)HHGEDFNERJHQ6FKOHU±/HKUHU6FKXOH BPA Graz, SS 2002 © Andrea Kanzian
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In der vorliegenden Semesterreflexion wird versucht, die Thematik Feedback Schülern -
Lehrer - Schule zu erläutern.
Ausgehend von einer persönlichen Stellungnahme zu dem Thema (Kapitel 1) befasst
sich Kapitel 2 mit der Erarbeitung eines Feedbackbogen-Entwurfs und Kapitel 3 mit der
Auswertung. Nach einer Durchführung eines Pretests (Kapitel 4) wurde der Feedback-
bogen (Kapitel 5) überarbeitet. Eine Schlussbemerkung soll schließlich diese Arbeit
abrunden.
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Ich nehme an, es hat schon immer engagierte Lehrer gegeben (auch ich in meiner
Unterrichtstätigkeit und Vortragstätigkeit am BFI), die sich beispielsweise am
Schuljahresende von ihren Schülern Zeugnisse ausstellen ließen und die von Zeit zu
Zeit mit ihren Schülern über die Inhalte und Formen ihres Unterrichts gesprochen
haben. Dies galt aber sicherlich nur für eine Minderheit der Lehrer.
Die große Mehrheit beansprucht das „Beurteilungsmonopol“ für sich und lehnt es
kategorisch ab, Schülern die Möglichkeit zu geben, sich zum Unterricht zu äußern,
vor allem, weil sie dadurch ihre Autorität im Klassenraum in Frage gestellt sehen.
Begründet wird diese Haltung damit, dass ja die „Kunden“ nur „Laien“ seien und
diese die Qualität des Unterrichtes nicht beurteilen können.
Eine „kundenorientierte“ Haltung ist aber längst nicht mehr bloß auf den Bereich
der klassischen Verkäufer-Kundenbeziehungen beschränkt, sondern wird heute zu-
nehmend als Bestandteil der Professionalität auch in Berufen erwartet, in denen
Menschen mit einander zu tun haben. Lehrer sind nach diesem Berufsverständnis
eben auch „Dienstleister“, die für die Qualität ihrer „Dienstleistung“ verantwortlich
sind und diese regelmäßig auch von den „Abnehmern“ beurteilen lassen müssen.
Wer sich von seinen Schülern Feedback über Unterricht geben lässt, kann damit
auch zur Erhöhung seiner eigenen Berufszufriedenheit beitragen. Ernsthaftes, ehrli-ches und differenziertes Feedback, aus dem natürlich auch Konsequenzen gezogen
werden (Kreislauf), trägt zur Verbesserung der Unterrichtsqualität bei. Auf Seiten
der Schüler führt aber nicht nur die Verbesserung der Unterrichtsqualität zu größerer
Zufriedenheit und damit höherer Motivation und besseren Leistungen. Allein die
Tatsache, gefragt zu werden und sehr ernst genommen zu werden ist ein Signal, das
die Schüler hoch schätzen und honorieren.
Natürlich geht es nicht nur um Feedback der Schüler an den Lehrer. Um die ange-strebte Verbesserung der Unterrichtsqualität zu erreichen, ist es genauso wichtig,
dass Schüler lernen, sich gegenseitig konstruktives Feedback zu geben und der Leh-
rer nicht nur über Noten und Standpauken Rückmeldung an seine Schüler gibt.
Für ein gelungenes Feedback braucht es - meiner Ansicht nach - allerdings einige
Voraussetzungen:
• Regelmäßiges Feedback sollte Bestandteil des Unterrichtes sein.
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Arbeit zitieren:
Mag. Andrea Kanzian, 2002, Entwurf eines Feedbackbogens Schüler - Lehrer - Schule, München, GRIN Verlag GmbH
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