Inhaltsverzeichnis
1. Das Weihnachtsfest und sein Brauchtum
1.1. Zur Entstehung und Bedeutung des Weihnachtsfestes
1.2. Weihnachtsbräuche
1.3. Heiliger Abend
1.4. Weihnachtsessen
1.5. Die Krippe
1.6. Der Weihnachtsbaum
1.7. Der Christblock
1.8. Die Bescherung
2. Die Zeit nach Weihnachten
2.1. Silvester- und Neujahrsnacht
2.2. Epiphanias
Literatur
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1. Das Weihnachtsfest und sein Brauchtum
1.1. Zur Entstehung und Bedeutung des Weihnachtsfestes
Da der Tag der Geburt Jesu Christi unbekannt ist, stellt sich oft die Frage, wie es zur Datierung des Weihnachtsfestes kam.
Der 25. Dezember wurde schon immer als Fest der Sommersonnenwende gefeiert. Außerdem beging man in dieser Zeit verschiedene religiöse Feste. So feierte man im vorderasiatischen Raum die Geburt des indischen Lichtgottes Mithras, während man in Ägypten mit dem Isiskult die Geburt des Horus feierte. Und in Rom gab es Feste zu Ehren des Gottes Saturn und seiner Gemahlin Ops.
Dazu kamen heidnische Bräuche der Germanen wie das Mittwinterfest, ein Toten- und Fruchtbarkeitsfest, sowie das Julfest oder der Woltanskult.
Erst im Jahre 354 gelang es Papst Liberius, das erste christliche Weihnachtsfest in Rom zu feiern. 381 erließ Kaiser Theodosius auf dem 2. Konzil von Konstantinopel den 25. Dezember als Datum der Geburt Jesu.
Auch wenn es jetzt offiziell war, setzte sich das Weihnachtsfest erst sehr viel später durch. Das lag vor allem auch daran, dass die Geburt Jesu mit dem Beginn des Kalenders gleichgesetzt wurde. Damit feierte man nicht am 25. Dezember, sondern am 06. Januar. Das Wort „Weihnachten“ taucht das erstemal 1170 in einem Gedicht auf des fahrenden Sängers Spervogel auf.
1.2. Weihnachtsbräuche
In früherer Zeit war die Vorweihnachtszeit eine Fastenzeit, die am 25. November begann und bis Weihnachten dauerte. Zu dieser Zeit aß bzw. trank man nur bestimmte Speisen und Getränke.
• Fastengebäck wie z.Bsp. Fastenbrezeln
• Fastenbier
• Lebkuchen
• Spekulatius
• Gebildbrot
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Die strengsten Fastentage waren dabei der 23. und 24. Dezember. An diesen zwei Tagen verzehrte man nur Brotsuppe und getrocknetes Brot.
1.3. Heiliger Abend
Bei den Germanen war dies der Abend vor den zwölf Rauhnächten. Dieser Zeitraum zwischen dem 25. Dezember und dem 6. Januar war zur Vertreibung von Hexen und bösen Geistern gedacht. Außerdem galt in vorchristlicher Zeit in diesen Tagen der Julfriede. Dieser Brauch der Waffenruhe hat sich bis heute erhalten.
Der 24. Dezember war aber auch ein Fasten- und Vorbereitungstag. Haus und Hof wurde gereinigt und aufgeräumt.
Heutzutage ist der Heilig Abend als Tag der Bescherung doch sehr entfremdet worden.
1.4. Weihnachtsessen
Mit Ende der Fastenzeit genoss und genießt man bis heute am 25.12. ein üppiges Festmahl. Dazu wurden früher ganz bestimmte Mahlzeiten serviert, die alle eine Bedeutung hatten.
• Fisch als Symbol für Wasser, Leben und Fruchtbarkeit
• rogenreicher Hering als Symbol für Geld und Glück
• Bohnen und Linsen als Hoffnung auf Wohlstand
• Äpfel als Symbol für Gesundheit
• Salz und Brot als „Waffe“ gegen den Tod
Wenn wir heutzutage vielfach die Weihnachtsgans essen, haben wir dies der englischen Tradition zu verdanken. Der Legende nach servierte man Königin Elisabeth I. im Jahre 1588 gerade eine Gans, als sie die Nachricht vom Sieg über die spanische Flotte „Armada“ erreichte. Zur Erinnerung an diese gute Nachricht wird seither die Gans als Festtagsbraten serviert.
Seit dem 15. Jahrhundert gab es eine Entwicklung hin zum Gabenfest. Es sollte niemand hungern und so wurden Arme und Angestellte mit geweihten Gaben bedacht. Im Christentum entwickelte sich dazu die Tradition des Schenkens aus Freude über das Geschenk Gottes
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Arbeit zitieren:
Konstanze Herzberg, 2002, Das Brauchtum der Weihnachtszeit und der nachweihnachtlichen Zeit, München, GRIN Verlag GmbH
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Theologie - Didaktik, Religionspädagogik
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