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Hauptseminararbeit, 2005, 24 Seiten
Autor: Kader Aki
Fach: Germanistik - Linguistik
Details
Institution/Hochschule: Universität zu Köln (Germanistik)
Tags: Theorien, Erstspracherwerbs, Spracherwerb
Jahr: 2005
Seiten: 24
Note: gut
Literaturverzeichnis: ~ 14 Einträge
Sprache: Deutsch
ISBN (E-Book): 978-3-638-51869-7
Dateigröße: 201 KB
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Wintersemester 2005/06, 13. Semester
Hauptseminar: Spracherwerb
Theorien des Erstspracherwerbs
von: Kader Aki
Gliederung
1. Einleitung 1
2. Definition des Begriffes Spracherwerb 2
3. Spracherwerbstheorien 3
3.1. Die behavioristische Theorie 3
3.2. Die nativistische Theorie 4
3.2.1. Language Acquisition Device 5
3.2.2. Prinzipien und Parameter Modell 6
3.2.3. Kontinuitätstheorie 7
3.2.4. Reifungshypothese 8
3.3. Die kognitivistische Theorie 9
3.4. Die interaktionistische Theorie 11
3.4.1. Gebrauchsbasierter Spracherwerbsansatz nach Tomasello 12
3.5. Spracherwerb durch Selbstorganisation 16
4. Resümee 20
5. Literaturverzeichnis 21
1. Einleitung
Über den Spracherwerb kleiner Kinder gibt es unterschiedliche Theorien und Erklärungsversuche. Diese Spracherwerbstheorien bilden das Fundament für mögliche Erklärungsmuster. Innerhalb der Spracherwerbsforschung fand immer wieder ein Paradigmenwechsel statt; der Ansatz des Behaviorismus wurde längst für obsolet erklärt und Piagets kognitivistische Theorie als eher unzutreffend kritisiert. In den letzten zwanzig Jahren dominierte das generative und nativistische Modell Chomsky’s, das jedoch inhaltlich nie hinreichend definiert werden konnte und nur einen Teilaspekt des Spracherwerbs erklärt, und zwar die Kerngrammatik. Neuere theoretische Ansätze stehen nun im Vordergrund, die als usage-based und Selbstorganisation bekannt sind. Sie zeigen, wie sprachliche Strukturen mittels allgemeiner kognitiver Fähigkeiten aus der sozialen Interaktion und dem Input konstruiert werden können.
Die folgende Arbeit betrachtet die wesentlichen Aspekte des kindlichen Erstspracherwerbs, jedoch kann die Darstellung der etablierten, teilweise hochkomplexen Spracherwerbstheorien den tiefergehenden Details aufgrund des begrenzten Rahmens der Arbeit nicht gerecht werden. Daher stellt diese Arbeit nicht den Anspruch sich als eine komplette Analyse dieser Theorien zu bezeichnen, sondern bietet lediglich eine zusammengefasste Übersicht über die Vielzahl der Theorien und die verschiedenen Forschungsergebnisse.
2. Definition des Begriffes Spracherwerb
Bevor das zentrale Thema dieser Arbeit, die verschiedenen Theorien des Spracherwerbs, dargestellt wird, soll zuerst definiert werden, was genau unter Spracherwerb zu verstehen ist. Das wissenschaftliche Interesse an dem frühkindlichen Spracherwerb besteht schon seit mehreren Jahrhunderten und wurde in den verschiedensten Disziplinen zum umstrittenen Thema. Heute ist er hauptsächlich ein Forschungsgegenstand sowohl der Linguistik als auch der Entwicklungspsychologie. Erforscht werden der Prozess, mit dem Kleinkinder eine oder mehrere Erstsprache(n) erwerben, und das Erlernen bzw. die Verfügbarkeit der Fähigkeit grammatikalisch richtige Sätze zu bilden, sprachliche Mitteilungen zu verstehen und diese situationsgerecht anzuwenden. Hierbei wird zwischen der sprachlichen Kompetenz , welche die vorhandene Gesamtheit der syntaktischen, morphologischen und semantischen Regeln bezeichnet, und der Sprachperformanz, mit der das faktische Sprachverhalten, die aktuelle Sprachverwendung und der Gebrauch der Sprache in konkreten Situationen gemeint ist, unterschieden.
Die Frage, ob Kinder Sprache passiv durch Imitation und durch Übernahme des von der umgebenden Gesellschaft angebotenen sprachlichen ‚Inputs’ oder aktiv durch produktive Aneignung sprachlicher Strukturen und Fertigkeiten ihrer Umwelt verstehen und erwerben, ist immer noch aktuell, doch bis heute gibt es in der Forschung keine allgemeingültige Theorie über den Erwerb von Sprache. Deshalb gibt es zu diesem Thema kontroverse Annahmen, die im folgenden näher dargestellt werden.
3. Spracherwerbstheorien
Eine Theorie des Spracherwerbs erhebt den Anspruch, den Prozeß zu erklären, den ein Kind durchläuft, wenn es innerhalb eines begrenzten Zeitraums in der Auseinandersetzung mit einer endlichen Menge sprachlicher Äußerungen ein linguistisches Bezugssystem erstellt, das ihm – ein unbeeinträchtigtes Sprachverarbeitungssystem vorausgesetzt – erlaubt, eine im Prinzip unendliche Menge von Sätzen (qua Äußerungen) zu verstehen und zu produzieren. (Tracy 1991: 4).
3.1. Die behavioristische Theorie
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