INHALTSVERZEICHNIS
1 LITERATURVERZEICHNIS 3
2 VERZEICHNIS DER ABKÜRZUNGEN UND SYMBOLE 4
3 EINFÜHRUNG 5
4 DAS DENKEN IN MODELLEN 5
4.1 Modell und Wissenschaftstheorie 6
4.2 Modelltheorie 6
4.2.1 Begriffsdefinitionen 6
4.2.2 Modellaufbau 7
4.2.3 Arten von Modellen in der Wissenschaftstheorie 7
4.2.3.1 Ideelle und materielle Modelle 7
4.2.3.2 Interne und externe Modelle 8
4.2.4 Art der Darstellung 8
4.3 Modellbildung 8
4.3.1 Modellogik 8
4.3.2 Modellphysik 9
4.3.3 Der Modellgedanke in den Formal- und in den Realwissenschaften 9
4.3.4 Sprachregelungen beim Modellbau 10
4.3.4.1 Nominaldefinitionen 10
4.3.4.2 Bedeutungsanalyse 12
4.3.4.3 Begriffsexplikation 12
5 MODELLE IN DER WIRTSCHAFTSWISSENSCHAFT 13
5.1 Besonderheiten des wirtschaftswissenschaftlichen Modells 13
5.2 Unterschiedliche Ansichten 13
5.3 Die historische Entwicklung 14
5.4 Beispiele für Modelle in den Wirtschaftswissenschaften 15
5.4.1 Homo oeconomicus 15
5.4.2 Ein einfacher Biermarkt 15
5.5 Denken in Modellen als Leitidee der Wirtschaftswissenschaften 16
5.5.1 Max Weber und die Werturteilsfreiheit 16
5.4.1 Das Denken in Modellen als Möglichkeit, kulturwissenschaftliche Zusammenhänge zu
erfassen 17
6 MODELLKRITIK 17
7 INDEX 19
2
1 Literaturverzeichnis
Brandt, Karl: Geschichte der deutschen Volkswirtschaftslehre, Band 2. Freiburg, 1993.
Brinkmann, Gerhard: Analytische Wissenschaftstheorie. Einführung und Anwendung auf einige Stücke der Volkswirtschaftslehre. München: Oldenburg, 1991.
Eichborn, Wolfgang: Die Begriffe Modell und Theorie in der Wirtschaftswissenschaft.
Heins, Volker: Max Weber zur Einführung. Hamburg: Junius, 1990.
Kleinwefers, Jens: Einführung in die volkswirtschaftliche und wirtschaftspolitische Modellbildung. München: Vahlen, 1983.
Mankiw, Gregory: Macroeconomics, Third Edition: Harvard, 1997.
Savigny, Eike von. Grundkurs im wissenschaftlichen Definieren. 3. Auflage, München 1980.
Seifert, H: Einführung in die Wissenschaftstheorie 1. 11. Auflage, München: 1991.
Wagner: Ökonomische Modelltheorie. Frankfurt: 1979.
Wirtschaftslexikon, Gabler, 1990.
Wirtschaftswissenschaftliches Studium, Heft 7 und 8: 1972.
Zschocke, Dietrich: Modellbildung in der Ökonomie. München: Vahlen, 1995
3
2 Verzeichnis der Abkürzungen und Symbole
Vereinigungsmenge ∪
Logisches ‘ und’ ∧
Element einer Menge ∈
| mit den Eigenschaften
4
3 Einführung
Ein Modell ist eine vereinfachte, gedankliche Hilfskonstruktion, welche die wesentlichsten Merkmale eines Ausschnittes der Wirklichkeit wiedergibt und der Lösung quantitativer und qualitativer Probleme dient.
Das Wort Modell geht auf das lateinische Wort modus oder auf dessen Verkleinerungsform modulus zurück. Diese Wörter hatten die Bedeutung das Maß bzw. Maßstab und das kleine Maß.
Modelle treffen Aussagen über die Realität, oder besser gesagt, über den im Modell bewußt wiedergegebenen Ausschnitt aus der Realität, andere Teile der Realität können im Modell verändert oder nicht wiedergegeben werden.
Zum Beispiel ist ein Landschaftsbild ein vom Maler geformtes (modelliertes) Modell der jeweiligen Landschaft. Es gibt einen Ausschnitt der Realität wieder, andere Teile werden nicht oder verändert wiedergegeben (z. B. durch unrealistische Farbgebung). Anhand des Gemäldes können später Aussagen über die Realität getroffen werden, beispielsweise über die Höhe der wiedergebenen Berge. Die Qualität der Aussagen hängt hierbei von der Qualität des zugrundeliegenden Modells, also der Exaktheit des Bildes.
Modellhaftes Denken gibt uns die Möglichkeit, komplexe Wirtschaftswissenschaftliche Zusammenhänge denkbar und kommunizierbar zu machen. Doch nicht nur in den Wirtschaftswissenschaften werden Modelle verwendet, die Beschäftigung mit der Modellbildung und Modellanalyse begegnet uns in allen Wissenschaften und greift auch in wissenschaftstheoretische und philosophische Wissensgebiete hinein. Um die Rolle des Modells in den Wirtschaftswissenschaften zu durchleuchten, werde ich zuerst auf die Rolle des Modells in der Wissenschaftstheorie eingehen, um so eine Informationsgrundlage für die anschließende Betrachtung der Rolle des Modells in den Wirtschaftswissenschaften zu haben. Dann werde ich die geschichtliche Entwicklung der Rolle des Modells in den Wirtschaftswissenschaften und den Konkurrenzkampf der Modell-Sichtweise mit der empirisch-historischen Sichtweise darstellen. Auf die Rolle des Modells in der Betriebswirtschaftslehre werde ich hier nicht gesondert eingehen. Dieser Bereich wäre Thema eines eigenen Aufsatzes innerhalb dieses Seminars gewesen. 1
4 Das Denken in Modellen
1 In der BWL werden Modelle vorwiegend als Mittel zur Findung von Handlungsalternativen verwendet. Die Erläuterung dieser Art von Modelle würde jedoch nach meiner Meinung nicht in einen Aufsatz zur ‘Leitidee der Wirtschaftswissenschaften’ passen.
5
4.1 Modell und Wissenschaftstheorie
Eine wissenschaftliche Auseinandersetzung mit dem Denken in Modellen ist eine Auseinandersetzung mit einer wissenschaftlichen Methode. Die so zustandekommenden Problematiken versucht die Wissenschaftstheorie als Wissenschaft, welche die Wissenschaft selbst als Erkenntnisobjekt hat, zu behandeln.
Um diese Themen wissenschaftlich korrekt diskutieren zu können, ist eine klare Abgrenzung und Definition der verwendeten Begriffe unabdingbar. Unter Wissenschaftstheorie verstehen wir ein System von Sätzen, die über die Ordungsprinzipien handeln, durch deren Anwendung Erkenntnis zu Wissenschaft wird, und die Ableitung von Aussagen aus jenen Ordnungsprinzipien über bestimmte Probleme der wissenschaftlichen Erkenntnis.
4.2 Modelltheorie
4.2.1 Begriffsdefinitionen
Unter Wissenschaft verstehen wir geordnete Erkenntnis. Die Wissenschaft ist dabei sowohl Vorgang als auch Ergebnis des Ordnens der Erkenntnis.
Das Ordnen der Erkenntnisse geschieht nach h. M. 2 in der Art, daß weniger allgemeine Aussagen den allgemeineren Aussagen untergeordnet werden.
Die Wissenschaft ist einzuteilen in die Formalwissenschaften und in die Realwissenschaften. Formalwissenschaften haben keinen direkten Bezug zu Sinneseindrücken, es sind dies die Wissenschaften Logik und Mathematik. Die anderen Wissenschaften, welche sich mit Sinneseindrücken auseinandersetzen, nennen wir Realwissenschaften. Sie sind wiederum aufzuteilen in Naturwissenschaften und Kulturwissenschaften. Die Wirtschaftswissenschaften gehören als Sozialwissenschaft den Kulturwissenschaften an. Wenn ein Satz, welcher aus allgemeineren Sätzen hergeleitet wurde, sich auf die Vergangenheit bezieht, bezeichnen wir diesen Satz als Erklärung. Bezieht sich solch ein Satz auf die Zukunft , nennen wir ihn Prognose.
Eine Theorie ist ein System von Sätzen, aus dem weitere Sätze dedunzierbar sind. Theoreme sind Sätze, die aus den Sätzen einer Theorie herleitbar sind. Axiome sind Sätze innerhalb einer Theorie, welche nicht aus den anderen Sätzen abgeleitet werden können.
Deduktion nennen wir die Ableitung des Besonderen aus dem Allgemeinen. Die Deduktion der Axiome einer Theorie T 1 aus einer anderen Theorie T 2 nennen wir Reduktion jener speziellen au diese allgemeine Theorie.
2 Popper
6
Arbeit zitieren:
Dr. rer. pol. Christoph Sprich, 1998, Das Denken in theoretischen Modellen als Leitidee der Wirtschaftswissenschaften, München, GRIN Verlag GmbH
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