FOM Fachhochschule für Oekonomie und Management
Hausarbeit im Wahlpflichtfach
Rechnungslegung und Prüfungswesen
Zum Thema
Herausforderungen und Chancen der IAS/ IFRS
für den Mittelstand
Berufsbegleitender Studiengang Wirtschaft
Zum Diplom- Kaufmann (FH)
Autor: Malte Kemp
Leverkusen, den 20. Januar 2005
INHALTSVERZEICHNIS
Abbildungsverzeichnis ... II
Abkürzungsverzeichnis ... III
A Einleitung ... 1
I Begriffdefinition ... 1
1 Mittelstand ... 1
2 IAS/ IFRS ... 2
II Problemstellung und Hintergrund ... 3
III Gang der Untersuchung ... 4
B Die Rahmenbedingungen für die Umstellung ... 5
I Rechtliche Rahmenbedingung – die IAS/ IFRS ... 5
II Rechtliche Rahmenbedingung – die EU- Pflicht ... 6
III Wirtschaftliche Rahmenbedingungen ... 8
IV Anspruchsgruppen ... 10
V Motive für die Umstellung ... 11
C Kritische Analyse der Umstellung der Rechnungslegung in mittelständischen Unternehmen ... 13
I EDV ... 13
II Anforderungen an das Controlling ... 15
III Fachliche Anforderungen ... 17
IV Rating ... 21
V Steuern ... 25
VI Kritische Analyse ... 26
D Zusammenfassung und Ausblick ... 28
E Literaturverzeichnis ... 29
ABBILDUNGSVERZEICHNIS
Abbildung 1: Neue Mittelstandsdefinition des IfM Bonn in € ... 2
Abbildung 2: Rechnungslegung in der EU ... 7
Abbildung 3: Veränderung des Eigenkapitals ... 22
Abbildung 4: Zusammenfassung der Herausforderung und Chancen ... 26
A EINLEITUNG
I Begriffdefinition
1 Mittelstand
Es gibt keine gesetzliche oder allgemein bestehende Definition für den Begriff Mittelstand. In der Literatur taucht für den Mittelstand häufiger die Bezeichnung KMU (kleine und mittelständische Unternehmen) auf1.
Dies liegt darin begründet, dass der Begriff „mittelständisches“ Unternehmen vorwiegend im deutschen Sprachraum gebräuchlich ist und i. d. R. Unternehmenstypen von kleinerer oder mittlerer Unternehmensgröße bezeichnet. Der Begriff KMU ist eher im internationalen Sprachgebrauch dominierend und orientiert sich an rein quantitativen und größenorientierten Merkmalen2.
Wenn der Begriff „mittelständisches Unternehmen“ nach dem allgemeinen Selbstverständnis definiert wird, orientiert sich dieser eher an dem qualitativen Begriffsverständnis, in Verbindung mit dem Charakteristikum des „Eigentümerunternehmens“ bzw. der „Familienunternehmens“. Diese zeichnen sich durch Eigentümer oder ihre Familienangehörige aus, die das Unternehmen direkt und eigenverantwortlich leiten und die konstitutiven (strategischen) Entscheidungen selbst treffen. Dies bedeutet, dass die „mittelständischen Unternehmen“ die „KMU“ umfassen aber auch darüber hinaus reichen können. Da hierdurch aber keine Unterscheidung nach Rechtsform, Größenklasse oder Konzernstruktur möglich ist und statistisch gesehen Großunternehmen eher selten als Familienunternehmen geführt werden, ist diese Definition eher kritisch zu sehen3.
Diese Arbeit orientiert sich an der allgemein akzeptierten Definition des Mittelstands, die vom Institut für Mittelstandsforschung in Bonn aufgestellt wurde (siehe Abbildung 1). Das IfM selbst orientiert sich nach eigener Aussage an der KMU Definition der Europäischen Union.
Abbildung 1: Neue Mittelstandsdefinition des IfM Bonn in €1
[...]
Nach Informationen des IfM, hatte der Mittelstand im Jahr 2002 einen Anteil von 99,7% aller in Deutschland ansässigen Unternehmen2.
2 IAS/ IFRS
Die International Financial Standards (IFRS) sowie die bisherigen International Accounting Standards (IAS) sind ein Regelwerk für die Rechenschaftslegung von Unternehmen und anderen Organisationen3. Berufsverbände aus neun Staaten gründeten am 29. Juni 1973 in London das International Accounting Standards Committee (IASC), welches für die Entwicklung und Einführung der weltweit harmonisierenden Rechnungslegungsstandards verantwortlich ist. Dieses wurde im Rahmen einer Umstrukturierung im Jahre 2001 in das International Accounting Standards Board (IASB) umbenannt4. Das IASB entschied direkt zu Anfang seiner Arbeit die internationalen Rechnungslegungsstandards in IFRS umzubenennen und numerisch neu zu beginnen, wobei die bis dahin unter dem Namen IAS veröffentlichten Standards weiterhin ihre volle Gültigkeit behalten sollten5. Da diese beiden Begriffe allerdings das gleiche bezeichnen – die Rechnungslegungsstandards des IASB – werden sie in dieser Arbeit synonym verwandt.
Es gibt allerdings keine direkte Berechtigung durch nationale Gesetzgeber, die die IAS/ IFRS direkt in nationales Recht umwandelt6, allerdings wird eine Übernahme in nationales Recht deshalb angestrebt, um eines der Hauptziele der IAS/ IFRS zu erreichen – die internationale Vergleichbarkeit von Abschlüssen auf Basis eines „true and fair view“.
[....]
1 Vgl. o.V.:
http://www.hk24.de/HK24/HK24/produktmarken/index.jsp?url=
http%3A//www.hk24.de/HK24/K24/produktmarken/standortpolitik/mittelstandspolitik/index.jsp ,
o. S., abgerufen am 09.01.2005
2 Vgl. Mandler, U., Der deutsche Mittelstand, 2004, S. 13
3 Vgl. Mandler, U., Der deutsche Mittelstand, 2004, S. 13- 14
---
1 Quelle: Entnommen aus: o.V.:
http://www.ifm-bonn.org/ „Mittelstand – Definition und Schlüsselzahlen“, o. S., abgerufen am 09.01.2005
2 Vgl. o.V.: http://www.ifm-bonn.org/ „Mittelstand – Definition und Schlüsselzahlen“, o. S., abgerufen am 09.01.2005
3 Vgl. Tanski, J., Internationale Rechnungslegungsstandards, 2002, S. 1
4 Vgl. Arendt, U./ Ditges, J., Kompakt- Training, 2004, S. 16- 17
5 Vgl. Mandler, U., Der deutsche Mittelstand, 2004, S. 25
6 Vgl. Krosse, M., Internationale Rechnungslegung, 2004, S. 4
Arbeit zitieren:
Dipl. Kaufmann (FH) Malte Kemp, 2005, Herausforderungen und Chancen der IAS/ IFRS für den deutschen Mittelstand, München, GRIN Verlag GmbH
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Einbetten
DOI
IFRS für kleinere und mittlere Unternehmen- Pro und Contra
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