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Inhaltsverzeichnis:
Einführung: 3
Literarische Entwicklungen in der Romantik 3
Aufbau und Gliederung des Schauerromans 5
Der Schauerroman als Spiegel seiner Zeit 7
E. T A. Hoffmanns „ Elixiere des Teufels “ 8
Der Roman. Eine Analyse seiner Dimensionen 9
Hoffmanns persönlicher Be zug zu dem Roman 13
Hoffmanns Stil 15
Schluss 16
Literaturangabe 17
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Einführung:
Bizarr, exzentrisch und grotesk gestaltet E. T. A. Hoffmann seinen Roman „ Die Elixiere des Teufels “ und sorgt damit für bisher ungekanntes Grauen im Publikum.
Er bietet einer aufklärerisch, natur- und geisteswissenschaftlich interessierten Gesellschaft eine neue Hürde, die zu nehmen nicht allen gelingt. Seine Komplexität und sein Vermögen Ordnung in der Unordnung zu schaffen machen den Schriftsteller einmalig, seine Fähigkeit diese in e inen konstanten Spannungsrahmen einzubetten bietet dem Leser einen vergnüglichen Schauer, die eigene Intention und Erfahrung Hoffmanns aber, die dem Roman zugrunde liegt, macht ihn für uns besonders interessant.
Literarische Entwicklungen in der Romantik
In der Zeit der Klassik/ Romantik entwickeln viele Künstler und Schriftsteller eine Basis erstmaligen Ausbrechens aus den zuvor manierlich gehaltenen Normen künstlerischen Gestaltens.
Die europäische Literatur der Romantik beinhaltet eine „ Geisteshaltung, welche die Welt nicht als eine von der Vernunft bestimmte Wirklichkeit sieht, sondern als ein rätselhaftes, geheimnisvolles, von der Vernunft nie ganz erfassbares und berechenbares Wesen. “ Z. 1 Nahezu alles, was der zügellosen Phantasie zu entspringen scheint, ist verdammt romantisch genannt zu werden. Somit bildet der Roman auch den Mittelpunkt romantischen Kunstausdrucks, ja der Begriff „ Romantik“ geht daraus hervor. Vgl. 2 Der Begriff „ schwarze Romantik “ lässt aber ein genaueres Bild einer dama ligen Geistesströmung, neben der, der Klassik, erahnen.
„ Genährt durch die Epoche der Empfindsamkeit wie abgegrenzt gegen die rationalen und moralischen Setzungen der Aufklärung, wird es im Verlaufe des 18. Jahrhunderts geeignet zur
1 Merker, Paul und Stammler, Wolfgang: Reallexikon der deutschen Literaturgeschichte. Band 3. Walter de
Gruyter Verlag. Berlin, New York. 2001. Stichwort: Romantik. S. 578, Z. 5- 9.
2 Lützeler, Paul Michael ( Hrsg. ) : Romane und Erzählungen der deutschen Romantik. Neue Interpretationen.
Reclam. Stuttgart. 1981. S. 8 , Z. 40-41
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Bezeichnung der Dimension des Irrationalen und ihrer sittlichen wie geistig- seelischen Auswirkunge n…[…] Z. 3 Ihr Themenkreis beinhalte vor allem verborgene Ängste, Träume, Wahnvorstellungen, dunkle- melancholisch- resignative Stimmungen, krankhafte und a bseitige Neigungen, oftmals eingebettet in einen phantastischen, gespenstischen oder grotesken Rahmen. Wohl die stärkste Ausprägung der Romantik ist die Doppelheit von gedanklicher Spekulation und Emotionalität, von überwachem geistigem Experimentieren und trunkener Todeserotik, der Konflikt zwischen Unschuld und Tyrannei, zwischen Liebe und Verbrechen. Vgl. 4 Inzest, Nekrophilie, Satanismus, Sadismus, Blutschande, Vergewaltigung, Mord, Generationsfluch, Vatermord, Doppelgängertum usw. bilden grundlegende Themen.
Kurz: Die „ menschlichen Nachtseiten “, wie sie Gotthilf Heinrich Schubert nannte, bieten Dreh- und Angelpunkt des literarischen Schaffens.
Die Motivik dessen kann darin verstanden werden, dass ein Streben nach Natur und Versenk ung ins eigene Innere gesucht wirde. Nicht selten entblössen sich im Inneren ein Reich des Verbotenen, Triebhaften und Schauerlichen, welche durch die übersteigerte Subjektivität nach und nach zum Wahnsinn führen.
Goethes Definition dazu lautete: „ Das K lassische nenne ich das Gesunde und das Romantische das Kranke. „ Z. 5 Dennoch bedeutet die bewusste Aufarbeitung der Abgründe der Seele keine Selbstkastrierung, sondern eine Legitimation, bewusst, ja gar therapeutisch, mit seinem natürlichen Ich, gegebenenfalls auch einem Über- Ich, mit all seinen Absche ulichkeiten, Träumen und Perversionen umzugehen.
Der Schauerroman bietet in diesem Sinne nicht nur dem Schriftsteller die Möglichkeit einer ( Selbst- ) Darstellung des zwiespältigen Ichs, sondern auch dem Leser eine Grundlage den eigenen Horizont insofern zu öffnen, als Geschmack an amoralisch- abnormen Themen zu finden und am Diskurs über die menschliche Psyche teilzunehmen. Die S chönheit des Schrecklichen wird Anlass für Empfindungen. Dies ist auch im erotischen Sinne zu verstehen, da jetzt das Gefühl des Einsseins und der Verschmelzung mit dem erotischen Erlebnis zum Mittelpunkt der Offenlegung menschlicher Abgründe steht. Vgl. 6
3 Merker, Paul und Stammler, Wolfgang: Reallexikon der deutschen Literaturgeschichte. Band 3. Walter de Gruyter Verlag. Berlin, New York. 2001. Stichwort: Romantik. S. 579, Z. 7- 13.
4 Ebda S. 587, Z. 10- 14.
5 Praz, Mario: Liebe, Tod und Teufel. Die schwarze Romantik. Deutscher Taschenbuch Verlag. München. 1970. S. 34, Z. 23- 25.
6 Praz, Mario: Liebe, Tod und Teufel. Die schwarze Romantik. Deutscher Taschenbuch Verlag. München. 1970. S. 13
5
Diese sogenannte „ progressive Universalpoesie“ widersetzt sich jeder Begrenzung auf Einheiten, Schranken, Grenzen oder Scheidungen, keine Frage, kein Thema wird ausgelassen. Vgl. 7
Aufbau und Gliederung des Schauerromans
Meist besteht die Geschichte aus einer oder mehreren Schauersequenzen. Eine Schauersequenz wiederum besteht aus fünf Phasen, in denen ein neutrales Geschehen bzw. ein Protagonist/ Protagonisten gestört oder bedroht wird und den Höhepunkt in der vorgestellten oder tatsächlich passierenden Grausamkeit findet und schliesslich wieder in einem Endgleichgewicht endet.
Dabei ist die vom Leser empfundene Angst natürlich kein Nebeneffekt der schlagartig ensteht, sondern geht einher mit den Empfindungen der Romanfigur, die er nachvollzieht. Vgl. 8 Die erste Phase ist vergleichbar mit der sprichwörtlichen Ruhe vor dem Sturm. Sie beginnt also mit einem Anfangsgleichgewicht, dessen Beschreibung das Gefühl von Geborgenheit und einem gesicherten Weltbild vermittelt. Vgl. 9 Schliesslich folgt der Übergang zum Ungleichgewicht, der aus weiterführenden Vorausdeutungen, bzw. bedenklichen Veränderungen hervorgeht, sodass der Leser schlimme Befürchtungen hat ohne genau zu wissen warum. Vgl. 10 Verantwortlich für dass Aufkommen des unguten Gefühls beim Leser, sind die Schauerantizipationen, die er mit gewissen Räumlichkeiten oder Situationen in Verbindung bringt.
Einige Beispiele zu typischen Schauerelementen wären:
• Dunkelheit:
Dunkelheit lässt ein Gefühl von Orientierungslosigkeit, Einsamkeit und Verlassenheit von anderen Menschen, die Rückhalt bieten könnten, aufkommen und führt daher auch zu Hilflosigkeit aufgrund des Gefühls von Verletzlichkeit.
• Stille:
7 Lützeler, Paul Michael (Hrsg. ) : Romane und Erzählungen der deutschen Romantik. Neue Interpretationen. Reclam. Stuttgart. 1981. S.12, Z. 1- 7.
8 Trautwein, Wolfgang: Erlesene Angst. Schauerliteratur im 18. und 19. Jahrhundert. München. 1980. S. 18, Z. 34- 36.
9 Ebda Kapitel 7. 2.
10 Ebda Kapitel 7. 3.
Arbeit zitieren:
Tuana Maier, 2005, E.T.A. Hoffmann - Die Elixiere des Teufels, München, GRIN Verlag GmbH
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