Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung 2
2. Institutionen 3
2.1 Stiftung Lesen 3
2.2 Bertelsmann Stiftung. 3
2.3 Börsenverein des Deutschen Buchhandels e.V. 4
3. Verfahren. 4
3.1 Theorieansätze. 4
3.2 Forschungstypen. 5
3.3 Forschungsstruktur. 6
3.3.1 Forschungsgegenstand 6
3.3.2 Fragestellungen 6
3.3.3 Methodische Vorgehensweise. 7
3.3.4 Probleme 8
4. Ergebnisse. 9
4.1 Verschiedene Aspekte des Leseverhaltens. 9
4.2 Bisherige Ergebnisse 1958-1993. 9
4.3 Aktuelle Ergebnisse der Stiftung Lesen (1992/2000) 10
4.3.1 Ziele, Rahmenbedingungen und methodisches Vorgehen 11
4.3.2 Leseverhalten im Medienkontext 11
4.3.3 Was wird gelesen? 12
4.3.4 Kaufimpulse. 12
4.3.5 Lesesozialisation, Familieneinfluss und Lesemotivation. 13
4.3.6 Der Index „Buchlesen“ 13
4.3.7 Wandel der Lesestrategien. 14
4.3.8 Ein Blick auf die Vielleser 15
5. Fazit und Ausblick 15
6. Literaturverzeichnis. 17
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1. Einleitung
Die aktuelle PISA-Studie hat mit ihren Ergebnissen im Bereich Bildung unlängst für Ernüchterung gesorgt. Im Vergleich zu anderen Ländern sieht es mit den Lesefertigkeiten bei deutschen Schulkindern schlecht aus. Bestseller wie beispielsweise die „Harry Potter-Reihe“ geben zwar punktuell positive Signale für das Lesen, können aber dennoch nicht langfristig einem Negativtrend entgegenwirken. Grund genug also, das Leseverhalten und die Lesekompetenz einmal näher zu untersuchen, Vermutungen empirisch zu untermauern und Gründe für Entwicklungen im heutigen Leseverhalten von Menschen zu finden. Ziele dieser Untersuchungen könnten sein, auf die Bedürfnisse der heutigen Leser zu reagieren und Verlage, Buchhändler und die Bildungspolitik auf Trends und Entwicklungen im Leseverhalten hinzuweisen. Die Leseförderung kann außerdem wesentliche Erkenntnisse der Lese(r)forschung dazu nutzen, um neue Anreize zum Lesen zu schaffen.
Will man Informationen über den Stellenwert des Lesens innerhalb der Bevölkerung gewinnen, sollte man einen Blick auf die Lese(r)forschung zu werfen. Besonders aufschlussreich sind dabei empirische Studien, die unterschiedliche Dimensionen des Lesens untersuchen. Wenngleich die Geschichte des Lesens sehr weit zurückzuverfolgen ist, so beschäftigt man sich erst seit verhältnismäßig kurzer Zeit damit, Lesegewohnheiten zu analysi eren. Im Folgenden soll daher ein Überblick über die Lese(r)forschung gegeben werden: Zunächst werden mit der Stiftung Lesen, dem Börsenverein des Deutschen Buchhandels sowie der Bertelsmann Stiftung drei wesentliche Institutionen der Lese(r)forschung bzw. Buchmarktforschung vorgestellt.
Anschließend sollen mögliche Verfahren der Forschung näher beleuchtet werden. Hier geht es zunächst um eine Einordnung in den theoretischen Zusammenhang und Darstellung verschiedener Forschungstypen, der Schwerpunkt liegt jedoch in der Betrachtung des For-schungsgegenstandes und möglichen Fragestellungen in der Forschung. Auch sollen besondere Kennzeichen, Methoden und Probleme der Lese(r)forschung kurz angerissen werden. Nach einem kurzen Blick auf bisherige zentrale Befunde der Lese(r)forschung soll schließlich mit aktuellen Befunden der Stiftung Lesen aus den Jahren 1992 und 2000 das Leseverhalten in Deutschland in seinen wesentlichen Zügen beschrieben werden. Welche Auswirkungen und Möglichkeiten für die Zukunft diese Erkenntnisse bieten, soll abschließend Gegenstand des Fazits sein.
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2. Institutionen
2.1 Stiftung Lesen
Der Ursprung der Stiftung Lesen lässt sich bis in die 1960er Jahre zurückverfolgen, als engagierte Buchhändler, Verleger und Persönlichkeiten aus Bildung und Kultur eine „Theodor-Heuss-Gesellschaft“ zur Leseförderung planten (vgl. Buhrfeind 1999, 483). In den 1970er Jahren führte die flächendeckende Verbreitung des Fernsehens zu Bemühungen, eine praktisch tätige Institution zu schaffen, die dieser Entwicklung begegnen sollte - es folgte die Gründung der „Deutschen Lesegesellschaft“ im Jahr 1976 (vgl. Buhrfeind 1999, 483). 1988 wurde sie in „Stiftung Lesen“ umgewandelt und hat ihren Sitz in Mainz. Wesentliche Ziele der Stiftung Lesen liegen in der Leseförderung in Familie, Kindergarten und Schule. Im Zuge dessen liegt ihr auch daran, Kampagnen und Werbung für das Lesen durchzuführen und Information und Dokumentation zu Medienkultur und Leseförderung zu leisten. Nicht zuletzt ist ein wichtiges Ziel der Stiftung Lesen die Forschung (vgl. Buhrfeind 1999, 483-484).
In ihrer konkreten Tätigkeit ist die Stiftung Lesen ebenfalls eine Anlaufstelle für alle, die sich für das Lesen einsetzen. Sie unterstützt die Leseförderung durch Projekte und Kampagnen und entwickelt methodische Grundlagen für praktische Leseförderungsarbeit weiter (vgl. Buhrfeind 1999, 484). Wissenschaftliche Tagungen und Veranstaltungen gehören zu ihren Aufgaben wie auch die Zusammenarbeit mit Unternehmen, Verlagen und dem Buch-handel (vgl. Buhrfeind 1999, 484).
2.2 Bertelsmann Stiftung
Die Bertelsmann Stiftung wurde 1977 durch den Unternehmer Reinhard Mohn in Gütersloh gegründet (vgl. Bertelsmann Stiftung 2005a). Während die Stiftung Lesen sich - wie der Name es nahe legt - ausschließlich mit dem Lesen beschäftigt, nennt die Bertelsmann Stiftung Ziele in vielen Bereichen. „Die Bertelsmann Stiftung will frühzeitig gesellschaftliche Heraus-forderungen identifizieren sowie exemplarische Lösungsmodelle entwickeln und verwirklichen“ (Bertelsmann Stiftung 2005c), heißt es in den Zielen.
Sie setzt sich somit für eine bessere Bildung ein, strebt eine gerechtere, effiziente Wirtschaftsordnung an und tritt für ein vorsorgendes Gesundheitswesen ein. Des Weiteren sind eine lebendige Bürgergesellschaft und eine wachsende internationale Verständigung als Ziele genannt. Projekte werden in den Bereichen Bildung, Kultur, Wirtschaft, Demokratie
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und Gesundheit durchgeführt (vgl. Bertelsmann Stiftung 2005b). Besonders in den Bereichen Leseförderung und Leseforschung setzt die Bertelsmann Stiftung seit langem Akzente.
2.3 Börsenverein des Deutschen Buchhandels e.V.
1825 wurde der „Börsenverein der Deutschen Buchhändler zu Leipzig“ gegründet. Auf seine Initiative hin entstand 1912 die Deutsche Bücherei in Leipzig sowie 1947 die Deutsche Bibliothek in Frankfurt (vgl. Börsenverein des Deutschen Buchhandels 2004b). Nach dem zweiten Weltkrieg schlossen sich die buchhändlerischen Landesverbände 1948 zur Arbeitsgemeinschaft Deutscher Verleger- und Buchhändler-Verbände zusammen. Im weiteren Verlauf kam es 1955 zu einer grundlegenden Satzungsänderung mit dem noch heute gültigen Namen „Börsenverein des Deutschen Buchhandels e.V.“. Die Börsenvereine in Leipzig und Frankfurt am Main schlossen sich 1991 zu einem gesamtdeutschen Börsenverein zusammen (vgl. Börsenverein des Deutschen Buchhandels 2004b).
Als Spitzenorganisation des herstellenden und verbreitenden Buchhandels besteht die wichtigste Aufgabe des Börsenvereins darin, die Interessen von Verlagen und Buchhändlern zu vertreten (vgl. Börsenverein des Deutschen Buchhandels 2004a). Was die Forschung betrifft, so betätigt sich der Börsenverein vor allem in der Buchmarktforschung. Auch die Leseförderung ist ein wichtiger Bestandteil seiner Arbeit.
3. Verfahren
3.1 Theorieansätze
Verschiedene sozialwissenschaftliche Studien zum Verhalten und zu den Einstellungen von Menschen lassen sich auch auf die Leseforschung anwenden. Bonfadelli (1999, 107-108) hat diese verschiedenen Ansätze in einem „theoretischen Bezugsrahmen des Leseverhaltens“ veranschaulicht (vgl. Abbildung 1). Dieser soll im Folgenden kurz vorgestellt werden, ohne j edoch auf weitere theoretische Einzelheiten einzugehen. Auf der einen Seite finden sich geselschaftliche Rahmenbedingungen, die die Mediennutzung und somit auch das Lesen von Büchern beeinflussen: Inwieweit das Buch durch sozio-kulturelle Einflüsse und die Bildungspolitik (Schulbesuch etc.) eine Bedeutung für das Individuum erlangt, wird oft in der wichtigen gesellschaftlichen Phase der Kindheit/Jugend entschieden. Auf der anderen Seite stehen die individuellen Rahmenbedingungen, die sich auf das Leseverhalten auswirken: Hier spielt der
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Arbeit zitieren:
Johannes Neufeld, 2005, Empirische Lese(r)forschung, München, GRIN Verlag GmbH
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