Universität Leipzig Institut für Philosophie „Platons Werke“ (Proseminar SS 2001)
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Annett Rischbieter
3.Semester/Nebenfach
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PLATONS „POLITEIA“
1. Aufbau 3
2. Inhalt 3
„Erstes Buch“ (=„Trasymachos“) 3 „Zweites Buch“ 3 „Drittes Buch“ 5 „Viertes Buch“ 6 „Fünftes Buch“ 7 „Sechstes Buch“ 8 „Siebentes Buch“ 9 „Achtes Buch“ 10 „Neuntes Buch“ 11 „Zehntes Buch“ 12
Bibliographie 11
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1. Aufbau
Die Ä3ROLWHLD³ besteht aus 10 Büchern.
2. Inhalt
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Platons Dialog beginnt mit einem Zusammentreffen verschiedener Personen im Haus von Kephalos, unter anderem ist auch Sokrates anwesend. Das Gespräch dreht sich zunächst um Kephalos. Er führt sein Alter und seinen Reichtum zurück auf ein gerechtes Leben zurück. Und so wird von Sokrates die Frage aufgeworfen, was Gerechtigkeit denn eigentlich ist.
Dazu gibt es unterschiedliche Auffassungen:
Polemarchos, der Sohn von Kephalos, vertritt die Ansicht des Simonides, nach welcher Gerechtigkeit die Erstattung dessen ist, was man schuldig ist. Genauer gesagt, meint er damit, den Freunden Gutes und den Feinden Böses zu tun, um somit für die einen Nutzen und für die anderen Schaden zu erzeugen.
Sokrates widerspricht dem, und begründet das damit, dass es auf keinen Fall die Sache des Gerechten ist, irgendjemandem zu schaden.
Dann greift Trasymachos in die Diskussion ein. Er betont, dass das Gerechte das dem Stärkeren Zuträgliche ist. Gleichzeitig behauptet er, dass der Ungerechte der glücklichere Mensch ist, weil er darauf bedacht ist, für sich selbst einen Vorteil und den größtmöglichsten Nutzen zu erzeugen. Er sieht die Ungerechtigkeit als Tugend und Weisheit, und die Gerechtigkeit als Einfalt an.
Sokrates ist damit nicht einverstanden. Er versucht zu beweisen, dass vielmehr die Gerechtigkeit die Tugend ist, denn nur sie kann die Seele glücklich machen.
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Glaukon ist nicht zufrieden mit dem Verlauf des Gesprächs. Er hält zwar die Gerechtigkeit für das Richtige, jedoch hat er noch nie eine wahrhaft überzeugende Begründung gehört, die die-
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se Annahme auch bestätigt. Indem er die Gedanken des Trasymachos erneut aufrollt, versucht er, Platon dazu zu bringen, ihm solch eine Begründung zu liefern.
Die Gerechtigkeit ist seiner Meinung nach darauf zurückzuführen, dass das Unrechttun als gut, und das Unrechtleiden als schlecht angesehen wird. Daraus ergibt sich, dass es weder vorteilhaft ist, das eine noch das andere zu tun. Deswegen hat man Gesetze geschaffen, und diese werden als gerecht bezeichnet. Das wirkt jedoch dem eigentlichen Wesen des Menschen entgegen, denn jeder strebt nach seinem eigenen Vorteil. Aus diesem Grund erwartet den Ungerechten ein besseres Leben als den Gerechten. Er wird reich sein, und zu seinem persönlichen Nutzen anderen Gutes tun oder schaden.
Sein Bruder Adeimantos versucht danach die Vorzüge des gerechten Lebens zu beschreiben. Ein gerechtes Leben bringt einen guten Ruf ein, und dieser hilft einem im Leben voranzukommen, und die Macht zu erlangen. Jedoch ist solch ein Leben schwer und mühselig. Da man durch eine ungerechte Lebensweise schneller und leichter voran kommt, erscheint einem dies nützlicher. Und somit wäre die Ungerechtigkeit der Gerechtigkeit vorzuziehen.
Sokrates wird nun aufgefordert, die Gerechtigkeit nach seinem Ermessen zu erläutern. Er schlägt vor, diese erst einmal für den Staat zu definieren, und dann auf die Einzelperson zu übertragen.
Ein Staat gründet sich, weil die Menschen verschiedene Bedürfnisse haben. Das sind besonders Nahrung, Wohnung und Kleidung. Um diese zu befriedigen, muss man verschiedene Arbeiten verrichten. Leichter ist es, wenn jeder Mensch einer bestimmten Arbeit nachgeht. So kann man als Gemeinschaft leben. Der Mensch ist also gezwungen, sich mit anderen Menschen zusammenzuschließen. Wenn sich mehrere Menschen zu einer Art Gemeinschaft zusammenfinden, dann können sich alle gegenseitig helfen.
Schließlich wird der Staat wachsen und immer mehr Menschen für die Verrichtung der unterschiedlichen Tätigkeiten benötigen. Letzten Endes auch welche, die ihn nach außen hin verteidigen, und die eine weitere Ausbreitung ermöglichen. Für diese Aufgabe braucht man Wächter. Diese zeichnen sich besonders durch Tapferkeit, Eifer und Sanftmut aus. Dafür ist die richtige Erziehung ausschlaggebend. Durch musische Bildung und gymnastische Übungen wird ihr Wesen schon frühzeitig geprägt.
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Arbeit zitieren:
M.A. Annett Rischbieter, 2001, Platons Politeia - Zusammenfassung, München, GRIN Verlag GmbH
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