Bei GRIN registrieren oder einloggen

Jetzt registrieren
Für neue Autoren: kostenlos, einfach und schnell
Dies wird Ihr Benutzername, bitte geben Sie eine gültige E-Mail-Adresse an

Passwort vergessen


Neues Passwort anfordern
Der Buddha Mythos close

Bitte warten

Bitte installieren Sie den Flash Player, wenn kein E-Book erscheint.

Der Buddha Mythos

Referat (Ausarbeitung), 2005, 17 Seiten
Autor: Ralf Klossek
Fach: Germanistik - Gattungen

Details

Veranstaltung: Die Idee einer modernen Mythologie II
Institution/Hochschule: Gottfried Wilhelm Leibniz Universität Hannover (Seminar für Deutsche Literatur und Sprache)
Tags: Buddha, Mythos, Idee, Mythologie
Kategorie: Referat (Ausarbeitung)
Jahr: 2005
Seiten: 17
Note: sehr gut
Literaturverzeichnis: ~ 7  Einträge
Sprache: Deutsch

Archivnummer: V48774
ISBN (E-Book): 978-3-638-45373-8

Dateigröße: 340 KB
Anmerkungen :
U.a. detaillierter Vergleich der älteren buddhistischen Schriften (Hinayana) mit den Neueren (Mahayana). Außerdem Vergleich mit dem Neuen Testament.



Textauszug (computergeneriert)

Universität Hannover
Seminar für Deutsche Literatur und Sprache
WiSe 2005/06

Der Buddha Mythos

von: Ralf Klossek

 


Inhaltsangabe

1. Die Buddha-Legende 1

2. Infos zum Buddhismus 3

3. Hinayana vs. Mahayana 4

3.1 Mahavadana-Sutra (MAV), Majjhima-Nikaya (Majjh.-Nik.) 4
3.2 Lalitavistara (LV), Mahavastu (MV), Nidanakatha (NK) 5
3.3 Tabelle, Vergleich Hinayana und Mahayana 6

4. Vergleich Buddha-Mythos mit Jesus, bzw. den Apokryphen 10

4.1 Vergleich Mahayana mit Johannes-Evangelium (entstanden ca. Jrh. n. Chr 10)
4.2 Jugend 11
4.3 “Der Böse“ 11

5. Untersuchung des Buddha-Mythos anhand von Ranks “Durchschnittssage“1 12

Quellen 14
 



 

1. Die Buddha-Legende

Buddha: Geistlicher Titel des Begründers des Buddhismus; eigentlich Siddharta Gautama, aus dem Adelsgeschlecht der Shakya, deshalb auch Shakyamuni ("der Weise aus dem Shakya-Geschlecht"). Geb. 560 v. Chr. in Kapilavastu, gest. um 480 v. Chr. in Kusinara (nach anderen Überlieferungen (nordindische Sanskrit-Tradition): 450 v. Chr. - 370 v. Chr.2). Siddharta Gautama wird um 560 v. Chr. in Kapilavastu, einem Ort nahe der nepalesischen Grenze, als Sohn eines Adeligen geboren; sein Vater ist Stammesfürst des Volkes der Shakya. Siddharta wird in seiner Kindheit und Jugend seiner gesellschaftlichen Stellung entsprechend erzogen und genießt alle Privilegien eines Prinzen. Im Alter von 16 Jahren heiratet er seine Cousine Yashodhara, die ihm nach zwölf Jahren den Sohn Rahula3 schenkt. In diesen Jahren hat Siddharta mehr und mehr Zweifel an der Sinnhaftigkeit des luxuriösen Lebens, das er am Hof seines Vaters führt. Eine echte Konsequenz seiner Zweifel führt jedoch erst die Begegnung mit menschlichem Leid in der Person eines Greises, eines Kranken und eines Toten bei drei verschiedenen Ausfahrten herbei, die ihm Leid und Vergänglichkeit der menschlichen Existenz bewusst machen. Die Begegnung mit einem Bettelmönch bei einer vierten Ausfahrt, der heitere Gelassenheit ausstrahlt, weist ihm endlich den Ausweg aus dem irdischen Verhaftetsein, und so verlässt er kurz nach der Geburt seines Sohnes in der Nacht der Entsagung seine Familie und sein bisheriges Leben, um als Asket nach dem Sinn des Lebens zu suchen.

Nachdem er verschiedene Brahmanen, Yoga-Lehrer und Asketen getroffen hat, widerfährt ihm mit ca. 35 Jahren unter dem Bodhi-Baum von Bodh-Gaya die Erleuchtung (samma-sambodhi); seither trägt er den Titel Buddha (Erleuchteter). Sieben Tage nach diesem Erlebnis macht sich Buddha auf den Weg, die von ihm gewonnenen Erkenntnisse auch anderen Menschen mitzuteilen. Vor fünf Mönchen hält er seine erste Predigt in Benares -auch buddhistische Bergpredigt genannt- , in der er die Quintessenz seiner Erleuchtung in der Lehre von den Vier Edlen Wahrheiten zusammenfasst und als Lebensweg einen mittleren Weg in der Balance zwischen ausschweifendem Leben in Luxus und streng enthaltsamem Leben empfiehlt.

In den folgenden 45 Jahren führt Buddha ein Predigt- und Wanderleben; er wirkt als geistlicher Lehrer, predigt in Bildern und Gleichnissen und versammelt immer mehr Jünger um sich herum, die sich äußerlich durch einen geschorenen Kopf und das Tragen eines gelben Gewandes auszeichnen. Seine Jünger werden von Buddha auf Mission geschickt: „Geht hin, ihr Mönche, und predigt für das Beste der anderen wie für euer eigenes [...] Bringet die freudige Botschaft zu jedermann." Daneben gründet Buddha den Sangha, einen buddhistischen Mönchs- und Nonnenorden. Während seiner letzten Jahre lebt Buddha in einem Kloster in Sravasti, er stirbt ("geht ins Parinirvana ein") um 480 v. Chr. im Alter von 80 Jahren in Kusinara.4 Nach späterer buddhistischer Lehre gibt es in jeder Weltperiode einen Buddha, so dass der historische Buddha nur ein Buddha in einer langen Reihe von Welterleuchtern ist, die sämtlich die höchste Erkenntnis aus eigener Kraft erlangen. In der hinduistischen Mythologie wurde der Buddha in die Reihe der Avataras (Verkörperungen) des Gottes Vishnu aufgenommen.

2. Infos zum Buddhismus

1. Theravada ("Weg der Älteren", ca. ab 380 v. Chr.): Frühbuddhismus. Orthodox. Strikte Mönchsregeln. Lehre über Ursache und Wirkung. Erlösung durch eigene Bemühung. Komplett schriftlich vorhanden, älteste Lehre des Buddhismus (Theravada Kanon). Schrift: Pali.
2. Mahayana (“Großes Fahrzeug“, ab 1. Jrh. v. Chr.): Lehre über Mitgefühl und Weisheit (besonders stark in China). Erlösung von außen möglich (transzendente Buddhas und Bodhisattvas können helfen). Geburt in Zwischenparadiesen ist möglich. Schrift: Sanskrit.
3. Hinayana (“Kleines Fahrzeug“ (über den Leidensozean)): Anderer Name für Theravada Buddhismus. Seit 2. Jrh. n. Chr. verwendet, um gegen Mahayana Buddhismus abzugrenzen. Gier, Hass, Unwissenheit werden durch ethische Selbsterziehung ausgelöscht.
4. Tantrayana (“Diamantweg/ Donnerkeil-Fahrzeug“, ab 3. Jrh. n. Chr.): Spätbuddhismus. Besonders Tibet, Mongolei. 3-8. Jrh. in Indien entstanden. Grundgegebene Erlöstheit, Abkürzungswege zum Heil.

[...]


1 Vgl. Rank, Otto: Der Mythus von der Geburt des Helden. Nendeln/ Liechtenstein: Kraus Reprint, 1970 [1909]. S. 60f.

2 Vgl. Antes, Peter (Hrsg.): Große Religionsstifter. Augsburg: Weltbild Verlag, 2004. S. 135.

3 “Rahula“ (skt.): Fessel.

4 Vgl. Wissen.de: Buddhismus. Das Leben des Siddharta Gautama/ Buddha. Internetlink.


Kommentare

Bisher keine Kommentare

Kommentar hinzufügen

Andere Nutzer haben sich auch für folgende Titel interessiert:


Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:

http://www.hausarbeiten.de/e-book/48774/der-buddha-mythos
please wait Bitte warten