Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung 2
2. Zur Person George Herbert Mead 3
3. Theoretische Grundannahmen und Begriffe. 4
3.1 Kommunikation und Interaktion 4
3.1.1 Gesten 4
3.1.2 vokale Gesten / signifikante Symbole 5
3.1.3 reflektive Intelligenz 6
3.1.4 Geist 7
3.1.5 Bewusstsein / Umwelt. 8
3.2 Identität 9
3.3 Gesellschaft 12
4. Vergleich von Mensch und Tier 15
6. Literatur- und Quellenverzeichnis 17
Einleitung 2
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1. Einleitung
Die vorliegende Arbeit ist als Ausarbeitung meines Referats zum Thema „George Herbert Mead - Geist, Identität und Gesellschaft“ im Seminar „Anth- ropologieII“ im Wintersemester 2005/06 entstanden. Wesentliches Ziel ist die Darstellung essentieller Grundbegriffe sowie die prägnante Zusammenfassung Meads theoretischen Konzepts, welches sich in der primär verwendeten Literatur „Geist, Identität und Gesellschaft“ findet. Um einen Einstieg in die Thematik zu finden, erscheint es sinnvoll zunächst G. H. Meads Biografie lakonisch zu präsentieren. Anschließend werden die essentiellen theoretischen Grundannahmen zu Kommunikation und Interaktion, Identität und Gesellschaft auf Basis der vorliegenden Literatur dargestellt. Ferner soll abschließend ein summarischer Exkurs hinsichtlich eines Ver- gleichs zwischen der Darstellung von Mensch und Tier bei Mead erfolgen.
Zur Person George Herbert Mead 3
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2. Zur Person George Herbert Mead
George Herbert Mead wurde am 26. Februar 1863 in South Hadley (USA) geboren. Er nahm an der renommierten Harvard University das Studium der Philosophie auf, wechselte jedoch kurz darauf zur Psychologie. Er studierte u.a. auch in Leipzig und Berlin. Von 1894 bis zu seinem Tod lehrte er als Professor für Philosophie sowie Sozialpsychologie an der University of Chicago.
Nach Runkel (2002:57) begriff sich Mead als Vertreter des Sozialbehaviorismus und einer Sozialpsychologie, „für die das Ganze (die Gesellschaft) wichtiger ist als der Teil (das Individuum)“ (zit. n. ebd.). Zudem wird Mead zu den Klassikern der Sozialpsychologie („Chicagoer Schule“ bzw. „Schule des symbolischen Interaktionismus“) bzw. der Soziologie bzw. der Anthropologie gezählt. Dies erscheint recht verwunderlich, da Mead nie Soziologie lehrte sowie nie ein Buch veröffentlichte 1 . Am 26. April 1931 verstarb G. H. Mead in Chicago.
1 Alle seiner Bücher erschienen posthum. Sie wurden aus Manuskripten sowie studentischen Mitschriften rekonstruiert.
Theoretische Grundannahmen und Begriffe 4
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3. Theoretische Grundannahmen und Begriffe
Für sein theoretisches Konzept nimmt Mead Anleihen beim Behaviorismus als auch bei Darwins Evolutionstheorie. So greift er beispielsweise Begriffe wie „Reiz“ und „Reaktion“ 2 auf, deren Ursprung diesbezüglich eindeutig im Behaviorismus zu finden ist. Jedoch entwickelt diese weiter und distanziert sich schließlich auch entschieden vom Behaviorismus bzw. grenzt sich extrem von ebendiesem ab. Von Darwins Evolutionstheorie übernahm er u.a. die Grundannahme, dass sich ein Organismus an seine Umwelt anpassen muss um zu überleben - „survival of the fittest“. Eine der größten Leistungen Meads war es, eine soziologische Theorie zu begründen, die erstmals auch objektiv überprüfbar war. So sind die nachfolgend beschriebenen kommunikativen Vorgänge objektiv beobachtbar und damit nicht mehr nur rein spekulativ. Daraus folgt, dass Meads theoretisches Konzept wissenschaftstheoretisch bzw. empirisch fundierbar ist.
3.1 Kommunikation und Interaktion
3.1.1 Gesten
Unter dem Begriff Geste versteht Mead (1973:82f.; 93) gesellschaftliche Handlungen, „die als Reize für die Reaktionen anderer […] dienen“ bzw. jener Teil einer Handlung, der für den Einfluss auf andere verantwortlich ist, z.B. eine geballte Faust; das Geschrei eines Babys, etc.. 3 Gesten können nach Mead (1973:121) entweder bewusst (signifikant) oder unbewusst (nicht- signifikant) sein.Unterhalb der menschlichen Entwicklungsstufe ist die Übermittlung von Gesten (Kommunikation) nicht signifikant, weil sie nicht bewusst, d.h. identitätsbewusst ist (obwohl sie, bezogen auf Gefühle und Empfindungen bewusst ist) (vgl. ebd.).
2 Hier werden Analogien zu den Behavioristen bzw. Psychologen Pawlow („klassisches Konditionieren“) sowie Skinner („operantes Konditionieren“) evident.
3 Nach Mead (1973:83) sind Gesten für Wundt „Werkzeuge, durch die andere Wesen reagie- ren“.
Arbeit zitieren:
Dipl.-Sozialpäd. Stefan Dannheiser, 2006, George Herbert Mead - Geist, Identität und Gesellschaft, München, GRIN Verlag GmbH
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