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Seminararbeit, 2006, 13 Seiten
Autor: Daniel Schlier
Fach: Psychologie - Arbeit, Betrieb, Organisation und Wirtschaft
Details
Institution/Hochschule: Universität Lüneburg (Fachbereich Wirtschaftspsychologie)
Tags: Rückkehrgespräch, Instrument, Betrieblichen, Gesundheitsmanagements, Seminar, Betriebliches, Gesundheitsmanagement
Jahr: 2006
Seiten: 13
Note: 2,0
Literaturverzeichnis: ~ 10 Einträge
Sprache: Deutsch
ISBN (E-Book): 978-3-638-51292-3
ISBN (Buch): 978-3-638-79176-2
Dateigröße: 149 KB
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Zusammenfassung / Abstract
„Der Krankenstand nimmt weiter ab. Deutschlands Arbeitnehmer geben immer seltener Krankmeldungen ab…“. Pressemeldungen wie diese verkünden seit einigen Jahren immer neue Tiefststände bei Fehlzeiten und Krankheitstagen. Angesichts der sich verschlechterten Wirtschaftslage und der angespannten Situation auf dem Arbeitsmarkt in Deutschland, erscheint die Angst um den Arbeitsplatz als Begründung für den sehr geringen Krankenstand plausibel. Sie veranlasst viele Arbeitnehmer, entweder trotz Krankheit zur Arbeit zu erscheinen oder aber erst dann krankheitsbedingt zu Hause zu bleiben, wenn „es gar nicht mehr geht“. Zu berücksichtigen jedoch ist auch die Tatsache, dass immer mehr Unternehmen, beispielsweise im Rahmen Betrieblicher Gesundheitsförderung, große Anstrengungen unternehmen, um ihren Beitrag zur Senkung krankheitsbedingter Fehlzeiten zu leisten. Neben Maßnahmen, wie gesundheitsbezogene Kurse, deren Umsetzung in den Betrieben maßgeblich durch die Krankenkassen gefördert wird, ist das Führungsinstrument Rückkehrgespräch eine weitere Möglichkeit, an Fehlzeiten der Mitarbeiter anzusetzen. Im Rahmen dieser Ausarbeitung soll das Rückkehrgespräch als ein Instrument des betrieblichen Gesundheitsmanagements vorgestellt werden. Dabei erfolgen nach Einordnung des Begriffs Betriebliches Gesundheitsmanagement in Kapitel 2 die Abgrenzung des Instruments Rückkehrgespräch und die Darstellung der mit dieser Gesprächsform verbundenen Ziele in Abschnitt 3. Im 4. Kapitel wird am Beispiel der Adam Opel AG der Aufbau und die Systematik von Rückkehrgesprächen exemplarisch vorgestellt. Anschießend werden im 5. Teil dieser Arbeit die Chancen und Schwierigkeiten für den Einsatz von Rückkehrgesprächen kritisch beleuchtet. Die Arbeit endet mit einem Fazit im 6. Kapitel.
Textauszug (computergeneriert)
Das Rückkehrgespräch. Ein Instrument des
Betrieblichen Gesundheitsmanagements
von: Daniel Schlier
Wintersemester 2005/2006
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung 3
2. Betriebliches Gesundheitsmanagement 4
2.1 Definition 4
2.2 Maßnahmen und Programme Betrieblicher Gesundheitsförderung 4
3. Das Rückkehrgespräch 6
3.1 Definition 6
3.2 Ziele und Funktion des Rückkehrgesprächs 6
3.3 Struktur eines Rückkehrgesprächs am Beispiel der Adam Opel AG 7
3.3.1 Motivationsgespräch 7
3.3.2 Mitarbeitergespräch 7
3.3.3 Personalgespräch 8
3.3.4 Fehlzeitengespräch 8
4. Kritische Betrachtung des Instruments Rückkehrgespräch 9
4.1 Stärken und Chancen 9
4.2 Schwächen und Risiken 9
5. Fazit 11
6. Literaturverzeichnis 12
1. Einleitung
„[Der] Krankenstand nimmt weiter ab. Deutschlands Arbeitnehmer geben immer seltener Krankmeldungen ab…“ (www.spiegel.de, o.S.). Seit einigen Jahren verkünden Meldungen wie diese immer neue Tiefststände bei Fehlzeiten und Krankheitstagen. Angesichts der sich verschlechterten Wirtschaftslage und der angespannten Situation auf dem Arbeitsmarkt in Deutschland, erscheint die Angst um den Arbeitsplatz als Begründung für den sehr geringen Krankenstand plausibel. Sie veranlasst viele Arbeitnehmer, entweder trotz Krankheit zur Arbeit zu erscheinen oder aber erst dann krankheitsbedingt zu Hause zu bleiben, wenn „es gar nicht mehr geht“. Zu berücksichtigen jedoch ist auch die Tatsache, dass immer mehr Unternehmen, beispielsweise im Rahmen Betrieblicher Gesundheitsförderung, große Anstrengungen unternehmen, um ihren Beitrag zur Senkung krankheitsbedingter Fehlzeiten zu leisten. Neben Maßnahmen, wie gesundheitsbezogene Kurse, deren Umsetzung in den Betrieben maßgeblich durch die Krankenkassen gefördert wird, ist das Führungsinstrument Rückkehrgespräch eine weitere Möglichkeit, an Fehlzeiten der Mitarbeiter anzusetzen.
Im Rahmen dieser Ausarbeitung soll das Rückkehrgespräch als ein Instrument des betrieblichen Gesundheitsmanagements vorgestellt werden. Dabei erfolgen nach Einordnung des Begriffs Betriebliches Gesundheitsmanagement in Kapitel 2 die Abgrenzung des Instruments Rückkehrgespräch und die Darstellung der mit dieser Gesprächsform verbundenen Ziele in Abschnitt 3. Im 4. Kapitel wird am Beispiel der Adam Opel AG der Aufbau und die Systematik von Rückkehrgesprächen exemplarisch vorgestellt. Anschießend werden im 5. Teil dieser Arbeit die Chancen und Schwierigkeiten für den Einsatz von Rückkehrgesprächen kritisch beleuchtet. Die Hausarbeit endet mit einem Fazit im 6. Kapitel.
2. Betriebliches Gesundheitsmanagement
2.1 Definition
Beim Versuch der Einordnung des Begriffs Betriebliches Gesundheitsmanagement erkennt man, dass es weder eine einheitliche Definition noch eine klare Verwendung des Begriffes gibt. So wird der Begriff in unterschiedlichen Nuancen gebraucht und in der Literatur synonym als Betrieblicher Gesundheitsschutz und Betriebliche Gesundheitsförderung bezeichnet. Entsprechend der häufigen Verwendung, werde ich den Begriff Betriebliche Gesundheitsförderung – nachfolgend auch BGF abgekürzt – nutzen. Eine der zahlreichen Definitionen von Betrieblicher Gesundheitsförderung wird von der AOK Niedersachsen dargestellt als „… Unternehmensstrategie, die darauf abstellt, die Gesundheitspotenziale eines Betriebes und seiner Beschäftigten …zu stärken, deren Wohlbefinden zu verbessern sowie Krankheiten vorzubeugen oder bei bereits eingetretener Krankheit die Heilung … zu unterstützen“ (Drupp, 2005, S.2). Nach Rosenbrock (2000) umfasst BGF alle Maßnahmen, die „… dem Erhalt und der Förderung der physischen und psychischen Leistungsfähigkeit … und der Leistungsbereitschaft …der Mitarbeiter dienen …“(S. 5). Ein anderer, vereinfachter Ansatz, ordnet den Begriff über die Umschreibung ein, dass es im Rahmen betrieblicher Gesundheitsförderung nicht nur um die Vermeidung von Krankheiten und Unfällen geht, sondern allgemein um positive, die Gesundheit fördernde Ressourcen (Helmenstein et al., 2004).
2.2 Maßnahmen und Programme Betrieblicher Gesundheitsförderung
Es lässt sich seit einigen Jahren die erfreuliche Entwicklung feststellen, dass Unternehmen mit einer Vielzahl von Maßnahmen versuchen, betriebliche Fehlzeiten zu reduzieren. Dabei beteiligen sich immer mehr Betriebe an Programme und Maßnahmen im Rahmen von betrieblicher Gesundheitsförderung (Eberle, Kraemer, Lück, 2005). Dabei existiert eine große Bandbreite an Maßnahmen, wobei häufig folgende aufgeführte Programme, die in erster Linie über die Schulung bestimmter Inhalte und Verhaltensweisen versuchen, die Gesundheit der Mitarbeiter zu fördern, eingesetzt werden:
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