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E.T.A. Hoffmann - Die Elixiere des Teufels

Hausarbeit, 2005, 17 Seiten
Autor: Tuana Maier
Fach: Germanistik - Neuere Deutsche Literatur

Details

Veranstaltung: Klostergeschichten um 1800
Institution/Hochschule: Bayerische Julius-Maximilians-Universität Würzburg
Tags: Hoffmann, Elixiere, Teufels, Klostergeschichten
Kategorie: Hausarbeit
Jahr: 2005
Seiten: 17
Note: 2,0
Literaturverzeichnis: ~ 8  Einträge
Sprache: Deutsch

Archivnummer: V48698
ISBN (E-Book): 978-3-638-45320-2

Dateigröße: 231 KB
Anmerkungen :
Die Arbeit soll die Dimensionen, die die einzelnen Protagonisten des Romans darstellen, entschlüsseln.



Textauszug (computergeneriert)

Bayerische Julius- Maximilians-Universität Würzburg
Institut für deutsche Philologie/ Neuere deutsche Literaturgeschichte
Proseminar: Klostergeschichten um 1800
Sommersemester 2005
4. Semester

E.T.A. Hoffmann - Die Elixiere des Teufels

von: Tuana Maier

 


Inhaltsverzeichnis

Einführung 3

Literarische Entwicklungen in der Romantik  3

Aufbau und Gliederung des Schauerromans  5

Der Schauerroman als Spiegel seiner Zeit 7

E. T. A. Hoffmanns „ Elixiere des Teufels “  8

Der Roman. Eine Analyse seiner Dimensionen 9

Hoffmanns persönlicher Bezug zu dem Roman 13

Hoffmanns Stil 15

Schluss  16

Literaturangabe  17




 

Einführung:

Bizarr, exzentrisch und grotesk gestaltet E. T. A. Hoffmann seinen Roman „ Die Elixiere des Teufels “ und sorgt damit für bisher ungekanntes Grauen im Publikum. Er bietet einer aufklärerisch, natur- und geisteswissenschaftlich interessierten Gesellschaft eine neue Hürde, die zu nehmen nicht allen gelingt. Seine Komplexität und sein Vermögen Ordnung in der Unordnung zu schaffen machen den Schriftsteller einmalig, seine Fähigkeit diese in einen konstanten Spannungsrahmen einzubetten bietet dem Leser einen vergnüglichen Schauer, die eigene Intention und Erfahrung Hoffmanns aber, die dem Roman zugrunde liegt, macht ihn für uns besonders interessant. Literarische Entwicklungen in der Romantik In der Zeit der Klassik/ Romantik entwickeln viele Künstler und Schriftsteller eine Basis erstmaligen Ausbrechens aus den zuvor manierlich gehaltenen Normen künstlerischen Gestaltens.

Die europäische Literatur der Romantik beinhaltet eine „ Geisteshaltung, welche die Welt nicht als eine von der Vernunft bestimmte Wirklichkeit sieht, sondern als ein rätselhaftes, geheimnisvolles, von der Vernunft nie ganz erfassbares und berechenbares Wesen. “ Z.1 Nahezu alles, was der zügellosen Phantasie zu entspringen scheint, ist verdammt romantisch genannt zu werden. Somit bildet der Roman auch den Mittelpunkt romantischen Kunstausdrucks, ja der Begriff „ Romantik“ geht daraus hervor. Vgl. 2 Der Begriff „ schwarze Romantik “ lässt aber ein genaueres Bild einer damaligen Geistesströmung, neben der, der Klassik, erahnen.

„ Genährt durch die Epoche der Empfindsamkeit wie abgegrenzt gegen die rationalen und moralischen Setzungen der Aufklärung, wird es im Verlaufe des 18. Jahrhunderts geeignet zur Bezeichnung der Dimension des Irrationalen und ihrer sittlichen wie geistig- seelischen Auswirkungen…[…] Z. 3 Ihr Themenkreis beinhalte vor allem verborgene Ängste, Träume, Wahnvorstellungen, dunkle- melancholisch- resignative Stimmungen, krankhafte und abseitige Neigungen, oftmals eingebettet in einen phantastischen, gespenstischen oder grotesken Rahmen. Wohl die stärkste Ausprägung der Romantik ist die Doppelheit von gedanklicher Spekulation und Emotionalität, von überwachem geistigem Experimentieren und trunkener Todeserotik, der Konflikt zwischen Unschuld und Tyrannei, zwischen Liebe und Verbrechen. Vgl. 4 Inzest, Nekrophilie, Satanismus, Sadismus, Blutschande, Vergewaltigung, Mord, Generationsfluch, Vatermord, Doppelgängertum usw. bilden grundlegende Themen. Kurz: Die „ menschlichen Nachtseiten “, wie sie Gotthilf Heinrich Schubert nannte, bieten Dreh- und Angelpunkt des literarischen Schaffens. Die Motivik dessen kann darin verstanden werden, dass ein Streben nach Natur und Versenkung ins eigene Innere gesucht wirde. Nicht selten entblössen sich im Inneren ein Reich des Verbotenen, Triebhaften und Schauerlichen, welche durch die übersteigerte Subjektivität nach und nach zum Wahnsinn führen. Goethes Definition dazu lautete: „ Das Klassische nenne ich das Gesunde und das Romantische das Kranke. „ Z. 5

Dennoch bedeutet die bewusste Aufarbeitung der Abgründe der Seele keine Selbstkastrierung, sondern eine Legitimation, bewusst, ja gar therapeutisch, mit seinem natürlichen Ich, gegebenenfalls auch einem Über- Ich, mit all seinen Abscheulichkeiten, Träumen und Perversionen umzugehen. Der Schauerroman bietet in diesem Sinne nicht nur dem Schriftsteller die Möglichkeit einer ( Selbst- ) Darstellung des zwiespältigen Ichs, sondern auch dem Leser eine Grundlage den eigenen Horizont insofern zu öffnen, als Geschmack an amoralisch- abnormen Themen zu finden und am Diskurs über die menschliche Psyche teilzunehmen. Die Schönheit des Schrecklichen wird Anlass für Empfindungen. Dies ist auch im erotischen Sinne zu verstehen, da jetzt das Gefühl des Einsseins und der Verschmelzung mit dem erotischen Erlebnis zum Mittelpunkt der Offenlegung menschlicher Abgründe steht. Vgl. 6 Diese sogenannte „ progressive Universalpoesie“ widersetzt sich jeder Begrenzung auf Einheiten, Schranken, Grenzen oder Scheidungen, keine Frage, kein Thema wird ausgelassen. Vgl.7

Aufbau und Gliederung des Schauerromans

[...]


1 Merker, Paul und Stammler, Wolfgang: Reallexikon der deutschen Literaturgeschichte. Band 3. Walter de Gruyter Verlag. Berlin, New York. 2001. Stichwort: Romantik. S. 578, Z. 5- 9.

2 Lützeler, Paul Michael ( Hrsg. ) : Romane und Erzählungen der deutschen Romantik. Neue Interpretationen. Reclam. Stuttgart. 1981. S. 8 , Z. 40-41

3 Merker, Paul und Stammler, Wolfgang: Reallexikon der deutschen Literaturgeschichte. Band 3. Walter de Gruyter Verlag. Berlin, New York. 2001. Stichwort: Romantik. S. 579, Z. 7- 13.

4 Ebda S. 587, Z. 10- 14.

5 Praz, Mario: Liebe, Tod und Teufel. Die schwarze Romantik. Deutscher Taschenbuch Verlag. München. 1970. S. 34, Z. 23- 25.

6 Praz, Mario: Liebe, Tod und Teufel. Die schwarze Romantik. Deutscher Taschenbuch Verlag. München. 1970.S. 13

7 Lützeler, Paul Michael (Hrsg. ) : Romane und Erzählungen der deutschen Romantik. Neue Interpretationen. Reclam. Stuttgart. 1981. S.12, Z. 1- 7.
 


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