SAP Bestellanforderungen Werner Hommes
Inhalt
1 Einleitung 3
2 Überblick und Einordnung 3
3 Beschreibung der Komponenten 4
3.1 Logistik 4
3.2 Materialwirtschaft 5
3.3 Einkauf 5
3.4 Bestellanforderung 6
4 Beschaffung im Materialwirtschaftssystem 6
5 Hauptmerkmale von Bestellanforderungen 6
5.1 Beschaffungsart 6
5.2 Bestellart 7
5.3 Erstellungskennzeichen 8
5.4 Direktes Anlegen von Bestellanforderungen 8
5.5 Indirektes Anlegen von Bestellanforderungen 9
5.6 Archivierungen 9
5.7 Auswertungen 10
6 Freigabeverfahren 11
6.1 Überblick 11
6.2 Freigeben von Bestellanforderungen 11
7 Erläuterung von Bestellanforderungen (Beispiele) 12
7.1 Bestellanforderungen mit EnjoySAP 12
7.2 Beispiel: Anlegen einer direkten Banf 14
7.3 Beispiel: Anlegen einer indirekten Banf (Fertigungsauftrag) 16
7.4 Ändern bzw Anzeigen einer Banf 22
8 Folgefunktionen (Banf à Einkaufsbelege) 22
9 Anhang 24
9.1 Abbildungsverzeichnis 24
9.2 Quellenangaben 24
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SAP Bestellanforderungen Werner Hommes
1 Einleitung
Inhalt dieser Hausarbeit ist die Erörterung des Themas "Bestellanforderung"
(kurz: Banf) im Rahmen der Veranstaltung Produktionswirtschaft Um die
Thematik besser einordnen zu können wird zunächst kurz erläutert was eine
Bestellanforderung ist in welchem Umfeld sich die Fragestellung bewegt und
welche Funktionalitäten sich in der hier angesprochenen Umgebung bieten
Definition Bestellanforderung des SAP -R 3 -Systems:
Aufforderung an den Einkauf ein Material oder eine Dienstleistung in
einer bestimmten Menge zu einem bestimmten Termin zu beschaffen
Eine Bestellanforderung definiert den Bedarf an einem Material oder einer
Dienstleistung Der Einkauf wird hiermit aufgefordert Materialien in
vorgegebener Menge zu einem vorgegebenen Termin zu beschaffen Einzuordnen
ist die Bestellanforderung in den Einkauf einer Teilkomponente der
Materialwirtschaft Eine Bestellanforderung kann manuell erfasst (direktes
Anlegen einer Banf Kapitel 5 4) werden oder im Rahmen der Bedarfsplanung
entstehen (indirektes Anlegen Kapitel 5.5).
2 Überblick und Einordnung
Das SAP-R 3-System (in der aktuellen Version: SAP R 3 Release 4 6)C setzt
sich im Wesentlichen zusammen aus den großen betriebswirtschaftlichen
Anwendungsbereichen Rechnungswesen Personalwirtschaft und Logistik
Diese Applikationen bestehen wiederum aus Modulen oder Hauptkomponenten
beispielsweise für die Logistik die Module Materialwirtschaft (MM Materials
Management) Vertrieb (SD Sales and Distribution) oder Produktionsplanung
und -steuerung (PP Production Planning and Control)
Diese Hauptkomponenten sind ihrerseits wiederum unterteilt in
Untermodule oder Teilkomponenten beispielsweise für die Materialwirtschaft die
Untermodule Einkauf (-MMPUR MM Purchasing) Bestandsführung (-MM
IM) oder Rechnungsprüfung (-MMIV) Diese Teilkomponenten gliedern sich
nochmals auf in Unterkomponenten Bestellanforderungen (-MMPUR-REQ
-MMPUR Request) ist eine Unterkomponente des Einkaufs
Diese Gliederung findet sich auch in der Bedienoberfläche des SAP-R 3-
Systems wieder Zur besseren Übersicht und Einordnung soll Abbildung 1 dienen
welche die Einordnung des Einkaufs und der Bestellanforderungen in das
Gesamtsystem aufzeigt:
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SAP Bestellanforderungen Werner Hommes
(Abb. 1: Einordnung Banf in SAP-R/3-System)
3 Beschreibung der Komponenten
3.1 Logistik
Die Logistik ist der Oberbegriff für alle Prozesse
der Herstellung,
•
der Beschaffung,
•
der Lagerung,
•
des Vertriebs von Wirtschaftsgütern.
•
Sämtliche Geschäftsprozesse innerhalb der logistischen Kette zwischen
Beschaffung und Absatz werden in einem integrierten Logistiksystem
bereichsübergreifend geplant, gesteuert und koordiniert.
SAP Bestellanforderungen Werner Hommes
3.2 Materialwirtschaft
Die Materialwirtschaft deckt die Funktionen von der Disposition über den Einkauf bis zur Bestandsführung, Lagerplatzverwaltung, Lagersteuerung und Rechnungsprüfung ab. Sie stellt eine übergreifende Abwicklung des gesamten Beschaffungsprozesses sicher,
von der Bestellanforderung
• über die Bestellung und den Wareneingang
• bis zur Rechnungsprüfung.
•
Zu den Hauptaufgaben der Materialwirtschaft gehört die Beschaffung der benötigten Güter und die Bereitstellung dieser Güter
in der erforderlichen Menge,
• zum richtigen Zeitpunkt,
• zum günstigsten Preis,
• in der gewünschten Qualität.
•
3.3 Einkauf
Der Einkauf hat innerhalb der Materialwirtschaft folgende Aufgaben:
Externe Beschaffung von Materialien bzw. Dienstleistungen
• Ermittlung möglicher Bezugsquellen
• Einflussnahme auf die Preisgestaltung
• Reaktion auf Änderungswünsche zu Bestellanforderungen
• Auslösung von Bestellungen, Überwachung der Warenlieferungen
• Einflussnahme auf die Qualität des zu beschaffenden Materials
•
Der Einkäufer erhält vom Materialdisponenten Bestellanforderungen für die zu bestellenden Materialien, inklusive vorgegebener Menge und vorgesehenem Termin. Diese Bestellanforderungen werden entweder manuell erfasst (Direktanforderungen, Kapitel 5.4) oder im Rahmen der Bedarfsermittlung (indirekte Anforderungen, Kapitel 5.5) generiert.
Eine reibungslose Beschaffung setzt voraus, dass Kommunikation zwischen allen Beteiligten stattfindet. Dieser Informationsfluss ist im SAP-R/3-System dadurch gewährleistet, dass der Einkauf in das Gesamtsystem integriert ist und Übergänge zu einer Vielzahl anderer SAP-Module aufweist, z. B. zum:
Controlling (CO)
• Finanzwesen (FI)
• Vertrieb (SD)
• Produktion (PP, siehe Beispiel Kapitel 7.3)
•
SAP Bestellanforderungen Werner Hommes
3.4 Bestellanforderung
Wie bereits in der Einleitung beschrieben, werden Bestellanforderungen dazu verwendet, Bedarfe an Materialien und/oder Dienstleistungen zu melden und zu verwalten. Der Einkauf wird dadurch aufgefordert, entsprechend tätig zu werden. Eine Bestellanforderung kann durch Bestellungen oder Rahmenverträge erfüllt werden. Sie ist ein interner Beleg, der keine Verwendung außerhalb des Unternehmens findet. Eine nähere Beschreibung folgt ab Kapitel 5 bzw. Kapitel 7.
4 Beschaffung im Materialwirtschaftssystem
Die externe Beschaffung im MM-System basiert auf einem Zyklus genereller Aktivitäten. Im einzelnen umfasst der typische Beschaffungszyklus folgende Phasen, worauf jedoch (außer auf Punkt 1) nicht näher eingegangen wird:
Bedarfsermittlung:
• Der Bedarf an Materialien entsteht entweder in den Fachabteilungen oder im Rahmen der Disposition. Bei Materialien, die im Materialstamm definiert sind, kontrolliert das System den jeweiligen Meldebestand und ermittelt so die nachzubestellenden Materialien. Das System bietet die Möglichkeit, Bestellanforderungen entweder selbst zu erfassen oder sie automatisch erzeugen zu lassen.
Ermittlung der Bezugsquelle
• Lieferantenauswahl und Angebotsvergleich
• Bestellabwicklung
• Bestellüberwachung
• Wareneingang und Bestandsführung
• Rechnungsprüfung
•
5 Hauptmerkmale von Bestellanforderungen
5.1 Beschaffungsart
Eine Bestellanforderung besteht aus Positionen, für die jeweils eine Beschaffungsart festgelegt ist. Die Position enthält die Menge und den Termin des zu liefernden Materials bzw. die Menge der zu erbringenden Dienstleistung. Die Beschaffungsart wird über das Feld "Positionstyp im Einkaufsbeleg" in der Eingabe-Maske von EnjoySAP gesteuert (Kapitel 7.2). Es gibt folgende Haupt- Beschaffungsarten:
Normal (default = leer = normal)
• Lohnbearbeitung
• Konsignation
• Umlagerung
• Dienstleistung
•
Arbeit zitieren:
Werner Hommes, 2002, SAP Bestellanforderungen, München, GRIN Verlag GmbH
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