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Allgemeine Beschreibung des Krankheitsbildes "6FKODJDQIDOO" mit Erscheinungsbild, Entstehungsmechanismen, Ursachen, Symptomen, Folgen und Therapiemöglichkeiten DP )DOOEHLVSLHO einer 84Jährigen Patientin mit Zustand nach Apoplex mit linksseitiger Hemiparese.
Ausführliche Beschreibung der ergotherapeutischen Diagnostik, Zielsetzung und Therapieplanung, Behandlungsziele, Aufzeichnung des therapeutischen Weges, Behandlungsverlauf mit Bewertung und Vorschlägen für das weitere therapeutische Vorgehen.
Motorisch-funktioneller Behandlungsbericht, der sich insbesondere an angehende Ergotherapeut/-innen, aber auch an Krankenschwestern oder auch pflegende Angehörige richtet.
6XFKZRUWH: Schlaganfall, Apoplex, Apoplexia cerebri, cerebraler Gefäßinsult, Hirninfarkt, Hirnembolie, cerebrovaskuläre Insuffizienz, apoplektischer Insult, TIA, RIND, PRIND, PS, CS, Ergotherapie, Ergotherapeut/-in, Neurologie, motorisch-funktionell
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1. Allgemeine Beschreibung des Krankheitsbildes 1.1 Kurze Erklärung 1.2 Ursachen 1.3 Erscheinungsbild 1.4 Eventuelle Folgeerscheinungen 1.5 Allgemeine therapeutische Intervention 2. Beschäftigungstherapeutische Behandlungsmöglichkeiten 3. Allgemeine Daten des Patienten 3.1 Diagnose 3.2 Soziale Anamnese 3.3 Medizinische Anamnese 4. Ergotherapeutischer Befund und Problemstellung 4.1.1 Ersteindruck 4.1.2 Motorischer Befund 4.1.3 Sensibilitätsbefund 4.1.4 Neuropsychologischer und kognitiver Befund 4.1.5 Psychischer Befund / Auffälligkeiten 4.1.6 Selbsthilfestatus / Hilfsmittel 4.2 Ergotherapeutische Problemstellung 5. Zielsetzung und therapeutischer Weg 5.1.1 Behandlungsziele und Begründung (=Fernziele) 5.1.2 Nahziele mit Begründung 5.1.3 Mittelfristige Ziele mit Begründung 5.2 Aufzeichnung des Therapeutischen Weges 5.3 Behandlungsverlauf mit Bewertung 5.4 Vorschläge für weiteres therapeutisches Vorgehen 6. Sichtstundenplanung 6.1 Zielsetzung mit Begründung 6.2 Durchführung mit Begründung 6.2.1 Verfahren 6.2.2 Grundhaltung 6.2.3 Sozialform 6.2.4 Medien 6.2.5 Arbeitsplatzgestaltung 6.3 Geplanter Verlauf der Sichtstunde mit Zeiteinteilung Literatur
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1. Allgemeine Beschreibung des Krankheitsbildes
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Der Schlaganfall beruht auf einer umschriebenen cerebralen Durchblutungsstörung, die eine Sauerstoffunterversorgung des Gehirns zur Folge hat. In den betroffenen Hirngebieten kommt es zum Gewebezerfall sowie zum Funktionsausfall, d.h. Erfolgsorgane können nicht mehr oder nur noch teilweise befehligt werden.
In Deutschland und anderen Industriestaaten steht der apoplektische Insult an dritter Stelle der Todesursachenstatistik. Die Letalitätsrate nimmt mit zunehmendem Alter rasch zu. Sozialmedizinisch kommt der Erkrankung große Bedeutung zu, da die Hälfte der überlebenden Patienten arbeitsunfähig bleibt.
6\QRQ\PH Apoplex, Apoplexia cerebri, cerebraler Gefäßinsult, Hirninfarkt, Hirnembolie, cerebrovaskuläre Insuffizienz.
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1.2.1 Cerebrale Ischämie = primär ischämischer Insult In ca. 85 % der Fälle von Apoplexie ist die Ursache eine cerebrale Ischämie = Mangeldurchblutung oder ein Gefäßverschluß eines oder mehrerer Hirngefäße. ,VFKlPLHGXUFK$UWHULRVNOHURVH
Häufigste Ursache der cerebralen Ischämie ist die Arteriosklerose. Arteriosklerose wird begünstigt durch Bluthochdruck, Nikotinabusus, zu hohem Cholesterinspiegel im Blut, Diabetes mellitus, Bewegungsarmut, Fehlernährung, bestimmte Persönlichkeitsmerkmale. Sie führt zu Gefäßverengungen und -verschlüssen, besonders an Gefäßverzweigungen, da dort Turbulenzen entstehen. ,VFKlPLHGXUFK6FKlGLJXQJGHU$UWHULROHQ
Spätfolge von Diabetes mellitus ist u.a. die Schädigung der kleinen Gefäße = Mikroangiopathie auch im Gehirn.
Ebenso kann es durch intermittierend (zeitweise) hohen Blutdruck zu einer Hypertrophie der Arteriolen kommen. Bei Blutdruckabfall verengen sich diese Gefäße und unterbrechen die Blutzufuhr.
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Auf Grund von Herzrhythmusstörungen, Herzklappenentzündungen oder nach einem frischen Herzinfarkt werden im linken Vorhof Emboli gebildet, die zum Gehirn verschleppt werden können. Meist wird die Arteria cerebri media verstopft.
Die Hirngefäße sind durch Gefäßnetze miteinander verbunden. Bei langsam steigender Stenosierung kann durch Ausbildung eines Kollateralkreislaufes (=Umgehungskreislauf) die Versorgung des betroffenen Gebietes gewährleistet bleiben, wenn die Versorgung des Hirnareals über die Verbindungsarterie zur gegenseitigen A. carotis übernommen wird. Bei einer cerebralen Ischämie ohne ausreichende Kollateralversorgung kommt es zum Hirnifarkt mit nachfolgender Enzephalomalazie = Hirnerweichung 9HUODXIVIRUPHQ
Einteilung in verschiedene Stadien je nach Schweregrad des Erscheinungsbildes. Sonderform: TIA = transitorisch ischämische Attacke. = vorübergehende Minderdurchblutung. Es kommt zu keiner Hirngewebsschädigung, alle Symptome bilden sich innerhalb von 24 Stunden zurück. Die TIA ist ein ernstzunehmendes Warnzeichen, da in 50% der Fälle ein "echter" Hirninfarkt folgt.
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RIND = reversibles ischämisches neurologisches Defizit PRIND
CS = completed stroke = vollständiger Verschluss mit bleibenden Defekten.
1.2.2 Hirnblutung = primär hämorrhagischer Insult
In 15% der Fälle ist die Ursache eines apoplektischen Insults eine Blutung im Gehirn, entweder als hypertonische Massenblutung oder als subarachnoidale Blutung. K\SHUWRQLVFKH0DVVHQEOXWXQJ
Bei länger bestehender Hypertonie verlieren die Gefäßwände an Elastizität. Folge sind Rissbildungen an den Gefäßinnenwänden, Aneurysmen und eine plötzliche Gefäßruptur, bei der das Blut mit hohem Druck in das Hirngewebe eindringt. Dieser raumfordernde Prozess führt in den betroffenen und auch in benachbarten Gehirnarealen zum Funktionsausfall. Um die Blutung herum bildet sich ein Hirnödem. Es kann zum Einbruch in das Ventrikelsystem kommen. (Symptom = blutiger Liquor).
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Es kommt zur akuten Blutung in den Subarachnoidalraum, die nicht durch Bluthochdruck hervorgerufen wird. Betroffen sind oft jüngere Patienten. Die Blutung tritt spontan oder nach körperlicher Belastung auf. Blutungsquelle ist meist die Arteria basiliaris.
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Die Symptome eines Apoplex können akut oder subakut auftreten. Typisch für den Apoplex ist der schlagartige Beginn (griech. apoplexia =Schlag), eine langsame Entwicklung der Symptome über einen längeren Zeitraum ist selten. 6\PSWRPH
- Bewusstseinseintrübung oder - verlust bis zum Koma
- Schwindel
- Übelkeit
- Kopfschmerzen
- Unruhe
- Schweißausbrüche.
- Die Schwere des Verlaufs eines Apoplexes ist abhängig von der Ursache. Im Falle einer Blutung kommt es fast immer zum Bewusstseinsverlust. Je länger die Bewusstlosigkeit dauert, um so ungünstiger ist die Prognose
- Je nach Ort der Schädigung kann man unterschiedliche neurologische Ausfälle beobachten. Für das Erscheinungsbild ist es von großer Bedeutung, ob der Insult in der dominanten oder nichtdominanten Gehirnhälfte liegt.
- Häufigste Symptome nach einem Schlaganfall sind Halbseitenlähmungen (Hemiparesen = inkomplette Lähmungen oder Heimpeligen =komplette Lähmungen) kontralateral zum Ort der Schädigung im Gehirn. Die gesamte Körperhälfte mit Kopf, Hals, Rumpf und Extremitäten ist betroffen.
- Diese Lähmungen sind zunächst schlaff, gehen nach Tagen oder Wochen oft über in spastische Paresen. Dabei bildet sich ein typisches spastisches Muster heraus, wobei es bei einzelnen Patienten Abweichungen geben kann:
- Der Kopf ist zur plegischen Seite geneigt, das Gesicht zur gesunden Seite gedreht ("der Patient schaut seinen Herd an")
- Die Schulter der plegischen Seite befindet sich in Retraktions- und Depressionsstellung.
- Das Gewicht liegt auf der gesunden Seite mit einer Verkürzung der plegischen Rumpfseite und einer Verschiebung der Symmetrieachse zur gesunden Seite hin. (Puschen: Verschiebung zur plegischen Seite)
- Der plegische Arm ist adduziert und nach innen rotiert, Ellbogen, Hand- und Fingergelenke sind flektiert, der adduzierte Daumen liegt in der Handinnenfläche, Pronation der Hand.
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- Das plegische Bein ist gestreckt, adduziert und innenrotiert, der Fuß befindet sich in Spitzfußstellung.
- Zur Kompensation der Funktionsausfälle kommt es oft zu einer Überaktivierung der gesunden Seite.
- Bei Hirnnervenbeteiligung kann beispielsweise eine Facialisparese mit Mund- und Zungenschiefstand sowie Speichelfluss und Schluckbeschwerden hinzukommen. Ursache ist eine Mitbeteiligung des VII. Hirnnervs.
- Die motorischen Störungen sind oft gekoppelt mit Sensibilitätsstörungen. Dabei sind sowohl Oberflächen- als auch Tiefensensibilität gestört. (Herabgesetzte bzw. fehlende Sensibilität oder Übersensibilität).
- Bei einem Insult in der dominanten Hemisphäre kann es zur Aphasie, einer zentralen Sprachstörung kommen. Man unterscheidet folgende Formen von Aphasie:
- sensorische Aphasie = Sprachverständnisstörung
- motorische Aphasie = Sprechunfähigkeit
- amnestische Aphasie = Wortfindungsstörung
- Meist findet man eine Kombination aus allen Aphasieformen.
- Außerdem können andere, von der Sprache abhängige Funktionen wie Lese- oder Schreibfähigkeit gestört sein (Alexie, Agraphie).
- Typisch für den rechtshirnigen Insult (Insult in der nichtdominanten Hemisphäre) sind Körperschemastörungen. Diese führen zu Raumanalysestörungen und evtl. zu Orientierungsstörungen oder Orientierungslosigkeit
- Bei Schädigung der linken als auch der rechten Hemisphäre können Hemianopsien (Gesichtsfeldausfälle) auftreten.
- Zu den genannten Symptomen treten oft noch neuropsychologische Störungen wie Apraxie und Neglect, psychische Störungen; mangelnde Aufmerksamkeit und Konzentration; Einschränkungen des Gedächtnisses und der Merkfähigkeit.
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- Hemiparese / Hemiplegie Rollstuhl, Gehhilfen
- Spastiken Kontrakturen, Sehnenverkürzungen
- Blutzirkulationsstörungen Thrombosen
- Neglect Verletzungen
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Arbeit zitieren:
Ida Krämer, 2002, Der Schlaganfall - Ursachen, Symptome und Therapie, München, GRIN Verlag GmbH
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DOI
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