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Psychischer Apparat, Zwangshandlung, Religionskritik nach Siegmund Freud
von Alexander Wiesel
Inhaltsverzeichnis
1. Biographie S. 03 - 04
2. Einführung in die Psychoanalyse S. 04 - 06
3. Der psychische Apparat S. 06 - 08
3.1 Das Schichtenmodell S. 06 - 06
3.2 Das Instanzenmodell S. 07 - 08
4. Libido und Ontogenese S. 08 - 10
5. Zusammenfassung S. 10 - 10
6. Das Wesen der Zwangsneurose S. 10 - 11
7. Zwangshandlung als kompensatorische Leistung S. 11 - 12
8. Religionskritik S. 12 - 13
9. Resumee zur Religionskritik S. 13 - 14
10. Nachsatz S. 14 - 14
11. Literaturverzeichnis S. 15 - 15
1. Biographie
Sigismund Schlomo Freud wurde am 6. Mai 1856 als Sohn jüdischer Eltern in Freiberg dem heutigen Pribor in der tschechischen Republik geboren
1860 zog seine Familie aufgrund wirtschaftlicher Schwierigkeiten erst nach Leipzig und kurz darauf nach Wien, wo er ab 1873 an der Wiener Universität
studierte. Freuds Leben war bestimmt durch seine Tätigkeit als Nervenarzt. "Die Erfahrungen bei der Behandlung seiner [...] Patienten bildeten das Fundament seiner Theorien" . Nach der Eröffnung einer Privatpraxis 1885 in Wien, veröffentlichte Freud in den darauf folgenden Jahren die ersten großen wissenschaftlichen Arbeiten als Auswertung und Systematisierung der gesammelten Erfahrungen. "Zwischen 1895 und 1900 formulierte er einen Großteil der Konzepte, die zum Kern der psychoanalytischen Lehre und Praxis wurden. […] In diesen Jahren entwickelte Freud auch die Theorie der Übertragung: des Vorgangs, bei dem emotionale Einstellungen, die sich zunächst in der Kindheit gegenüber den Elternfiguren herausgebildet haben, später im Leben auf andere Menschen übertragen werden. In seinem bedeutendsten Werk, der Traumdeutung (1900), werden alle grundlegenden Konzepte dargelegt, auf denen Lehre und Praxis der Psychoanalyse aufbauen." Freuds Leben war gekennzeichnet von seinem Bemühen um wissenschaftliche Anerkennung und Etablierung der psychoanalytischen Schule. Dies wurde jedoch erschwert durch inhaltliche Auseinandersetzungen mit prominenten Mitgliedern wie Alfred Adler oder Carl Gustav Jung sowie der Machtergreifung der Nationalsozialisten 1933 und den damit einhergehenden Repressionen. 1938 emigrierte er schließlich nach London, wo seine Tochter Anna Freud sich mit Formen und Behandlungen kindlicher Neurosen auseinandersetzte und eine Wegbereiterin der psychoanalytischen Kindertherapie wurde. Siegmund Freud starb am 23. September 1939.
"Die wissenschaftliche Leistung Freuds besteht darin, durch den Nachweis der Existenz und des Wirkens des Unbewussten ein völlig neues Verständnis der menschlichen Persönlichkeit ermöglicht zu haben. Darüber hinaus begründete er eine neue medizinische Disziplin und stellte grundlegende therapeutische Vorgehensweisen vor, die heute in abgewandelter Form in der psychotherapeutischen Behandlung der Neurosen und Psychosen eingesetzt werden."
2. Einführung in die Psychoanalyse
Die Psychoanalyse ist wissenschaftliche Theorie und zugleich Therapie psychischer Störungen. Es ist eine Bezeichnung für die von Siegmund Freud um 1900 begründete Theorie und Forschungs- sowie Behandlungsmethode der Tiefenpsychologie zur Entstehung und Behebung psychischer Störungen.
Die Theorie beinhaltet ein Modell des psychischen Apparates des Menschen. Um diesen zu erklären und zu beschreiben verwendet Siegmund Freud zunächst ein Schichtenmodell, in dem er drei Bewußtseinsschichten unterscheidet. Es sind das Unbewußtsein, das Vorbewußtsein und das Bewußtsein. Später gebraucht er das Instanzenmodell mit den Persönlichkeitsinstanzen Es, Ich und Über - Ich. Ziel der Psychoanalyse als Therapieform ist es, im Unbewußten gespeicherte Erfahrungen und daraus resultierende verdrängte Wünsche sowie Verletzungen über psychische Widerstände hinweg ins Bewußtsein zurückzuholen. Für den Psychoanalytiker erkennbar werden solch unbewußte Mechanismen durch die Traumarbeit, denn entscheidende Verhaltensantriebe bleiben meist unbewußt aufgrund von Abwehrmechanismen, kommen aber dennoch in Handlungen, Gedanken, Träumen und Phantasien zum Ausdruck. Die Traumarbeit hilft dem Psychoanalytiker Verdrängtes zu analysieren und trägt somit zur Heilung von Neurosen und Psychosen bei.
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