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Seminararbeit, 2001, 12 Seiten
Autor: Beate Sewald
Fach: Germanistik - Komparatistik, Vergleichende Lit.wiss.
Details
Tags: Einfluss, Gryphius, Moliere
Jahr: 2001
Seiten: 12
Note: 2,0
Literaturverzeichnis: ~ 13 Einträge
Sprache: Deutsch
ISBN (E-Book): 978-3-638-13355-5
Dateigröße: 190 KB
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Textauszug (computergeneriert)
Der Einfluss der comedia del arte
auf Gryphius und Moliere
Beate Sewald
Inhalt
Commedia dell′arte 1
Die Handlung der Commedia dell′arte 2
Die Gestalten der Commedia dell`arte 2
Zanni 3
Vecchi 3
Capitano bzw. Scaramuccia 3
Liebespaare 4
Der Einfluss der Commedia dell′arte auf Andreas Gryphius` Scherzspiel ,,Horribilicribrifax. Teutsch" 4
Die beiden Capitani 4
Weitere Merkmal für die Verwandtschaft der Commedia dell′arte mit ,,Horribilicribrifax. Teutsch" 6
Die Entwicklung der Commedia dell′arte in Frankreich und ihr Einfluss auf Moliére 8
,,Der eingebildete Kranke" 9
Ärztesatire 10
Literaturverzeichnis 12
Commedia dell′arte
Die Schauspielform Commedia dell′arte entstand Mitte des 16. Jahrhunderts und war bis Ende des 18. Jahrhunderts in ganz Europa zu finden. Bei der Commedia dell′arte handelt es sich vorwiegend um eine Art des Lustspiels, aber ab und zu sind auch durchaus Züge des Ernsten und der Schäferdichtung zu erkennen. Andere Bezeichnungen für die Commedia dell`arte sind: Commedia all′improvviso und Commedia a sogetto.
Der Begriff ,,arte" stellt eine Spezifizierung dar und besagt, dass es sich bei den darstellenden Personen um Berufsschauspieler handelt. ,,Improvviso" verweist auf den Stehgreifcharakter und ,,sogetto" bedeutet, dass es eine flüchtig skizzierte Vorlage gibt. Diese Vorlagen stammen aus Novellen und Volksbüchern und wurden so bearbeitet, dass sie bühnentauglich wurden.
Wie schon kurz angedeutet gibt es keine feste Handlung und keinen vorgegebenen Text, sondern nur einen ungefähren ,,canavaccio", ein Handlungsschema, dass immer wieder variiert wird. Eine wichtige Rolle spielen dabei die ,,lazzi". Hierbei handelt es sich um komische Einlagen, die in Kunststücken der Geschicklichkeit und des stummen Spiels bestehen. Diese ,,lazzi" verfestigen sich und kommen immer dann ins Spiel, wenn die Improvisation ins Stocken zu geraten droht.
Man kann also sagen, dass sie Commedia dell′arte sowohl von Wort- und Situationskomik, als auch von akrobatischen Elementen getragen wird.1
Die Handlung der Commedia dell′arte
Wie oben schon erwähnt gibt es bei der Commedia dell′arte ein Handlungsschema, dass aus dem Stegreif durch Improvisation ausgeschmückt wird. Das Hauptthema der Commedia dell′arte ist die Liebe und die Intrigen die sich als Folge herausbilden.
Die Alten, die oft den Dienerinnen nachstellen, legen den Liebenden oft Steine in den Weg und wollen so die Beziehungen (zer)stören. Diese Hindernisse werden allerdings durch Intrigen der Diener abgewendet. Als weiterer Störfaktor tritt der Capitano zwischen die beiden. Auch bei den Liebesbeziehungen der Dienerschaft sind stets Nebenbuhler zu finden. Dies sind die Grundmotive der Commedia dell′arte, die dann aus dem Stegreif ausgeschmückt werden.2
[...]
1 Rainer Hess, Gustav Siebenmann, Mireille Frauenrath, Tilbert Stegmann, Literaturwissenschaftliches Wörterbuch für Romanisten. Francke Verlag, Tübingen 1989, S.64
2 Walter Hinck, Das deutsche Lustspiel des 17. Und 18.Jahrhunderts und die italienische Komödie. Carl Ernst Poeschel Verlag 1965, S. 7
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