Vorwort
Im Rahmen meiner Ausbildung zum Dipl.-Betriebswirt (FH) für Verkehr und Logistik ist diese Diplomarbeit mein letzter Schritt, um das Studium erfolgreich zu absolvieren.
Die Möglichkeit eine Ausarbeitung in der Praxis durchzuführen, verschaffte mir das Unternehmen LOCISTIC CONSULT GmbH • BDU in Echterdingen / Stuttgart. Durch die Mitarbeit am Projekt, THOMAS PHILIPPS GmbH – Neubau Logistikzentrum Melle, konnte ich das theoretische Wissen des Studiums in die Praxis einbringen.
Meinen Dank möchte ich denjenigen aussprechen, die diese praxisnahe Ausbildung ermöglicht und zu ihrem Gelingen beigetragen haben.
An erster Stelle möchte ich die Gelegenheit nutzen, meiner Familie meinen Dank auszusprechen, die mir diese Ausbildung ermöglicht und mein Vorhaben immer tatkräftig unterstützt hat.
Auch die Firma LOCISTIC CONSULT GmbH • BDU hat keinen unwesentlichen Beitrag zum Gelingen eingebracht.
Besonders hervorheben möchte ich Herrn Eckhart Oldenburg, der mir fachspezifische Sachverhalte in vorbildlicher Weise vermittelte und mich beim Erstellen dieser Arbeit fachmännisch betreute.
Seitens der Fachhochschule Heilbronn, Studiengang Verkehrsbetriebswirtschaft und Logistik, Schwerpunkt Transportlogistik, wurde ich von Herrn Prof. Dipl.- Volksw. Hans-Helmut Grandjot betreut. Auch ihm gegenüber fühle ich mich für seine stete Beratung sehr zum Dank verpflichtet. Neuplanung unter besonderer Berücksichtigung der Kommissionierung
Vorwort NA
Inhaltsübersicht NA
Inhaltsverzeichnis NA
Abkürzungen NA
Abbildungen NA
Tabellen NA
Kurzfassung NA
1 Einleitung 12
2 Die Unternehmen Logistic Consult und Thomas Philipps 14
3 Die Ist Situation der Logistik bei Thomas Philipps 16
4 Aufgabenstellung und Zielsetzung 23
5 Das Warenverteilzentrum 24
6 Die Ablauforganisation im Warenverteilzentrum 46
7 Begründung für ein zentrales Warenverteilzentrum 55
8 Systementwicklung des neuen Warenverteilzentrums 59
9 Prozesse im neuen Warenverteilzentrum 60
10 Die Planung der Kommissionierung 65
11 Schlussbetrachtung 86
Anlagen 0
Literaturverzeichnis 89
Ablauforganisation im NA
Neuplanung unter besonderer Berücksichtigung der NA
Vorwort NA
Inhaltsübersicht NA
Inhaltsverzeichnis NA
Abkürzungen NA
Abbildungen NA
Tabellen NA
Kurzfassung NA
1 Einleitung 12
2 Die Unternehmen Logistic Consult und Thomas Philipps 14
2.1 Unternehmensprofil Logistic Consult 14
2.2 Unternehmensprofil Thomas Philipps Sonderposten 14
2.3 Beziehung zwischen den Unternehmen 15
3 Die Ist Situation der Logistik bei Thomas Philipps 16
3.1 Belieferungskonzept 16
3.2 Warenverteilzentrum Niemegk 18
3.3 Warenverteilzentrum Riemsloh 19
3.4 Zentrale Bissendorf 20
3.5 Aufgaben der Logistik 20
3.6 Schwächenanalyse Warenverteilzentrum Riemsloh 21
4 Aufgabenstellung und Zielsetzung 23
5 Das Warenverteilzentrum 24
5.1 Begriffsabgrenzung 24
5.2 Merkmale eines Warenverteilzentrums 24
5.3 Das Informationssystem im Warenverteilzentrum 25
5.4 Funktionale Bereiche im Warenverteilzentrum 26
5.4.1 Überblick Funktionsbereiche 26
5.4.2 Wareneingang 26
5.4.2.1 Aufgaben im Wareneingang 26
5.4.2.2 Gestaltung des Wareneingangs 28
5.4.3 Lager 28
5.4.3.1 Lageraufgaben 28
5.4.3.2 Lagerarten 29
Ablauforganisation im NA
Neuplanung unter besonderer Berücksichtigung der NA
5.4.3.3 Lagersysteme 33
5.4.4 Kommissionierung 36
5.4.4.1 Kommissionieraufgaben 36
5.4.4.2 Kommissioniersysteme 36
5.4.4.2.1 Informationssystem 36
5.4.4.2.2 Materialflusssystem 38
5.4.4.2.3 Organisationssystem 41
5.4.5 Cross Docking 43
5.4.5.1 Aufgaben im Cross Docking 43
5.4.5.2 Gestaltung des Cross Docking 44
5.4.6 Warenausgang 45
5.4.6.1 Aufgaben des Warenausgangs 45
5.4.6.2 Gestaltung des Warenausgangs 45
6 Die Ablauforganisation im Warenverteilzentrum 46
6.1 Die Unternehmensorganisation 46
6.2 Begriffabgrenzung 47
6.3 Die Aufbauorganisation 48
6.3.1 Strukturen der Aufbauorganisation 48
6.3.2 Die Aufbauorganisation bei PHILIPPS 49
6.4 Gegenstand der Ablauforganisation 50
6.5 Begriffe der Ablauforganisation 51
6.5.1 Aufgaben 51
6.5.2 Objekte 52
6.5.3 Verrichtungen 53
6.5.4 Arbeitsanalyse 53
7 Begründung für ein zentrales Warenverteilzentrum 55
8 Systementwicklung des neuen Warenverteilzentrums 59
9 Prozesse im neuen Warenverteilzentrum 60
9.1 Überblick 60
9.2 Wareneingang und Kontrolle 61
9.3 Einlagerung 62
9.4 Nachschub und Reorganisationslauf 62
9.5 Transporte 63
9.6 Kommissionierung 63
9.7 Warenausgang 63
10 Die Planung der Kommissionierung 65
10.1 Kommissionierung als zentrales Thema 65
10.2 Systemplanung der Kommissionierung 65
10.2.1 Analyse 66
10.2.1.1 Mengen und Strukturdaten NA
Planungsinstrument 67
10.2.1.2 Mengen und Strukturdaten bei PHILIPPS 68
10.2.2 Systemfindung 69
Ablauforganisation im NA
Neuplanung unter besonderer Berücksichtigung der NA
10.2.3 Ergebnis der Systemplanung 69
10.2.3.1 Standardkommissionierung 70
10.2.3.1.1 Paletten Fach Kommissionierung 71
10.2.3.1.2 Teilentnahme 71
10.2.3.1.3 Schnelldreher 71
10.2.3.2 Maxi Platten Kommissionierung 71
10.2.3.2.1 Freilager 72
10.2.3.2.2 Kaltlager 72
10.2.3.3 Cross Docking 72
10.3 Feinplanung für Standardkommissionierung 73
10.3.1 Prozesskostenrechnung 73
10.3.1.1 Gegenstand der Prozesskostenrechnung 73
10.3.1.2 Begriffe der Prozesskostenrechnung 74
10.3.1.3 Verfahren 75
10.3.1.4 Prozesskostenrechnung für NA
Standardkommissionierung 76
10.3.1.4.1 Aufgabenstellung 76
10.3.1.4.2 Darstellung der Kommissionierverfahren 77
10.3.2 Zusammenfassung und Ergebnis 83
11 Schlussbetrachtung 86
Anlagen 0
Anlage 88
Anlage 89
Anlage 89
Literaturverzeichnis 89
Ablauforganisation im NA
Neuplanung unter besonderer Berücksichtigung der NA
Abkürzungen
CD Cross-Docking
EP Euro-Flach-Palette
FIFO First in first out
HRL Hochregallager
I-Punkt Identifikations-Punkt
KOM I Kommissionierebe 1
KOM II Kommissionierebe 2
LIFO Last in first out
Lkw Lastkraftwagen
lmi Leistungsmengeninduzierte Prozesskosten
lmn Leistungsmengenneutrale Prozesskosten
LVR Lagerverwaltungsrechner
LZ Logistikzentrum
MHD Mindesthaltbarkeitsdatum
MPK Maxi-Paletten-Kommissionierung
PFK Paletten-Fach-Kommissionierung
PKR Prozesskostenrechnung
SD Schnelldreher
SLS Staplerleitsystem
TE Teilentnahme
VDI Verein Deutscher Ingieneure e.V.
WA Warenausgang
WE Wareneingang
WVZ Warenverteilzentrum
Neuplanung unter besonderer Berücksichtigung der Kommissionierung
Abb.1: Belieferungskonzept für PHILIPPS 17
Abb.2: Warenströme PHILIPPS 18
Abb.3: Ablauf WVZ Niemegk 19
Abb.4: Ablauf WVZ Riemsloh 20
Abb.5: Die Aufgabenstruktur der Logistik bei PHILIPPS 21
Abb.6: Auftragsdurchlaufzeit im WVZ Riemsloh 22
Abb.7: Standard Funktionsbereiche im Warenverteilzentrum 26
Abb.8: Grundsätzliche Lagerarten im Überblick 30
Abb.9: Hochraumlager 32
Abb.10: Lagertypenstruktur 34
Abb.11: Block und Zeilenlagerung gestapelt 35
Abb.12: Morphologischer Kasten Informationssysteme 38
Abb.13: Morphologischer Kasten Materialflusssystem 40
Abb.14: Morphologischer Kasten Organisationssysteme 43
Abb.15: Funktionsweise Cross Docking 44
Abb.16: Merkmale Aufbau und Ablauforganisation 47
Abb.17: Funktionale und divisionale Organisationsstruktur 49
Abb.18: Matrix Organisationsstruktur 49
Abb.19: Aufbauorganisation von PHILIPPS 50
Abb.20: Aufgabe als Basiselement 52
Abb.21: Aufgabenzerlegung nach Verrichtung 54
Abb.22: WVZ mit dezentraler Lagerhaltung 57
Abb.23: WVZ mit zentraler Lagerhaltung 58
Abb.24: Lagermodule Warenverteilzentrum Melle 59
Abb.25: Überblick Funktionen im neuen Warenverteilzentrum 60
Abb.26: Prozess Wareneingang und Kontrolle 61
Abb.27: Prozess Einlagerung 62
Abb.28: Prozess Warenausgang 64
Abb.29: Überblick Kommissionierbereiche 70
Abb.30: Verfahren PFK 78
Abb.31: Layout PFK 79
Abb.32: Verfahren TE 80
Abb.33: Layout Teilentnahme 80
Abb.34: Verfahren SD 81
Abb.35: Layout Schnelldreher 82
Abb.36: Prozesskosten pro Kommissioniervariante 84
Abb.37: Schnittstelle TE PFK 84
Abb.38: Schnittstelle PFK SD 85
Ablauforganisation im NA
Neuplanung unter besonderer Berücksichtigung der NA
Tabellen
Seite
Tab.1: Vorteile und Nachteile von Hochraumläger................................................33 Tab.2: Vorteile und Nachteile der Blocklagerung ..................................................36 Tab.3: Prozesskosten PFK / TE / SD ....................................................................83 Neuplanung unter besonderer Berücksichtigung der Kommissionierung
Kurzfassung
Das Unternehmen THOMAS PHILIPPS GmbH hat sich entschieden ein neues Warenverteilzentrum (WVZ) für das Distributionsgebiet Westdeutschland zu bauen, da das alte WVZ mehrere ablauforganisatorische Schwächen aufzeigt. Die Schwächenanalyse bringt hervor, dass erhöhte Kosten in den Bereichen Personal, Objekte, zeitlicher Ablauf und Transporte beinhaltet sind. Für den Neubau beauftragt PHILIPPS das Unternehmen LOCISTIC CONSULT GmbH, welches als Generalplaner sämtlicher Planungsaktivitäten, IT, Bau und das Projektmanagement sämtlicher Gewerke verantwortet. Die Aufgabenstellung und Zielsetzung beinhaltet Punkte, wie z.b., dass die aktuelle Organisationsstruktur von PHILIPPS nicht durch den Neubau verändert werden soll.
Das grundsätzliche Merkmal eines WVZ ist, dass angelieferte Waren, welche nicht im Anschluss der Anlieferung unmittelbar benötigt werden, auf unbestimmte Zeit zur Bereitstellung in ein Lager, bis der Verkauf die Waren anfordert, kommen.
Die Möglichkeiten zu technischen Ausgestaltung sind im WVZ sehr facettenreich. So gibt es eine Vielzahl an Lagerungssystemen, wie z.b. Regalsysteme oder Bodenlagerung, welche es jeweils in mehrere Einzelsysteme differenzieren lassen. Zudem müssen bei der Gestaltung sämtliche Aufgaben der einzelnen Funktionsbereiche im WVZ sorgfältig beachtet werden, um bei der Planung des WVZ allen Anforderungen gerecht zu werden.
Die Ablauforganisation beschreibt die zeitliche und räumliche Strukturierung der Arbeitsvorgänge im WVZ. Die Planung der Ablauforganisation beinhaltet die Bildung von Haupt- und Teilprozessen, welche in der Verrichtungsfolge gegliedert werden. Grundlage hierfür ist die Arbeitsanalyse, welche die Arbeitsprozesse nach unterschiedlichen Merkmalen zerlegt. Die Planung der Verrichtungsfolge basiert dabei auf eine sachlich sinnvolle, zeitliche und logische Reihenfolge der Teilprozesse.
Die Begründung für ein zentrales WVZ wird vor allem von der Höhe der Kapitalbindung, der betrieblichen Lagerpolitik, der Sortimentsstruktur sowie den Kosten der Warenauslieferung und –bereitstellung fundiert. Ein konzeptioneller Vergleich zwischen einem zentralen und dezentralen WVZ zeigt, dass die Vorteilhaftigkeit des zentralen WVZ sich in den Betriebskosten begründet. Neuplanung unter besonderer Berücksichtigung der Kommissionierung
Die Systementwicklung des neuen WVZ basiert auf den aktuellen Aufgaben des derzeitigen WVZ. Hinsichtlich des Warenfluss werden die Lager-Module Wareneingang, Hochraumlager, Freilager, Schnelldreher, Sonderfläche, Kaltlager, Cross-Docking, Retouren, Kommissionierung und Warenausgang vorgesehen. Daraus resultieren die Funktionen Entladung, Wareneingang, Kontrolle, Transporte, Lager, Kommissionierung, Nachschub und Reorganisation, Warenausgang sowie Verladung. Aus den Funktionen wiederum resultieren die Prozesse, welche detailliert beschrieben werden müssen.
Die Kommissionierfunktion stellt sich bei der Planung in den Mittelpunkt, da sie als integraler Bestandteil der betrieblichen Leistungserstellung zählt. Das schnelle Reagieren auf Marktanforderungen durch bedarfsgerechte Lieferungen gewinnen zunehmend an Bedeutung. Dadurch nimmt die Kommissionierung eine vorrangige Stellung bei der Planung ein.
Die Systemplanung der Kommissionierung ergibt, dass im Bereich der Standardkommissionierung drei unterschiedliche Kommissionierverfahren angewendet werden. Durch eine Prozesskostenrechnung wird ermittelt, welcher Artikel mit welchen Verfahren abgewickelt werden soll. Um eine betriebswirtschaftliche Bewertung zur Ermittlung der Grenzkosten durchführen zu können, müssen die jeweiligen Kommissionierverfahren analysiert und in Teilprozesse zerlegt werden (vgl. Anlage3). Neuplanung unter besonderer Berücksichtigung der Kommissionierung
1 Einleitung
In Zeiten eines sich verschärfenden Wettbewerbs steht die Ablauforganisation einer Unternehmung für den entscheidenden unternehmerischen Erfolg von Handelsunternehmen. Durch die Logistik müssen Handelsfilialen schnell und zuverlässig beliefert werden. Ein grundlegendes Merkmal der Logistik ist ihr beständiger Wandel. Zur effizienten Erfüllung logistischer Aufgaben muss sich die Logistik ständig Neuorientierungen unterziehen. In den letzten 30 Jahren hat sich die Logistik zu einem ganzheitlichen prozessorientierten Managementkonzept und somit zu einem strategischen Führungsinstrument entwickelt. 1
Um eine schnelle und zuverlässige Distribution der Waren zu gewährleisten entscheiden sich immer mehr Handelsunternehmen für am Markt zentral positionierte Warenverteilzentren. Die vorliegende Diplomarbeit stellt die Neuplanung eines solchen Warenverteilzentrums unter besonderer Berücksichtigung der Kommissionierung dar. Inhaltlich spiegelt die Diplomarbeit einen Planungsstand, welcher sich im Rahmen der Gesamtplanung, im Anfangsstadium befindet. Dies begründet sich mit der Verhältnismäßigkeit der Bearbeitungszeit des Diploms.
Der Aufbau der Diplomarbeit gestaltet sich wie folgt. Nach einer kurzen Vorstellung der Unternehmen LOGISTC CONSULT GmbH und THOMAS PHILIPPS GmbH, in der die Unternehmensprofile sowie die Beziehung zwischen den zwei Unternehmen dargestellt wird, erfolgt eine Darstellung der IST-Situation der Logistik sowie eine Schwachstellenanalyse des derzeitigen Warenverteilzentrums West von PHILIPPS.
Nachdem im anschließenden Abschnitt 4 die Aufgabenstellung und Zielsetzung formuliert wird, folgen in den nächsten zwei Abschnitten grundlegende Beschreibungen zu den Aufgaben und den Gestaltungsmöglichkeiten in den einzelnen Funktionsbereichen des Warenverteilzentrums. Die umrissenen Gestaltungsmöglichkeiten geben Neuplanung unter besonderer Berücksichtigung der Kommissionierung
dabei einen Ausblick auf die Vielfältigkeit der Planungsmöglichkeiten. Die relevanten Grundsätze zur Planung der Ablauforganisation sind methodisch nach Begriffe beschrieben.
Der darauf folgende Abschnitt 7 liefert die formale Begründung für die Errichtung eines zentralen Warenverteilzentrums. Es wird verdeutlicht, welche Vorteile der hohe Zentralisierungsgrad beinhaltet.
Nachdem Abschnitt 8 die Systemplanung vorstellt, erfolgt die Darstellung der Prozesse im neuen Warenverteilzentrum. Die Beschreibung erfolgt hierbei ablauforientiert nach Funktionsbereiche.
Die Planung der Kommissionierung, welche besondere Beachtung in der vorliegenden Arbeit beansprucht, wird im letzten Abschnitt dargestellt. Anhand von IST-Daten wird ein anspruchsgerechtes Kommissioniersystem entwickelt. Des weiteren wird mittels einer Prozesskostenrechnung die Feinplanung unterschiedlicher Kommissionierbereiche durchgeführt. 1
vgl. Baumgarten, H. und Walter, S., Trend und Strategien in der Logistik+, 2001, S.2 Neuplanung unter besonderer Berücksichtigung der Kommissionierung
2 Die Unternehmen Logistic Consult und Thomas Philipps
2.1 Unternehmensprofil Logistic Consult
Das Unternehmen LCS - LOGISTIC CONSULT GmbH Stuttgart (LCS), das an dieser Stelle kurz vorgestellt wird, konzentriert sich auf die Unternehmensleistungen Supply Chain Management, Logistik-, Industrie-, Organisations-, Personal- sowie IT-Beratung. Der Firmensitz von LCS ist in Echterdingen, einem Vorort von Stuttgart.
Seit 1978 ist das Unternehmen aktiv als Berater, Planer und Manager für Unternehmen vom kleinen Senkrechtstarter bis zum großen Konzern. Das Unternehmen verfügt über Standorte in Deutschland, in der Schweiz, in Österreich und in Indien. Durch eine Vielzahl von Partnerbüros bietet LCS auch optimale internationale Lösungen an. Zudem ist das Unternehmen Mitglied im BDU (Bund Deutscher Unternehmensberater) und im ELC (European Logistic Consultants).
2.2 Unternehmensprofil Thomas Philipps Sonderposten
Das Unternehmen THOMAS PHILIPPS GmbH Sonderposten, das hier ebenso kurz vorgestellt wird, ist ein Handelsunternehmen, das seine geschäftlichen Aktivitäten auf den Verkauf von Sonderposten konzentriert. Die Unternehmung hat ihren Firmensitz in Bissendorf, das im niedersächsischen Landkreis Osnabrück liegt.
Gegründet wurde das Unternehmen THOMAS PHILIPPS GmbH von Thomas Philipps. Anfangs als Einmannbetrieb, verfügt das Unternehmen heute über mehr als 180 Filialen in ganz Deutschland. Zudem existieren Filialen im Osteuropäischen Ausland, hauptsächlich in Litauen. Zusätzlich zu den eigenen Filialen werden Dritte beliefert, i.d.R. andere Handelshäuser, Großhändler und kleinere Ladengeschäfte.
Das rollierende Artikelsortiment (ausgeprägte Sortimentsdynamik) von PHILIPPS, das hauptsächlich über die hauseigenen Filialen vertrieben wird, ergibt sich durch die Konzentration der Beschaffung von sich immer wechselnden Sonderposten bzw. Restposten aus unterschiedlichsten Handelsbereichen. Neuplanung unter besonderer Berücksichtigung der Kommissionierung
2.3 Beziehung zwischen den Unternehmen
Das Unternehmen THOMAS PHILIPPS GmbH hat das Unternehmen LCS - LOGISTIC CONSULT GmbH Stuttgart
mit der Planung und Realisierung eines Warenverteilzentrums am Standort Melle bei Osnabrück beauftragt. LCS als Generalplaner verantwortet nicht nur sämtliche Planungsaktivitäten, IT und Bau, sondern auch das Projektmanagement sämtlicher Gewerke. Neuplanung unter besonderer Berücksichtigung der Kommissionierung
3 Die Ist-Situation der Logistik bei Thomas Philipps
3.1 Belieferungskonzept
Hinsichtlich des Versorgungsprinzips ist der Warenfluss des Unternehmens nicht auf eine bestandlose Versorgung ausgerichtet. Die in zwei WVZ bereitgestellten Waren werden teilweise für größere Zeiträume bereitgestellt. Bei diesen Waren handelt es sich meist um saisonale Waren.
Das zu versorgende Belieferungsgebiet für PHILIPPS, erstreckt sich über das gesamte Bundesgebiet sowie Abnehmer und Filialen in osteuropäischen Nachbarländern. Die Lieferanten bei denen sich der Einkauf bedient betreiben ihre Standorte in der Europäischen Union sowie in Drittlandsstaaten.
Das Belieferungsgebiet ist derzeit in zwei Distributionsgebiete aufgeteilt. In beiden Distributionsgebieten wird jeweils ca. die Hälfte des für die PHILIPPS Logistik relevanten Warenvolumens abgewickelt. Die Region Ost umfasst die neuen Bundesländer. Für dieses Vertriebsgebiet wurde bereits Mitte der neunziger Jahre ein neues WVZ in Niemegk / Brandenburg errichtet. Für die Region West ist derzeit das WVZ Riemsloh / Niedersachsen mit angeschlossenen Aussenlägern im Einsatz. Die Region West setzt sich aus den alten Bundesländern zusammen. Die Ausnahme bilden die Filialen in Baden-Württemberg, welche vom WVZ Niemegk versorgt werden (vgl. Abb1).
Das Sortiment für Campingartikel und Möbel wird im WVZ Halbe / Brandenburg, bevorratet und kommissioniert. Die Belieferung der Filialen erfolgt grundsätzlich unabhängig zu den Lieferungen der vorgenannten Sortimentsbereiche. Im Ausnahmefall, i.d.R. bei Kleinstmengen pro Filiale, wird eine Auslieferung über die WVZ in Niemegk und Riemsloh vorgenommen.
Neben der Belieferung durch die WVZ, werden die Filialen durch die Lieferanten selbst im Rahmen einer Streckenbelieferung versorgt. Dies ist dann der Fall, wenn jede bzw. einzelnen Filialen größere Mengen eines Lieferanten beziehen. Die Steuerung bzw. Entscheidung zur Direktbelieferung erfolgt durch die Disposition in der Zentrale Bissendorf. Neuplanung unter besonderer Berücksichtigung der Kommissionierung
Aachen
Abb.1: Belieferungskonzept für PHILIPPS Neuplanung unter besonderer Berücksichtigung der Kommissionierung
Um im gesamten Belieferungsgebiet permanent alle Artikel anbieten zu können, werden auch zwischen den WVZ in Niemegk und Riemsloh Waren ausgetauscht bzw. vorkommissionierte Aufträge / Teilaufträge an das jeweilig andere WVZ versendet.
In der folgenden Abbildung (Abb.2) werden alle grundsätzlich vorkommenden Warenströme dargestellt:
Abb.2: Warenströme PHILIPPS
3.2 Warenverteilzentrum Niemegk
Das WVZ Niemegk wurde Mitte der neunziger Jahre in zwei Bauabschnitten neu errichtet. An das WVZ Niemegk sind diverse temporäre Außenläger angeschlossen, in denen Bestandsüberhänge sowie Saisonartikel gelagert werden (vgl. Abb.3). Neuplanung unter besonderer Berücksichtigung der Kommissionierung
Die Kommissionierung findet ausschließlich im WVZ Niemegk statt. Ebenso erfolgt der Wareneingang sowie der Versand an die Filialen vom Standort Niemegk aus. Die Hauptfunktionen sind somit im WVZ angesiedelt.
Abb.3: Ablauf WVZ Niemegk
3.3 Warenverteilzentrum Riemsloh
Wie auch im WVZ Niemegk sind ebenso an das WVZ Riemsloh diverse Aussenläger angeschlossen. Die Funktion dieser Aussenläger beschränkt sich jedoch nicht nur auf die Lagerung von Bestandsüberhängen und der für die Kommissionierung nicht notwendigen Artikel. Mehr haben die Aussenläger die Funktion von vollwertigen Warenverteilzentren, in denen Teile vom gesamtem Sortiment bevorratet und kommissioniert werden (vgl. Abb.4).
Der Versand der Gesamtlieferungen erfolgt zentral aus dem WVZ Riemsloh, in dem die Teillieferungen / Teilaufträge aus den einzelnen Aussenlägern filialbezogen konsolidiert und für den Versand bereitgestellt werden. Neuplanung unter besonderer Berücksichtigung der Kommissionierung
Abb.4: Ablauf WVZ Riemsloh
3.4 Zentrale Bissendorf
Die Gesamtsteuerung des Warenflusses, insbesondere der Wareneingangsteuerung, erfolgt in der Zentrale Bissendorf. Weiter für die Logistik wesentliche Aufgaben der Zentrale Bissendorf sind:
• Stammdatenpflege (Kunden, Lieferanten, Artikel)
• Einkaufsabwicklung
• Steuerung und Verteilung der Anlieferungen auf die Läger
• Ankündigung der Anlieferung an die Läger (WE – Avise)
• Erfassung von Kundenaufträgen,
• Auftragsprüfung
• Zuordnung der Kundenaufträge an die jeweiligen Läger
• Übermittlung der Kundenaufträge an die Läger
3.5 Aufgaben der Logistik
In der folgenden Abbildung (Abb.5) werden die vorgestellten Aufgaben und Funktionen nach den einzelnen Standorten und deren Aufgabenstrukturen zusammengefasst dargestellt. Neuplanung unter besonderer Berücksichtigung der Kommissionierung
Kommissionierung
Warenausgang
Wareneingang Lager
Kommissionierung
Warenausgang Abb.5: Die Aufgabenstruktur der Logistik bei PHILIPPS 3.6 Schwächenanalyse Warenverteilzentrum Riemsloh Durch die räumlich getrennte Abwicklung eines Auftrages an verschiedenen Standorten entsteht erheblicher Mehraufwand in den folgenden Bereichen: Personal
Durch die Vorhaltung der Lagergrundfunktionen (Wareneingang, Warenausgang,
Nachschub etc.) an verschiedenen Standorten und dem damit verbundenen Mehr- aufwand in bezug auf das Handling der Ware entstehen gerade im Bereich der Neuplanung unter besonderer Berücksichtigung der Kommissionierung
ist kostenintensiv und für den täglichen Betrieb nur bedingt geeignet, z.B. fehlende Rampen, Niveauunterschiede,...
Zeitlicher Ablauf
Durch die parallele Abwicklung entsteht eine Auftragsdurchlaufzeit von zusätzlich einem Tag (vgl. Abb.6) im Vergleich zum WVZ Niemegk. Die Wahrscheinlichkeit eines Nullbestandes pro Artikel in den Filialen ist damit gegenwärtiger als in den Filialen, die durch das WVZ Niemegk versorgt werden.
Abb.6: Auftragsdurchlaufzeit im WVZ Riemsloh
Transporte
Durch die räumlich getrennte Abwicklung der Teilaufträge und mit der damit ver- bundenen Auftragskonsolidierung im WVZ Riemsloh entstehen im Vergleich zu einer zentralen Abwicklung erhöhte Transportkosten. Der Koordinierungsaufwand für die Transportorganisation und die Auftragssteuerung innerhalb der Aussenläger ist dabei noch nicht berücksichtigt.
Zukunftsperspektive
Ein künftig wachsendes Sortiment wird bei Beibehaltung der jetzigen Organisation mit dem Aufbau von weiteren Standorten verbunden sein. Neuplanung unter besonderer Berücksichtigung der Kommissionierung
4 Aufgabenstellung und Zielsetzung
Die Aufgabenstellung und Zielsetzung für die Neuplanung des neuen WVZ im Melle beinhaltet folgende Punkte:
• Die dargestellte Aufgabenstruktur (vgl. Abschnitt 3.6) entspricht der heutigen Organisation und soll auch weiterhin in dieser Form Bestand haben.
• Die im Bereich WVZ Riemsloh dargestellten Aussenläger werden zukünftig weitestgehend entfallen.
• Die Notwendigkeit zur Unterhaltung oder Anmietung von zusätzlichen Lagerstandorten, siehe WVZ Niemegk, soll vermieden werden bzw. nur im begrenzten Umfang entstehen.
• Mit der Realisierung des WVZ in Melle sollen die Erfahrungen aus Niemegk und den heutigen Kenntnissen mit dem aktuellen Stand der Technik best- möglich kombiniert werden.
• Der Logistikbetrieb muss in der Lage sein, die heutigen Anforderungen und die in vieler Hinsicht offene Entwicklung von PHILIPPS über einen Zeitraum von mindestens 10 Jahren aufzunehmen.
• Mechanisierung und Automatisierung sollen im sinnvollen Maße vorgesehen werden. Besonderer Wert wird auf die Abläufe und Informationslogistik gelegt.
• Es muss möglich sein, das Konzept in Schritten und Stufen auszubauen und weiteren technischen Entwicklungen anzupassen.
•
Die Erschließung des neuen WVZ erfolgt auf einem bebauten Grundstück am Standort Melle. Das Grundstück ist auf Altlasten zu überprüfen und die vorhandenen Gebäude müssen abgetragen werden. Neuplanung unter besonderer Berücksichtigung der Kommissionierung
Arbeit zitieren:
Dipl.-Betriebswirt Horst Planitzer, 2003, Ablauforganisation im Warenverteilzentrum - Neuplanung unter besonderer Berücksichtigung der Kommissionierung, München, GRIN Verlag GmbH
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