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Kulturorientierte Führung

Seminararbeit, 2005, 28 Seiten
Autor: Marco Wörner
Fach: Wirtschaft - Personal und Organisation

Details

Kategorie: Seminararbeit
Jahr: 2005
Seiten: 28
Note: 1,7
Literaturverzeichnis: ~ 25  Einträge
Sprache: Deutsch

Archivnummer: V53040
ISBN (E-Book): 978-3-638-48594-4

Dateigröße: 469 KB


Textauszug (computergeneriert)

Kulturorientierte Führung

von: Marco Wörner

 


Inhaltsverzeichnis

1. Die Kultur als Erfolgsfaktor für eine Unternehmung  1

2. Kulturmodelle  2

2.1 Das Drei-Ebenen-Modell von Schein  2

2.1.1 Artefakte 2
2.1.2 Werte 4
2.1.3 Grundannahmen  4

2.2. Erklärungsmodelle für das Verstehen von Kultur 4
2.3. Das Eisbergmodell der Kultur 5

3. Kulturprinzipien  6

3.1 Das Dualitätsprinzip 6
3.2 Das Pathologieprinzip  6
3.3 Das Hierarchieprinzip  8
3.4 Das FOSI - Prinzip 9
3.5 Das Stimmigkeitsprinzip 10

4. Kulturumsetzung 10

4.1 Kulturwirkung: Personalführung durch Kultur 10
4.2 Kulturgestaltung: Kultur durch Personalführung 11

5. Interkulturelle Führung  12

5.1 Der Kulturkorridor  12

5.1.1 Kulturkonvergenz vs. Kulturdivergenz 12
5.1.2 Der Kulturkorridor als Instrument der interkulturellen Führung  13

5.2 Kulturdimensionen 14

5.2.1 Kulturdimensionen nach Hofstede 14

5.2.1.1 Die Empirische Kulturstudie bei IBM als Ausgangspunkt 14
5.2.1.2 Die fünf Kulturdimensionen  14
5.2.1.3 Kulturkreise 15
5.2.1.4 Kritische Würdigung 16

5.2.2 Kulturdimensionen nach Hampden-Turner und Trompenaars  17

5.3 Der Einsatz des Management by Objectives im interkulturellen Umfeld 17
5.4 Kulturkompatibilität 19

6. Ausblick  19

Anlage  22

Literaturverzeichnis 25
 

 


 

1. Die Kultur als Erfolgsfaktor für eine Unternehmung

In einer immer stärker integrierten Weltwirtschaft spielt Kultur als Erfolgsfaktor für eine Unternehmung eine wichtigere Rolle als jemals zuvor. Güter, Dienstleistungen, Kapital sowie Arbeitskräfte werden über Grenzen hinweg transferiert und erhöhen die Komplexität mit der sich global agierende Unternehmungen auseinander setzen müssen. Diese Entwicklung der grenzüberschreitenden Geschäftstätigkeiten wird gemeinhin auch als Globalisierung bezeichnet. In dieser veränderten Umwelt müssen auch die Aspekte einer internationalen Unternehmens- sowie Mitarbeiterführung beachtet werden. Täglich treffen verschiedene Kultur- und Lebenswelten aufeinander,1 die diese Prozesse noch erschweren.

Diese Auseinandersetzung mit kulturellen Verschiedenheiten bezüglich der Mitarbeiterführung betrifft aber nicht nur Führungskräfte im Auslandseinsatz, sondern neben diesen Expatriates auch die inländischen Führungskräfte.2 In verstärktem Maße, wie dies bisher schon der Fall ist, verändert sich auch die inländische Führungssituation. Durch Arbeitsplatzmobilität und internationale Projektteams muss auch im Inland die Kultur der Geführten immer stärker beachtet werden. Doch was ist Kultur? Für den Begriff „Kultur“ gibt es eine Reihe von Definitionen. Hofstede beschreibt Kultur als die mentale Programmierung des Menschen in seinem gesellschaftlichen Umfeld. 3 Er verbindet Kultur mit dem wie der Mensch schon von Kindheit an lernt zu denken, zu fühlen und zu handeln. Schein hingegen erweitert den Kulturbegriff Hofstede’s indem er unter Kultur ein über lange Zeit erworbenes Wertemuster versteht, welches in einer gewohnten Art zu denken und zu fühlen zum Ausdruck kommt und den Mitgliedern einer Kulturgemeinschaft ein stabiles Verständnis darüber vermittelt, wie Dinge zu verstehen und Probleme für gewöhnlich zu lösen sind.4

In der Vergangenheit haben sich verschiedene Formen von Kulturen herausgeprägt. Diese verschiedenen Kulturarten sind zum Beispiel die Landeskultur einer Nation sowie die Unternehmenskultur eines Betriebes oder Konzerns. „Unternehmenskultur ist das implizite Bewusstsein eines Unternehmens, das sich aus dem Verhalten der Unternehmensmitglieder ergibt und das im Gegenzug das Verhalten der Individuen steuert.“5 Die originären Funktionen der Unternehmenskultur erfolgen aus den gemeinsamen Werten und Normen der Organisation, die sich auf das interne Beziehungsgefüge als auch das Handeln der Unternehmensmitglieder auswirken.6 Diese Funktionen sind die Koordinationsfunktion, die Integrationsfunktion und die Motivationsfunktion. Derivative Funktionen der Unternehmenskultur ergeben sich unmittelbar aus den originären Funktionen und können aus dem Wirksamwerden der in den originären Funktionen wirksamwerdenden kulturellen Werten und Normen abgeleitet werden. Die Landeskultur hingegen ist im Groben mit Nationen gleichzusetzen und beschreibt die verschieden Normen und Werte der - einer Nation oder eines Kulturkreis angehörigen - Personen. Jede Nation hat unterschiedliche kulturelle Wertvorstellungen, wie die im weiteren Verlauf beschriebenen Studien von Hofstede zeigen.7 Aufgrund der immer stärker werden Auswirkungen von kulturellen Einflüssen auf die Führung soll in der folgenden Arbeit die Bedeutung und der Einfluss der Kultur auf die Unternehmens- und Mitarbeiterführung herausgearbeitet werden. Ebenso soll anhand weniger ausgewählter Führungsinstrumente die interkulturelle Personalführung exemplarisch dargestellt werden. Abschließen wird die Arbeit dann mit einem Ausblick auf die Herausforderungen für die Mitarbeiterführung in einem interkulturellen Umfeld.

2. Kulturmodelle

2.1 Das Drei-Ebenen-Modell von Schein

2.1.1 Artefakte

Um die Kultur für die richtige Interpretation und Anwendung in Organisationen und Unternehmungen fassbar zu machen gibt es mehrere deskriptiv-erklärende und präskriptiv- gestaltende Modelle.8 Im Folgenden wird Schein’s Drei-Ebenen-Modell der Kultur, mit den Ebenen der Artefakte, der Werte sowie der Grundannahmen, beschrieben.9 Auf weitere Modelle, wie das zum Beispiel das Cultural Dynamics Modell von Hatch und das Spiralmodell von Gagliardi soll aufgrund der Tatsache, dass das Modell von Schein das Bedeutendste ist und wegen des eingeschränkten Umfanges dieser Arbeit verzichtet werden.

Wie oben schon gezeigt wurde ist die Unternehmenskultur eine der zentralen Einfluss- und Steuerungsgrößen des Verhaltens von Mitarbeitern.10 Schein beschreibt die Unternehmenskultur als Zusammenspiel von drei Kulturschichten.

Abbildung 1: Die drei Ebenen der Kultur 11 [Abbildung in der Downloaddatei vorhanden]

Auf der obersten Ebene der Kultur, der Artefakte, äußert sich Kultur in gemeinsamen, sichtbaren Objekten oder Ausdrucksweisen eines Kulturkreises.12 Elemente dieser Kulturschicht sind unter anderem Symbole, Helden und Rituale. Symbole sind direkt beobachtbare Ausdrucksformen einer Kultur, die einen Einblick in deren Werte, Normen und Grundannahmen erlauben.13 Diese Symbole sind zum Beispiel bestimmte Bekleidungsvorschriften, wie Uniformen eines Betriebes oder eine konzernweite Sprache. In den meisten global agierenden Konzernen ist diese Konzernsprache Englisch.

[...]


1 Vgl. Vinzent (2003), S.30.

2 Vgl. auch im Folgenden Kühlmann (2005), S.175.

3 Vgl. Hofstede (1991), S.4.

4 Vgl. Schein (1985), S.6.

5 Scholz (2000), S.779.

6 Vgl. auch im Folgenden Heinen (1987), S.146 f.

7 Vgl. hierzu auch Kapitel 5.2.

8 Vgl. Scholz (2000), S.790.

9 Vgl. Abbildung 1.

10 Vgl. Scholz (2000), S.790.

11 Eigene Darstellung in Anlehnung an Schein (1985), S.14 und Scholz (2000), S.791.

12 Vgl. Schein (1985), S.14.

13 Vgl. Blom/Meier (2004), S.41 f.


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