Inhaltsverzeichnis:
Seite NA
1. Einleitung
003 NA
2. Beziehung zwischen der EU und Polen
005 NA
3. Beitrittskriterien der EU
007 NA
3.1 Politische Kriterien
007 NA
3.2 Wirtschaftliche Kriterien
008 NA
4. Mögliche ökonomische Vorteile für Polen
und andere Beitrittsländer
011 NA
4.1 Garantierter Zugang zu EU-Märkten
011 NA
4.2 Anstieg der ausländischen Direktinvestitionen
und Strukturfonds
012 NA
5. Mögliche ökonomische Vorteile für Polen
und die EU
014 NA
5.1 Wachsende Absatzpotentiale und
regionalökonomische Auswirkungen
014 NA
5.2 Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit
015 NA
6. Mögliche ökonomische Nachteile für Polen
und andere Beitrittsländer
016 NA
7. Mögliche ökonomische Folgen für Polen
und die EU (Güter- Kapital- und
Arbeitsmarkt Ressourcentransfer)
18 NA
8. Migration
019 NA
9. Zusammenfassende Schlussbetrachtung
020 NA
10. Quellen und Literatur
021 NA
2 NA
1. Einleitung
Polen ist das größte (312.000 Quadratkilometer) und bevölkerungsreichste (knapp 40 Millionen) Neumitglied der Europäischen Union. Aufgrund dieser Fakten, aber auch aufgrund der geopolitischen Lage und der historischen Entwicklung, gehört Polen zu den wichtigsten Beitrittsländern der EU.
Mit der Unterzeichnung des Europaabkommens am 16.12.1991, dass Polen gemeinsam mit der Tschechoslowakei und Ungarn unterzeichnete, wurde die Heranführung an die EG besiegelt. 1 Polen, welches als Vorreiter unter den osteuropäischen Ländern bis 1989 gegen den Kommunismus/Sozialismus kämpfte, wurde mit dem Antrag auf den Beitritt zur Europäischen Union am 05.04.1994 in den Kandidatenkreis aufgenommen und richtet eine Politik seitdem strikt auf die Angleichung und Erfüllung des erforderten EU-Standards, den „acquis communautaire 2 “, aus.
Am 1. Mai 2004 stand nun der Europäischen Union die fünfte Integrationsetappe nach ihrer Gründung bevor.
Die Erweiterung der EU auf 25 Mitglieder durch den Beitritt von zehn Staaten Ost-, Ostmittel- und Südeuropas, unter anderem auch Polen, ist noch immer mit hohen Anpassungs- und Reformerfordernissen verbunden.
Die Aufgabe dieser Seminararbeit wird es sein, mögliche ökonomische Folgen, sowohl für Deutschland, als auch für das Neumitglied Polen, der Europäischen Union nach der EU-Osterweiterung zu filtern und grob zu skizzieren, ohne dabei diese Auswirkungen analytisch zu diskutieren. 1 Müller-Brandeck.Bocquet, Gisela: Polen in der Europäischen Union, In: Der Fischer Weltalmanach „Eu- Erweiterung“, FFM 2004, S. 85 2 „aquis communautaire“: Von den Beitrittsländern wird verlangt, dass sie den gemeinschaftlichen Besitzstand an Primäs- und Sekundärrecht übernehmen, was voraussetzt, dass sie über moderne und leistungsfähige Verwaltungsstrukturen verfügen.
3
Hierbei gilt es in Ansätzen die Fragen zu erörtern, welche eventuellen Vor- und Nachteile für die Ökonomien der EU bzw. der neuen Mitglieder (und im speziellen Fokus auf Polen) nach der Erweiterung bestehen könnten.
Was sind mögliche wirtschaftliche Perspektiven nach der EU-Osterweiterung?
Sind die ökonomischen Folgen für die EU bzw. für die Beitrittsländer voneinander abhängig oder kann man diese separat voneinander betrachten?
Es sei darauf hingewiesen, dass diese Hausarbeit primär ein Grundriss möglicher Folgen der EU-Osterweiterung darstellt und nicht dem Anspruch nachgeht, ganzheitlich erschöpfend zu sein.
4
2. Beziehung zwischen der Europäischen Union und Polen
Bei den langwierigen Beitrittsverhandlungen erwies sich Polen, das meist als Wortführer der anderen MOE-Staaten auftrat, als ein äußerst hartnäckiger Partner, der sehr auf seine finanziellen Interessen fixiert war. Als die groben Problembereiche bei den Verhandlungen kristallisierten sich schnell die Landwirtschaft und die Strukturhilfe für ärmere Regionen heraus, daneben die geforderte Freizügigkeit polnischer Arbeitnehmer auf dem EU- Binnenmarkt, sowie der Bodenerwerb durch Ausländer in Polen. 3 Diese zum Teil emotionsgeladenen Debatten ließen im rechten Parteilager eine deutlich anti-deutsche Stimmung entstehen.
Polen sah sich finanziell hintergangen und verweigerte zunächst die Unterzeichnung des Agrarkompromisses (vom Oktober 2002), welcher festlegte, dass die neuen Mitgliedstaaten in das System der Direktzahlungen nur stufenweise einbezogen werden und erst ab 2013 Beihilfe in der gleichen Höhe wie die Landwirte der EU-Altmitglieder erhalten. 4 Unter dem Druck der zunehmend europaskeptischen politischen Klasse, verhandelte Ministerpräsident Leszek Miller sehr hart nach und konnte für Polen einige Besserungen erreichen.
Finanziell gibt es eine gute Unterstützung seitens der EU: Nachdem Polen im Zeitraum 1990-1999 über 2 Milliarden und 2004-2006 14,9 Milliarden Euro aus dem PHARE-Programm erhalten hatte, werden nach heutigen Schätzungen in den Jahren 2007-2013 etwa 69,2 Milliarden Euro in das Land fließen. 5 Insgesamt kann man sagen, dass Polen sich von einem Europa-begeisterten Land zu einem eher schwierigen, sehr selbstbewussten Partner entwickelt. Einerseits möchte das Land der EU angehören, ihre Finanzhilfen erhalten und von dem Machtmultiplikator profitieren, den die EU ihren Mitgliedstaaten 3 Müller-Brandeck.Bocquet, S. 89 4 vgl. ebd., S. 90 5 vgl. ebd., S. 91
5
besonders in den Außenbeziehungen bietet. Andererseits aber ist Polen eher zögerlich, wenn es um die Beschneidung der erst vor einigen Jahren zurückerlangten Souveränität geht.
Man kann sogar behaupten, dass das Neumitglied in einer widersprüchlichen Symbiose der europäischen Reintegration und Renationalisierung lebt. Im Grunde räumen sie Europa nur eine wirtschaftliche Mission ein. 6
6
Martens, Stefan: Das erweiterte Europa. In: APuZ B17/2004, S. 4
6
Arbeit zitieren:
Laura Niedballa, 2006, Ökonomische Folgen der EU für Polen, München, GRIN Verlag GmbH
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:
Einbetten
DOI
Ökonomische Folgen der EU-Osterweiterung
Politik - Internationale Politik - Thema: Europäische Union
Seminararbeit, 16 Seiten
Gesch. Europa - Deutschland - I. Weltkrieg, Weimarer Republik
Hauptseminararbeit, 40 Seiten
Das Okunsche Gesetz - Der Zusammenhang zwischen Wirtschaftswachstum un...
Seminararbeit, 22 Seiten
Lustration, Entkommunisierung, Aktenöffnung - Vergleichende Analyse de...
Politik - Internationale Politik - Region: Osteuropa
Hauptseminararbeit, 23 Seiten
Der Beitrittsmodus der EU-Osterweiterung
Politik - Internationale Politik - Thema: Europäische Union
Hausarbeit, 19 Seiten
Die wirtschaftliche Transformation ehemals sozialistischer Staaten nac...
Ein Zwei-Länder-Vergleich: DDR...
BWL - Wirtschafts- und Sozialgeschichte
Hauptseminararbeit, 27 Seiten
Internationale Lenkungsinstrumente: Die WTO
Politik - Internationale Politik - Thema: Int. Organisationen u. Verbände
Seminararbeit, 25 Seiten
Legitimität in modernen Demokratien
Eine vergleichende Untersuchun...
Politik - Politische Theorie und Ideengeschichte
Hausarbeit, 22 Seiten
Neaira, eine Hetäre, die sich das Bürgerrecht erschwindeln wollte?
Eine Betrachtung des athenisch...
Geschichte - Weltgeschichte - Frühgeschichte, Antike
Hauptseminararbeit, 26 Seiten
Ökonomischer und gesellschaftlicher Wandel im Vergleich
Geschichte Europa - and. Länder - Neueste Geschichte, Europäische Einigung
Seminararbeit, 27 Seiten
Politische Partizipation von Frauen in Bulgarien
Politik - Internationale Politik - Region: Osteuropa
Hausarbeit, 17 Seiten
Gibt es einen Zusammenhang zwischen Arbeitslosigkeit und Output - Ok...
Hausarbeit, 40 Seiten
Should the UK become a member of EMU? Critically evaluate the pros and...
Hauptseminararbeit, 14 Seiten
Laura Niedballa hat den Text Ökonomische Folgen der EU für Polen veröffentlicht
Laura Niedballa hat einen neuen Text hochgeladen
Redaktion hat den Text Ökonomische Folgen der EU für Polen kommentiert
Heidi
Kritik.
Für zweiundzwanzig Seiten ist der Inhalt ziemlich wenig. Wenn man den Text mit Schriftgrad zwölf formatiert und normale Ränder von zwei oder drei Zentimetern nimmt, wie üblich, dann kommt man auf deutlich weniger Seiten. Inhaltlich ist die Hausarbeit gut, wenn auch in einigen Punkten, wie den Nachteilen für Polen, ziemlich dürftig mit nur einem Aspekt.
am Monday, July 10, 2006-
Redaktion
Re: Kritik.
Die Arbeit ist mit 12 Punkt-Schrift formatiert. Die etwas breiteren Ränder wurden bei der Preisfestsetzung berücksichtigt.
am Monday, July 10, 2006-