INHALT
1. Einleitung 01
2. Zeitgeschichtliche Skizze - Die Epoche der
Aufkl ärung 02
2.1 Politik 03
2.2 Naturwissenschaft 03
2.3 Gesellschaft 03
2.4 Haushaltsformen 04
2.5 Erziehung 04
2.6 Philantropismus 04
3. Jean-Jaques Rousseau - Biographische Skizze, seine Grundgedanken,
Erziehungsvorstellungen und sein Leben als Aufklärer 06
4. Pädagogische Theorien der Aufklärung 09
4.1 Das Eigenrecht des Kindes 09
4.2 Jugenderziehung 11
5. Fazit 12
6. Literaturangabe 16
II
1. Einleitung
In der vorliegenden Arbeit habe ich mich mit einem Klassiker der Pädagogen der Aufklärungszeit, mit Jean-Jaques Rousseau, beschäftigt. Die Ausführungen umfassen eine Auseinandersetzung mit Rousseau als Menschen innerhalb seiner Biographie, mit Rousseau als Wegbereiter der Aufklärung und vor allem mit Rousseau als Wegbereiter für eine neue Pädagogik.
Der erste Teil umfasst eine kleine allgemeine zeitgeschichtliche Skizze der Epoche der Aufklärung, in der die Wandlungen der Gesellschaft auf verschiedenen Ebenen genauer beleuchtet werden sollen.
Im zweiten Teil informiert eine biographische Darstellung über die wichtigsten Lebensdaten Rousseaus.
Im dritten Teil wird die pädagogische Theorie Rousseaus, sowohl der Kindheit als auch der Jugend, im Detail ausführlich beschrieben.
Der vierte und letzte Teil, gleichzeitig auch mein Fazit, versucht einen Bezug zur Gegenwart herzustellen, beziehungsweise beschäftigt sich mit der Frage, ob und wie die Erziehungstheorien Rousseaus auch in der heutigen Gesellschaft noch Bedeutung finden und umsetzbar sind. Zudem schließe ich meine Ausführungen mit einigen Parallelen, die ich zwischen Jean-Jaques Rousseau und der schwedischen Sozialreformerin und Frauenrechtlerin Ellen Key aufweisen konnte.
1
2. Zeitgeschichtliche Skizze - Die Epoche der Aufklärung
„ Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus seiner
Dieses Zitat Immanuel Kants trifft den Kern des Aufklärungsgedanken. Kant war der Auffassung, dass der Mensch von Grund auf vernünftig, und somit auch befähigt sei, sein Leben nach den Regeln der Vernunft auszurichten und sich nicht wie ein unmündiges Kind zu verhalten, welches von Aberglaube behaftet an Hexen und böse Geister glaubt und unter diesen Umständen nicht fähig ist seine Umwelt durch Benutzen des eigenen Verstandes zu beurteilen. Menschen mit dieser Auffassung unterlägen der Gefahr Opfer höherer Mächte zu werden und sich politisch, wie auch wirtschaftlich, unterdrücken und ausbeuten zu lassen. 1 Dem versucht die Aufklärung durch eine neue Auffassung von Freiheit, Bildung und dem Gedanken der Vernunft des Menschen entgegenzuwirken. Es vollzog sich ein Aufbruch in eine neue, aufgeklärte, Zeit und gleichzeitig ein Bruch mit konventionellen Institutionen und Traditionen.
Die zeitliche Eingrenzung der Epoche der Aufklärung ist relativ unscharf, bezieht sich jedoch im Kern auf das 18.Jahrhundert.
Durch die zahlreichen individuellen Reformbewegungen dieser Zeit auf verschieden Ebenen des gesellschaftlichen Lebens, wird das 18.Jahrhundert nicht ausschließlich als das Zeitalter der Aufklärung deklariert, sondern auch als das Zeitalter der Vernunft (Appell an die Vernunft eines jeden Menschen), Zeitalter der Kritik (Kritik insbesondere an der Kirche und ihrem Dogmatismus und anderen alt eingesessenen Institutionen), als Philosophisches Jahrhundert und vor allem als Pädagogisches Jahrhundert (Entdeckung der Kindheit).
Die Aufklärung ist als eine Antwort auf eine sowohl geistige, als auch gesellschaftliche Problemlage zu verstehen, welche durch die Errichtung erster zentral regierter, später mehr und mehr national bestimmter, Großstaaten, wie Frankreich und England, und durch die Spaltung der Kirche, durch die Reformation, entstand. 2 Von diesem Zeitpunkt an wurde rege Kritik am Dogmatismus der Kirche geübt. Die Menschen sollten sich von alten Fesseln befreien. Die wahre Religion wurde in der praktischen Moral gesucht, eng verstrickt mit den Forderungen nach
1 Vergl.: Pleticha H. (Hrsg.) (1994): Geschichtslexikon. Frankfurt am Main
2 Vergl.: Pleticha H. (Hrsg.) (1994): Geschichtslexikon. Frankfurt am Main
2
Vernunft, Freiheit und Tugend. Die biblische Wahrheit blieb nicht länger Richtschnur der Erkenntnis und des menschlichen Handelns.
2.1 Politik
Selbst die Politik wurde als unvernünftig empfunden, auch wenn die seit Jahrhunderten bestehende Monarchie erst spät kritisiert wurde, entwickelte sich zunächst eine Tendenz zum Absolutismus, später zum aufgeklärten Absolutismus, was jedoch zur Unterdrückung des Kriegsadels führte und daraufhin, mit Hilfe des Militärs, auch zur Unterdrückung des Bürgertums. Erst nach der französischen Revolution war man bereit sich für Formen einer demokratischer Republik auszusprechen. 2.2 Naturwissenschaften
Der Fortschritt der Naturwissenschaften ließ ein vollkommen neues Welt- und Menschenbild entstehen. „ Die Physik erforschte den durch Naturgesetze bestimmten Aufbau der Welt, die Astronomie erkannte, dass die Erde nicht das Zentrum des Weltalls ist, die Medizin betrachtete den Menschen als Teil der Natur neben anderen Lebewesen“. 3 Diese Erkenntnisse verliehen den Menschen nicht nur das Gefühl, sich die Welt durch das fortschreitende Wissen begreiflich machen zu können, sondern sie auch beherrschen zu können.
2.3 Gesellschaft
Die Gesellschaft der Aufklärung war jedoch weitestgehend noch ständisch strukturiert. Den Zugang zu bestimmten Berufen und Bildungsmöglichkeiten, politischen Rechten, bis zuletzt auch dem Lebensstandard, also auch der Kleidung, bestimmte die Geburt und die soziale Herkunft. Zunächst bestand auch kein Interesse an einer Veränderung. Macht und Herrschaft war noch immer dem Adel vorbehalten, Handwerk und Handel dem Bürgertum, der Bauernstand blieb weiterhin ohne jegliche Rechte und war dazu angehalten die Nahrung für die Bevölkerung zu produzieren. Trotzdem bildete sich eine neue soziale Klasse, ein gebildetes Bürgertum, da ein großer Bedarf des Staates an Verwaltungskräften bestand, die die
3 Zitat: Müller H.(1996): Schlaglichter der deutschen Geschichte. Bonn
3
Arbeit zitieren:
Julia Gütgemann, 2005, Jean Jaques Rousseau als Wegbereiter einer neuen Pädagogik, München, GRIN Verlag GmbH
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:
Einbetten
DOI
Rezension zu: Jean-Jaques Rousseau - Emile oder über die Erziehung
Rezension / Literaturbericht, 10 Seiten
Die pädagogische Gedankenwelt J. J. Rousseaus - Emile oder über die Er...
Pädagogik - Geschichte der Päd.
Seminararbeit, 18 Seiten
Wozu Erziehung? Über die Theorie der Erziehung bei Kant und Rousseau
Pädagogik - Wissenschaft, Theorie, Anthropologie
Zwischenprüfungsarbeit, 16 Seiten
Rousseau: das Paradigma moderner europäischer Pädagogik
Pädagogik - Geschichte der Päd.
Hausarbeit (Hauptseminar), 22 Seiten
Das gelenkte Rollenspiel zur Förderung des Sozialverhaltens im Element...
Sozialpädagogik / Sozialarbeit
Seminararbeit, 25 Seiten
Moralische Erziehung im Horizont der Sozialtheorien von Niklas Luhmann...
Pädagogik - Wissenschaft, Theorie, Anthropologie
Examensarbeit, 68 Seiten
Die menschliche Natur in der Pädagogik von Kant und Rousseau
Philosophie - Praktische (Ethik, Ästhetik, Kultur, Natur, Recht, ...)
Hausarbeit (Hauptseminar), 18 Seiten
Zu: Jean-Jacques Rousseau - "Abhandlung über den Ursprung und die...
Politik - Politische Theorie und Ideengeschichte
Hausarbeit, 17 Seiten
Entwicklungsstufen in der Kindheit bei Rousseau und aus heutiger Sicht
Pädagogik - Wissenschaft, Theorie, Anthropologie
Hausarbeit, 25 Seiten
Pestalozzis Erziehungsmethoden und ihre Bedeutung für die heutige Zeit
Pädagogik - Geschichte der Päd.
Hausarbeit, 17 Seiten
Das Politikverständnis von Hannah Arendt
Politik - Politische Theorie und Ideengeschichte
Hausarbeit, 18 Seiten
Erziehung als Mittel gegen Selbstentfremdung und gesellschaftlichen Ve...
Hausarbeit, 14 Seiten
Jean-Jaques Rousseaus Einfluss auf Johann Heinrich Pestalozzis Denken ...
Pädagogik - Geschichte der Päd.
Referat (Ausarbeitung), 28 Seiten
Projektunterricht - eine umfassende Betrachtung
Referat (Ausarbeitung), 26 Seiten
Inwiefern können mit Hilfe des Spiels soziale, fachliche und therapeut...
Pädagogik - Pädagogische Psychologie
Seminararbeit, 17 Seiten
Julia Gütgemann hat den Text Jean Jaques Rousseau als Wegbereiter einer neuen Pädagogik veröffentlicht
Julia Gütgemann hat einen neuen Text hochgeladen
0 Kommentare