Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis............................................................................................................................ II
Abbildungsverzeichnis. III
Tabellenverzeichnis IV
1. Einleitung. 1
2. Die Zahlungsbilanz. 1
2.1 Begriffe und Definitionen. 1
2.2 Struktur und Mechanik der Zahlungsbilanz 2
2.3 Außenbeitrag und Sozialprodukt 3
2.4 Gesamtwirtschaftliches Sparen und Investitionen. 4
3. Das Mundell-Fleming-Modell 5
3.1 Grundsätzliche Aussagen. 5
3.2 System fester Wechselkurse 8
3.2.1 System fester Wechselkurse bei Neutralisierungspolitik. 8
3.2.2 System fester Wechselkurse ohne Neutralisierungspolitik 9
3.3 System flexibler Wechselkurse. 10
3.4 Wirkung von Geld- und Fiskalpolitik 11
4. Internationale Konjunkturtransmission. 11
4.1 Realwirtschaftliche Betrachtung. 12
4.1.1 System fester Wechselkurse. 12
4.1.2 Beggar-my-neighbour-policy. 13
4.1.3 System flexibler Wechselkurse 14
4.2 Realwirtschaftliche und monetäre Betrachtung. 15
4.3 Wechselkurs-/Wähungsunion. 16
5. Zusammenfassung. 18
Bibliographie. V
II
Abbildungsverzeichnis
Abbildung 3.1: Graphische Darstellung der Marktgleichgewichtskurven im Mundell-
Fleming -Modell
Abbildung 3.2: Fiskalpolitik bei festen Wechselkursen und Neutralisierungspolitik.
Abbildung 3.3: Fiskalpolitik bei festen Wechselkursen ohne Neutralisierungspolitik
Abbildung 3.4a: Flexibler Wechselkurs und relativ geringe Kapitalmobilität.
Abbildung 3.4b: Flexibler Wechselkurs und relativ hoher Kapitalmobilität.
Abbildung 4.1a b: Konjunkturtransmission.
Abbildung 4.2: Gleichgewicht und Parameteränderung im Unionsmodell.
III
Tabellenverzeichnis
Tabelle 2.1: Zahlungsbilanzsystematik 2
Tabelle 4.1: Vergleich der Geld- und Fiskalpolitik. 11
IV
Abkürzungsverzeichnis *
A inländische Gesamtnachfrage; Absorption auf dem Gütermarkt AB Außenbeitrag B Kapitalbilanzsaldo C (verfügbares) privater Konsum Ex Exporte ε ε = ε 1
nominelles Wechselkursverhältnis mit G staatlicher Konsum ausl i , i inländischer (ausländischer) Zinssatz I Investitionen Im Importe EX K , IM K Kapitalexporte, -importe L Geldnachfrage; Kassenhaltung (nach Keynes) LTr laufende (Netto)Transferzahlungen von Inländern an Ausländer M nominale Geldmenge p, ausl p Preisniveau ∆ Nettowährungsimport bzw. -export R S private und staatliche Ersparnis τ
Terms of Trade X Leistungsbilanzsaldo Y, ausl Y inländisches (ausländisches) Einkommen Z Zahlungsbilanzsaldo
bspw. beispielsweise bzgl. bezüglich bzw. beziehungsweise c.p. ceteris paribus ebd. ebenda u.a. unter anderem u.ä. und ähnliches u.U. unter Umständen
* Anmerkung: Eckige Klammern ‘[ ]’ werden nur der Übersicht halber verwendet.
V
1. Einleitung
Die Entwicklung der internationalen Kapitalmärkte in den letzten Monaten hat gezeigt, wie sensibel Volkswirtschaften auf tausende Kilometer entfernte Ereignisse und Änderungen ökonomischer Daten reagieren können. Neben einer großen Portion an psychologischen Faktoren beeinflussen aber auch handfeste, theoretisch begründbare Zusammenhänge solche Phänomene. Diese Arbeit soll sich daher in begrenztem Umfang der Problematik des internationalen Konjunkturzusamme nhangs annehmen.
Vor nunmehr einhundert Jahren war in einer wirtschaftswissenschaftlichen Abhandlung zu lesen: „Die Vorstellung unserer Zeit, daß es ein gutes Zeichen sei, wenn die Handelsbilanz ‚günstig‘ ist, d.h. wenn die Ausfuhr größer ist als die Einfuhr, ist kaum auszurotten“ 1 . Mit wenigen Ab-wandlungen kann diese Feststellung noch heute verwendet werden. Zunächst gilt es jedoch zu klären, was die Bilanz überhaupt ist, was sich dahinter verbirgt und wie besagter Aspekt tatsächlich zu beurteilen ist. Zur theoretischen Untermauerung soll hierzu das Mundell-Fleming-Modell herangezogen werden bevor im Einzelnen auf den internationalen Konjunkturzusammenhang eingega ngen wird.
2. Die Zahlungsbilanz
2.1 Begriffe und Definitionen
Die monetäre Makroökonomie offener Volkswirtschaften unterscheidet sich von der monetären Analyse einer geschlossenen Wirtschaft durch den zu berücksichtigenden Güteraustausch und Kapitalverkehr mit dem Ausland 2 . Hinsichtlich der Diskussion der Zahlungsbilanz muß zunächst festgehalten werden, daß es sich um ex-post Betrachtungen von Stromgrößen handelt. Der Begriff der Zahlungsbilanz eines Landes erfaßt die systematische Aufzeichnung aller wirtschaftlicher, monetärer und nicht-monetärer Transaktionen zwischen Inländern und Ausländern über eine bestimmte Periode. Unter Transaktionen seien hier die Übertragung von Waren, Dienstleistungen und Ansprüchen bzw. Vermögenstiteln von wirtschaftlichen Subjekten einen Landes auf die eines anderen Landes verstanden. Wegen der unterschiedlichen Sozialproduktkonzepte muß zudem eine deutliche Abgrenzung zwischen In- und Ausländern vorgenommen werden. So besitzen im Sinne der Zahlungsbilanzmechanik auch im Inland wohnenden Arbeitnehmer ausländ ischer Nationalitäten Inländereigenschaften. Das Gleiche gilt für Wirtschaftsunternehmen in ausländischem Besitz im Inland 3 . Die Transaktionen werden in einheimischer Währung zu den la u-
1 Arndt,Paul (1901): Zum Abschluß eines neuen deutsch-russischen Handelsvertrages, in: Schriften des Vereins für
Socialpolitik: Beiträge zur neuesten Handelspolitik Deutschlands, Schmoller, Gustav (Hrsg.), Leipzig, S. 1-46, hier:
S. 6.
2 Gärtner, Manfred (1997): Makroökonomik flexibler und fester Wechselkurse, Berlin/Heidelberg/New York, S. 3.
3 Jarchow, Hans-Joachim (1988): Zahlungsbilanz. Theorie und Politik, in: Handwörterbuch der Wirtschaftswissen-
schaft (HdWW), Hrsg. v. Albers, Willi, Bd. 9, Stuttgart, S. 539-562.
1
fenden Wechselkursen und Preisen bspw. für Güter oder Wertpapiere bewertet 4 . Mögliche (kur zfristige) Wertveränderungen aufgrund von Preis- oder/und Wechselkursschwankungen werden nicht in der Zahlungsbilanzstatik berücksichtigt. Wie JARCHOW/RÜHMANN zu bedenken geben, mag der Begriff der Zahlungsbilanz zu Mißverständnissen führen, da mit der Zahlungsbilanz ein Zeitraum betrachtet wird und tatsächlich mehr als nur rein ökonomische Transaktionen erfaßt werden 5 .
2.2 Struktur und Mechanik der Zahlungsbilanz
Die Zahlungsbilanz ist bei Vernachlässigung von Rest- und Ausgleichsposten die Zusammenfassung von Leistungs-, Kapital- und Devisenbilanz 6 ; sie stellt im eigentlichen Sinne lediglich eine Kurzfassung eines ganzen Bilanzwerkes wie das folgende dar 7 .
TABELLE 2.1: Zah-
lungsbilanzsystematik
Die Frage hinsichtlich der Abgrenzung ist, wo tatsächlich der „Strich“ gezogen werden muß. Die Leistungsbilanz gibt an, in welchem Umfang die laufenden Transaktionen von Waren und Dienstleistungen und Übertragungen mit dem Ausland das Nettoauslandsvermögen der Volk swirtschaft verändern; man spricht auch vom Außenbeitrag einer Volkswirtschaft. Ein positiver Leistungsbilanzsaldo weist dabei auf eine Verbesserung, ein negativer Saldo entsprechend auf eine Verschlechterung der Nettoauslandsposition der Inländer hin. Mit anderen Worten bildet der Saldo der Leistungsbilanz X die Differenz der Importe Im und Exporte Ex von Güter- und Dienstle istungen ab (1) X = Ex - Im.
Dem steht der Saldo der Kapitalbilanz, die Übertragung von Ansprüchen und Verbindlichkeiten 8 , korrespondierend gegenüber. Der Saldo der Kapitalbilanz B wird aus den Kapitalexporten EX K und -importen IM K ermittelt
4 Statistisches Bundesamt (Hrsg.) (2000): Statistisches Jahrbuch für die Bundesrepublik Deutschland, Wiesbaden, S.
671.
5 Jarchow, Hans-Joachim/Rühmann, Peter (2000): Monetäre Außenwirtschaft, Göttingen, S. 1f.
6 Behnke, Ernst-August (1994): Monetäre Außenwirtschaftstheorie, München/Wien, S. 8.
7 Jarchow/Rühmann (2000), S. 12ff.
8 Dornbusch, Rüdiger/Fischer, Stanley (1992): Makroökonomik, München/Wien, S. 181.
2
B = EX K - IM (2) K .
Die vielfältigen dynamischen Beziehungen zwischen beiden Teilbilanzen verursachen u.U. Disparitäten der Salden, welche bei festem Wechselkursverhältnis mittels Devisenbilanz (auch Veränderung der Nettoauslandsaktiva der Zentralbank) ausgeglichen werden. Die hinsichtlich der Saldenmechanik weitgehend ausgeklammerten Bewegungen der Nettoauslandsaktiva der Ze ntralbank verändern die Auslandsposition der Währungsbehörde 9 . Dabei stehen den Salden der Leistungs- sowie Kapitalbilanz dem Nettowährungsimport bzw. -export, der Nettoposition oder ∆ gege nüber Reserveänderung der Zentralbank R
∆ = X + B. (3) R
Folgt man der Überlegung vieler Autoren, daß der Saldo der Zahlungsbilanz Z dem (negativen) Saldo der Devisenbilanz (Z = -R) entspricht, erscheint die Devisenbilanz geeignet, den Einfluß der Außenwirtschaftsbeziehungen auf das heimischen Geldangebots zu erklären 10 . Z ≡ R K − ∆ = (Ex - Im) + ( IM EX (4) K ),
d.h., der Zahlungsbilanzsaldo kann mithin als Summe aus Leistungs- und Kapitalbilanzsaldo beschrieben werden. Mit dieser Abgrenzung wird zugleich auf die Transaktionen von Währungsinstitutionen zum Ausgleich der gesamten Zahlungsbilanz abgestellt. So führen Exporte, Kapital-importe und Zentralbankankäufe zu Devisenangebot; Importe, Kapitalexporte und Zentralbankverkäufe zu einer Devisennachfrage 11 . JARCHOW/RÜHMANN erklären, daß Devisenbilanzüberschüsse üblicherweise daraus resultieren können, daß die Währungsinstitutionen während eines Berichtzeitraumes im Rahmen von Investitionen zur Stabilisierung des Wechselkurses mehr Devisen aufnehmen als abgeben 12 . Würde man alle monetäre und nicht-monetäre Transaktionen zwischen In- und Ausländern vollständig und periodengerecht erfassen, dann muß sich Soll- und Habenseite aller Bilanzen entsprechen 13 .
2.3 Außenbeitrag und Sozialprodukt
Im keynesianischen Gütermarktmodell bei typischerweise unterstellter Unterbeschäftigung und festen Preisen bestimmt die Nachfrage nach Gütern und Dienstleistungen das volkswirtschaftliche Angebot, damit das gesamtwirtschaftliche Produktions- bzw. Einkommensniveau und auf diesem Weg indirekt das Beschäftigungsniveau 14 . In der offenen Volkswirtschaft wird neben der aus privatem (C) und staatlichem (G) Konsum sowie den Investitionen (I) zusammengesetzten inländischen Nachfrage (A) die Nachfrage des Auslands, ausgedrückt durch den Export berücksichtigt. Dem müssen jedoch die in ausländischer Währung bewertete Importe durch die Inländer entgegengestellt werden, wobei angenommen wird, daß diese ebenso wie die Verbrauchsge- 9 Jarchow(1988), S. 541.
10 Wohltmann, Hans-Werner (2000): Grundzüge der makroökonomischen Theorie, München/Wien, S. 273.
11 Behnke (1994), S. 15.
12 Jarchow/Rühmann (2000), S. 24.
13 Jarchow (1988), S. 541.
3
Arbeit zitieren:
Heiko Bubholz, 2001, Der internationale Konjunkturzusammenhang und das Mundell-Fleming-Modell, München, GRIN Verlag GmbH
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