Inhaltsangabe
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1. Einleitung: Frau und Beruf in der sozialhistorischen Betrachtung 2
2. Erwerbstätigkeit und Mutterschaft
2.1. Frau im Beruf vor der Geburt eines Kindes 3
2.2. Unterbrechung der Erwerbstätigkeit aus familiären Gründen 5
2.3. Die Frage der Rückkehr in den Beruf
2.3.1. Soziale und familiale Rahmenbedingungen 6
2.3.2. Betriebliche Rahmenbedingungen 8
3. Probleme bei der Erwerbstätigkeit von Müttern aus persönlicher Sicht
9
4. Schlussbetrachtung: Sonderfall der Erwerbstätigkeit von Müttern
behinderter Kinder 10
Bibliographie 12
2
1. Einleitung: Frau und Beruf in der sozialhistorischen Betrachtung Betrachtet man das Phänomen Erwerbstätigkeit und Mutterschaft, so ist es auch immer interessant, zu beobachten, wie sich die Rolle und somit die Stellung der Frau in der Gesellschaft im Laufe der Geschichte verändert hat. Denn in dem komplexen Thema der Erwerbstätigkeit spielen immer auch das Rollenverständnis und die Erwartungen, die an die Frau gerichtet sind eine wichtige Rolle.
In der Zeit der großen Haushaltsfamilie oder auch des „ganzen Hauses“, spielte die Frau als Hausmutter neben ihrem Mann, dem Hausvater, eine
große Rolle. Ihr war in dieser Zeit „als Hausherrin die Leitung der innerhäuslichen Geschäfte übertragen“ 1 . Und somit hatte sie neben ihrem Mann, der die Familie auch nach außen repräsentiert, eine gewisse Machtposition im Haus.
Doch als Folge der französischen Revolution und der Industrialisierung, verlor die Frau schließlich ihre Führungsrolle im Haus und somit auch in der Produktion. Denn die große Haushaltsfamilie war eine sogenannte Bedarfswirtschaft, in der alles was man zum Leben brauchte durch eigene Erzeugnisse befriedigt wurde.
Im Zuge der Industrialisierung nun werden die bürgerlichen Frauen ganz und gar zurückgedrängt auf die drei berühmt gewordenen K`s - Kirche, Küche,
Kinder - was Ingeborg Weber - Kellermann in ihrem Werk deutlich macht durch den Satz „ Die Hände sollte sich die junge Hausfrau möglichst nicht schmutzig machen. Das waren andere Maximen, als die der „Hausmutter“ aus der vorhergegangenen Epoche.“ 2 Eine Frau aus adligen Kreisen durfte auf keinen Fall einen Beruf ergreifen, sie war für das Leben zu Hause bestimmt., und war für die hauptsächlich für die Kinder da. Daher kommt es auch, dass diese Zeit auch als Jahrhundert der Entdeckung des Kindes bezeichnet wird, denn nun gab es sogenannte Kinderstuben, Kindermoden und Kinderspielzeug.
Das Leben der Arbeiterfrauen in der gleichen Zeit hingegen war häufig, wie auch das ihrer Männer von der Arbeit in der Fabrik geprägt. Für die
Arbeiterfrauen bedeutete jeder neue Tag besondere physische und psychische Belastungen. Einem Arbeitstag von 10-12 Stunden in der Fabrik, folgte am Abend die Sorge um ihre Kinder, die sich ansonsten den ganzen Nachmittag selbst überlassen waren. Das bürgerliche Familienidyll mit der nicht arbeitenden sorglosen Hausfrau konnte ihnen nur eine Wunschvorstellung sein.
Seitdem hat sich vor allem auch für die Frauen vieles verändert. Eine Berufsausbildung scheint heute auch für Mädchen eine Selbstverständlichkeit und junge Frauen suchen im Beruf immer mehr auch die eigene
Selbstverwirklichung. Doch auch heute stellt sich immer wieder die Frage nach der Vereinbarkeit von Beruf und Mutterschaft. Junge Frauen wollen sich nicht länger zwischen Erwerbstätigkeit oder Mutterschaft entscheiden, sondern die Möglichkeit haben, beides zu vereinbaren. Die Verbesserung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf kann jedoch nur erfolgen, wenn Staat und Wirtschaft geeignete Maßnahmen hierfür ergreifen, wie z.B. flexiblere Arbeitszeiten, mehr Kindertagesstätten und vieles mehr. Betrachtet man dies von der Beschreibung eines Lebenskonzeptes her, so wird deutlich, dass das Zwei-Phasen-Modell längst ausgedient zu haben scheint, und statt dessen das Drei-Phasen-Modell als Lebenskonzept der Frau aktuell wird. D.h. die Erwerbstätigkeit wird nach der Geburt eines Kindes zwar unterbrochen, aber danach erfolgt möglichst bald wieder die Rückkehr in den Beruf.
In der folgenden Arbeit soll nun genau dies - natürlich lediglich in aller Kürze, da es sonst den Rahmen einer solchen Arbeit sprengen würdenachzuzeichnen versucht werden.
Während sich der erste Punkt mit der Erwerbstätigkeit der Frauen vor der Geburt, d.h. mit der ersten Phase befasst, geht es im zweiten Punkt um die Unterbrechung der Erwerbstätigkeit aus familiären Gründen. In dieser Punkt sollen auch kurz die verschiedenen Möglichkeiten angesprochen werden, sich zum Beispiel den Erziehungsurlaub mit dem Mann zu teilen und ähnliches. Der dritte Punkt schließlich behandelt auch die dritte Phase, nämlich die Rückkehr in den Beruf, wobei hier vor allem auf die Rahmenbedingungen für den Wiedereinstieg der Frau eingegangen werden wird. Anschließend werden dann noch kurz die Probleme von Erwerbstätigkeit und Mutterschaft angesprochen.
2. Erwerbstätigkeit und Mutterschaft
2.1. Frau im Beruf vor der Geburt eines Kindes In einer Studie des deutschen Bundesministeriums für Arbeit und
Sozialordnung, sagten die meisten Frauen aus, dass sie mit ihrem Beruf und ihrer Tätigkeit vor der Geburt sehr zufrieden waren, und sie ihrer Arbeit einen hohen Stellenwert zumaßen. 3
Dabei war für die Frauen besonders die „Möglichkeit, Selbstbewusstsein und Leistungsbestätigung aus der Arbeitssituation zu beziehen...“ 4 sehr wichtig.
Arbeit zitieren:
M.A. Simone Nuß, 2002, Erwerbstätigkeit und Mutterschaft, München, GRIN Verlag GmbH
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