Inhaltsverzeichnis
I Abkürzungsverzeichnis IV
1 Einleitung 1
2 Rahmenbedingungen in der Altenpflege 2
2.1 Aktuelle Probleme in der Altenpflege 2
2.2 Rückschau und Ausblick in die Zukunft 3
3 Ausgewählte Management- und Unternehmenskonzepte für die
Altenpflege 5
3.1 Konzepte im Qualitätsmanagement 5
3.1.1 Total Quality Management (TQM) 5
3.1.2 Qualitätszirkel 5
3.1.3 Qualitätszertifizierung 5
3.2 Konzepte im Personalmanagement 6
3.2.1 Lebensphasenorientierte Arbeitszeitgestaltung 6
3.2.2 Neue Ansätze in der Pflegebildung 7
3.3 Konzepte im Prozessmanagement 8
3.4 Konzepte im Bereich Unternehmensorganisation und Marketing 8
3.4.1 Aufbau einer Corporate Identity für Altenpflegeeinrichtungen 8
4 Ausgewählte Pflegekonzepte 9
4.1 Einleitung 9
4.2 Gesprächsführung in der Altenpflege 10
4.3 Entspannung und Aktivierung durch Snoezelen 11
4.4 Multikulturelle Altenpflege 12
4.5 Praxisorientierte Pilotprojekte 13
5 Fazit 15
6 Literaturverzeichnis 16
III
I Abkürzungsverzeichnis
AEDL
Aktivitäten und existentielle Erfahrungen des Lebens
ATL
Aktivität des täglichen Lebens
BMFSFJ
Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend
BMGS
Bundesministerium für Gesundheit und Soziale Sicherung
bzw.
beziehungsweise
ca.
circa (um, etwas, ungefähr)
d.h.
das heißt
etc.
et cetera (und so weiter)
e.V.
eingetragener Verein
evtl.
eventuell
ggf.
gegebenenfalls
i.d.R.
in der Regel
Nr.
Nummer
o.V.
ohne Verfasser
s.
siehe
S.
Seite
sog.
so genannt
SGB
Sozialgesetzbuch
TQM
Total Quality Management
TÜV
Technischer Überwachungsverein
u.a.
unter anderem
u.U.
unter Umständen
v.a.
vor allem
Verf.
Verfasser/in
Vgl.
vergleiche
z.B.
zum Beispiel
IV
1 Einleitung
Rentenreform – Kürzung der Krankenkassenleistungen – Pflege in der Krise. Diese Schlagworte sind jeden Tag zu lesen und zu hören. Immer mehr Menschen stellen sich deshalb die Frage: „Was kommt auf uns zu?“. Das eigene Alter scheint bedrohlich zu wirken. Was aber wird getan um unsere strapazierten Sozialsysteme wieder in ruhigeres Fahrwasser zu lenken? Wie sollen die hohen Kosten für die Altenpflege kontrolliert werden? Wie bemüht man sich um eine qualitativ hochwertige Altenpflege und eine seniorengerechte Betreuung? Diese Fragen sind für jeden von uns so relevant, da es bei der Altenpflege nicht um andere Menschen wie z.B. Menschen mit Behinderungen oder Patienten in einem Krankenhaus geht. Hier geht es um jeden Menschen selbst und zwar umso mehr, je älter er ist. Wenn man sich mit der Organisation, der Finanzierung und der Weiterentwicklung der Altenpflege auseinandersetzt, geht es dabei nicht um die Lebensumstände anderer, sondern um unsere zukünftigen, eigenen Lebensumstände.
Daher soll diese Arbeit dem Leser einen Überblick über die derzeitigen Trends aus dem Bereich der Management- und Unternehmenskonzepte, sowie aus dem pflegerischen Bereich der Altenpflege geben. Am Ende der Arbeit wird eine Einschätzung abgegeben, die sich mit der Frage beschäftigt, ob die aufgeführten Maßnahmen und Entwicklungen ausreichen, um die Qualität und die Finanzierbarkeit der Altenpflege auch in der Zukunft zu sichern.
1
2 Rahmenbedingungen in der Altenpflege
2.1 Aktuelle Probleme in der Altenpflege
Aufgrund der derzeitigen Pflegesituation in Deutschland benötigt die Altenpflege ein neues Profil, um sich den Qualitätsansprüchen durch wachsende Anforderungen vonseiten der Politik, Gesellschaft und dem eigenen Selbstbild zu stellen. Dabei sind die Problem- und Einflussbereiche äußerst vielschichtig. Eine zentrale Einflussgröße ist die demografische Entwicklung in unserer Gesellschaft. Man geht davon aus, dass die Zahl der 70-jährigen und Älteren bis zum Jahr 2020 um 4,8 Millionen zunehmen wird, wobei der prozentuale Zuwachs in dieser Altersgruppe mit rund 170 % angegeben wird. 1 Andere Problembereiche lassen sich zurückführen auf die kürzeren Verweildauern in Krankenhäusern, die Zunahme von chronischen Krankheiten, die verstärkte Berufstätigkeit der Frauen und dem damit verbundenen Rückgang der familiär geleisteten Pflege. Auch die Umsetzung der Qualifizierungsansprüche in die Praxis gehört nach wie vor zu den Problembereichen in der Altenpflege. Die Instrumente wie Pflegeprozess, Pflegeleitbild und -dokumentation werden von einem Großteil der Mitarbeiter oft nur als lästige Zusatzarbeit betrachtet. Umso alarmierender sind die im Rahmen von Überprüfungen erhobenen Zahlen. Der Medizinische Dienst in Schleswig-Holstein stellte bei einer Kurzprüfung in 116 Pflegeheimen fest, dass bei der Hälfte der Heime Pflegekonzept und –doku- mentation unzureichend waren. Als eine der Folgen ergaben sich bei knapp einem Drittel der untersuchten Pflegebedürftigen Pflegeschäden. 2
1 Vgl. Jäck, S., Proschmann, S., Qualitätsprüfung und –bewertung ambulanter Pflegedienste, 2004, S. 11.
2 Vgl. Jäck, S., Proschmann, S., Qualitätsprüfung und –bewertung ambulanter Pflegedienste, 2004, S. 13.
2
Wie die folgende Tabelle zeigt, befindet sich die Finanzierung der Altenpflege durch die gesetzliche Pflegeversicherung ebenfalls in einem Spannungsfeld zwischen stagnierenden Beitragseinnahmen und ansteigenden Leistungsausgaben.
Abbildung 1: Soz. Pflegeversicherung, Quelle: BMGS, Internet, http://www.destatis.de/basis/d/solei/soleiq24.php, 2004.
2.2 Rückschau und Ausblick in die Zukunft
Die Entwicklung der Pflegeversicherung ist in den letzten Jahren von einer hohen Dynamik geprägt. Bei der Vorbereitung der Pflegeverscherung ging man davon aus, dass die Zahl der Pflegebedürftigen in Deutschland bei rund 1,65 Millionen liegen wird. Dieser Wert wurde allerdings schon im Jahr 1996 erreicht. So stieg danach die Zahl der Leistungsempfänger in der sozialen Pflegeversicherung von 1995-1999 um 129% auf 1,83 Millionen an. 3 Auch wenn die Bevölkerungszahl in Deutschland langfristig schrumpfen wird, erhöht sich der Anteil der Älteren in der Bevölkerung durch das starke Geburtendefizit. So geht man in den Berechnungen des Statistischen Bundesamtes davon aus, dass der Anteil der über 80-jährigen sich bis zum Jahr 2050 fast verdreifachen könnte und dann bei 12% in der Gesamtbevölkerung liegt. Auch das Verhältnis zwischen der Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter und den Senioren - der Altersquotient - wird sich entsprechend verändern. Stehen momentan noch 44 60-jährige und ältere Menschen 100 20- bis 59-jährigen Menschen gegenüber, so werden dies im Jahr 2050 71 ältere Menschen sein. 4
3 Vgl. Reschl-Rühling, G., Personelle und organisatorische Umstrukturierung in Einrichtungen
der stationären Altenpflege, 2004, S. 40.
4 Vgl. Pötzsch, O., Sommer, B., Pressebroschüre des Statistischen Bundesamtes – Bevölkerung
Deutschlands bis 2050, 2003, S. 7.
3
Arbeit zitieren:
Christian Hagedorn, 2005, Altenpflege Quo Vadis - Neue Pflege- und Managementkonzepte in der Altenpflege, München, GRIN Verlag GmbH
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