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DIPLOMA-Fachhochschule Plauen / Vogtland
Diplomarbeit
„WIRKSAMKEITSNACHWEIS UND KOSTEN-RELATION DES EINSATZES DER MATRIX-RHYTHMUS-THERAPIE IN DER AUTOMOBILINDUSTRIE, AM BEISPIEL DER DAIMLERCHRYSLER AG AM STANDORT SINDELFINGEN“
eingereicht von:
Lars Albert
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung ... 1
1.1. Problemstellung ... 1
1.2. „Aging workforce“ – Alternde Belegschaft und Demographie im Wandel ... 2
2. Die DaimlerChrysler AG ... 5
2.1. Der Gesamtkonzern ... 5
2.2. Das Werk Sindelfingen ... 6
2.2.1. Historie ... 6
2.2.2. Gegenwart ... 7
2.3. Der Werksärztliche Dienst am Standort Sindelfingen ... 9
2.4. Die Sitzfertigung ... 10
3. Analyse des Krankenstandes in der Bundesrepublik Deutschland 12
3.1. Begriffsklärung ... 12
3.2. Allgemeine Entwicklung der Arbeitsunfähigkeitszeiten in den letzten Jahren ... 12
3.3. Entwicklung in der deutschen Automobilindustrie ... 14
3.3.1. Bei den Hauptwettbewerbern ... 14
3.3.2. Bei der DaimlerChrysler AG ... 16
3.3.2.1. Am Standort Deutschland ... 16
3.3.2.2. Im Werk Sindelfingen ... 16
3.3.2.3. In der Abteilung BC/ATS ... 17
4. Das betriebliche Gesundheitsmanagement ... 18
4.1. Definition und Zielstellung ... 18
4.2. Betriebliche Fehlzeiten ... 18
4.2.1. Auswirkung von Fehlzeiten ... 19
4.2.2. Ursachen von Fehlzeiten ... 19
4.2.2.1. Außerbetriebliche Einflüsse ... 20
4.2.2.2. Innerbetriebliche Einflüsse ... 20
4.3. Maßnahmen zur Fehlzeitenreduktion ... 20
4.4. Modellbeispiel ... 22
5. Das Pilotprojekt ... 24
5.1. Allgemeines ... 24
5.1.1. Beschreibung ... 24
5.1.2. Arbeitsmedizinischer Aspekt ... 26
5.1.3. Ablauf ... 26
5.2. Einführung und Überblick zur Thematik der Matrix-Rhythmus-Therapie ... 27
5.2.1. Physiologischer Hintergrund ... 27
5.2.2. Rhythmus ... 27
5.2.3. Das Gerät ... 28
5.2.4. Erzielbare Effekte ... 29
5.3. Kosten ... 30
5.4. Wissenschaftliche Grundlagen ... 31
5.5. Die Matrix-Rhythmus-Therapie als neues innovatives Behandlungsverfahren ... 32
5.6. Der Aufbau des Fragebogens ... 35
6. Die Evaluation der Fragebögen ... 36
6.1. Grundsätzliches ... 36
6.2. Zusammensetzung der Stichprobe ... 36
6.3. Auswertung der Fragebögen ... 37
6.3.1. Die unternehmensspezifischen Fragen ... 38
6.3.2. Die freizeitspezifischen Fragen ... 41
6.3.2.1. Bewegung – Anspruch und Wirklichkeit ... 41
6.3.2.2. Situation der DaimlerChrysler-Mitarbeiter ... 42
6.3.3. Fragen zur Therapiebewertung ... 44
7. Gegenüberstellung verschiedener Behandlungsmethoden und Diagnostiken ... 48
7.1. Allgemeines ... 48
7.2. Einige konservative Behandlungsverfahren aus dem Leistungskatalog der Krankenkassen ... 49
7.3. Kosten der Matrix-Rhythmus-Therapie ... 50
7.4. Ermittlung des vorteilhaftesten Verfahrens ... 50
8. Auswertung der Ergebnisse der durchgeführten Behandlungen im WD-Ambulanzbetrieb ... 53
8.1. Allgemeines ... 53
8.2. Vergleich mit den Ergebnissen des Pilotprojektes ... 54
9. Abschließende Beurteilung des Projektes ... 56
9.1. Abschlussbewertung des Projektes durch die Physiotherapie „Form Aktiv“, Böblingen ... 56
9.1.1. Bewertung durch die Patienten ... 56
9.1.2. Vorschläge zur Verbesserung des Behandlungserfolges ... 56
9.1.3. Stellungnahme der Therapeutin ... 56
9.2. Abschlussbewertung der erzielten Ergebnisse ... 57
9.2.1. Vorteile der Matrix-Rhythmus-Therapie ... 57
9.2.2. Derzeitige Nachteile der Matrix-Rhythmus-Therapie ... 58
10. Fazit ... 59
1. Einleitung
1.1. Problemstellung
„Ein gesundes Unternehmen braucht gesunde Mitarbeiter!“1
- dieses vielfach verwendete Zitat ist unstrittig für alle Wirtschaftszweige zutreffend. In einer sowohl sehr arbeits- als auch produktionsintensiven Branche wie der Automobilindustrie gewinnt dieser Fakt noch größere Bedeutung. Nur die Unternehmen, welche über eine leistungsfähige, motivierte und produktive Belegschaft verfügen, werden sich dauerhaft Wettbewerbsvorteile sichern können.
Die vorliegende Diplomarbeit setzt sich mit einer Analyse auseinander, in welcher der Nutzen des Einsatzes eines relativ neuen physiotherapeutischen Behandlungsverfahrens, der sog. „Matrix-Rhythmus-Therapie“ für das Unternehmen und die Mitarbeiter innerhalb der DaimlerChrysler AG untersucht wurde. Die Arbeit betrachtet dabei u. a. im Rahmen einer Evaluation mittels Fragebögen eines Projektes der betrieblichen Gesundheitsförderung in der Automobilindustrie die Kosten und den evtl. daraus resultierenden Nutzen für das Unternehmen und gibt Empfehlungen für den weiteren Ausbau und der Effektivitätssteigerung dieser Form des Gesundheitsmanagements im Unternehmen. Neben einer humanitären Zielsetzung zur Gesunderhaltung der Physis und Psyche des Individuums (hier: des Arbeitnehmers) müssen solche Maßnahmen des Arbeitgebers im Rahmen unternehmerischer Entscheidungen zur kostenminimalen Gestaltung der Produktion beitragen. Um ein möglichst gutes Unternehmensergebnis zu erreichen, müssen alle Ressourcen optimal genutzt werden. Für das Unternehmen ist daher entscheidend, dass Investitionen in eine solche Maßnahme mehr Nutzen als Kosten verursachen. Damit rückt im unternehmerischen Umfeld auch das Kosten-Nutzen-Verhältnis von betrieblicher Gesundheitsförderung in den Mittelpunkt. Nur jene Aktionen, die effektiv die Gesundheitsprozesse verbessern und dem Unternehmen, welches die Maßnahmen finanziert, eine positive Relation liefern, haben eine Chance, auf Dauer durchgeführt zu werden. Die Auswertung des neuen Verfahrens mitsamt seinem Behandlungsprozess,
sowie dieses positive Verhältnis zu belegen bzw. zur Weiterentwicklung der entsprechenden Maßnahmen beizutragen, ist Aufgabe der Arbeit und der Evaluation.
Oberstes Ziel der DaimlerChrysler AG ist es dabei, den überdurchschnittlich hohen Krankenfehlstand bzw. die Arbeitsunfähigkeitszeiten am Standort Deutschland bzw. speziell im Werk Sindelfingen, mittel- und langfristig zu senken, denn:
„Durch krankgeschriebene Mitarbeiter gehen der deutschen Wirtschaft jährlich rund 47,5 Mrd. Euro verloren – auf diesen Betrag summieren sich die Kosten für die Entgeltfortzahlung, das Krankengeld und eventuelle Vertretungskräfte.“2
Dazu kommen diejenigen Kosten, welche durch die Krankenkassen getragen werden müssen (Diagnose, Therapie, Medikamente, usw.), wobei diese im Falle von Betriebskrankenkassen ebenfalls zu Lasten der Unternehmen gehen. Anliegen der Diplomarbeit ist es deshalb, die unterschiedlichen Effekte aufzuzeigen und einen Zusammenhang zwischen Gesundheit der Mitarbeiter, betrieblichen Maßnahmen und dem betriebswirtschaftlichen Erfolg herzustellen.
Da die MaRhyThe Schmerzursachen bereits in funktionellen Prozessstörungen sieht und in der Lage ist, diese direkt auch therapeutisch zu readaptieren, könnte somit auf bildgebundene Diagnostik weitgehend verzichtet und somit bereits Diagnosekosten (z.B. für Röntgen, Kerspintomographie, etc.) gespart werden.
1.2. „Aging workforce“ – Alternde Belegschaft und Demographie im Wandel
Die Demographie (Bevölkerungswissenschaft) befasst sich mit der wissenschaftlichen Untersuchung der Zusammensetzung menschlicher Populationen hinsichtlich Alter, Verteilung, Wachstum, etc.3
Einen weiteren wichtigen Aspekt dieser Arbeit spiegelt die strategische Initiative „Aging workforce – Wettbewerbsfähigkeit im demographischen Wandel“ wieder. Im Zuge der Erhaltung einer wettbewerbsfähigen Belegschaft, müssen verschiedene Aspekte einer immer älter werdenden Gesellschaft und damit auch alternder Mitarbeiter berücksichtigt werden. Der Vergleich der Altersstruktur der Deutschen vom 1950, 2001 und 2050 (Prognose) zeigt eine dramatische Entwicklung.
[...]
1 Fournier, Cay von: Die 10 Gebote für ein gesundes Unternehmen, Campus, 2005
2 www.idw.de, Institut der deutschen Wirtschaft, 2002
3 www.bib-demographie.de, Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung
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