fragestellung ausgesetzte Natur, und insofern begegnet auch hier wieder der Mensch sich selbst.“ 25
20 MA 11, S.9.
21 Partenheimer 1989, S.58.
22 HA 12, S.467. Maximen und Reflexionen. Kunst und Künstler. Nr. 720. 23 Heisenberg 1955, S.18. 24 Ebenda S.21. 25 Ebenda.
9
Die scharfen Trennungen in der klassischen Sprache der Naturwissenschaft fangen an, durch diese neue Philosophie überwunden zu werden. Die Naturwissenschaft soll nicht weiter als Wissenschaft von der Natur, sondern vielmehr als einheitlich in ihr verwoben betrachtet werden. Hier bemerken wir die Nähe zu Ansichten Goethes:
„Die Erscheinung ist vom Beobachter nicht losgelöst, vielmehr in d ie Individualität desselben verschlungen und verwickelt.“ 26
Heisenberg erläutert 1960, daß die exakte wissenschaftliche Fachsprache, die in der klassischen Newtonschen Physik so gute Dienste geleistet habe, plötzlich nicht mehr ausreiche: „Bei der Beschreibung der Vorgänge im kleinsten Bereich, jener Zusammenhänge, die in der Quantentheorie analysiert und mathematisch dargestellt worden sind, versagt die gewöhnliche Sprache oder die Sprache der klassischen Physik in einem solchen Ausmaß, daß selbst Physiker vom Range Einsteins bis zum Ende ihres Lebens nicht bereit waren, sich mit dieser neuen Situation abzufinden.“ 27
Heisenberg konstatiert außerdem, die Quantentheorie sei „ein so wunderbares Beispiel dafür, daß man einen Sachverhalt in völliger Klarheit verstanden haben kann und gleichzeitig doch weiß, daß man nur in Bildern und Gleichnissen von ihm reden kann.“ 28 Er bemerkt eine neue Redeweise, „in der man für die Beschreibung kleinster Teile in der Materie abwechselnd verschiedene, einander widersprechende anschauliche Bilder verwendet“. 29 Beispielsweise spreche man je nachdem, wie es sich gerade als zweckmäßig erweise, von Wellen oder von Teilchen, von Elektronenbahnen oder von stationären Zuständen, aber man bleibe sich dabei stets bewußt, daß diese Bilder nur ungenaue Analogien seien, daß es sich gewissermaßen nur um Wortgemälde handle, mit denen man dem wirklichen Geschehen nahe zu kommen versuche. 30 Goethe äußert sich auf ganz ähnliche Weise:
„Da sich gar manches unserer Erfahrung nicht rund aussprechen und direkt mitteilen läßt, so habe ich seit langem das Mittel gewählt, durch einander gegenübergestellte und sich gleichsam ineinander abspiegelnde Gebilde den geheimeren Sinn dem Aufmerkenden zu offenbaren.“ 31 In der Farbenlehre nimmt er gar das vermeintlich moderne Problem vorweg: „Jedoch wie schwer ist es, das Zeichen nicht an die Stelle der Sache zu setzen, das Wesen immer lebendig vor sich zu haben und es nicht durch das Wort zu töten. Dabei sind wir in den neuern Zeiten in eine noch größere Gefahr geraten, indem wir aus allem Erkenn- und Wißbaren Ausdrücke und Terminologien herübergenommen haben, um unsre Anschauungen der einfacheren Natur auszudrücken.“ 32
So greift die neue Sprache der Quantentheorie auf eine Ausdrucksweise zurück, für die gerade Goethes Dichtung so beispielhalft ist. Die Sprechweise der Poesie, mit ihren „Gleichnisreden“ und ihrem „uneigentlichen Ausdruck“ sei nämlich, so Goethe, ganz besonders geeignet, das „Wechselleben der Weltgegenstände“ darzustellen. 33 Dabei ist es ihm i mmer wichtig, Geistiges und Physisches nicht getrennt voneinander zu behandeln.
26 HA 12, S.435. Maximen und Refl. Erkenntnis und Wissenschaft. Nr. 512.
27 Heisenberg 1971, S.171. 28 Heisenberg 1969, S.285. 29 Heisenberg 1971, S.172. 30 Ebenda.
31 HA (Briefe) 4, S.250. Brief an C. J. L. Iken vom 27. Sept. 1827. 32 HA 13, S.492. Farbenlehre. Didaktischer Teil. § 754.
33 HA 14, S.105. Geschichte der Farbenlehre. Fünfte Abteilung. Intentionelle Farben.
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„Nur leiden die philosophischen Schulen, wie uns die Geschichte belehrt, meistenteils daran, daß sie, nach Art und Weise ihrer Stifter und Hauptlehrer, meist nur einseitige Symbole brauchen, um das Ganze auszudrücken und zu beherrschen, und besonders die einen durchaus das Körperliche durch geistige Symbole, die anderen das Geistige durch körperliche Symbole bezeichnen wollen. Auf diese Weise werden die Gegenstände niemals durchdrungen; es entsteht vielmehr eine Entzweiung in dem, was vorgestellt und bezeichnet werden soll, und also auch eine Diskrepanz in denen, die davon handeln, woraus alsbald ein Widerwille auf beiden Seiten entspringt und ein Parteisinn sich befestigt.“34
Es geht ihm um die Durchdringung der beiden Sphären des Weltganzen, des Geistigen und des Physischen, um so das Ideelle und das Gegenständliche ins Gleichgewicht zu bringen.
Wichtig ist in diesem Zusammenhang seine Vorstellung von der besonderen Art menschlichen Erkennens, die er an anderer Stelle anführt:
„Das Wahre, mit dem Göttlichen identisch, läßt sich niemals von uns direkt erkennen: wir schauen es nur im Abglanz, im Beispiel, im Symbol, in einzelnen und verwandten Erscheinungen; wir werden es gewahr als unbegreifliches Leben und können dem Wunsch nicht entsagen, es dennoch zu begreifen. Dieses gilt von allen Phänomenen der faßlichen Welt.“ 35
Dies kommt dem im Divan geäußerten Verlangen nah, von Gott die „Himmelslehr‘ in Erdesprachen“ zu empfangen. In der Erdesprache der Dinge wird die Himmelslehr‘ nur als „unbegreifliches Leben“ geahnt. Dem „Wunsch … es dennoch zu begreifen“ kommt eine Erdesprache besonders entgegen, nämlich die der Dichtung. Sie weist darauf hin, daß die „Phänomene der faßlichen Welt“ Abglanz, Beispiel, Symbol sind. Bis hierher haben wir gesehen, wie sehr sich in Goethes Vorstellungswelt jede gedachte Grenze zwischen Naturwissenschaft und Dichtung verwischt. Auch deutet sich an, daß seine Philosophie bis heute nichts an Aktualität verloren hat. Wenden wir uns nun seiner Biographie zu, im Hinblick auf die Entwicklung seines Verhältnisses zu Naturwissenschaft und Dichtung.
34 Ebenda S.106.
35 HA 13, S.305. Versuch einer Witterungslehre. 1825. Einleitendes und Allgemeines.
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3 Das Verhältnis von Naturwissenschaft und Dichtung in Goethes
Leben
3.1 Der Junge Goethe
Schon 1843 erachtete Carl Gustav Carus „bewundernde Liebe und tieferes Vereinleben mit der Natur“ als Goethes Triebfedern, „auch einer wissenschaftlichen Naturbetrachtung sich angelegentlich zu widmen und hinzugeben“. 36 Das finden wir bereits beim jungen Goethe bestätigt, etwa in der schwärmerischen Hingabe des Vierzehnjährigen an das „Wechselgespräch mit der Natur in unserem Busen“. 37 Tatsächlich ist sein persönliches Verhältnis zu Licht- und Farbenerscheinungen schon in früher Jugend ausgeprägt. „Sehr bald gegen die sic htbare Natur gewendet … Aufmerksamkeit auf Sonnenuntergang. Die farbig-abklingende Helle. Farbige Schatten … Regenbogen …“
Das sind Stichwörter, die Goethe in dem Entwurf seines naturwissenschaftlichen Entwicklungsganges (1821) zwischen die Daten des Erdbebens von Lissabon (November 1755) und des Beginns der Leipziger Studienzeit (Oktober 1765) einordnet. 38 Rückblickend schränkt Goethe in der Geschichte seiner botanischen Studien 1831 ein:
„Von dem … was eigentlich äussere Natur heißt, hatte ich keinen Begriff, … Von Kindheit auf war ich gewohnt in wohl eingerichteten Ziergärten den Flor der Tulpen … und Nelken bewundert zu sehen. Naturgeschichte in der Schule zu lehren, … wurde nicht gedacht.“ 39
In der Studienzeit im Leipzig des eleganten Rokoko gehen zunächst die Farben in seinen Gedichten über eine modische Konventionalität nicht hinaus. Daß Goethe sich aber auch der Modefarben mit großem Geschick bedient, zeigt beispielsweise das Gedicht Die Freuden von 1768, in dem die Modefarbe „bleumourant“, sterbeblau, die wir aus dem Speisezimmer seiner Eltern im Frankfurter Goethehaus kennen, im wörtlichen Sinn den Tod charakterisiert. 40 Es flattert um die Quelle Die wechselnde Libelle, Mich freut sie lange schon; Bald dunkel und bald helle, Wie ein Chamäleon, Bald rot, bald blau, Bald blau, bald grün; 0 daß ich in der Nähe Doch ihre Farben sähe! Sie schwirrt und schwebet, rastet nie! Doch still, sie setzt sich an die Weiden. Da hab‘ ich sie! Da hab‘ ich sie! Und nun betracht‘ ich sie genau, Und seh‘ ein traurig dunkles Blau -
36Carus 1843.
37 WA I 27, S.14. Dichtung und Wabrbeit. 2. Teil. 6. Buch. 38 WA II 11, S.300.
39 ZA 17, S.62f. Der Verfasser teilt die Geschichte seiner botanischen Studien mit. 40 Vgl. Schmidt 1965, S.18.
12
So geht es dir, Zergliedrer deiner Freuden. 41
Hier kündigt sich bereits der Naturforscher an, der gegen eine allzu zergliedernde Analyse der Natur große Vorbehalte hat.
Seine Straßburger Zeit zeichnet sich durch eine völlig neue, intensive Naturbeobachtung aus. Wir denken beispielsweise an die Beschreibung eines Nordlichts im Januar 1770 in den tagebuchartigen Aufzeichnungen Ephemerides. Da sieht er „Rubinrote Streifen, die sich … nach dem Lichten Gelb zuzogen … Die Röte war so stark daß sie die Häuser und den Schnee färbte und dauerte ohngefähr eine Stunde von sechs bis 7. Abends“. 42
Zurück in Frankfurt studiert er zusammen mit der pietistischen Susanna von Klettenberg mystischalchemistische Autoren und stellt sogar eigene Versuche an.
„Wir wendeten uns nun an die Werke des Theophrastus Paracelsus und Basilius Valentinus; nicht weniger an Helmont, Starkey und andere. … Mir wollte besonders die ‚Aurea Catena Homeri‘ gefallen, wodurch die Natur, wenn auch vielleicht auf phantastische Weise, in einer schönen Verknüpfung dargestellt wird. … Nun wurden sonderbare Ingredienzien des Makrokosmus auf eine geheimnisvolle wunderliche Weise behandelt.“ 43
Die okkulten Texte sind ihm die mythologische Überlieferung uralter Weisheiten von den Zusammenhängen des Universums. Zwar lehnt er die Alchemie als Wissenschaft ab, dennoch hat sie unverkennbar seine Vorstellungswelt geprägt und mag zu der späteren Verquickung von Physik und Metaphysik, von Wissenschaft und Dichtung beigetragen haben. In der Geschichte der Farbenlehre schreibt er:
„Es führt zu sehr angenehmen Betrachtungen, wenn man den poetischen Teil der Alchymie, wie wir ihn wohl nennen dürfen, mit freiem Geiste behandelt. Wir finden ein aus allgemeinen Begriffen entspringendes, auf einen gehörigen Naturgrund aufgebautes Märchen.“ 44
Natur begegnet dem 21-jährigen als das Fremde, das „ungeheuere Geheimnis“. 45 Sie steht im Kontrast zur städtischen Kultur- und aufgeklärten Bildungswelt, in der er bisher aufgewachsen war und aus der er sich zu befreien sucht. Sie zieht ihn an als eine ursprünglichere Offenbarung des Göttlichen, im Gegensatz zu dem Herrenhuterischen Pietismus und seiner für Goethe veralteten Frömmigkeit. Mit der Natur als Losung bricht, wie wir wissen, die ganze junge Generation dieser siebziger Jahre aus der alten Geistes- und Lebenswelt aus. In dieser Zeit entsteht das Mailied: Wie herrlich leuchtet Mir die Natur! Wie glänzt die Sonne! Wie lacht die Flur! Es dringen Blüten Aus jedem Zweig Und tausend Stimmen Aus dem Gesträuch, Und Freud und Wonne Aus jeder Brust.
41 WA I 1, S.62.
42 MA 1. 2, S.524. Aus dieser Schrift ist auch zu entnehmen, daß er damals bereits Literatur zur Farbenlehre gelesen hat. Ebenda S.519. Die Arbeit von M. Beguelin: Über farbige Schatten. Berlin 1769 (Vgl. Schmidt 1965, S.24). 43 WA I 27, S.204f. Dichtung und Wahrheit. 2. Teil. 8. Buch. 44 HA 14, S.79. Geschichte der Farbenlehre. 16. Jahrhundert. Alchymisten. 45 SN I 10, S.320. Der Verfasser teilt die Geschichte seiner botanischen Studien mit.
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Arbeit zitieren:
Harald Minde, 1992, Wechselwirkung und fundamentale Einheit von Goethes Naturwissenschaft und Dichtung am Beispiel seiner Farbenlehre und des West-östlichen Divans, München, GRIN Verlag GmbH
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Einbetten
DOI
Georg Simmel - Die Philosophie des Geldes
Soziologie - Klassiker und Theorierichtungen
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