Magisterarbeit
Fach Geschichte Institut Etudes Germaniques Paris IV-Sorbonne
Dietrich BONHOEFFER: Christlich verantwortliches Handeln, Theorie und Praxis
von Andrea Tam
1998
Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis ... III
VORWORT ... X
I. TEIL GRUNDKENNTNISSE DER BIOGRAPHIE BONHOEFFERS, STATIONEN EINES LEBENS IN GEHORSAM UND FREIHEIT, Zucht, Tat, Leiden und Tod.
Einleitung: Stationen auf dem Wege zur Freiheit ... 19
I.I. ZUCHT ... 21
A. Das sechste Kind einer großbürgerlichen Familie Kindheit und Jugend (1906- 1923) ... 21
1. Das Bonhoeffersche Elternhaus, Gegebenheiten ... 21
1.1. Die Eltern ... 21
1.2. Der Geschwisterkreis ... 25
1.3. Die Umwelt: Das Berliner Bildungsbürgertum ... 26
2. Der vierte Sohn aus dem Bonhoefferschen Elternhaus, Wirkungen ... 29
2.1. Eingewirkte Nachwirkung: das dankbare und verantwortliche Standesbewußtsein der Bonhoeffers ... 30
2.2. Nicht eingewirkte Bewirkung: die Berufswahl Dietrich Bonhoeffers ... 32
B. Die wissenschaftlichen Anfänge eines strebsamen Theologiestudenten ... 33 Studium (1923-1927)
1. Tübingen (1923-24) ... 33
2. Rom (1924) ... 34
3. Berlin (1924- 27) ... 34
C. Der Praxis orientierte Werdegang eines angehenden Theologen und Pfarrers ... 36
1. Vikar in Barcelona (1928) ... 36
2. Assistent in Berlin (1929-30) ... 36
3. Seminarist in New-York (1930) ... 37
I.II. TAT ... 39
A. Christlicher Pazifist aus Verantwortung (1931-1939 ... 39
1. "Wendung des Theologen zum Christen" ... 39
2. Mit der Kirche handeln für die Verfolgten ... 40
B. Christlicher Verschwörer aus Verantwortung (1939-1943 ... 41
1. "Wendung des Christen zum Zeitgenossen" ... 41
2. Mit politisch Gleichgesinnten handeln gegen die Verfolger ... 42
I.III. LEIDEN UND TOD ... 45
A. Leiden ... 45
B. Tod ... 46
Ergebnis: In der Verantwortung realisiert sich beides, Gehorsam und Freiheit ... 49
II.TEIL:GRUNDLEGUNG DER THEOLOGIE BONHOEFFERS:URSPRUNG,WESEN UND ZIEL CHRISTLICHEN LEBENS,Christologie und christusgemäßes Handeln
Einleitung ... 53
II.I. WER IST CHRISTUS?: DIE ONTO-CHRISTOLOGISCHE FRAGE, GRUNDLEGUNG DER CHRISTOLOGIE BONHOEFFERS ... 55
Einführung: Die Entfaltung der christologischen Frage ... 55
A. Der gegenwärtige Christus, das Pro-me ... 57
1. Die Gestalt des Christus ... 58
1.1 als Wort. 1.2. als Sakrament.1.3. als Gemeinde
2. Der Ort des Christus ... 59
2.1 als Mitte der Existenz 2.2. als Mitte der Geschichte 2.3. als Mitte der Natur
B. Der geschichtliche Christus ... 60
II.II. WAS WILL CHRISTUS HEUTE VON UNS?: DIE VERVOLLSTÄNDIGUNG DER CHRISTOLOGISCHEN FRAGE,GRUNDLAGE FÜR CHRISTUSGEMÄßES HANDELN NACH BONHOEFFER ... 65
A. Die Gestalt des geglaubten Christus und seine Anrede an den Glaubenden ... 65
1. Gestalt Christi für uns ... 65
2. Gestaltgewinnenwollen Christi unter uns ... 68
Exkurs: Rechtfertigung und Nachfolge bei M. Luther ... 69-70
B. Die Antwort des Glaubenden: die Gleichgestaltung mit Christus ... 72
Ergebnis ... 75
III.TEIL: BONHOEFFERS EKKLESIOLOGIE UND SEIN CHRISTLICH VERANTWORTLICHES HANDELN IM BEKENNTNISKIRCHLICHEN WIDERSTAND (1933-1939)
III.I. BONHOEFFERS EKKLESIOLOGIE IM DIENSTE DER CHRISTUS BEKENNENDEN KIRCHE ... 83
A. Die wahre Kirche ... 83
1. Die Kirche als wahre Offenbarungsgestalt ... 83
1.1. Die in und durch Christus realisierte Kirche ... 83
1.1.1. Christi stellvertretendes Handeln als Begründung der Kirche ... 83
1.1.2. Die Grundstrukturen der Kirche in und durch Christus ... 89
1.2. Die durch den Heiligen Geist als Wort aktualisierte Kirche ... 91
1.2.1.Verkündigung und Gemeinde Christi ... 91
1.2.2. Dauerverkündigung und Gemeindestruktur ... 94
2. Die wirkliche Kirche, die empirische Gestalt der wahren Kirche ... 99
2.1. Kirche in der Welt ... 99
2.1.1 Göttlichkeit und Weltlichkeit der Kirche in der Welt ... 99
2.1.2 Grenzen der Kirche in der Welt ... 101
Ergänzendes Ergebnis: Christus, die Wirklichkeit und das Gute ... 103
2.2. Kirche für die Welt ... 105
2.2.1 Das Wort der Kirche an die Welt ... 105
2.2.2 Der Dienst der Kirche an der Welt ... 107
Ergebnis: Die letzten und die vorletzten Dinge ... 108
3. Die Bekennende Kirche, eine zeitgeschichtliche Gestalt der wahren Kirche ... 110
3.1. Zeitbedingte Fragen, die man nicht umgehen kann: Kirchengemeinschaft und Bekenntnis ... 111
Exkurs: Die Kirchengemeinschaft und der Arierparagraph ... 112-113
3.2. Zeitgeschichtliche Fakten, hinter die man nicht zurückkann: Die Bekennende Kirche und ihr Bekenntnis (Stand 1936) ... 116
3.3. Faktisch getroffene Entscheidungen ... 116
3.3.1. Praktisch nicht befolgte Entscheidungen ... 117
3.3.2. Schleunigst zu treffende Entscheidungen ... 118
B. Die Kirche und der Staat ... 119
1. Die Kirche und der Staat im Normalfall ... 119
1.1 Die respektiven Mandate der Kirche und des Staates ... 119
1.2 Die gegenseitige Begrenzung von Kirche und Staat ... 120
2. Die Kirche und ein Zuviel oder Zuwenig an Staat, ein Problemfall ... 122
3. Die Kirche, der NS-Staat und der Arierparagraph, ein Notfall ... 124
III.II. BONHOEFFERS CHRISTLICHES BEKENNTNIS DURCH CHRISTLICH VERANTWORTLICHES HANDELN IM KIRCHLICHEN WIDERSTAND ... 129
A. Berlin, 1933 ... 129
1. Der neue Staat und seine Religion ... 129
1.1 Januar-März: Hitlers Machtergreifung und Ermächtigungsgesetze ... 129
1.2 April: Die Deutschen Christen und ihre Forderungen ... .132
1.3 Bonhoeffers Stellungnahme zur Judenfrage ... 133
2. Anfänge der kirchenpolitischen Opposition ... 135
2.1 Mai-Juni: Die Jungreformatoren. ... 135
2.2 Juli: Kirchenwahlen ... 136
2.3 August: Das Betheler Bekenntnis (Erstfassung) ... 138
3. Veränderung der kirchlichen Konstellation ... 139
3.1. September: Arierparagraph ... 139
3.2. Schisma ... 140
4. Bonhoeffers Entscheidung, in England ein Pfarramt zu übernehmen ... 143
B. London, 1933-1935. ... 144
1. Bonhoeffers informatorische Tätigkeit ... 145
1.1. Bei deutschen Pfarrern in England ... 146
1.2. Bei britischen Verantwortlichen in England ... 146
2. Bonhoeffers ökumenische Tätigkeit ... 148
2.1. Bonhoeffers indirektes Wirken in der Ökumene über den Bischof von Chichester ... 148
2.2. Bonhoeffers direktes Wirken in der Ökumene anläßlich der Konferenzen auf Fanø (August 1934) ... 151
2.2.1. Bonhoeffers Beitrag zur Vorbereitung der Konferenzen ... 151
2.2.2. Bonhoeffers Beiträge auf den Konferenzen und Ergebnisse ... 153
3. Bonhoeffers kirchliche und diakonische Tätigkeit ... 155
3.1. Bonhoeffers Wirken und Bewirken in den Auseinandersetzungen der deutschen Auslandsgemeinden mit der Reichskirchenregierung ... 156
3.2. Bonhoeffers kirchliches und diakonisches Wirken und Nachwirken in seinen beiden Londoner Gemeinden ... 158
4. Bonhoeffers Entscheidung, in Deutschland die Leitung eines illegalen Predigerseminars zu übernehmen ... 161
C. Pommern und Hinterpommern, 1935-1940 ... 163
1. Gemeinsames Leben: illegale Theologenausbildung ... 163
1.1. Zielsetzung des gemeinsamen Lebens ... 163
1.2. Zeit der illegalen Predigerseminare in Pommern, 1935-1937 ... 164
1.2.1. " Innerste Konzentration" ... 164
1.2.2. " ...für den Dienst nach außen ... "169
1.3. Zeit der getarnten Sammelvikariate in Hinterpommern, 1938-1940 ... 171
2. Bonhoeffers Bekenntnis zu Zeiten der Verschärfung der Judenverfolgung und der Abschwächung der Bekennenden Kirche(1935-1937) ... 173
2.1. 1935, Synoden ... 173
2.2. 1936, Aktionen ... 175
2.3. 1936-1937, Schwächen ... 176
3. Bonhoeffers Bekenntnis zu Zeiten des Pogroms gegen die Juden und der Krise der Bekennenden Kirche (1938) ... 178
3.1. Wendepunkt in der Judenverfolgung: die Kristallnacht ... 178
3.2. Tiefpunkt der bekenntniskirchlichen Krise: der Treueid auf Hitler ... 180
3.3. Anklagepunkte: Bonhoeffers Schuldbekenntnis für sich und seine Kirche ... 181
4. Bonhoeffers Lebensentscheidung, in Deutschland an Deutschlands Geschick teilzuhaben. (1939-1940) ... 183
4.1. Amerika ... 183
4.2. Abwehr ... 184
IV. TEIL: BONHOEFFERS CHRISTLICH VERANTWORTLICHES DENKEN UND HANDELN IN DEM POLITISCHEN WIDERSTAND UND DER HAFT. (1940-1945)
IV.I. BONHOEFFERS CHRISTLICH VERANTWORTLICHES HANDELN IM POLITISCHEN WIDERSTAND UND SEINE ETHIK IM ERNSTFALL ... 187
A. Bonhoeffers konspirative Tätigkeit im Auftrag der Abwehr ... 189
1. Anfänge seiner konspirativen Tätigkeit (1940-1941): Auftrag und Auftraggeber ... 189
1.1. Anfänge des Doppellebens als Visitator für die Kirche und Informator für die Abwehr in Ostpreußen (Sommer 1940) ... 189
1.2. Übergänge zum Verbindungsmann der Abwehrstelle VII in München (Herbst-Winter 1940-1941)…...191
2. Zentrum seiner konspirativen Tätigkeit (1941-1942): Reisen für die Abwehrfronde ... 192
2.1 Die erste Schweizer Reise (24.2.-24.3.1941) ... 192
2.2 Die zweite Schweizer Reise (29.8.-26.9.1941) ... 193
2.3. Die Norwegenreise (11.4.-18.4. 1942) ... 195
2.4. Die dritte Schweizer Reise (11.5.-26.5.1942) ... 196
2.5. Die Blitzreise nach Schweden (30.5.-2.6.1942) ... 197
2.6. "Unternehmen 7" ... 199
3. Ende seiner konspirativen Tätigkeit (1943-1945): Verfahren gegen die Abwehr(fronde) ... 200
3.1. Verdächtigungen und Verhaftung ... 200
3.2. Vermittlungen und Verarbeitung ... 201
3.3. Vernehmungen und Vernichtung ... 203
B. Bonhoeffers Ethik im Ernstfall: das freie Wagnis verantwortlichen Handelns……….206
1. Geschichte und christliche Verantwortung ... 207
1.1 Die Geschichte und das Gute ... 207
1.2 Die Geschichte und die Bergpredigt ... 209
2. Verantwortliches Leben ... 212
2.1. Definition der Verantwortung ... 213
2.2. Struktur des verantwortlichen Lebens ... 213
2.2.1. Bestimmung der Verantwortung durch "die Bindung des Lebens an Gott und Mensch" ... 214
2.2.1.a. Stellvertretendes Leben ... 214
2.2.1.b. Wirklichkeits- und sachgemäßes Handeln ... 215
2.2.2. Bestimmung der Verantwortung durch "die Freiheit des eigenen Lebens." ... 216
2.2.2.a. Verantwortung, Gewissen und Schuldübernahme ... 216
2.2.2.b. Verantwortung, Gehorsam und freies Wagnis ... 218
IV.II. BONHOEFFERS VERANTWORTLICHES LEBEN UND DENKEN IN DEN GEFÄNGNISJAHREN. (1943-1945) ... 221
A. Verantwortung ohne Freiheit?: Einblicke in Bonhoeffers Gefängnisalltag ... 221
1. Dasein im Gefängnis ... 221
2. Dasein für andere im Gefängnis ... 224
B. Verantwortung für gestern, heute und morgen: Einblicke in Bonhoeffers theologische Reflexionen in den Gefängnisjahren ... 226
1. Die Vergangenheit verantworten ... 226
2. Die Gegenwart verantwortlich wahrnehmen ... 228
3. Die Zukunft verantwortlich gestalten ... 230
Schlußbetrachtungen: Dietrich Bonhoeffers diesseitige Zukunft post mortem ... 233
Verzeichnis der Abbildungen ... 237
Literaturhinweise ... 239
Abbildung 1 in Downloaddatei enthalten.
Abbildung 1 1995 herausgegebene Gedenkmarke
Abbildung 2 in Downloaddatei enthalten.
Abbildung 2 Grabstätte auf dem Dorotheenstädtischen Friedhof Berlin.
“Daß wir viel Schlimmes erlebt und zwei Söhne ( Dietrich, Theologe, und Klaus, Chefsyndikus der Lufthansa )und zwei Schwiegersöhne ( Prof. Schleicher und Dohnanyi ) durch die Gestapo verloren haben, haben Sie, wie ich höre, erfahren.(…) Da wir alle aber über die Notwendigkeit zu handeln einig waren und meine Söhne auch sich im Klaren waren, was ihnen bevorstand im Falle des Mißlingens des Komplotts und mit dem Leben abgeschlossen hatten, sind wir wohl traurig, aber auch stolz auf ihre gradlinige Haltung.” Brief des Vaters an Prof. Joßmann in Boston vom 9. Oktober 1945. (zitiert in: Eberhard und Renate Bethge, Christian Gremmels:Dietrich Bonhoeffer. Bilder aus seinem Leben. S.234.)
Vorwort.
“ Die Erfahrung allein macht den Theologen.”Martin Luther.
“ Wir haben einen dreifachen Umgang mit Figuren der Vergangenheit zu pflegen, nämlich den Umgang des Forschens, den Umgang der Vermittlung, und den Umgang des Gedenkens ”1 , meinte 1986 Eberhard Bethge, Freund und Biograph Dietrich Bonhoeffers anläßlich des 80. Geburtstags des 1945 noch kurz vor Kriegsende einem ausdrücklichen Führerbefehl zufolge erhängten Theologen.
Umgang des Forschens und Umgang der Vermittlung mögen im Gedenkjahr 1995, ein halbes Jahrhundert nach seinem Tod im KZ-Flössenburg in der editorischen Vervollständigung der vom Christian Kaiser Verlag veröffentlichten ‘Dietrich Bonhoeffer Werke’ (DBW) eine wertvolle Konkretion gefunden haben. Und die 25. Auflage von Gemeinsames Leben, die Übersetzung in über 16 Sprachen von Nachfolge und von den “Briefen und Aufzeichnungen aus der Haft”, 1951 zum ersten Mal herausgegeben von E. Bethge unter dem Titel: Widerstand und Ergebung, bezeugen unbestreitbar das nicht erlahmende Interesse an der Theologie und der Biographie dieses “Kirchenvaters des 20. Jahrhunderts”2 . Denn : “ anders als dies bei Karl Barth und Rudolf Bultmann der Fall ist, findet Dietrich Bonhoeffer (…) Leser weit über das theologische Fachpublikum hinaus ”3 , was nicht zuletzt auf die überzeugende Verknüpfung zurückzuführen ist, von “Leben und Verkündigung” (E.H. Robertson)4 , auf die “ Einheit von Denkart und Lebensakt ” (Gremmels, Pfeifer), die “ Versöhnung von Lehre und Leben ” (H.J. Schultz)5 , von Theorie und Praxis: eine immer wieder betonte Einheitlichkeit, die ihm eine große Glaubwürdigkeit zustatten kommen läßt.
Von der Wertschätzung Bonhoeffers zeugt des weiteren auch die 1995 von der deutschen Bundespost herausgegebene und unerwartet vielsagende Gedenkmarke, die damals meine Aufmerksamkeit erweckte. In dieser Form begegnete ich zum ersten Mal dem Namen Dietrich Bonhoeffer und dem damit assoziierten Geschick.
Auffallend an dieser Sondermarke ist zunächst die ausführliche Angabe der Lebenseckdaten (4.2.1906 – 9.4.1945), wo meistens nur Geburtsund Todesjahr stehen, als wolle man nicht nur die Vorzeitigkeit seines Todes bedauernd hervorheben, sondern vor allem auch die Tatsache, daß er noch unmittelbar vor Hitlers eigenem Ende herbeigeführt wurde. Auch der Hinweis darauf, daß Bonhoeffer “hingerichtet” wurde, ist unüblich und umso erstaunlicher (oder gar unangebrachter), als die Rehabilitierung Bonhoeffers bis jetzt nicht stattgefunden hat.6 Eine dankbar achtungsvolle Anerkennung seines selbstlosen, lebensgefährlichen Einsatzes gegen das nationalsozialistische Unheil?
Forschen, Vermitteln, Gedenken, alle drei sich gegenseitig befruchtenden Umgangsweisen haben Früchte getragen: “ Zur Zeit findet wohl kein deutschsprachiger Theologe so viel Beachtung und Resonanz in der Weltchristenheit wie Dietrich Bonhoeffer.”7 Aus dem Vorangehenden lassen sich zwei Gründe hierfür ableiten. Der lebensgeschichtliche Nachvollzug theologischer Erkenntnis macht ihn glaubwürdig, sein Ende gewährt seinen Worten und Taten die machtvolle Autorität eines Märtyrers.
“ Viele achten ihn als Blutzeugen des christlichen Glaubens.”8
Dennoch scheiden sich die Geister in der Bewertung von Bonhoeffers Leben und Werk ( insbesondere in den Jahren 1933 bis 1945) und demzufolge in der Bedeutung für Christen und Deutsche, die seinem Tod beigemessen wird. In Anlehnung oder Ablehnung, gedenkend oder bedenkend beurteilt man seine folgenschweren Entscheidungen und deren theologische Begründung bzw. Verarbeitung.
Am 27. Juli 1945 wurde von Bischof Bell 9, Franz Hildebrandt10 ,und Julius Rieger11 in der überfüllten Holy Trinity Church am Kingsway in London12 ein Gedächtnisgottesdienst gehalten. Bischof Bell von Chichester deutete Bonhoeffers Opfer wie folgt:
“ His death is a death for Germany (…). His death, like his life, marks a fact of the deepest value in the witness of the Confessionnal Church . As one of a noble company of martyrs of differing traditions, he represents both the resistance of believing soul, in the name of God, to the assault of evil, and also the moral and political revolt of the human conscience against injustice and cruelty.”13
Bonhoeffers eigene Kirche hingegen unterschied deutlich zwischen christlichen und politischen Märtyrern, z.B. zwischen Paul Schneider und ihm. So ließ die Berlin-Brandenburgische Kirche in der Kanzelabkündigung zum ersten Jahrestag des 20. Juli wissen, sie könne diesen Anschlag auf Hitler “niemals gutheißen, in welcher Absicht er auch ausgeführt sein mag. Aber unter denen, die haben leiden müssen, waren Ungezählte, die einen solchen Anschlag niemals gewollt haben.”14 Sie erklärte Paul Schneider, den rheinischen Pfarrer aus Dickenschied, der lediglich für seine Weigerung der Gestapo zu gehorchen, 1939 zu Tode geschlagen worden war, zum “ Märtyrer im vollen Sinn des Wortes.”15 Die Berlin-Brandenburgische Kirche betrachtete Bonhoeffer 1946 nicht als einen christlichen Märtyrer. Über zwei Jahrzehnte später weigerte sich ein Bischof der Landeskirche, der Einweihung einer Erinnerungstafel in der Dorfkirche von Flössenburg beizuwohnen, mit dem Vorwand, es handele sich um einen politischen, nicht um einen christlichen Märtyrer.16
Umgekehrt: “weil [sie] die Namen [ihrer] Amtsbrüder, die um ihres Glaubens willen getötet sind, nicht in eine Reihe mit politischen Märtyrern gestellt wissen möchten” 17, ersuchten 1948 Bielefelder Pfarrer Dietrich Bonhoeffers Vater, Einspruch zu erheben gegen Straßenbenennungen nach P. Schneider und seinem Sohn neben anderen Widerständlern, die als Sozialisten oder Atheisten am Widerstand beteiligt waren. Karl Bonhoeffer antwortete darauf:
“daß es nicht nach [Dietrichs] Sinne wäre, sich von den aus politischen Gründen ums Leben Gebrachten, mit denen er jahrelang im Gefängnis und KZ zusammen gelebt hatte, zu distanzieren.”18
Diejenigen, die ein vertrautes Verhältnis zu Dietrich Bonhoeffer hatten, und somit auch gewissermaßen in der Lage sind, seine Entscheidungen und seinen Werdegang nachzuvollziehen und zu deuten, wollen sein politisches Engagement nicht verharmlost oder gar verhehlt sehen. Er war beides: Christ und Verschwörer. Als Christ Verschwörer. Und als solcher starb er.
Seine Mitverschwörer hatten es zu seinen und zu ihren Lebzeiten erkannt: als Christ war er in ihren Kreis aufgenommen worden.
Von seinen Amtsbrüdern hingegen wurde er entweder ein- oder ausgeschlossen. Ersteres, weil man über die Implikate seiner Beteiligung am Widerstand nachsichtlich beide Augen zudrückte (und ihn als politisch Engagierten vertuschte). Letzteres, weil eben dieselben Implikationen ins Visier genommen wurden. Und zwar wurde in diesem Fall wenigstens an zweierlei Anstoß genommen: am Herbeisehnen von Hitlers Beseitigung und am politischen Eingriff des Pastors überhaupt.
Denn mit dem einen verstieß Bonhoeffer gegen das 5. Gebot: “Du sollst nicht töten.”(2. Mose 20,13), und mit dem anderen widersprach er der vom deutschen evangelischen Kirchentum oft auf irrtümliche Weise verstandenen (und vorgegebenen) lutherischen Zwei-Reiche-Lehre19 , deren Hauptbeleg im Römerbrief sich befindet:
“Jedermann sei untertan der Obrigkeit, die Gewalt über ihn hat. Denn es ist keine Obrigkeit außer von Gott; wo aber Obrigkeit ist, die ist von Gott angeordnet.Wer sich nun der Obrigkeit widersetzt, der widerstrebt der Anordnung Gottes; die ihr aber widerstreben, ziehen sich selbst das Urteil zu.” (Römer 13,1-2)
Noch muß man nach der Verteidigung und der Anklage dieser nahezu singulären Verbindung von Widerstand und Theologie in Bonhoeffers Leben die Rechenschaft des Betroffenen zumindest anklingen lassen.
Zwischen Juni und August 1943 verfaßte der Gefangene Bonhoeffer einen Briefentwurf, der dazu bestimmt war, seine konspirativen Aktivitäten zu decken, an den gegen ihn ermittelnden Oberstkriegsgerichtsrat Roeder, und in dem es heißt:
“Der Appell an die Unterwerfung unter den Willen und die Forderungen der Obrigkeit um des christlichen Gewissens willen ist wohl selten stärker ausgesprochen worden als dort [in der Nachfolge]. Das ist meine persönliche Einstellung zu diesen Fragen.” 20
In der Nachfolge (1937) an der Stelle, wo er Römer 13 auslegt, weist Bonhoeffer darauf hin, daß alles Gesagte “unter der Ermahnung [steht] , die Paulus den Sätzen über die Obrigkeit vorangestellt hat”:
“ Laß dich nicht das Böse überwinden, sondern überwinde das Böse mit Gutem.” (Röm.12,21) 21
und kommentiert mit Nachdruck, denn darauf kommt es an:
“ Nicht um die gute oder böse Obrigkeit, sondern um die Überwindung alles Bösen durch die Christen geht es.”22
Was dies für Bonhoeffer bedeuten kann, sollen, unser Thema andeutend, aussagekräftige Zitate veranschaulichen, die der Aufzeichnung Nach zehn Jahren (Nationalsozialismus) entnommen sind, einer “Rechenschaft an der Wende zum Jahr 1943.”23
“ Aus der verwirrenden Fülle der möglichen Entscheidungen scheint der sichere Weg der Pflicht herauszuführen. Hier wird das Befohlene als das Gewisseste ergriffen, die Verantwortung für den Befehl trägt der Befehlshaber, nicht der Ausführende. In der Beschränkung auf das Pflichtgemäße aber kommt es niemals zum freien Wagnis der aufs eigenste Verantwortung hin geschehenden Tat, die allein das Böse im Zentrum zu treffen und zu überwinden vermag.”(S. 11)
“Wer hält stand? Allein der, dem nicht seine Vernunft, sein Prinzip, sein Gewissen, seine Freiheit, seine Tugend der letzte Maßstab ist, sondern der dies alles zu opfern bereit ist, wenn er im Glauben und in alleiniger Bindung an Gott zu gehorsamer und verantwortlicher Tat gerufen ist, der Verantwortliche, dessen Leben nichts sein will als eine Antwort auf Gottes Frage und Ruf. Wo sind diese Verantwortlichen? ” (S. 12)
“Wir Deutschen haben in einer langen Geschichte die Notwendigkeit und die Kraft des Gehorsams lernen müssen. In der Unterordnung aller persönlichen Wünsche und Gedanken unter den uns gewordenen Auftrag sahen wir Sinn und Größe unseres Lebens.(…)Er [der Deutsche] hatte nicht damit gerechnet, daß seine Bereitschaft zur Unterordnung, zum Lebenseinsatz für den Auftrag mißbraucht werden könnte zum Bösen.(…) Es mußte sich herausstellen, daß eine entscheidende Grunderkenntnis dem Deutschen noch fehlte: die von der Notwendigkeit der freien, verantwortlichen Tat auch gegen Beruf und Auftrag.” (S. 13.)
Ein “geschichtlich bedeutsames Handeln” hat mit dem Überschreiten von gewissen Gesetzen zu tun.24 Auch ist von “Befleckung durch verantwortliches Handeln” 25die Rede. Bonhoeffer läßt sich bezeichnenderweise auf Betrachtungen über Zivilcourage ein, die er folgendermaßen definiert:
“ Civilcourage aber kann nur auf der freien Verantwortlichkeit des freien Mannes erwachsen. Die Deutschen fangen erst heute an zu entdecken, was freie Verantwortung heißt. Sie beruht auf einem Gott, der das freie Glaubenswagnis verantwortlicher Tat fordert und der dem, der darüber zum Sünder wird, Vergebung und Trost zuspricht.” (S. 13)
Verantwortliches Handeln in Zeiten, da “die große Maskerade des Bösen alle ethischen Begriffe durcheinander gewirbelt [hat].”26 Hierin liegt ein wesentlicher Schlüssel zur zeitbedingten Theologie im biographischen Vollzug Dietrich Bonhoeffers. Denn für ihn heißt unverantwortlich auch ungeschichtlich27 , und “innere Berufung und Kraft zum Handeln schöpft man erst aus dem eingetretenen Ernstfall.”28 Die verantwortliche Tat und ihr theoretisch begründetes Fundament beruhen letzten Endes beide auf dem persönlichen Credo eines Theologen, Christen und Zeitgenossen, für den “tatenloses Abwarten und stumpfes Zuschauen keine christlichen Haltungen sind.”29 :
“ Ich glaube, daß Gott uns in jeder Notlage soviel Widerstandskraft geben will, wie wir brauchen(…)
Ich glaube, daß Gott uns kein zeitloses Fatum ist, sondern daß er auf aufrichtige Gebete und verantwortliche Taten wartet und antwortet.”30
Damit ist das soeben herangeführte Thema Dietrich Bonhoeffer: christlich verantwortliches Handeln, Theorie und Praxis, trotz dieser ganzen Reihe von Zeugnissen über und Zitaten von Bonhoeffer, (die in der Tat schon ziemlich präzise Hinweise beinhalten), keineswegs erschöpft. Wohl aber untermauert.
Damit wird die Absicht dieser Abhandlung sichtbar. Vom mehrstimmigen Einklang über die vorbildliche Vereinbarung von Denkart und Lebensakt in der Person von Dietrich Bonhoeffer, zu seinen eigenen vollmächtigen Äußerungen zur Frage der geschichtlich verantwortlichen Tat, über die vorgelegten Hauptzüge der Kontroverse um ihn, die letztlich sein Außenseitertum nur deutlicher machten und die Worte derjenigen, die ihn inniglich kannten, zur Geltung kommen ließen: der eher assertorisch verfaßte Einstieg in unsere Thematik mag die Perspektive angedeutet haben, aus der heraus diese Arbeit geschrieben worden ist.
Ausgangspunkt war und blieb Dietrich Bonhoeffer.
Anvisiert wurde eine beziehungsreiche, und vor allem getreue Darstellung von dem was Bonhoeffer denkend und handelnd unter “christlich verantwortlichem Handeln” verstand, wobei die geschichtlichen Umstände, in denen es eingebettet war, stets in Betracht gezogen werden mußten. Doch obwohl die Frage nach der Verantwortung erst im Ernstfall dringlich akut wurde, 31wurde letztendlich trotzdem eine, biographisch gesehen, nicht verstümmelte Behandlung der Frage vorgezogen: im Hinblick auf frühere Einstellungen (zum Wesen der Kirche etwa) läßt sich Bonhoeffers konsequenter Werdegang umso anschaulicher nachzeichnen. Daraus ergab sich eindeutig eine effektive Konzentration auf die “Schreckensjahre”, jedoch ohne apriorische Ausgrenzung der vorausgegangenen Erfahrungen und Erkenntnisse, was für die Konzipierung unserer Vorlegung auch nicht folgenlos blieb.
Der Aufbau dieser Studie stützt sich auf die Beachtung zweier grundlegender Bestimmungen. Die grobe Einteilung ergab sich einerseits, aus der Berücksichtigung der Themenstellung, die das sinnvolle Gegenüberstellen von Theorie und Praxis erfordert; andererseits, aus dem geschichtlichen Kontext, in dem sie entstanden, der zu einem chronologisch bedingten Verfahren nötigt, und die Aufmerksamkeit hauptsächlich auf die Zeitspanne 1933-1945 richten läßt.
So hielt man für zweckdienlich, den Teilen III und IV, die sich jeweils mit Bonhoeffers christlich verantwortlichem Denken und Handeln im Kirchenkampf (1933-1940) und im Widerstand (1940-1945) befassen, und deren Untergliederung vom Spannungsverhältnis zwischen Theorie und Praxis bestimmt ist, zwei grundlegende Teile voranzustellen einen eher biographischen, einen rein theologischen.
Demzufolge besteht unsere allererste Aufgabe darin, Dietrich Bonhoeffers Lebenslauf zu skizzieren. Dabei sollten, zum einen, die Wechselwirkungen von Theorie und Praxis im allgemeinen, hervorgehoben, zum anderen, sein Lebensabschnitt bis 1933 zumindest konturiert werden.
[...]
1 E.Bethge: Das Erbe des Getöteten in IBF 7, S. 190.
2 H. Mayer, P. Zimmerling: D.B. Aktualität seines Lebens und Werkes., S. 7.
3 C. Gremmels, H. Pfeifer: Theologie und Biographie: zum Beispiel D.B., S. 5.
4 Untertitel der von Robertson verfaßten Biographie.
5 Zitiert von Gremmels, Pfeifer a.a.O.
6 Ostdeutsche Bürgerrechtler und Angehörige der Ev. Fachhochschule Hannover fordern das Revidieren der Fehlentscheidung der Justiz: 1956 hatte der Bundesgerichtshof (BHG) behauptet, Bonhoeffer sei in einem “ein-wandfreien Verfahren” zum Tode verurteilt worden, er und seine Mitangeklagten hätten nach damals geltendem Recht “die Merkmale des Landesverrats, mindestens teilweise auch des Hochverrats verwirklicht”
7 H.E. Tödt für den Herausgeberkreis :Zur Neuausgabe von Dietrich Bonhoeffers Werken. In SC, S. IX.
8 A.a.O.
9 George Bell, Bischof von Chichester: vertrauter Freund Bonhoeffers, wichtiger Kontakt für die BK und den deutschen Widerstand. Es ist nicht belanglos, folgendes zu erwähnen: ihm galten Bonhoeffers allerletzten (von Payne Best) überlieferten Worte:
10 Franz Hildebrandt: Theologe jüdischer Herkunft, “ Bonhoeffers erste wirklich enge Freundschaft, die auch den schmerzlichen Abschied überdauert hat, als Hildebrandt 1937 den Weg in die Emigration antreten mußte.”(DB, S.175), und die mancher späteren Entscheidungen Bonhoeffers eine persönliche Dringlichkeit gab. Karl Barth gegenüber rechtfertigte er das Antreten eines Pfarramts in London u.a. mit der Begründung: “ Da kam der Arierparagraph in Preußen und ich wußte, daß ich das Pfarramt, nach dem ich mich gesehnt hätte, gerade in dieser Gegend nicht annehmen durfte, wenn (…) ich nicht aus Solidarität mit den jüdischen christlichen Pfarrern – mein nächster Freund gehört zu ihnen und steht gegenwärtig vor dem Nichts, er kommt jetzt zu mir nach England – heraustreten wollte.” Brief vom 24. 10. 1933. MW 1, S. 112.
11 Julius Rieger arbeitete in Ost-London zur Zeit des Londoner Pfarramts Bonhoeffers und wurde für Hildebrandt und ihn zum nahen Freund. Nach Bonhoeffers Rückkehr nach Deutschland nahm er dessen Stelle bei Bischof Bell ein.
12 Bem.: Ebenfalls in London soll über dem Hauptportal der Westminster-Abtei D.B. unter 10 anderen “religiösen Märtyrern des 20. Jahrhunderts ” mit einem Denkmal geehrt werden, das im Juli 1998 offiziell enthüllt werden müßte.(Westdeutsche Zeitung vom 20.10.97)
13 Bonhoeffer Gedenkheft 1946, zitiert von E.Bethge: Dietrich Bonhoeffer, eine Biographie.( im folgenden nur noch DB), S. 1041-42. Übersetzung S. 1129.: “ Sein Tod ist ein Tod für Deutschland (…) Sein Tod wie sein Leben bilden ein Faktum von eindringlichstem Wert im Zeugnis der Bekennende Kirche. In der edlen Gemeinschaft der Märtyrer verschiedener Tradition verkörpert er beides: den Widerstand der gläubigen Seele im Namen Gottes gegen den Angriff des Bösen; und ebenso die moralische und politische Erhebung des menschlichen Gewissens gegen Ungerechtigkeit und Grausamkeit.”
14 Vervielfältigtes Flugblatt der Abkündigung, zitiert von E.Bethge in DB, S.1042.
15 E.Bethge: Wendepunkte im Leben DBs. In Glaube und Weltlichkeit bei DB., S. 12.
16 Quelle= A.a.O., S.13.
17 ebd.
18 Brief vom 11.2.1948, zitiert von E.Bethge in DB, S. 1042.
19 Siehe Martin Luther: Von weltlicher Obrigkeit, wie weit man ihr Gehorsam schuldig sei. (1523)
20 zitiert von C. Strohm: Theologische Ethik im Kampf gegen den Nationalsozialismus, S. 315.
21 Diesen Vers hatte übrigens Karl Barth im Römerbrief, Die große negative Möglichkeit, auf S. 500 als Leitsatz zu Römer 13,1ff. gezogen.( Eine Fußnote in N, S. 259 machte mich darauf aufmerksam.)
22 N 259
23 in WE, S.9 ff.
24 Vgl. .WE 18 ( § Immanente Gerechtigkeit)
25 WE 12
26 WE 10
27 Vgl. WE 14 “ungeschichtlich und d.h. unverantwortlich”
28 WE 21
29 WE 22
30 WE 19
31 Man denke an ihre Verarbeitung in Nachfolge (1937), Gemeinsames Leben (1939), Ethik (zwischen 1940 und 1943 geschrieben), Widerstand und Ergebung ( Briefe und Aufzeichnungen aus der Haft 1942-45); und Bonhoeffers Weg vom Pazifismus zum Widerstand!
Arbeit zitieren:
Andrea Tam, 1998, Dietrich Bonhoeffer: christlich verantwortliches Handeln - Theorie und Praxis, München, GRIN Verlag GmbH
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