Johann Wolfgang Goethe-Universität, Frankfurt am Main
Fachbereich Wirtschaftswissenschaften
Studienrichtung: BWL, 11. Fachsemester
Balanced Scorecard
von: Karsten Konrad
Inhaltsverzeichnis
1 Überblick 1
2 Die Entwicklung der Balanced Scorecard 1
3 Das Konzept der Balanced Scorecard 2
3.1 Das Kennzahlensystem 2
3.1.1 Die finanzwirtschafliche Perspektive 4
3.1.2 Die Kundenpersektive 4
3.1.3 Die interne Prozessperspektive 5
3.1.4 Die Lern- und Entwicklungsperspektive 5
3.1.5 Integration der Perspektiven zu einer Gesamtstrategie 6
3.2 Das Managementsystem 6
3.2.1 Formulierung und Umsetzung von Vision und Strategie 7
3.2.2 Kommunikation und Verbindung 8
3.2.3 Planung und Vorgaben 8
3.2.4 Strategisches Feedback und Lernen 8
4 Kritische Betrachtung der Balanced Scorecard 9
4.1 Vorteile der Balanced Scorecard 9
4.2 Nachteile der Balanced Scorecard 10
5 Praktische Umsetzung der Balanced Scorecard 10
6 Zusammenfassung 15
Literaturverzeichnis 16
1 Überblick
Diese Arbeit befasst sich mit der Balanced Scorecard. Ziel dieser Seminararbeit ist es dieses Performance Measurement System zu erläutern und kritisch zu beurteilen. Hierzu wird zunächst in Kapitel 2 die Entstehung der BSC beschrieben. In Kapitel 3 wird das Konzept mit dem dazugehörigen Kennzahlensystem und Managementsystem näher erklärt. In Kapitel 4 wird die BSC aus einer kritischen Sicht untersucht und abschließend werden dann die daraus gewonnenen Erkenntnisse zusammengefasst.
2 Die Entstehung der Balanced Scorecard
Anfang der 90er Jahre wurde die BSC, ein neuartiges, integriertes, strategisches Managementsystem, von den amerikanischen Professoren Robert S. Kaplan und David P. Norton an der Harvard Business School im Rahmen einer Studie mit dem Thema „Performance Measurement in Unternehmen der Zukunft“, die in Zusammenarbeit mit zwölf amerikanischen Unternehmen durchgeführt wurde, entwickelt. Im Rahmen dieser Forschungsstudie wurde festgestellt, dass im jetzigen Informationszeitalter die bisherigen Kennzahlensysteme nicht mehr zeitgemäß sind, da die traditionellen Rechnungswesenmodelle nur kurzfristige und vergangenheitsorientierte Ergebnisse liefern. Bei diesem historischen Modell zur Leistungsmessung werden leistungstreibende und für den langfristigen Erfolg wichtige Faktoren nicht berücksichtigt.1 Die BSC ist im Informationszeitalter ein neuer Rahmen zur Performance Measurement in Unternehmen, welches das traditionelle Rechnungswesenmodell ersetzen soll. Mit Hilfe der BSC soll der Fokus des Unternehmensmanagements auf alle relevanten Teile eines Unternehmens gerichtet werden. Das traditionelle Kennzahlensystem wird demnach in der BSC um zukünftige und leistungstreibende Faktoren erweitert.2 Die BSC wird seit ihrer Entwicklung in zunehmendem Maße von europäischen und amerikanischen Unternehmen mit Erfolg in der Praxis eingesetzt.3
3 Das Konzept der Balanced Scorecard
Die BSC ist einerseits ein Kennzahlensystem, welches das Unternehmen abbilden soll, und andererseits ein Managementsystem zur Realisierung der Unternehmensvision und –strategie. 4
3.1 Das Kennzahlensystem
Die BSC besteht aus vier Perspektiven, die nach Kaplan und Norton einen veränderbaren Rahmen darstellen: die Finanzperspektive, die Kundenperspektive, die interne Prozessperspektive und die Lern- und Entwicklungsperspektive. Innerhalb dieser Blickwinkel sollen sowohl eher vergangenheitsorientierte finanzielle Kennzahlen, als auch nicht-monetäre Kennzahlen übersichtlich und ausgewogen dargestellt werden. Die nicht-monetären Kennzahlen dienen als Indikatoren für finanzielle Ergebnisse in der Zukunft. Die Perspektiven sind eng miteinander verknüpft und bedingen sich gegenseitig. Innerhalb eines Top-Down-Prozesses sollen ausgehend von der Vision die Strategie, die darauf abgestimmten Ziele, die jeweiligen Kennzahlen, die erforderlichen Maßnahmen und die dafür verantwortlichen Personen innerhalb jeder Perspektive ermittelt werden. Das Ergebnis eines solchen Prozesses der BSC-Erstellung mit den relevanten Zielen, Kennzahlen, vereinbarten Vorgaben eines bestimmten Zeitraumes sowie den zur Umsetzung notwendigen Maßnahmen wird in Abb.1 grob dargestellt5.
Abb. 1: Die Balanced Scorecard [Abbildung in der Downloaddatei vorhanden]
In der BSC sollten sich die relevanten Kennzahlen auf maximal 25 beschränken, die ausgewogen („balanced“) auf die vier Perspektiven verteilt sind.6 Die Beschränkung der Kennzahlen fördert eine bessere Übersichtlichkeit innerhalb der BSC, um so die Unternehmensziele besser verfolgen zu können.7 Die Kennzahlen sollen außerdem in regelmäßigen Abständen überprüft werden. Hiermit wird gewährleistet, dass die im Modell getroffenen Annahmen mit der Realität übereinstimmen.8 Die vier Perspektiven halten Kaplan und Norton für eine Vielzahl von Unternehmen für geeignet, jedoch weisen sie auch daraufhin, dass die vier Perspektiven nicht eine Zwangsvoraussetzung für die Entwicklung einer BSC ist. Jedes Unternehmen muss für sich branchenbedingt entscheiden, ob sie gegebenenfalls auch mit weniger als vier Perspektiven zurechtkommen oder sogar eine zusätzliche Perspektive benötigt wird.9
3.1.1 Die finanzwirtschafliche Perspektive
[...]
1 Vgl. Gilles (2002), S.19-22.
2 Vgl. Kaplan/Norton (1997), S.7-8.
3 Vgl. Bauer (2005), S.306.
4 Vgl. Gilles (2002), S.25.
5 Vgl. Gaiser/Greiner (2002), S.200.
6 Vgl. Waldkirch (2002), S.320.
7 Vgl. Horvath/Kaufmann (1998), S.46.
8 Vgl. Michel (1997), S.281.
9 Vgl. Kaplan/Norton (1997), S.33-34 .
Arbeit zitieren:
Karsten Konrad, 2005, Balanced Scorecard, München, GRIN Verlag GmbH
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DOI
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