Seminar: Einführung in die Internationalen Beziehungen
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vorgelegt von:
Tina Dutschmann Stefanie Carolin Alexandra Jonas
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1. Einleitung 3
2. geschichtlicher Hintergrund 3
3. Aus welchen Gründen erlebte der Konstruktivismus mit Ende des Kalten Krieges sein „Revival“? 4 4. Grundannahmen 5 5. Akteur und Struktur 6
6. Die Struktur des internationalen Systems 7 7. Außenpolitikhypothese 8
8. Probleme und Perspektiven (Kritik) 10 9. Zusammenfassung 11 10. Hypothesen 12 11. Literaturverzeichnis 14
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In der Wissenschaft von den internationalen Beziehungen werden unter anderem Theorien bzw. theoretische Ansätze wie beispielsweise der Realismus, der Institutionalismus, der Liberalismus und der Konstruktivismus verwendet, um empirische Fälle (z.B. die Kosovo-Krise, der Klimawandel und die EU-Osterweiterung) erklären zu können ( =LHOGHV6HPLQDUV
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Der Konstruktivismus hat in der Wissenschaft der Internationalen Beziehungen eine recht junge Geschichte. Nach Meinung Gert Krells hat diese Denkrichtung ihren Aufschwung in den 90er Jahren des 20. Jahrhundert PLW (QGH GHV 2VW:HVW.RQIOLNWV erlebt. 1 Die Wurzeln des Konstruktivismus bzw. konstruktivistischer Ansätze und Methoden rührten aber schon aus älteren Zeiten her. In der Zeit zwischen den beiden Weltkriegen spielten konstruktivistische Ansätze in der Theorie des Idealismus eine
1 Vgl. Krell 2000, S. 240
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wichtige Rolle. In der Nachkriegszeit machten sich Autoren wie z.B. Karl Deutsch, Ernst Haas oder Hedley Bull - mit ihm auch die sog. Englische Schule - Ansätze des Konstruktivismus zu eigen.
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Die zentrale Rolle spielte die Fähigkeit bzw. 8QIlKLJNHLW GHVZLVVHQVFKDIWOLFKHQ0DLQ VWUHDPV GHU ,%7KHRULHQ, damit sind u.a. der 5HDOLVPXV und der /LEHUDOLVPXV gemeint, Phänomene wie das Ende des Ost-West-Konflikts, das Entstehen von Internationalen Organisationen oder das Aufkommen von Frieden unter demokratischen Staaten, zu erklären. Der Realismus ist nur fähig strukturellen Wandel im Internationalen System in einem materialistischen Sinne zu erklären. D.h. Wandel kann nur stattfinden, wenn sich die Verteilung der Ressourcen und u.a. die militärischer Fähigkeiten ändern. So lässt sich nicht nur das Ende des Kalten Krieges, sondern auch der Wandel vom Feudalismus zum Nationalstaat nicht erklären. Die Änderung der Polarität im Internationalem System nach 1990 kam eher aus der Rekonstruktion des inneren politischen Systems der UDSSR als aus materiellen Gründen zustande. Ein weiterer Grund für den Aufschwung des Konstruktivismus war und ist die Stagnation in den großtheoretischen Debatten. Der Realismus und der Liberalismus weisen in ihren Grundannahmen eine große Übereinstimmung auf, was sich hemmend auf die Entwicklung in der theoretischen Auseinandersetzung auswirkt. Ein weiteres Manko in den IB ist die Vernachlässigung der Identitäts- und Interessenbildung von Akteuren 2 , bei der Ideen eine konstituierende Funktion haben.
In diesem Zusammenhang möchten wir die DEKlQJLJH 9DULDEOH der Theorie des Konstruktivismus nennen; ,GHQWLWlWHQ XQG ,QWHUHVVHQ GHU $NWHXUH bestimmen ihr Handeln und somit ihr Verhalten. Die XQDEKlQJLJH 9DULDEOH sind die 1RUPHQ. Eine Norm ist eine intersubjektiv geteilte, wertgestützte Erwartung angemessenen Verhaltens. Ihre Gültigkeit erhält sie durch den Wertebezug.
Gründe für ein gesteigertes Interesse an Ideen sind die oben aufgeführten Probleme, die sich mit einem rein an Akteursinteressen orientierten Politikbegriff nicht erfassen lassen. Mit dem Konstruktivismus werden neben dem Staat noch weitere Akteure und
2 Vgl. Wendt 1992, S. 424
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Arbeit zitieren:
Tina Dutschmann, 2002, Der Konstruktivismus - eine Denkschule in der Wissenschaft von den Internationalen Beziehungen, München, GRIN Verlag GmbH
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