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Inhaltsverzeichnis:
1 Einleitung. 3
2 Interview. 4
3 Analyse nach Schütze. 7
4 Interpretation des Interviews im Plenum. 8
5 Reflexion des Interviews. 9
6 Fazit 10
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1 Einleitung
Alfred Schütze hat mit den Grundstein für die Interpretation von narrativen Interviews gelegt. Mit deren Hilfe können Menschen besser verstanden werden. Sie, die Interviews, geben Aufschluss über lebensbiographische Tatsächlichkeiten und eröffnen damit Möglichkeiten einer weitreichenden Interpretation, auch mit Blick auf die jeweils vergangenen, aktuelle und künftige? Lebenssituation. Wir haben anhand eines konkreten Interviews, dass wir im Jahr 2003 geführt haben, versucht die Erkenntnisse von Schütze auf ein solches Interview anzuwenden. Im Anschluss an das abgedruckte Interview folgt eine Interpretation in Anlehnung an Schütze, anschließend eine Erweiterung durch die Anregungen aus dem studentischen Plenum. Es schließt eine Reflexion des Prozesse dran an. Die Arbeit endet mit einem Fazit.
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2 Interview
F: Wie kam’s bei dir dazu dass du heute da stehst wo du bist? Wie meinst du das jetzt? Beruflich oder privat? F: Alles, egal, erzähl einfach mal! Einstellungen, Freunde, Studium ... 5
Freunde insoweit, wollte auf der Schule abbrechen wollte Freunde haben, die haben mir geholfen, die hatten zwar keinen Einfluss auf die Richtung, ich wollte abgehen von der Schule und so... Mein Ziel war, irgendwie was anderes zu machen. Und dann nach dem Abi, hab ich ein FSJ gemacht, es ging ums Studium oder Ausbildung, keine Ahnung. 10
Arbeitskollegen haben große Rolle gespielt als Vorbild eine Ausbildung zu machen. Eine hatte ne Ausbildung und eine hat studiert. Die mit der Ausbildung war der Grund dass ich auch erst mit einer Ausbildung angefangen hab, ich fing viel mit der rum. Aber nach zwei Wochen hab ich gemerkt das ist es nicht, dann war’s klar an die Uni zu gehen. Und irgendwie hab ich schon im Kindergarten gesagt ich will Kindergärtnerin werden, aber 15
sagen ja viele, vor allem Mädchen. Und das hat sich irgendwie durchgehend beibehalten Irgendwie weil ich die ganze Kindheit abhängig war von sozialen Einrichtungen abhängig war. Ich bin ja bei einer Pflegefamilie groß geworden, hab dann Unterstützung vom Jugendamt gebraucht, dann noch von Diakonen die in der Kirche gearbeitet haben. Darauf war ich dann noch im Zeltlager und in der Jungschar, dann hab ich die Jugend 20
irgendwie selbst geleitet, Jugendarbeit und so. Das gleiche war’s mit dem Sport. Erst irgendwie als Schüler und dann als Trainer, war dann Jugendsprecher. Hab Jugendlager organisiert und so.
In der Schule war’s genauso. Quasi als Unterstufler. Erst war ich in der Unterstufen- SMV, dann hab ich mich um die Unterstufen SMV gekümmert. Und was man die ganze Zeit so 25
halt macht. Und dann hab ich mir überlegt wo meine Stärken so liegen, ja so möchtest du was in diesem Bereich machen. Ja und erste Zweifel kamen im Sozialen Jahr. Man kriegt so wenig Anerkennung, obwohl man soviel leistet, ja und so wenig Verdienst. Alle anderen Dinge waren so weit weg , da hab ich gedacht, die kann ich eh nicht realisieren. Und deshalb hab ich gedacht ich mach jetzt Magister, statt Diplom. Weil ich will nicht so enden 30
wie mein Chef im Sozialen Jahr, zwanzig Jahre im gleichen Jugendhaus zu arbeiten, das ist nicht Sinn der Sache. Ich studier jetzt Pädagogik auf Magister. Ok, dann bin ich jetzt da wo ich steh.
Arbeit zitieren:
Dipl.Betrw.(BA) Michael M. Fleißer, 2003, Biographieforschung in der Erziehungswissenschaft - Analyse eines narrativen Interviews, München, GRIN Verlag GmbH
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