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Kreatives Schreiben - Schreibanlässe für das Verfassen fantastischer Geschichten

Hausarbeit, 1998, 30 Seiten
Autor: Ulrich Kellner
Fach: Deutsch - Pädagogik, Didaktik, Sprachwiss.

Details

Veranstaltung: Kindertexte - Schreiben und Lesen
Institution/Hochschule: Universität Bremen (Lehramt Primarstufe)
Tags: Kreatives Schreiben, Fantasiereise, Schreibanlass, Schülertexte, Grundschule
Kategorie: Hausarbeit
Jahr: 1998
Seiten: 30
Note: 1
Sprache: Deutsch

Archivnummer: V5671
ISBN (E-Book): 978-3-638-13481-1

Dateigröße: 241 KB


Textauszug (computergeneriert)

Kindertexte - Schreiben und Lesen

Vertiefung der Unterrichtseinheit
"Begeisterung"
zum Thema:


- Kreatives Schreiben -
Schreibanlässe für das Verfassen fantastischer Geschichten

 

Projekt im Studiengang Lehramt Primarstufe
Deutsch/ EGW SS 1996 - SS 1997




Inhaltsverzeichnis

1. Das Vorhaben

2. Die Vorgehensweise
2.1 Kreatives Schreiben - was heißt das?
2.2 Kreatives Schreiben - Verfahren
2.3 Warum könnte Kreatives Schreiben gerade in dieser Klasse sinnvoll gewesen sein?

3. Ein Verfahren des Kreativen Schreibens - Die Fantasiereise
3.1 Die Fantasiereise als Schreibanlass
3.2 Unsere Fantasiereise und ihre Auswirkungen auf die Schülertexte

4. Die "Skelettband" und die "Hexe in der Tonne"
4.1 Bilder als Schreibanlässe
4.2 Die Bilder und ihr Einfluss auf die Geschichten der Kinder

5. Die Endprodukte - Überarbeitung und Veröffentlichung der Schülertexte

6. Ein Resümee - Über das Gelingen unseres ersten Unterrichtsversuchs im Kreativen
Schreiben
6.1 Wie beurteile ich das Kreative Schreiben nach meinen bisherigen Erfahrungen?

Literatur


1. Das Vorhaben

In dieser Doppelstunde, welche die vierte und fünfte Stunde unserer Unterrichtseinheit beinhaltete, war es unser Ziel, die Schüler zum Verfassen eigener fantastischer Geister- bzw. Gruselgeschichten zu motivieren. Dieses Vorhaben spielte in unserem Unterrichtskonzept eine der wichtigsten Rollen. Schließlich sollte es in Zusammenhang mit der Erstellung eines Klassenbuches, so etwas wie das Hauptvorhaben in dieser Unterrichtseinheit darstellen und den Bezug zum Thema des Deutsch-Projektes "Kindertexte- Schreiben und Lesen", in besonderer Weise herstellen.
Um einen, unseren Vorstellungen entsprechend vernünftigen Schreibprozess in Gang zu bringen und um die Schüler dieser Klasse nicht von heute auf morgen vor die Aufgabe zu stellen, eine Gruselgeschichte schreiben zu müssen, versuchten wir zunächst, die Klasse für unser Thema zu sensibilisieren - zu begeistern.
Wie bereits in der Stundendokumentation dieser Unterrichtseinheit ausführlich beschrieben, führten wir die Klasse durch das Sammeln von möglichen Geisterarten, bildhaftes Darstellen und anschließendem Beschreiben eines Geistes, auf unser Vorhaben hin, nun auch selbst eine eigene Geister- bzw. Gruselgeschichte zu verfassen.
Nach dieser "Vorarbeit" waren die Schüler endgültig in dieses Thema eingestiegen und unserer Beobachtung nach auch genügend motiviert, sich an eine solche Aufgabe heranzuwagen. Das dies nicht von der ersten Stunde an der Fall war und das es anfänglich genügend Ressentiments von Seiten der Kinder gab, sich mit einem solchen fantastischen und überwiegend irrealen Unterrichtsgegenstand zu befassen, ist in der Dokumentation unserer Einstiegsstunde nachzulesen.
Nachdem wir uns nun in drei vorangegangenen Stunden mit den Schülern in dieses Thema hineingearbeitet haben, stand nun in jener Doppelstunde das Schreiben einer eigenen Geschichte an. Wie bereits erwähnt, waren die Kinder jetzt durchaus motiviert und mittlerweile von uns auch genügend inspiriert worden, so dass wir eigentlich keine Sorge haben mussten, die Schüler mit dem Schreiben zu überfordern.
Trotzdem wollten wir die Kinder nicht mit dem Schreiben beginnen lassen, ohne ihnen nicht noch einige weitere inspirierende Anlässe an die Hand zu geben:
Eine Traum-/ Fantasiereise, an der die gesamte Klasse teilnehmen sollte, sowie einige zum Thema passende und wie wir fanden, kindgerechte Bilder als Angebot für diejenigen, die noch zusätzliche Anregungen brauchten. Es sei an dieser Stelle noch einmal darauf hingewiesen, dass wir in dieser Klasse eine äußerst explizite Leistungsschere, sowie eine überwiegende Mehrheit von Kindern, die nicht mit Deutsch als Muttersprache aufwuchsen, antrafen. (s. Bedingungsanalyse II) Dies machte unserer Meinung nach eine besondere Differenzierung des Unterrichts nötig.

Die von uns in diesem Zusammenhang verwendeten Schreibanlässe, wie Fantasiereise und Bilder, waren für die Entstehung der Schülertexte von sehr großer Bedeutung.
Dies wurde uns deutlich, als wir sämtliche Texte vorliegen hatten und Elemente und Inspirationen aus beiden Schreibanlässen in den Geschichten wiederentdeckten. Dass durch den Einsatz dieser Anregungen, die wir anfangs nur als zusätzliche Inspirationsquelle gedacht hatten, die Textentstehung so maßgeblich beeinflusst wurde, war für uns erstaunlich.
Da Schreibanlässe wie Traumreisen und auch das Schreiben nach Bildern, vor allem im Zusammenhang mit dem "Kreativen Schreiben" auftauchen, möchte ich im folgenden Abschnitt auf dieses Verfahren einmal näher eingehen und mit unserer Vorgehensweise in Kontext bringen.

2. Die Vorgehensweise

2.1 Kreatives Schreiben - was heißt das?

[...]


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