Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis Seite II
1. Einleitung Seite 03
2. Historischer Rückblick Seite 04
3. Konfliktverlauf Seite 05
4. Akteure der nationalen Ebene Seite 05
4.1 Roten Khmer Seite 06
4.2 Revolutionäre Volkspartei Kambodscha Seite 07
4.3 Front de Liberation Nationale du Peuble Khmer Seite 08
4.4 Sihanouk und die FUNCINPEC Seite 08
5. Akteure der regionalen Ebene Seite 09
5.1 Sozialistische Republik Vietnam Seite 09
5.2 Thailand und ASEAN-Staaten Seite 10
6. Akteure der internationalen Ebene Seite 11
6.1 Volksrepublik China Seite 11
6.2 Sowjetunion Seite 12
6.3 Vereinigte Staaten von Amerika Seite 13
7. Friedensprozess Seite 14
8. Der Kambodscha-Konflikt - Ein scheinbar unlösbares Problem? Seite 15
Literaturverzeichnis Seite XVII
II
1. Einleitung
Während des Kalten Krieges gab es zahlreiche Konflikte, die teilweise auf internationaler Ebene gelöst werden mussten. Das Besondere des Kambodscha-Konfliktes ist, das es sich vorrangig um einen nationalen Konflikt handelte. Im Verlauf des Konfliktes bedurfte es aber des Eingreifens von internationalen Akteuren sowie Organisationen. Aufgrund des Zusammenbruchs des Ostblocks erfuhr der 15 Jahre andauernde Konflikt in Kambodscha auch den Wandel der ehemaligen Akteure des Kalten Krieges.
Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit der Entwicklung des Kambodscha-Konfliktes und mit dem Handeln der beteiligten Akteure. Zunächst werden Einblicke in die Geschichte Kambodschas bis zu Beginn des Konfliktes vermittelt. Anschließend wird der Verlauf des Konfliktes aus der Gesamtsicht und chronologisch aufgezeigt. Dies ist notwendig, um die im Weiteren einzeln dargestellten Akteure sowie ihre Handlungen und Beschlüsse auf nationaler, regionaler und internationaler Ebene nachvollziehen zu können. Der Abschnitt Konfliktverlauf ist als Überblick gedacht und nicht zum Verständnis der einzelnen Konflikte oder Konfliktherde. Im vierten Kapitel werden die vier nationalen Akteure vorgestellt und ihre Beziehungen unter einander und zu anderen Konfliktparteien auf der regionalen und internationalen Ebene beleuchtet. In Kapitel fünf werden die Beteiligten des regionalen Konfliktherdes analysiert. Im folgenden Abschnitt der Arbeit werden Einfluss und Interventionen der ausländischen Mächte dargestellt. Nach den Kapiteln vier bis sechs sollten das Beziehungsgeflecht sowie die einzelnen Konfliktlinien nachvollziehbar erläutert sein.
Anschließend wird der Friedensprozess beschrieben. Dabei soll aufgezeigt werden, warum die Friedensbemühungen scheiterten. Im letzten Kapitel werden noch einmal komprimiert das Zusammenspiel der einzelnen Akteure und die daraus entstehenden Beziehungsgeflechte zusammengefasst, um die Intensität und Langwierigkeit des Konfliktes nachvollziehbar zu begründen.
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2. Historischer Rückblick
Dieser Abschnitt soll kurz die Geschickte Kambodschas bis zu Konfliktbeginn Ende 1978 darstellen, damit die Konfliktlinien verständlicher werden. Bis ins 7. Jahrhundert hinein gehörten große Teile Kambodschas einem indisierten Königreich an. Sie unterstanden erst der Königsfamilie Funan und später der Königsfamilie Chen-las. Ein Jahrhundert war Kambodscha unter Fremdherrschaft bis der Chen-las-König Jayavarman II Kambodscha befreite und das Angkorreich erschuf. Unter ihm entstand auch der Königkult. Der Herrscher wurde zum Gottkönig erhoben. Dies war das Fundament für das Khmerreich wie es heute noch besteht. Vom 9. bis 13. Jahrhundert erlebte das Khmerreich seine politische, kulturelle und wirtschaftliche Blütezeit. Darauf folgten sowohl innenpolitisch als auch außenpolitisch gesehen instabile Zeiten, geprägt durch den Niedergang der Landwirtschaft, die ständige Invasionsgefahr durch Vietnam, den Expansionsdrang der Großmacht Siam und durch die Bürgerkriege, die durch die nicht geregelte Königsnachfolge ausbrachen.
Um dem Land mehr Stabilität zu geben, schloss König Norodom 1863 einen Protektoratsvertrag mit Frankreich. Der koloniale Einfluss Frankreichs blieb bis 1953 bestehen. Neben dem Steuereinzug trieben die Franzosen den Ausbau der Infrastruktur voran. Es entstand ein Netz von Straßen und Eisenbahnlinien, die die Regionen des weitläufigen Landes miteinander verbanden. Städte entstanden oder wurden ausgebaut und es gab Reformen im Schul- und Gesundheitswesen. Während der friedlichen Protektoratszeit stieg die Bevölkerungszahl von unter einer Millionen auf 4,5 Millionen. Die Kolonialmacht förderte die Einwanderung von Vietnamesen, da diese dank des wirtschaftlichen Wachstums als Arbeitskräfte auf den Plantagen benötigt wurden. Vietnamesen erhielten auch niedrige oder mittlere Posten in der gut ausgebauten Kolonialverwaltung.
1953 entließ Frankreich Kambodscha unter Prinz Sihanouk in die Unabhängigkeit. Obwohl Prinz Sihanouk hohes Ansehen in der Bevölkerung genoss, entstanden Unzufriedenheit über die „Ungerechtigkeiten und Unzulänglichkeiten des Systems“ 1 . 1970 kam es zum „Staatsstreich von Generalstabschef Lon Nol und Absetzung Prinz Sihanouks“ 2 und die Ausrufung der Khmer Republik. Die Roten Khmer gelangten 1975 über ein Bündnis mit Sihanouk an die Macht und übten bis 1978 eine
1 Salmen, Lionel: Kambodscha und die Uno: Der Krieg und seine Eingrenzung von 1978 bis 1993, Berlin 1999,
S. 24
2 Auswärtiges Amt, Stand August 2004
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Schreckensherrschaft über das kambodschanische Volk aus. Mehr als 1,5 Millionen Einwohner starben durch Hunger oder wurden ermordet. Die Infrastruktur Kambodschas und die Kommunikationsinfrastruktur wurden zerstört. Der Geschichte Kambodschas war von Höhen und Tiefen gekennzeichnet. Die Stabilisierung Kambodschas während der französischen Kolonialherrschaft kann als reelle Chance betrachtet werden. Auf Grund der nachlässigen Übergabe der Kolonie durch die Franzosen konnte die errungene Stabilität während der Amtszeit Sihanouks nicht Aufrecht erhalten werden. Nach seiner Absetzung bis zur Invasion Kambodschas durch Vietnam befand sich das Land in einem instabilen Zustand.
3. Konfliktverlauf
Um den Konflikt verständlicher darzustellen, werden die wichtigsten Eckdaten chronologisch aufgezeigt, um die Ziele, Strategien und Reaktionen der einzelnen Akteure besser einordnen zu können. vietnamesische Invasion Kambodschas 24.12.1978
Proklamation der Volksrepublik Kambutchea 12.01.1979
Beginn der schrittweisen Reduzierung der 1982
Höhepunkt der vietnamesischen Militäroffensive 1984/1985
Bekanntgabe der Vorverlegung des vollständigen 1985
Umbenennung in Staat Kamputchea 1989 Pariser Friedenskonferenz Waffenstillstand 01.05.1991
Unterzeichnung des Pariser Friedensvertrages 23.10.1991
4. Akteure der nationalen Ebene
Vier nationale Gruppen hatten wesentlichen Einfluss auf die Entwicklung Kambodschas. In diesem Kapitel soll jede Gruppe mit ihren Interessen und Zielen vorgestellt werden. So wird der Konflikt auf nationaler Ebene verständlich. Um die
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Arbeit zitieren:
Katrin Landgraf, 2004, Der Kambodscha-Konflikt - Ein scheinbar unlösbares Problem?, München, GRIN Verlag GmbH
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