VWL Skript „Arbeitsmarkttheorien“ 7. Semester (ebs): von Thomas Kramer (WS 2001) -2-
Philipps-Kurve:
NAIRU Konzept:
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Hysterese- Konzept:
Okun - Kurve:
−
Unternehmen reagieren auf Produktionsschwankungen zunächst mit Arbeitszeit-
− ProzyklischesSchwanken der Arbeitsproduktivität mit der Auslastung (weniger Einstellungen, da sowieso mehr Produktivität pro Arbeitskraft) − Arbeitnehmer strömen nicht nur zwischen den Arbeitslosen- und Beschäfti-
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„Neoklassischevs. Keynesianische Erklärungsansätze von Arbeitslosigkeit“
Neoklassische Arbeitslosigkeit:
−
Nicht marktkonforme Lohnsätze
−
Freiwillige,
reallohninduzierte Arbeitslosigkeit
−
Arbeitslosigkeit als Folge überhöhter Reallöhne Kann
nur d. Anpassung der zu hohen Löhne abgebaut werden!
−
Es kann keine dauerhafte, unfreiwillige Arbeitslosigkeit geben. Wollen die ar-
Keynesianische Arbeitslosigkeit:
− Arbeitslosigkeit durch zu geringe Nachfrage − Unfreiwillige, konjunkturelle, nachfragebedingte Arbeitslosigkeit
− Löhne werden als nach unten inflexibel behandelt (rigide Löhne)
− Der Staat ist somit gefordert, durch Steigerung der (Güter-) Nachfrage die ent-standene unfreiwillige Arbeitslosigkeit zu beseitigen.
Man findet keinen Job, auch wenn Unfreiwillige Arbeitslosigkeit:
Frage: Wer hat nun Recht? Der keynesianische Erklärungsansatz oder klassische?
= Markträumender Reallohn Tats. Reallohn Unterbeschäftigung aufgrund Nachf r a g e m a n g e l ( k e y n e s i a n i s c h )
Tats. Reallohn Unterbeschäftigung aufgrund zu hoher
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„NeoklassischesStandardmodell“
Annahmen für Akteure auf dem Arbeitsmarkt:
Arbeitsangebotsfunktion:
Zusammenwirken von Arbeitsangebot und Arbeitsnachfrage:
Das Zusammenwirken geht bei flexiblem Reallohn vor sich
Ein mengenmäßiges Ungleichgewicht in Form von Arbeitslosigkeit oder Arbeitskräfte mangel löst einen „Anpassungsmechanismus“ aus.
Bei diesem Anpassungsmechanismus bewegt sich zuerst der Reallohn in Richtung Gleichgewichtslohnsatz
Daraufhin revidieren die Marktakteure ihre Mengenentscheidungen
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DerAnpassungsmechanismus läuft solange ab, bis ein stabiles und vollbeschäfti-gungskonformes Gleichgewicht erreicht ist.
Kurzfristig kann friktionelle Arbeitslosigkeit bestehen
Dieser Ungleichgewichtszustand kann aber nur exogen verursacht worden sein und daher auch nur von kurzer Dauer sein, da sich die Marktakteure dieser exogenen Veränderungen anpassen
Ursache für Arbeitslosigkeit:
„Humankapitaltheorie“
Fragestellungen:
Ansätze zur Erklärung von Lohndifferenzialen − Lohnunterschiede durch Unterschiede im Humankapital
Erklärung der Segmentierung des Arbeitsmarktes:
−
Existenz mehrerer unterschiedlicher Teilarbeitsmärkte innerhalb des Gesamtar-
− DerZugang zu den einzelnen Segmenten ist Arbeitskräften mit bestimmten
− Feststellung geringerer Einkommenszuwächse für ältere Arbeitnehmer
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− InverserZusammenhang von Arbeitslosigkeit und beruflicher Qualifikation
− Häufigerer Arbeitsplatzwechsel bei jüngeren Arbeitnehmern − Unterschiedliche Beschäftigungsstabilität in verschiedenen Berufsgruppen − Selektive Einstellungs- und Kündigungspraxis bei Unternehmen
Es bleibt bei der Humankapitaltheorie unschlüssig, ob das Bildungsniveau die Chancen eine Stelle zu finden, positiv beeinflusst. Bewerben sich zwei Arbeitnehmer um dieselbe Arbeitsstelle, so erhält derjenige die Arbeitsstelle, der ein Abschlusszertifikat vorweisen kann.
Theoretische Einordnung:
− Humankapitaltheorie stellt eine Erweiterung des neoklassischen Models dar (Homogenität des Faktors Arbeit wird aufgehoben)
D.h., dass die Verteilung von Arbeitseinkommen mit einem durch Ausbildungsinvestitionen differenziertem Arbeitsangebot erklärt.
− Unter Humankapitalinvestitionen werden alle Handlungen subsumiert, die die Produktivität der Arbeit in der Zukunft beeinflussen
D.h. Arbeitskraft wird somit zum Investitionsgut, in das zur Verbesserung des Arbeitsvermögens und der Produktivität investiert wird.
Frage: Wie hoch muss die Investition in Humankapital sein?
− Neoklassisches Optimierungsproblem:
D.h. Es wird so lange in Humankapital investiert, bis die Grenzkosten der Investitionstätigkeit gleich dem Gegenwartswert der daraus resultierenden Grenzerträge sind.
Investition in die Qualifikation, mit der eine zukünftigere bessere Produktivität erwartet wird
D.h. die optimale Höhe der Humankapitalinvestition:
− Bestimmung der Humankapitalinvestition:
Investitionen = Summe der monetären Ausbildungskosten + Zeitlichen Opportunitätskosten der entgangenen Löhne Die Opportunitätskosten der Ausbildung sollten „zumindest“ gleich sein wie die erwarteten zusätzlichen Erlöse Kosten der Ausbildung < zukünftige Mehrerträge = Barwert positiv
Es wird so lange in Humankapital investiert, bis der Barwert der erwarteten zusätzlichen Erträge gleich dem Barwert der jeweiligen Investition ist
Humankapitalinvestition:
− Arbeitnehmer werden durch Humankapitalinvestitionen zu Kapitalisten: weil ihr Wissen einen ökonomischen Wert hat, den sie am Arbeitsmarkt realisieren können
− Differenzierung der Investitionen: Schooling (Allgemeine Ausbildung): - Investitionen des Staates oder des Arbeitsanbieters selber - Ermöglicht dem Arbeitnehmer, versch. Tätigkeiten auszuüben
Arbeit zitieren:
Thomas Kramer, 2002, Theorien des Arbeitsmarktes, München, GRIN Verlag GmbH
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